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Skript, 2001, 4 Seiten
Autor: Tobias Scharla
Fach: Chemie
Details
Tags: Alkalimetrische, Bestimmung, Dinatriumhydrogenphosphat, Ionenaustausch
Jahr: 2001
Seiten: 4
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-01016-5
Dateigröße: 53 KB
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Volltext (computergeneriert)
Chemie Laborbericht Nr.5
21.11.00
Tobias Scharla, Matrikel-Nr. 21067
5Alkalimetrische Bestimmung von
Dinatriumhydrogenphosphat(Na2PO4) nach Ionenaustausch
(Proben Nr. 7)
Ionenaustauscher:
In analytischen Chemie werden als Grundgerüst für Ionenaustauscher Kondensations-
oder Polymerharze verwendet. Es gibt zwei Arten von Ionenaustauscher. Die einen sind
die Kationenaustauscher(RH), sie funktionieren etwa nach folgender Reaktionsgleichung:
+
+
RH + Me
RMe + H
,
und es gibt Anionenaustauscher(ROH), sie reagieren schematisch so mit der
auszutauschenden Lösung:
-
-
+
ROH A
RA
+ OH
.
Es werden in die Polymerharzstruktur verschiedene Aniongruppen, z.B. [RSO -
3 ],
eingebaut. Diese gestatten dann die Anbindung von Kationen. Diese Kationen können
dann durch andere Kationen ausgetauscht werden. Dieser Vorgang lässt sich
wiederholen, auch mit anderen Kationen. Dies alles geschieht wie in der schematischen
Reaktionsgleichung von den Kationaustauschern, diesmal aber etwas genauer.
+
+
RSO3 +
H M
RSO
3
+
M H
Je stärker das Kation bzw. je höher die Ladungszahl, desto besser bleibt es im Harz und
wird ausgetauscht. Dadurch wir das Gleichgewicht auf die Seite der Produkte
verschoben, da ja das ausgetauschte Ion aus dem Gleichgewicht entfernt wird.
Experiment:
Es wird eine Analyselösung unbekannter Art ausgegeben, die Dinatriumhydrogenphosphat
enthält. Die Lösung soll durch einen Ionenaustausch in Phosphorsäure umgewandelt
werden.
[2RxSO3]
H + Na2HPO4 [
2
RxSO3]Na + H3PO4
Die Phosphorsäurelösung, das Eluat, die daraus entsteht wird anschließend in Gegenwart
von dem Indikator Methylrot(6,0 8,0) bis zum 1. Äquivalenzpunkt titriert( Farbumschlag
von rosa auf gelblich).
H PO
3
4 +
NaOH
NaH
2PO4 + H
2O
Der Ionenaustauscher muss zuerst in die aktive H+-Form überführt werden. Dies wurde
aber schon durch die Assistenten vorbereitet, so dass wir nichts mehr an dieser
Austauschersäule vorbereiten mussten, außer sie mit dest. Wasser durchzuspülen. Die
Analyselösung wird dann in einem Messkolben auf 250ml mit dest. Wasser aufgefüllt, ein
aliquoter Teil, 25ml, wird entnommen und in den Ionenaustauscher überführt. Nun beginnt
der Kationenaustausch nach folgendem Prinzip:
+
+
Na2HPO +
4
2H H
3PO +
4
2Na
Während diesen Vorganges sollte man darauf achten, dass die Glaswolle und das Harz
nie trockenläuft, da sonst die Wirkungsweise beeinträchtigt wird, deshalb wird während
des Ionenaustauschvorganges immer so dest. Wasser aufgefüllt, dass die Glaswolle nie
Luft zieht und am Ende des Austausches im Becherglas unterhalb des Auslaufes ca.
200ml Phosphorsäurelösung enthalten sind. Jetzt wird der Phosphorsäurelösung 2-3
Tropfen des Indikators zugesetzt und mit NaOH als Maßlösung titriert. Aus diesen ganzen
Arbeitsschritten, speziell aus dem Ergebnis der Titration, kann man dann den
anfänglichen Gehalt an Phosphat in der unbekannten Lösung ermitteln.
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Chemie Laborbericht Nr.5
21.11.00
Tobias Scharla, Matrikel-Nr. 21067
Arbeitsgeräte und Chemikalien
- Ionenaustauschersäule mit Kationenaustauscher
- Erlenmeyerkolben, 300ml
- Vollpipette, 25ml
- Bürette, 25ml
- Analysenlösung im 250ml-Meßkolben
- 0,01 mol/l NaOH-Maßlösung
- Indikator Methylrot
- pH-Papier
1. Kationenaustausch
Beim ersten und beim zweiten Versuch hatte ich jeweils einen pH(nach 200ml)=5,5 der
Phosphorsäurelösung. Ermittelt wurde dies durch ein Indikatorpapier, mit dem man den
pH-Wert in 0,5er Schritten ablesen konnte. Dieser pH-Wert ist hier ,,neutral", da das dest.
Wasser, das ich verwendete, auch nur einen pH-Wert von 5,5 hatte und die Lösung ja
nicht ,,neutraler" werden kann, als das dest. Wasser. Die Tropfgeschwindigkeit am Ablauf
der Austauschersäule betrug ca. 1 Tropfen/Sekunde, somit etwa 5-6ml in der Minute.
2. Titration
Im Anschluss an das ,,kationenaustauschen" wurde das Eluat mit 0,1M NaOH titriert. Wie
vorhin schon beschrieben titrierte ich mit Hilfe eines Indikators.
Verbrauch an NaOH
Titration 1
8,65ml
Titration 2
8,60ml
Daraus resultierender
8,625ml
Durchschnittsverbrauch
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Chemie Laborbericht Nr.5
21.11.00
Tobias Scharla, Matrikel-Nr. 21067
3. Berechnungen:
H3PO 4+
NaOH
NaH
2PO
4 + H
2O
[2 x
R
3
SO ]
H +
2
Na HPO 4 [
2
x
R
3
SO ]
Na + 3
H
4
PO
n(H3PO4) = n(NaOH) = n(Na2HPO4)
n(NaOH)= c(NaOH) V(NaOH)
mol
c(NaOH)= 0,01 l
V(NaOH)= 8,625ml = 0,008625l
mol
n(NaOH)= 0,01
0,008625l = 0,08625mmol
l
V(Probe)
250ml
a = aliquoter Faktor
=
=
= 10
V(aliquoter Teil)
25ml
n(NaOH)a = n(Na HPO
2
)
4
= n(H PO
3
)
4
= 0,08625mmol10 = 0,8625mmol
· Masse an Na 2HPO
4 im Messkolben bzw. Analysenlösung:
m = Mn
m(Na2HPO4) = M(Na HPO
2
4) n(Na2HPO )
4
g
m(Na2HPO4) = 142
0,8625mmol = 0,122g =122mg
mol
· Masse an HPO 2-
4 im Messkolben bzw. in der Analysenlösung
m = Mn
m(HPO 2-
4
) = M(HPO 2-
4
) n(HPO 2-
4
)
2-
g
m(HPO4 ) = 96
0,8625mmol= 0,0828g = 82,8mg
mol
· Masse an PO 3-
4 im Messkolben bzw. in der Analysenlösung
m = M n
m(HPO 2-
4
) = M(HPO 2-
4
) n(HPO 2-
4
)
2-
g
m(HPO4 ) = 95
0,8625mmol= 0,0828g = 81,9mg
mol
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Kommentare
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Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
09.11.2002 10:08:32
Dinatriumhydrogenphosphat(Na2PO4) hat leider die Formel Na2HPO4 - es spricht nicht für eine Arbeit in Chemie, bei der bereits der Titel Fehler enthält. Bitte um Korrektur MFG W Mähr