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Autor: Antje Leupold
Fach: Germanistik - Sonstiges
Details
Institution/Hochschule: Technische Universität Dresden (Institut für Germanistik)
Tags: Jürgen, Habermas`, Theorie, Handelns, Ausgewählte, Aspekte, Universalpragmatik, Kompetenz, Hauptseminar, Soziologie, Kommunikation
Jahr: 2000
Seiten: 24
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 94 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-16752-9
Textauszug (computergeneriert)
Technische Universität Dresden
Institut für Germanistik
Lehrstuhl für Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte
Hauptseminar: Soziologie der Kommunikation
Jürgen Habermas` Theorie des kommunikativen Handelns
- Ausgewählte Aspekte -
Universalpragmatik / kommunikative Kompetenz
Hausarbeit
SS 2000
Antje Leupold
Inhalt
1. Vorbemerkung
2. Habermas` Handlungstypologie
2.1. Erfolgs- versus verständigungsorientiertes Handeln
3. Universalpragmatik - Habermas` Theorie der kommunikativen Kompetenz EXKURS: Zum Verfahren rationaler Nachkonstruktion
4. Die Pragmatik des kommunikativen Sprachgebrauchs EXKURS: Der Originalmodus der Sprache
4.1. Der Sprechakt
4.1.1. Searle und Austin als Basis
4.1.2. Die Weiterführung durch Habermas
4.2. Zu Habermas` Klassifikation von Sprechakten
4.2.1. Geltungsansprüche
4.2.2. Ein Beispiel
4.2.3. Die Sprechaktklassen
4.3. Die diskursive Klärung der Geltungsansprüche EXKURS: Habermas` Wahrheitsbegriff
5. Zusammenfassende Darstellung
6. Schlüsselthesen
7. Anstelle einer Schlußbetrachtung
8. Abkürzungsverzeichnis häufig verwendeter Schriften von J. Habermas
9. Literaturverzeichnis
“Die Theorie des kommunikativen Handelns ist keine Metatheorie, sondern Anfang einer Gesellschaftstheorie, die sich bemüht, ihre kritischen Maßstäbe auszuweisen.” (Jürgen Habermas: aus dem Vorwort zur “Theorie des kommunikativen Handelns”)
1. Vorbemerkung
Die hohe Popularität der Habermas`schen Gedanken und Ideen, auch wenn kritische Stimmen oftmals lauter sind als die der Befürworter, verdankt sich nicht zuletzt seinem Interesse, eine theoretische gesellschaftskritische Konzeption zu erarbeiten. Das Anliegen von Habermas ist es, eine kritische Gesellschaftstheorie wieder an soziologische Theorie- und Methodendiskussionen zu binden. Der Versuch, die rationalen Maßstäbe einer Gesellschaftskritik auszuweisen, erweist sich als die zentrale Idee, die sich wie ein roter Faden durch sein Gesamtwerk zieht. Anders als ältere kritischen Theorien (speziell Adorno und Horkheimer) bemüht sich Habermas, die normativen Grundlagen, die die Kritik der sozialen Verhältnisse erlauben, zu verdeutlichen.
In der zweiten Phase seines Schaffens, die sich insgesamt als das Unterfangen einer kommunikationstheoretisch fundierten kritischen Theorie bezeichnen lässt, rückt der diskursive und intersubkjetive Charakter sozialen Handelns in den Mittelpunkt seiner Forschungsbemühungen. Ausgangspunkt aller weiteren Theorieschritte wird der Gedanke, dass sich die normativen Grundlagen der Gesellschaftskritik mit Hilfe der Analyse kommunikativer Verständigungsprozesse explizieren lassen, wobei das eigentliche Wesen sprachlich vermittelter Interaktionsprozesse das der gegenseitigen Verständigung ist. Der Grundbegriff für Habermas´ Konzipierung eines gesellschaftstheoretischen Ansatzes wird der des ´kommunikatven Handelns`. In den 70er Jahren erarbeitete sich Habermas die Grundlagen der sogenannten Universalpragmatik bzw. Theorie der kommunikativen Kompetenz, die aus der Sicht kompetent sprechender und handelnder Akteure die pragmatischen Voraussetzungen der auf Konsens zielenden Verständigung analysiert. Diese Gedanken sind auch Inhalt der vorliegenden Arbeit. In der 1981 veröffentlichten “Theorie des kommunikatven Handelns” bringt er seine grundlagentheoretischen Überlegungen nun systematisch zusammen. Die gesamte Theorie des kommunikativen Handelns zu bearbeiten, würde den Rahmen einer ´normalen` Hausarbeit sprengen, da Habermas´ Schaffen und Gedankengut für diese Zwecke einfach zu umfangreich sind, obgleich aber nicht weniger interessant. Aus diesem Grunde trägt der Titel dieser Arbeit auch den Zusatz ´Ausgewählte Aspekte`.
Ebensowenig erhebt diese Arbeit den Anspruch darauf, eine gebührende Darstellung der Herkunft und Entwicklung seiner Ideen bzw. einen vollständigen Querschnitt über intellektuelle Vorgänger und zeitgenössische Einflüsse zu liefern. In inhaltlicher Hinsicht befasst sich die vorliegende Arbeit sowohl damit, einen darstellenden Überblick über eben jene ausgewählten Aspekte der Theorie des kommunikativen Handelns zu geben, als auch mit methodologischen Fragen und der Explikation und Verarbeitung des Habermas`schen Begriffsapparates.
2. Habermas´ Handlungstypologie:
Ein leitendes Thema der modernen Soziologie ist das Problem der Möglichkeit sozialer Ordung. Habermas wählt zur Beantwortung der Frage ´Wie ist soziale Ordnung möglich?` eine handlungstheoretische Ausgangsposition. Eine Handlungstheorie, die diese Frage zu beantworten versucht, “muss diejenigen Bedingungen angeben können, unter denen Alter seine Handlungen an Ego´s Handlungen ´anschliessen` kann”1. Für eine soziologisch ansetzende Handlungstheorie, die am Problem der sozialen Ordung interessiert ist, besitzt die Frage nach den Anschlussmechanismen einen zentralen Stellenwert. Habermas nimmt eine folgenreiche Unterscheidung von zwei Mechanismen der Handlungskoordinierung vor, auf der, wie im Folgenden noch deutlich werden soll, die gesamte Theorie des kommunikativen Handelns aufbaut.
2.1. Erfolgs- versus verständigungsorientiertes Handeln
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