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Script, 2001, 4 Pages
Author: Tobias Scharla
Subject: Chemistry
Details
Tags: Gravimetrische, Bestimmung, Calcium, Fällung
Year: 2001
Pages: 4
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-01014-1
File size: 61 KB
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Fulltext (computer-generated)
Chemie Laborbericht Nr.6
05.12.00
Tobias Scharla, Matrikel-Nr. 21067
Gravimetrische Bestimmung von Calcium durch
Fällung als CaC2O4 H2O
(Proben Nr. 2)
Funktionsweise der Gravimetrie:
Die Gravimetrie ist ein quantitatives Analyseverfahren., das sich der Messung einer
Stoffmenge durch Massenbestimmung(Auswaage) bedient. Dabei werden die zu
bestimmenden Ionen oder Moleküle in eine schwerlösliche Verbindung(Fällungsform)
überführt. Diese wird abfiltriert, gewaschen und durch Trocknen oder Glühen in
speziellen Öfen in eine definierte Wägeform überführt 1
hier:
Es werden die Ca2+-Ionen durch Oxalat(C
2-
2O4 )-Ionen aus der Lösung gefällt. Es bildet
sich bei dieser Fällung ein CaC
2O4 H2O Niederschlag, der sich erst wieder in einem
sauren Milieu auflöst, deswegen sollte man bei der Versuchsdurchführung genau auf
den pH-Wert achten. Wenn man den Niederschlag dann fällt, dann ist es von Vorteil
einen ziemlich grobkristallinen Niederschlag zu erhalten. Dieses grobkristalline Material
bekommt man dann, wenn man der pH-Wert während der Niederschlagsbildung von
saurer in alkalisch wechselt(dies wird durch die thermische Zersetzung von
Harnstoff(Co(NH2)2) erreicht).
Arbeitsgeräte und Chemikalien
· 4 Bechergläser, 400ml
· Glasstäbe
· Exsikkator
· 4 Glasfiltertiegel G4
· Tiegelzange
· Analysenwaage
· Vollpipette, 25ml
· Uhrgläser
· Bunsenbrenner
· Absaugungsvorrichtung
· Analysenlösung
· 0,1M HCl
· 1M HCl
· Ammoniumoxalat((NH4)2C2O4)
· Harnstoff(Co(NH2)2)
· Indikator Methylrot (4,8-6,0)
1 Schüler Duden ,,Chemie", Seite 168
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Chemie Laborbericht Nr.6
05.12.00
Tobias Scharla, Matrikel-Nr. 21067
1. Durchführung
Als erstes trocknet man die vier Glasfiltertiegel. Dies wurde bereits durch die
AssitentInnen vorbereitet, da dies zu zeitaufwendig wäre. Man muss nur noch die
Tiegel einzeln abwiegen, beschriften und in einen Exsikkator stellen. Nun wird der
Messkolben mit der Analysenlösung bis zur 250ml-Eichmarke mit dest. Wasser
aufgefüllt und gut durchgemischt. Jetzt wird eine Vollpipette mit dieser Lösung
durchgespült und anschließend jeweils 25ml in die vier Bechergläser pipettiert. Danach
wird zu diesen Bechergläsern jeweils ca. 75ml 0,1M HCl gegeben. Nun gibt man in
jede Probe 5 Tropfen Indikator, Methylrot(unter4,8 rot und über 6,0 gelb). Den
Bechergläsern werden jetzt jeweils 25ml Ammoniumoxalatlösung((NH4)2C2O4) und 15g
fester Harnstoff hinzugesetzt, der bewirken soll, dass das möglichst grobkörniges
Material ausfällt, um die Fällung einzuleiten. Der Harnstoff wurde vorher mit der
Analysenwaage auf 5 signifikante Stellen genau gewogen. Nun erhitzt man immer zwei
der Bechergläser vorsichtig über dem Bunsenbrenner. Die Bechergläser sind mit
Uhrgläsern abgedeckt. In den Gläsern lässt man den Glasstab stehen, um einem
Siedeverzug vorzubeugen. Nach dem Farbumschlag des Indikators von rosa nach gelb
stellt man die Bunsenbrenner ab und lässt die Bechergläser noch auf dem Vierfuß
stehen, bis die Lösung nicht mehr siedet. Danach nimmt man die Bechergläser runter
und stellt die nächsten beiden Bechergläser auf den Vierfuß über dem Bunsenbrenner
und macht genau das selbe wie mit den anderen zweien. Die Bechergläser werden
nach dem Herunternehmen vom Vierfuß noch ca. 15 min stehengelassen, damit die
Lösung Zeit zum Agllomerieren(Ablagern) hat. Anschließend wird die Lösung mit dem
Agglomerat durch einen zuvor gewogenen Glastiegel G4 abgesaugt. Das absaugen
wird mit einer Saugstrahlpumpe und einer Saugflasche durchgeführt. Dabei wird die
Saustrahlpumpe an einen Wasserhahn angeschlossen, dieser wird aufgedreht und
durch einen Vakuumschlauch wird dann ein Unterdruckdruck in der Saugflasche
erzeugt, auf der ein Tiegel steckt. In diesen Tiegel kippt man dann vorsichtig die
Lösung, die einen Glasstab runterläuft, hinein. Durch den Unterdruck in der
Saugflasche wird die Lösung mit dem Agglomerat durch den Tiegel gesogen. Die
Reste, die im Becherglas zurückbleiben werden mit eiskaltem Wasser, das man zu
Anfang des Labors vorbereitet hat, ausgespült und ebenfalls durch den Tiegel gesaugt.
Das Agglomerat bleibt dann auf der Porenoberfläche, Fritte, zurück. Wenn das Filtrat in
der Saugflasche nicht klar ist, dann war die Agglomerisation im Becherglas nicht ganz
abgeschlossen und das Ergebnis wird verfälscht. Nachdem die Lösungen durch die
vier Tiegel gesaugt wurden, werden diese in einer Mikrowelle 8min lang auf Stufe 5,
(800W) getrocknet. Unter die Tiegel wird ein Filterpapier gelegt, dass der
Wasserdampf aus dem Tiegel entweichen kann. Nun lässt man die Tiegel 15 min in
einem Exsikkator abkühlen. Jetzt werden die Tiegel mit dem Niederschlag gewogen.
Durch die Bildung der Differenz zwischen ,,leerem" Tiegel und dem ,,vollen" Tiegel kann
man das Gewicht des Calciumoxalatniederschlags bestimmen. Anschließend werden
die Tiegel nochmals vier Minuten, bis zur Gewichtskonstanz, in der Mikrowelle
getrocknet, dann 15 Minuten im Exsikkator abkühlen lassen und erneut gewogen.
Jetzt wird das getrocknete Calciumoxalat vorsichtig mit einem Spatel aus den Tiegeln
gekratzt und in einem vorbereiteten Gefäß gesammelt. Der Tiegel wird danach nicht
dest. Wasser ausgespült und dann werden ca. 40 ml 1M HCl durchgesaugt und dann
wird nochmals mit ca. 100ml dest. Wasser nachgespült. Der Tiegel wird dann in den
Trockenschrank gestellt und ist somit wieder einsetzbar.
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Chemie Laborbericht Nr.6
05.12.00
Tobias Scharla, Matrikel-Nr. 21067
2. Ergebnisse der Wiegungen und Berechnungen
Alle Angaben in [g]
Gewicht der Tiegel, in g
1
2
3
4
Vor dem Versuch
31,2450 31,4434 29,4031 31,2183
Nach 8min Mikrowelle
31,8335 32,0273 29,9875 31,8004
Nach 12min Mikrowelle
31,8323 32,0259 29,9864 31,7995
Enthaltene Menge an Calciumoxalat
0,5873 0,5825 0,5833 0,5812
m1+ m2 + m3 + m4
Daraus folgt der Mittelwert m =
= 05836g
4
Die Standardabweichung beträgt 0,0015, Berechnet nach folgender Formel:
(xi- )²
x
s
i
=
n -1
Die Reaktionsgleichung für die Berechnung des Ca2+-Gehalts lautet wie folgt:
Ca2+ + C
2-
2O4
CaC2O4
è n(Ca2+) = n(CaC2O4)
2+
m(CaC2O4)
0,5836g
n(Ca ) =
=
=
l
0,004556mo = 4,556mmol
M(CaC2O4)
128,1g mol
m(Ca2+ ) = n(Ca2+ )M(Ca2+ ) = 0,18269g = 182,69mg
+
m(Ca2+
2
)
182,69mg
mg
ß
(Ca ) =
=
= 7307,53
V(Lösung)
0,025l
l
Die Angaben der Atommassen M(Stoff) stammen aus dem Periodensystem und sind auf
eine Stelle hinter dem Komma gerundet.
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