Das Blut close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.



Details

Tags: Blut
Kategorie: Referat / Schulaufsatz
Jahr: 2000
Seiten: 6
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 72 KB
Archivnummer: V103182
ISBN (E-Book): 978-3-640-01561-0
Anmerkungen :
So ziemlich alles übers Blut (Inhaltstoffe, Blutkörperchen, Kreislauf)

Volltext (computergeneriert)

aus ,,Das Blut - Fakten und Versuche" von R. Schimke

Die Hauptaufgaben des Blutes

Transport von Nährstoffen

Nährstoffe liefern beim Abbau die Energie und die Materialien, welche die Zellen und somit

der Organismus zur Erhaltung und zum Aufbau brauchen. Es sind Kohlehydrate, Fette und

Eiweiße. Das Blut transportiert sie in die Zellen. Auch Vitamine und Salze werden transportiert.

Transport von Sauerstoff und Kohlendioxid

Alle Lebensvorgänge können nur unter Energieverbrauch aufrechterhalten werden. Für die

biologische Oxidation wird Sauerstoff aufgenommen und durch das Blut zu den Zellen

gebracht.

Transport von Enzymen, Stoffwechselzwischenprodukten und Stoffwechselendprodukten

Der Ablauf aller Reaktionen beim Stoffwechsel ist nur dadurch möglich, dass Enzyme

regulierend eingreifen. Im Blut sind viele verschiedene Enzyme vorhanden. Die Arbeitsteilung

innerhalb des Körpers bringt es außerdem mit sich, dass entstehende Zwischenprodukte nicht

an Ort und Stelle gebraucht, sondern an die Orte ihrer Weiterverarbeitung transportiert

werden müssen. Während des Stoffwechsels fallen neben Kohlendioxid und Wasser eine

Menge Abbauprodukte an, deren Verbleib im Körper gefährlich wäre. Die wichtigsten sind

die Endprodukte des Eiweißstoffwechsels und anderer stickstoffhaltiger Verbindungen, die

primär als Ammoniak entstehen. Da dieser giftig ist, wird er sofort zu Verbindungen umgebaut,

die ohne Gefahren Blut transportiert und ausgeschieden werden können.

Transport von Informationen

Informationen können nur mit Hilfe von materiellen Trägern transportiert werden. Eine Form ist

die Übermittlung durch chemische Substanzen, die Hormone. Für diese sind die Blutbahnen

die Übertragungswege. Im Blut gelangen sie von den orten ihrer Bildung zu denen ihrer

Wirkung.

Beteiligung an der Regulation der Körpertemperatur

Die Blutgefäße der Haut können sich erweitern und begünstigen dadurch die

Wärmeabgabe. Das führt zur Senkung der Körpertemperatur. Bei niedrigeren

Umgebungstemperaturen können sich die Gefäße verengen, um die Wärmeabgabe so

gering wie möglich zu halten.

Einfluss auf den Wasserhaushalt und das innere Milieu

Leben ohne Wasser ist nicht möglich. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben des Blutes, für eine

gleichbleibende Umgebung der Körperzellen zu sorgen. Das bedeutet eventuellen

Wassermangel auszugleichen und das Stoffwechselendprodukt Wasser abzutransportieren.

Zweitens ist die Art und die Menge der in der Blutflüssigkeit enthaltenen Stoffe wichtig für die

osmotischen Eigenschaften und das Gleichgewicht von Säuren und Basen.

Abwehrfunktion

Abwehr von Krankheitskeimen ist auf Grund unseres ständigen Kontaktes mit körperfremden

Substanzen unbedingt notwendig. Für diese Leistung stehen im Blut Abwehrmechanismen zur

Verfügung, die diese Substanzen unschädlich machen können.

Schutz vor Blutverlust

Das Blut selbst besitzt die Fähigkeit, dieser Gefahr zu begegnen: Durch Gerinnung kann es

den Blutverlust in Grenzen halten. Die ablaufenden Prozesse führen zur Abdichtung des

verletzten Gefäßes.

DIE ZUSAMMENSETZUNG DES BLUTES

Blut ist eine undurchsichtige rote Flüssigkeit, die aus einer eiweißhaltigen Lösung besteht, in

der Zellen suspendiert sind. Es ist schwerer als Wasser ( Dichte 1,055 bis 1,065) und vier - bis

fünfmal zähflüssiger als dieses.

Seite

- 1 -


aus ,,Das Blut - Fakten und Versuche" von R. Schimke

Die geformten Bestandteile des Blutes bestehen aus drei Gruppen von Zellen:

Erythrozyten

(rote Blutkörperchen),

Leukozyten

(weiße Blutkörperchen) und

Thrombozyten

(Blutplättchen).

Zu den Leukozyten gehören Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten. Bei den

Granulozyten unterscheidet man neutrophile, eosinophile und basophile.

Das Volumenverhältnis von Plasma zu Blutzellen beträgt etwa 56% zu 44%. Der Anteil der

Blutzellen am Blutvolumen wird

Hämatokrit

genannt. Da die Erythrozyten die Hauptmasse der

Blutzellen ausmachen , wird der Hämatokritwert durch sie bestimmt. Beim erwachsenen

Mann beträgt er 44 bis 46%, bei der Frau 41 bis 43%. Bei Kleinkindern liegt er etwa 10%

niedriger. Der Hämatokritwert ist beim Gesunden ziemlich konstant.

Blut

Plasma

Zellige Bestandteile

56%

44%

Serum

Fibrinogen

Erythrozyten Leukozyten Thrombozyten

Wasser Mineral- Proteine

Granulozyten Monozyten Lymphozyten

90%

stoffe

8%

57%

4%

36%

2%

Neutrophile

Eosinophile

Basophile

Granulozyten

Granulozyten

Granulozyten

Das Blutplasma

Die Blutflüssigkeit wird als

Blutplasma

bezeichnet. Es besteht zu 93% aus Wasser, in dem viele

Substanzen gelöst sind. Die häufigsten Ionen sind Natrium-, mit ca. 333mg pro 100ml Blut, und

Chloridionen, mit ca. 360mg pro 100ml Blut. Auch Magnesium-, Kalium-, Calcium-, Phosphat-,

Sulfat- und Biokarbonationen liegen in hydratisierter Form vor. Andere Bestandteile des

Blutplasmas sind Albumin, verschiedene Globuline, Lipide, Glukose, Aminosäuren und der für

die Blutgerinnung wichtige Eiweißbestandteil Fibrinogen. Blutplasma, das kein Fibrinogen

mehr enthält, wird als

Serum

bezeichnet. Für das Zustandekommen des osmotischen Druckes

im Plasma sind hauptsächlich Salze verantwortlich. Lösungen, die den gleichen osmotischen

Druck wie das Blutplasma haben, werden als

isotonisch

bezeichnet. Eine 0,9%ige

Kochsalzlösung ist der Blutflüssigkeit isotonisch. Sie wird als

physiologische Kochsalzlösung

bezeichnet. In ihr können Blut- und andere Zellen eine gewisse Zeit aufbewahrt werden.

Physiologische Kochsalzlösungen können verbessert werden, wenn man einen Teil des

Natriumchlorides durch andere Salze ersetzt und dadurch eine Ionenzusammensetzung

erreicht, die der des Blutplasmas annähernd entspricht. Zwei solcher Suspensionsmedien für

Zellen sind die Ringer- und die Tyrode-Lösung.

Die Erythrozyten (= rote Blutkörperchen)

Die Hauptaufgabe der Erythrozyten ist der Transport von Sauerstoff und Kohlendioxid. Das

Hämoglobin, der Hauptinhaltsstoff der Erythrozyten, ist ein großer Eiweißkomplex, der an

Eisenatomen vier Sauerstoffmoleküle binden kann.

Seite

- 2 -


aus ,,Das Blut - Fakten und Versuche" von R. Schimke

Im Ruhezustand ist der Erythrozyt eine scheibenförmige, bikonkave Zelle. Sein Durchmesser

beträgt etwa 7,5 m. Die Form der Erythrozyten begünstigt den Sauerstoffaustausch, da eine

große Oberfläche vorliegt. Die beschriebene Gestalt und Größe besitzt der Erythrozyt aber

nur, wenn er nicht in Bewegung ist. Auf Grund seiner Verformbarkeit kann er ohne Probleme

Kapillaren passieren, deren Querschnitt nur etwa halb so groß ist wie sein Durchmesser. Dabei

wird ein sehr enger Wand-zu-Wand-Kontakt hergestellt, der den Gasaustausch zusätzlich

begünstigt.

Die roten Blutkörperchen werden im roten Knochenmark gebildet. Während der Entwicklung

produzieren sie viel Hämoglobin. Vor dem Eintritt in das strömende Blut stoßen die Zellen den

Kern aus und erhalten ihre typische Gestalt. Die ausgeschleusten Erythrozyten kreisen 110 bis

120 Tage in der Blutbahn. Danach werden sie in der Milz, in der Leber und im Knochenmark

abgebaut.

Funktionsstörungen:

Unterfunktion der Erythrozyten äußert sich als Anämie (Blutarmut), die

dann auftritt, wenn Hämoglobin und / oder Erythrozytenzahl unterhalb der Norm liegen.

Auffällig sind die blasse Farbe der Haut und die erhöhte Herzfrequenz. Schwindel und

Schwarzwerden vor den Augen sind Ausdruck der mangelnden Sauerstoffversorgung des

Gehirns. An der Erythrozytenbildung sind die Vitamine B12 und Folsäure beteiligt. Ihr Mangel

führt zu einer verzögerten Teilung der Stammzellen. Auch chronische Blutungen des Magen-

Darm-Kanals oder Malaria können Anämie auslösen.

Leukozyten (weiße Blutkörperchen)

Die Leukozyten sind morphologisch und funktionell unterschiedliche Zellen. Im Gegensatz zu

den Erythrozyten und den Thrombozyten haben sie einen Zellkern. Die Leukozyten sind die

Hauptträger der unspezifischen und spezifischen Abwehr.

Im Blut befinden sich nur 5% aller Leukozyten. Etwa ein Drittel bleibt von vornherein als

,,Einsatzreserve" im Knochenmark. Mehr als die Hälfte hält sich außerhalb der Gefäße auf. Je

nach Art werden sie im roten Knochenmark oder in den Lymphknoten gebildet. Die

Lebensdauer von Leukozyten ist unterschiedlich, beträgt aber im Allgemeinen nur einige

Tage.

Alle Leukozyten sind amöboid beweglich und können die Gefäße aktiv verlassen. Das Blut

stellt für diese Zellen in erster Linie ein Transportmittel von der Bildungsstätte im Knochenmark

zu den Einsatzorten im Körper dar. Dort konzentrieren sie sich in den gefährdeten Gebieten.

Sie vernichten fremdes Material hauptsächlich durch Phagozytose und Antikörper bzw.

Imunzellen.

Thrombozyten (Blutplättchen)

Die Thrombozyten haben wichtige Funktionen bei der Blutstillung zu erfüllen. Sie können an

Oberflächen haften, sich zusammenballen und Substanzen freisetzten, die in verschiedene

Phasen der Blutgerinnung eingreifen.

Thrombozyten werden im roten Knochenmark oder in der Milz gebildet Die Lebensdauer im

Blut beträgt sieben bis zehn Tage. Ein Drittel der Thrombozyten wird auch in der Milz

gespeichert. Blutplättchen sind 2 bis 5 m große scheibenförmige Zellen, die keinen Kern mehr

besitzen. Die Zellform ist durch Bildung von Scheinfüßchen (Pseudopodien) sehr variabel.

Diese erleichtern das Anheften der Thrombozyten - die Voraussetzung für ihre Wirkung bei der

Blutstillung. Die Adhäsion erfolgt an den rauhen Oberflächen der verletzten Gefäße. An

intakten Blutgefäßwänden kommt es unter Normalbedingungen nicht zur Haftung.

DIE BLUTGERINNUNG

Seite

- 3 -


aus ,,Das Blut - Fakten und Versuche" von R. Schimke

Vorläufige Blutstillung

Nach einer Verletzung kontrahieren sich die Gefäße. An den Wundrändern bleiben

Thrombozyten hängen und bilden einen Pfropf. Sie geben gefäßverengende Substanzen ab,

die zu einer zusätzlichen Kontraktion führen. Kontraktion und Thrombozytenpropf führen zur

vorläufigen Abdichtung. Parallel beginnen die Mechanismen der endgültigen Blutstillung

anzulaufen.

Endgültige Blutstillung (Gerinnung)

Der wichtigste Vorgang bei der endgültigen Blutstillung ist die Umwandlung des löslichen, im

Blut befindlichen Proteins Fibrinogen in unlösliches, faserförmiges Fibrin. Dieses bildet ein

Maschenwerk aus Fäden, in dessen Zwischenräume sich Blutzellen lagern. Die endgültige

Blutstillung ist ein sehr komplexer, in mehreren Schritten ablaufender Vorgang. Dabei löst jeder

Schritt den jeweils folgenden aus. Das hat den Vorteil, dass am Ort des Geschehens schnell

große Wirksamkeit erzielt werden kan. An der Blutgerinnung sind mehrere Faktoren beteiligt,

unter anderem Prothrombin, der Prothrombin Aktivator, Calciumionen, Proccelerin usw. Der

wichtigste.

Gerinnungsstörungen:

Zu den angeboren Gerinnungsstörungen gehören die

Bluterkrankheiten. Die häufigste und wichtigste ist die Hämophilie A. Sie tritt in einer Frequenz

von etwa 1:10000 auf und gehört somit zu den häufigsten Erbkrankheiten.

Ein fibrinhaltiges Gerinnsel mit Thrombozyten ist ein Thrombus. Die Bildung des Thrombus heißt

Thrombose. Sie ist eine gefährliche Störung der Blutstillung. Thrombosen sind viel häufiger als

Blutungsneigungen. Werden die Thromben mit dem Blutstrom verschleppt und bleiben an

anderer Stelle stecken spricht man von einer Embolie.

DER BLUTKREISLAUF

Der Mensch besitzt einen doppelten, geschlossenen Blutkreislauf.

ä--à-- æ

á Lungenarterie

â

á Lungenkapillare

â Lungenkreislauf

á Lungenvene

â

á Linke Vorkammer

â

á Linke Herzkammer

â

á Körperarterien

â

á Körperkapillaren

â

á Körpervenen

â Körperkreislauf

á rechter Vorhof

â

á rechte Herzkammer

ã--ß-- å

DIE BLUTGRUPPEN

Seite

- 4 -


aus ,,Das Blut - Fakten und Versuche" von R. Schimke

Der Begriff geht auf den Wiener Arzt Landsteiner zurück, der 1901 die AB0-Blutgruppen

entdeckte. In den folgenden Jahren fanden er und seine Mitarbeiter mit dem MN-System und

dem Rhesusfaktor weitere Eigenschaften der roten Blutkörperchen. Gegenwärtig sind etwa

20 Erythrozytensysteme bekannt. Blutgruppen sind von Bedeutung bei der Transfusion und der

Transplantation. Für Blutübertragungen ist eine Übereinstimmungen im AB0-System und im

Rhesusfaktor nötig, da es sonst zu Verklumpungen des Blutes und somit zur Verstopfung der

Blutgefäße, insbesondere der Kapillaren kommt. Innerhalb des AB0-Systems lassen sich die

Menschen in vier Gruppen einteilen. Diese Einteilung erfolgt nach den Antigenen

(Eiweißstoffen), die sich auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen befinden.

Blutgruppe

Antigene auf den Erythrozyten

Antikörper im Blutplasma

A

A-Antigene

Anti B

B

B-Antigene

Anti A

AB

A-Antigene und B-Antigene

keine Antikörper

0

keine Antigene

Anti A und Anti B

Die Verteilung der einzelnen Blutgruppen:

A - ca. 43%

B - ca. 14%

AB - ca. 6%

C - ca. 37%

Seite

- 5 -


Kommentare

L. T
20.10.2008 10:35:00
=)
supi , aber wir brauchen mehr . für Sport/Bio-LK reicht dies leider nicht aus !! ausreichend

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/103182/