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Umsetzung der Kinästhetik in den Stationsalltag

Scholarly Research Paper, 2001, 30 Pages
Author: Alexander Thomas
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Category: Scholarly Research Paper
Year: 2001
Pages: 30
Language: German
Archive No.: V1029
ISBN (E-book): 978-3-638-10632-0
ISBN (Book): 978-3-638-71304-7
File size: 134 KB
Notes :
Studienarbeit im Rahmen eines Praktikums. 201 KB


Abstract

Das Handlungskonzept der Kinästhetik in der Pflege hat, wenn es im Pflegealltag integriert wird, einen positiven Einfluss auf die zu Pflegenden, die PflegerInnen und die Institution. Für die zu Pflegenden - Mehr Selbständigkeit - Erlernen neuer Fähigkeiten - Mitbestimmung bei der Mobilisation - Würdigung der Autonomie jedes Individuums - Würdigung dessen, dass Lernen ein Leben lang möglich ist Für die PflegerInnen - Mehr Freude am Beruf - Selbsterfahrung zur eigenen Bewegung - Größere Professionalität - Gesünderes Arbeiten (unter anderem für den Rücken) - Identifikation mit der Arbeit und der Organisation kann erhöht werden - Besserer Kontakt mit den zu Pflegenden Für die Organisation - Bessere Pflegequalität, wenn Kinästhetik zielgerichtet in den Pflegeprozess einbezogen und dokumentiert wird - Größere Professionalität der Mitarbeiter führt zu größerer Effektivität und Effizienz in der Pflege - Weniger berufsbedingte Krankheit - Bessere Pflegequalität durch gezielte Professionalisierung kann beim Marketing positiv genutzt werden - Verbesserte Arbeitsbedingungen können bei der Personalsuche positiv eingesetzt werden - Höhere Bindung der MitarbeiterInnen an die Organisation, dadurch entsteht eine geringere Personalfluktuation, dies führt zu einer Reduktion der Kosten Um Kinästhetik nachhaltig in den Pflegalltag zu integrieren, ist es notwendig, dass möglichst alle MitarbeiterInnen geschult werden. Weiterhin sollten die MitarbeiterInnen auch nach dem Grundkurs noch weiter begleitet werden. Um dies zu erreichen schlage ich ein Projekt, gegliedert in eine Schulungs- und eine Projektphase, vor: • Die erste Phase zur Schulung aller MitarbeiterInnen mit einem Kinästhetikgrundkurs • Die Projektphase in Anlehnung an Karl Frey, bei der jedes Team in Absprache mit der Leitung die notwendige Praxisbegleitung organisiert, Ziele definiert und den Pflegeprozess dokumentiert


Excerpt (computer-generated)

Umsetzung der Kinästhetik in den Stationsalltag

Alexander Thomas

I Einleitung 2

II Transfer von Kinästhetik in den Pflegealltag 3

1. Einführung in die Kinästhetik 3
1.1 Entstehung von Kinästhetik in der Pflege 3
1.2 Einführung in Kinästhetik in der Pflege 5

2. Einfluss von Kinästhetik auf die professionelle Pflege 7

3. Kinästhetik in der Pflege im Kontext des Pflegeleitbilds 7

4. Vorteile durch die Anwendung von Kinästhetik im Pflegealltag 8
4.1 Für die zu Pflegenden 8
4.2 Für die PflegerInnen 8
4.3 Für die Organisation 9
4.4 Ergebnisse aus anderen Einrichtungen zu Kinästhetik-Projekten 10

5. Kinästhetik als Fortbildung in der Pflege 10
5.1 Die Vermittlung von Kinästhetik in der Pflege 10
5.2 Zusammenfassung von Grundkursauswertungen 11
5.3 Stationäres Umfeld 12
5.4 Organisations- und Personalentwicklung 13
5.4.1 Die lernende Organisation 13
5.4.2 Kinästhetik als Bestandteil der Personalentwicklung 14
5.4.3 Teamentwicklung als Maßnahme der Personalentwicklung 14

6. Personalentwicklung durch Projektlernen 15
6.1 Ablauf eines Projektes 15
6.1.1 Phase 1:Projektinitiative 16
6.1.1.1 Projektvorbereitung 17
6.1.2 Phase 2:Auseinandersetzung mit der Projektinitiative in den Teams 17
6.1.3 Phase 3:Gemeinsame Entwicklung eines Projektplanes 18
6.1.4 Phase 4:Projektdurchführung 18
6.1.5 Phase 5:Abschluss des Projekts 19

7. Vorschlag: Projekt ,,Umsetzung von Kinästhetik in den Pflegealltag" 19
7.1 Schulungsablauf des Grundkurses Kinästhetik in der Pflege 20
7.2 Festlegen der Rahmenbedingungen für die Projektphase 21
7.3 Zeitlicher Ablauf des Projekts 25
7.4 Kostenplan für das Projekt 26

III Ausleitende Gedanken 27

I Einleitung

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Pflegehelfer im ambulanten Dienst von einem Altenheim in München, habe ich einen Grundkurs in Kinästhetik absolviert. Das Handlungskonzept hat mir sehr gut gefallen. Bei diesem Grundkurs war unter anderem Thema, wie dieses Konzept, nach Abschluss des Grundkurses, in den Pflegealltag übertragen werden kann. Das heißt, alle Teilnehmer fanden das Konzept gut, hatten aber Bedenken bei der praktischen Umsetzung. Es wurde das Problem gesehen, dass es keine Praxisbegleitung gibt, um die Integration der Kinästhetik in die Pflege zu erleichtern. Zum anderen fehle auch der Rückhalt im Team, da nur Einzelne die Fortbildung haben. Als ich nach dem Grundkurs wieder arbeitete, machte ich die Erfahrung, dass es mir nicht immer gelang, das Gelernte direkt umzusetzen. Gerade Transfers machten mir Schwierigkeiten und aus Bedenken habe ich es teilweise nicht versucht. Erst als ich die Gelegenheit hatte an einem Praxistag teilzunehmen, bei dem auch mit Bewohnern vor Ort Transfers durchgeführt wurden und ich meine Unsicherheiten klären konnte, kam ich in meiner Pflegepraxis ein Stück weiter. Daraus entstand für mich der Gedanke, dass ich mich gerne näher damit beschäftigen würde, welche Voraussetzungen den Transfer von Kinästhetik in den Pflegealltag unterstützen.
Ich bin der Meinung, dass auch bei der aktuell immer wieder stattfindenden Diskussion zu Gewalt in der Pflege in den Medien, Kinästhetik einen positiven Beitrag leisten kann, zu einer gewaltfreien, professionellen Pflege (vgl.: SZ Nr. 94 v. 24.04.01; Wenn die Würde zum Konjunktiv wird; S. V2/9). Ebenso kann sie meines Erachtens, bei der ebenfalls aktuellen Diskussion, um die mangelnde Qualität in der Pflege, einen positiven Beitrag leisten (vgl.: SZ Nr. 104 v. 07.05.01; Die Altenheime - teuer und mangelhaft; S.45)
Im Rahmen meines Studiums der ,,Sozialen Arbeit" absolviere ich nun ein Praktikum in diesem Altenheim. Der Heimleiter hat die Praxisanleitung übernommen. Während dem Praktikum lerne ich die Arbeit der Leitungsebenen (Heimleitung, Pflegedienstleitung und Hauswirtschaftsleitung) und die Verwaltung kennen. Im Rahmen des Praktikums ist es auch meine Aufgabe ein Konzept zu erarbeiten, wie die Kinästhetik in der Pflege besser in den Pflegealltag integriert werden könnte. Bei der näheren Beschäftigung mit der Theorie der Kinästhetik wird mir die Komplexität der Kinästhetik in der Pflege klarer. Deshalb möchte ich vor den praktischen Ablauf eines Projektes zur Schulung der Mitarbeiter von dem Heim, darauf eingehen, weshalb ich diesen Aufwand und die Kosten zur Schulung aller MitarbeiterInnen als sinnvoll erachte. Hierzu gebe ich zunächst eine Einführung in das Konzept ,,Kinästhetik in der Pflege". Nachfolgend möchte ich Vorteile, welche die Umsetzung der Kinästhetik, für das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Bewohner hat, aufzählen. Im Anschluss daran lege ich allgemeine Überlegungen dar, wie die Umsetzung von Fortbildungen durch die Organisation positiv unterstützt werden können. Daran anschließend stelle ich das Projektlernen als Möglichkeit der Personalentwicklung vor. Zum Abschluss möchte ich ein Konzept zur Schulung des Personals des Hauses inklusive ambulanter Dienst vorschlagen.

[...]


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