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Autor: Tobias Scharla
Fach: Chemie
Details
Tags: Qualität, Wiegens, Probe, Qualität, Volumenmessungen
Jahr: 2001
Seiten: 6
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 70 KB
ISBN (E-Book): 978-3-640-01011-0
Volltext (computergeneriert)
Chemie Laborbericht Nr.2
30.10.00
Tobias Scharla, Matrikel-Nr. 21067
Teil A: Die Qualität des Wiegens, Probe Nr. 32
Teil B: Qualität von Volumenmessungen
Teil A:
Da das bestimmen von Massen zu den Grundlagen der Chemie, und der praktischen
Chemie, gehört, ist es wichtig den Umgang mit den verschiedenen Arten von Waagen sich
anzueignen. Zu diesem Zweck bekamen wir ein Präparateglas, bei mir mit der Nr. 32
versehe, indem 25 1-Pfennig-Stückchen enthalten waren. Die Aufgabe bestand darin,
zuerst das Glas mit Deckel und Inhalt auf der Analysenwaage und auf der
Präzisionswaage zu wiegen. Danach war das Gewicht jedes einzelnen Pfennigs zu
ermitteln. Und nun sollte das Glas mit dem Deckel gewogen werden
1.
Gewicht des Glases mit Deckel und Inhalt:
Präzisionswaage:
70,98g
Analysenwaage:
70,9913g
2. Einzelgewicht der Pfennige:
Nummer
Jahr
Prägeort
m in g
1
1950 Karlsruhe
2,0272
2
1950 Karlsruhe
2,0039
3
1972 Stuttgart
1,9998
4
1973 Stuttgart
1,9951
5
1974 Stuttgart
2,0163
6
1976 Karlsruhe
2,0070
7
1977 Stuttgart
2,0066
8
1978 Stuttgart
2,0368
9
1982 München
2,0081
10
1982 Karlsruhe
1,9715
11
1984 Stuttgart
2,0027
12
1984 Stuttgart
2,0353
13
1985 München
1,9909
14
1987 Karlsruhe
2,0048
15
1988 Stuttgart
1,9843
16
1989 Stuttgart
1,9766
17
1991 Karlsruhe
1,9948
18
1992 München
1,9970
19
1992 Karlsruhe
1,9917
20
1994 Stuttgart
1,9923
21
1995 Stuttgart
1,9777
22
1995 Hamburg
1,9861
23
1996 Stuttgart
2,0230
24
1996 Stuttgart
1,9954
25
1996 Stuttgart
2,0217
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Chemie Laborbericht Nr.2
30.10.00
Tobias Scharla, Matrikel-Nr. 21067
3. Einzelgewicht des Präparateglases mit Schnappdeckel:
auf der Analysenwaage:
20,9405 g
4.
è Also muß sich dann aus den einzelnen Wiegeergebnissen der ,,leeren" Glases und
des ,,vollen" Glases , theoretisch, die Gesamtmasse der Pfennige ergeben.
Diese Wird berechnet, indem man die Masse des Glases mit Inhalt und Deckel, von
der Masse des leeren Präparateglases mit Deckel subtrahiert. Daraus folgt ein
Ergebnis von 50,508g. Die Summe der einzeln gewogenen Pfennige ist aber 50,0466g.
Daraus ergibt sich eine Differenz von 0,0042g.
Mittelwert und Standardabweichung der Einzelwiegungen
x
Der Mittelwert berechnet nach der Formel:
x
i
=
ergibt 2,0019.
n
(
xi
-
x
)²
Die Standardabweichung
s
nach der Formel
s
=
i
berechnet ergibt 0,0175g
n
- 1
All diese Werte bestätigen, daß die Analysewaage bei richtiger Bedienung ein sehr
genaues Meßinstrument bzw. Wiegeinstrument ist. Die schwankenden Meßwerte
können viele Ursachen haben.
- Die Münzen sind unterschiedlich alt, daher können sie durch Abnutzung weniger,
oder durch Verschmutzungen jeglicher Art mehr wiegen.
- Ein Grund kann auch sein, daß die unterschiedlichen Prägeanstalten einen Richtwert
von 2g ± 0,05g haben, und diese Unsicherheit, Toleranz, voll ausnutzen.
5. Berechnung des Variationskoeffizienten
Der Variationskoeffizient berechnet sich aus dem Mittelwert und der
s
Standardabweichung. Die Formel hierfür lautet
vk
=
100 . Das Ergebnis dieser
x
Formel, wenn man die vorher berechneten Ergebnisse einsetzt, ist 0,87%.
6.
Ausreißertest
Um die Ergebnisse auf falsche Werte, ,,Ausreißer", zu überprüfen, wendet man den
Ausreißertest an. Hierbei addiert man zu dem Mittelwert die Standardabweichung, die
mit einer Zahl zwischen eins und drei multipliziert wird. Wenn ein Wert dann nicht
innerhalb des Bereiches
x
±
s
3 liegt, so liegt es nahe, daß die Messung ein Ausreißer
ist.
x
+ ?
s
x
- ?
s
x
±
s
1
2,0019g + 0,0175g =
2,0194g
2,0019g - 0,0175g =
1,9844g
x
± 2
s
2,0019g + (2*0,0175)g =
2,0369g
2,0019g - (2*0,0175)g =
1,9669g
x
±
s
3
2,0019g + (3*0,0175g) =
2,0544g
2,0019g - (3*0,0175)g =
1,9494g
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Chemie Laborbericht Nr.2
30.10.00
Tobias Scharla, Matrikel-Nr. 21067
Da alle meine Meßwerte zwischen 1,9715g und 2,0368hg liegen, kann ich sicher
gehen, daß keine Ausreißer bei dieser Messung dabei sind. Die Meßwerte liegen alle
im Bereich
x
± 2
s
.
7. Fazit des Ersten Teils
Bei diesem Versuch wurde deutlich, daß die Analysewaage eine sehr präzise Waage
darstellt, die von 200g bis hin zu 1mg alles sehr genau wiegt. Die Schwankungen der
Meßwerte ergeben sich ja durch oben genannte möglichen Ursachen, wie Toleranzen,
Verunreinigung oder etwa die Abnutzung der Einzelnen Pfennigstücke und der
Ausreißertest hat auch ergeben, daß ,,keine" Meßfehler enthalten sind. Die
Präzisionswaage ist auch eine genaue Waage, aber um zwei Dezimalstellen
ungenauer als die Analysewaage. Für manche Anwendungsgebiete erscheint die
Benutzung der Präzisionswaage besser, z.B. beim Wiegen von Substanzen mit einem
Gewicht von ca. 1g bis zu 10000g, bei denen es nicht auf da µg ankommt. Auf jeden
Fall muß man jeder Waage eines beachten, die herstellungsbedingte und natürliche
Unsicherheit. Bei der Analysewaage kann man davon ausgehen, daß die letzte Stelle
des Meßwertes unsicher ist, dadurch kann höchstens dann noch die vorletzte Stelle
,,wackeln", aber man muß sich immer im Klaren darüber sein, daß es nichts 100%ig
genaues gibt.
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30.10.00
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Teil B:
Nachdem man nun den Umgang mit den Waagen kennt, soll man jetzt mit den ver-
schiedenen Volumenmeßgeräten umgehen lernen.
Dazu muß immer eine bestimmte Menge in einem Gefäß, Becherglas, Meßzylinder,
Pipette oder Bürette, abfüllen und in ein Gefäß, dessen Leergewicht bekannt ist, umfüllen
und danach abwiegen. Da diese Messungen der Volumina nicht in dem Präzisionsbereich
der Analysewaage liegen, reicht er völlig aus, hierfür die Präzisionswaage zu benutzen.
Als erstes nimmt man ein trockenen Becherglas, füllt hierein 25ml Wasser und wiegt es.
Danach mißt man die 25ml in einem Meßzylinder ab und wiegt diese 25ml dann in einem
Becherglas, dessen Gewicht bekannt ist. Nun nimmt man eine Messpipette, und überführt
damit 10ml Wasser in ein Becherglas und wiegt dies. Abschließend führt man das selbe
Prinzip wie bei der Messpipette durch, allerdings mit einer Bürette und man nimmt dazu
wiederum 25ml Wasser.
Danach soll noch der Fehler bestimmt werden, und zwar anhand der Formel:
eller Wert
experiment
-
warhrer Wert
Fehler
=
100
wahrer Wert
1. Meßergebnisse der verschiedenen Messungen:
1.2. Versuch Becherglas
Leergewicht
28,75g
Becherglas mit 25ml Wasser, gemessen
52,61g
,,wahres Volumen"
23,86g
Unterschied gemessen à gerechnet
1,14g
Fehler
4,81%
1.3. Versuch Meßzylinder
Leergewicht Becherglas
28,80g
Becherglas mit 25ml Wasser aus dem Zylinder 53,38g
,,wahres Volumen"
24,58g
Unterschied gemessen à gerechnet
0,42g
Fehler
1,71%
1.4. Versuch Pipette
Leergewicht Becherglas
28,83g
Becherglas mit 10ml Wasser aus der Pipette 38,79g
,,wahres Volumen"
9,96g
Unterschied gemessen à gerechnet
0,04g
Fehler
0,40%
1.5. Versuch Bürette
Leergewicht Becherglas
28,80g
Becherglas mit 25ml Wasser aus der Bürette 53,71g
,,wahres Volumen"
24,91g
Unterschied gemessen à gerechnet
0,09g
Fehler
0,36%
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Tobias Scharla, Matrikel-Nr. 21067
2.
Fazit
Das Becherglas ist eigentlich nicht für die Bestimmung eines Volumens gedacht,
sondern eher zum Mischen und weiterverarbeiten von Lösungen. Das Becherglas
genießt den gleichen Stand wie ein Erlenmeyerkolben, dessen Aufgabe es ist, als
Flüssigkeitsbehältnis zu fungieren. Die Volumenanzeige ist nur ein grober Richtwert,
und deshalb nicht so genau und nicht so fein unterteilt. Der Messylinder hingegen hat
schon eine etwas genauere Einteilung, aber die Schwierigkeit besteht darin, den
unteren Meniskus genau abzulesen auf der Graduierung. Der Einsatzbereich des
Messzylinders ist, z.B. um Lösungen herzustellen, siehe Chromatographie. Genauer
hingegen ist die Pipette. Die Skalierung der Messpipette ist eingeteilt in 0,1 ml.
Pipetten sind geeignet zum Entnehmen von bestimmten Flüssigkeitsmengen aus
Behältnissen oder Lösungen. Wie nicht anders erwartet, erweist sich die Bürette als
genaustes, und sogleich teuerstes, Volumenmessgerät eines Labors. Diese hat auch
eine Einteilung in 0,1ml Schritten und zwischendrin wird interpoliert. Man kann mit der
Bürette das Volumen so exakt bestimmen, da man die Flüssigkeit, die zuviel drin ist,
tropfenweise auslaufen lassen kann, und weil die Bürette einen Schellbachstreifen an
der milchigen Rückwand hat. Dieser erleichtert einem das Abmessen von Volumina
ungemein.
Dieser Labortag zeigte, daß es unerläßlich ist, daß man die Volumenmessgeräte und
die Waagen sehr gut ablesen bzw. bedienen kann. Aber mit welcher Präzision man
arbeitet, entspricht natürlich den Versuchsvoraussetzungen, ist es eine Titration oder
eine Mischung von zwei Lösungsmitteln im Verhältnis von z.B. 3:2. Allerdings ist immer
das Ziel so genau wie möglich die Aufgabe zu erledigen.
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