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Script, 2001, 7 Pages
Author: Tobias Scharla
Subject: Chemistry
Details
Tags: Puffersysteme, Säuren
Year: 2001
Pages: 7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-01015-8
File size: 68 KB
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Fulltext (computer-generated)
Chemie Laborbericht Nr.6
28.11.00
Tobias Scharla,
Puffersysteme und mehrprotonige Säuren
(Proben Nr. 26)
Teil A: Funktionsweise von Puffersystemen
Puffer sind Kombinationen aus einer Säure oder Base und einem Salz der gleichen Säure
oder Base, das konjugierte Säure-Base-Paar. Der Puffer bewirkt nach Zugabe von einer
Säure oder Base, dass sich der pH-Wert des Puffersystems fast nicht ändert, pH ±0,2.
Arbeitsgeräte und Chemikalien
· Bürette, 50ml
· Becherglas, 150ml
· pH-Meter
· äquimolarer Acetatpuffer, 1M CH3COOH 1M CH3COONa
· 1M HCl
· 1M NaOH
1. Durchführung
Hier benötigt man ein Becherglas, in dem sich ca. 20ml äquimolarer Acetatpuffer
befindet. Nun gibt man die Salzsäure, 1M HCl, bzw. die Natronlauge, 1M NaOH, in den
bestimmten Mengen hinzu. Bei den einzelnen Mengen an Säure bzw. Base wird der
pH-Wert gemessen, mit einem pH-Meter.
2. Gemessene pH-Werte
Zugegebenes Volumen an NaOH
pH-Wert
0 ml
4,77
1 ml
4,76
3 ml
4,78
5 ml
4,80
7 ml
4,87
10 ml
4,90
20 ml
5,17
Abweichungen der Werte von den theoretischen Werten können sich so erklären, dass
eine 0,1M NaOH bereitgestellt wurde, anstatt eine 1M NaOH.
Zugegebenes Volumen an HCl
pH-Wert
0 ml
4,77
1 ml
4,64
3 ml
4,48
5 ml
4,32
7 ml
4,17
10 ml
3,91
20 ml
1,21
Mögliche Fehlerquellen:
Der Acetatpuffer hat theoretisch den pH-Wert pH=4,74, da bei äquimolaren Puffern gilt:
pH = pKs. Hier kann es zu Abweichungen kommen, da die pH-Meter-Elektrode in der
letzten signifikanten Stelle ,,wackelt", d.h. ungenau ist um ca. 3 Einheiten.
Seite 1 von 1
Chemie Laborbericht Nr.6
28.11.00
Tobias Scharla,
Teil B: Maßanalytische Bestimmung von H3PO4 und Bestimmung der beiden
Säurekonstanten pK1 und pK2.
Arbeitsgeräte und Chemikalien
· Bürette, 50ml
· Becherglas, 400ml
· Magnetrührer
· pH-Meter
· Analyselösung
· 0,1M NaOH
Fehlerbetrachtung: Auch hier wackelt die letzte Stelle nach dem Komma um ca.
3 Einheiten, da auch hier wieder die pH-Elektrode benutzt wurde.
1. Durchführung
Zuerst wird der Messkolben, der die Analyenlösung beinhaltet, auf 250ml mit
dest. Wasser aufgefüllt. Danach wird ein aliquoter Teil, 25ml, mit einer Vollpipette in
das Becherglas überführt. Im Becherglas füllt man diese 25ml mit dest. Wasser auf
ca. 100ml auf und titriert diese Lösung mit NaOH. Dies wird dann noch einmal
wiederholt, denn die erste Titration dient nur zur ungefähren Bestimmung der
Äquivalenzpunkte und die zweite Titration ist dann zur genauen Bestimmung der Äqui-
valenzpunkte. Hieraus kann man dann die Äquivalenzpunkte, den genauen Gehalt an
H3PO4 und die Konzentration von H3PO4 in der Probenlösung berechnen.
2. Gemessene pH-Werte während der schnellen Titration
Zugegebenes Volumen
Zugegebenes Volumen
pH-Wert
pH-Wert
an NaOH in ml
an NaOH in ml
0
2,10
40
8,25
5
2,18
41
9,42
10
2,37
42
10,42
15
2,73
43
10,69
20
3,96
44
10,90
21
5,45
45
11,05
22
5,95
46
11,14
23
6,20
47
11,22
24
6,35
48
11,28
25
6,48
49
11,32
27
6,68
50
11,40
29
6,83
31
7,01
33
7,18
35
7,37
36
7,47
37
7,60
39
7,91
Seite 2 von 2
Chemie Laborbericht Nr.6
28.11.00
Tobias Scharla,
3. Gemessene pH-Werte während der langsamen Titration
Zugegebenes
Zugegebenes
Volumen
pH-Wert
Volumen
pH-Wert
an NaOH in ml
an NaOH in ml
0
2,07
41,5
10,14
1
2,07
42
10,41
2
2,09
42,5
10,58
3
2,11
43
10,74
4
2,13
43,5
10,83
5
2,14
44
10,9
6
2,18
45
11,03
7
2,21
46
11,11
8
2,24
47
11,2
9
2,28
48
11,28
10
2,34
49
11,33
11
2,41
50
11,37
12
2,47
52
11,42
13
2,55
14
2,63
15
2,71
16
2,82
17
2,94
18
3,1
18,5
3,23
19
3,38
19,5
3,6
20
4,02
20,5
5,05
21
5,54
21,5
5,8
22
5,95
22,5
6,08
23
6,17
24
6,32
25
6,45
26
6,56
27
6,66
28
6,75
29
6,84
30
6,93
31
7,01
32
7,08
33
7,19
34
7,28
35
7,35
36
7,45
37
7,6
37,5
7,67
38
7,75
38,5
7,84
39
7,95
39,5
8,1
40
8,3
40,5
8,6
41
9,5
Seite 3 von 3
Chemie Laborbericht Nr.6
28.11.00
Tobias Scharla,
4. Titrationskurve mit 1. und 2. Ableitung
Überall, wo die 1. Ableitung ihr Maximum, die 2. Ableitung ihre Nullstellen, hat ist ein
Äquivalenzpunkt.
Titration von H3PO4
mit NaOH als Maßlösung
12
0,06
11
10
0,05
9
8
0,04
7
pH-Wert
6
0,03
1. Ableitung
pH-Wert
5
4
0,02
3
2
0,01
1
0
0
0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40 42 44 46 48 50
Volumen an NaOH in ml
Aus der Titrationskurve folgt durch Ablesen an den Strichen durch die Maxima der
1. Ableitung die Äquivalenzpunkte (ÄP). Hier sind sie bei:
ÄP1 = 20,5ml NaOH
ÄP2 = 41,0ml NaOH
Seite 4 von 4
Chemie Laborbericht Nr.6
28.11.00
Tobias Scharla,
5. Berechnungen
Aus den Äquivalenzpunkten kann man jetzt die gesuchten Größen ermitteln.
1. Reaktionsgleichung für die Äquivalenzpunkte
ÄP
-
1: H3PO4 + NaOH
H2PO4 + Na+ + H2O
[ÄP
-
2-
2: H2PO4 + NaOH
HPO4 + Na+ + H2O]
n(H3PO4) = n(NaOH)
Gehalt
H
an
3PO4
Teil
aliquoten
im
m(H PO
3
4) = c(NaOH) V(NaOH)
M(H3PO4)
m(H PO
3
)
4 = c(NaOH) V(NaOH) M(H3PO4)
M(H PO
3
4) =
g
98 mol
m(H PO
3
)
4 =
mol
0,1
20,5ml
g
98
= 0,2009g=
200,9mg
l
mol
Gehalt
H
an
3PO4
der
in
Gesamtprob
e
m(H PO
3
4 gesamt)
,
= m(H3PO4 aliquoter
,
Teil)
a
a = aliquoter Faktor
= V(Geasamtprobe) = 250ml = 10
V(Aliquoter Teil)
25ml
m(H PO
3
4 gesamt)
,
= 200,9mg 10 =
2009mg
mg
m(H
(
3PO4 gesamt)
,
2009mg
mg
Konzentrat
in
ion
=
=
=
8,036
l
V(Gesamt)
0,250l
l
n(H3PO4 gesamt)
,
= m(H3PO4 gesamt)
,
= 2009mg =
2,05mmol
M(H3PO4)
g
98 mol
n(H3PO4 gesamt)
,
2,05mmol
mmol
c(H3PO4 gesamt)
,
=
=
=
8,2
V(H3PO4 gesamt)
,
0,250l
l
6. pKs Werte aus der Titrationskurve und der 1. Ableitung
Es gilt; an den Halbneutralisationspunkten pH = pKs. Die Halbneutralisationspunkte
liegen rechnerisch genau zwischen den Äquivalenzpunkten, bzw. beim ersten
Halbneutralisationspunkt zwischen 0 und dem 1. Äquivalenzpunkt. Rechnerisch wären
diese Punkte bei:
pK1: 2,38
pK2: 6,97,
da gilt pH = pKs. Natürlich sind hier die Messungenauigkeiten mit einbezogen, somit
kann man davon ausgehen, dass man einen geringen Fehler in die Rechnungen mit
einbezieht. Jetzt kommen die zeichnerischen Werte. Diese Werte haben einen
größeren Fehler, als die errechneten, denn hier gibt es noch die Ablesegenauigkeit.
Nun werden die pK-Werte abgelesen. Dazu fällt man das Lot bei den
stöchiometrischen Äquivalenzpunkten und wenn man dann genau in der Mitte dieser
beiden Lote bzw. zwischen der y-Achse und dem Lot des 1. ÄP wiederum ein Lot fällt,
so ist der Schnittpunkt dieses Lotes und der Titrationskurve der pK-Wert.
Seite 5 von 5
Chemie Laborbericht Nr.6
28.11.00
Tobias Scharla,
Meine zeichnerischen Ergebnisse:
pK1: 2,4
pK2: 6,9
Titration von H3PO4
mit NaOH als Maßlösung
12
0,06
11
10
0,05
9
8
0,04
pK2
7
pH-Wert
6
0,03
1. Ableitung
pH-Wert
5
4
0,02
3
pK1
2
0,01
1
0
0
0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40 42 44 46 48 50
Volumen an NaOH in ml
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