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Autor: Hendrikje Schulze
Fach: Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.
Details
Institution/Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Anglistik/Amerikanistik)
Tags: Umgang, Fremden, Fremdsprachenunterricht, Interkulturelles, Lernen, Englischunterricht
Jahr: 2001
Seiten: 16
Note: 2.3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 200 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-16793-2
ISBN (Buch): 978-3-638-75734-8
In der Arbeit geht es im Wesentlichen um den Begriff des Interkulturellen Lernens. In Zusammenhang damit werden die verschiedenen Konzepte des fremdsprachlichen Landeskundeunterrichts untersucht. Schließlich wird darauf eingegangen, inwieweit das Fremde einer Kultur im schulischen Unterricht vermittelt werden kann.
Zusammenfassung / Abstract
Interkulturelles Lernen und Interkulturelle Kommunikation sind mittlerweile zu zentralen Schlagwörtern für die Gestaltung schulischen Unterrichts geworden. Auch wenn es sich beim Interkulturellen Lernen um eine allgemeine Form des sozialen Lernens handelt, die auch in Schulfächern wie Sozialkunde, Ethik oder Deutsch umgesetzt werden kann, scheint sie gerade für den Fremdsprachenunterricht von besonderer Bedeutung zu sein. Worin liegen die Gründe dafür? Das Erlernen einer fremden Sprache stellt für den Lernenden gleichzeitig auch immer eine Begegnung mit einer neuen, fremden Welt dar. Diese Begegnung findet sowohl auf sprachlicher als auch auf landeskundlicher Ebene statt. In der Diskussion darüber, wie die Lernenden an die fremde Welt herangeführt werden können, haben sich im Lauf der Zeit verschiedene Konzepte entwickelt. Konzentrierte man sich zunächst auf die Vermittlung landeskundlicher Informationen, beispielsweise auf die Lebensbedingungen, die geographischen und historischen Voraussetzungen, die gesellschaftlichen Normen und politischen Strukturen der Zielkultur, trat in den letzten Jahren zunehmend das Lernziel der Entwicklung einer Interkulturellen Kompetenz in den Vordergrund. Diese Interkulturelle Kompetenz besteht in der Fähigkeit zum bewussten Umgang mit Fremdheit, wobei die hier gemeinte Fremdheit auf das Aufeinandertreffen von eigener und fremder Kultur zurückzuführen ist. Der Umgang mit kulturellen Unterschieden schließt Eigenschaften wie Aufgeschlossenheit, Kommunikationsbereitschaft, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Toleranz und Empathie mit ein. Wie bereits festgestellt, können solche Eigenschaften auch in anderen Unterrichtsfächern gefördert und erworben werden. Da im Fremdsprachenunterricht jedoch ohnehin andere, fremde Kulturen im Mittelpunkt stehen, hat Interkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht und innerhalb dessen besonders im Landeskundeunterricht einen besonderen Stellenwert. Welchen Platz Interkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht tatsächlich einnehmen kann, und wie es sich von den herkömmlichen Konzepten der Landeskundevermittlung abhebt, soll in der vorliegenden Arbeit geklärt werden.
Textauszug (computergeneriert)
Fachdidaktik Englisch
HpS Interkulturelles Lernen im Englischunterricht
SS 2001
Zum Umgang mit dem Fremden
im interkulturellen Fremdsprachenunterricht
Hendrikje Schulze
Deutsch 7. Sem. LAG
Englisch 6. Sem. LAG
Jena, den 28. 8. 2001
Inhalt
1. Einleitung 2
2. Interkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht 3
3. Konzepte für die Vermittlung von Landeskunde 4
3.1. Was ist Landeskunde? 4
3.2. Der kognitive Ansatz 5
3.3. Der kommunikative Ansatz 6
3.4. Der interkulturelle Ansatz 6
4. Zur Begriffsbestimmung des Fremden oder ´Fremd ist der
Fremde nur in der Fremde´ 7
5. Die Wahrnehmung der ´fremden Welt´ 8
6. Fähigkeiten beim Umgang mit dem Fremden 9
6.1. Rollendistanz 9
6.2. Empathie 9
6.3. Ambiguitätstoleranz 10
7. Die Begegnung mit der ´fremden Welt´ im fremdsprachlichen
Landeskundeunterricht 11
8. Zusammenfassung 12
Literaturverzeichnis 14
1. Einleitung
Interkulturelles Lernen und Interkulturelle Kommunikation sind mittlerweile zu zentralen Schlagwörtern für die Gestaltung schulischen Unterrichts geworden. Auch wenn es sich beim Interkulturellen Lernen um eine allgemeine Form des sozialen Lernens handelt, die auch in Schulfächern wie Sozialkunde, Ethik oder Deutsch etabliert werden könnte, scheint sie gerade für den Fremdsprachenunterricht von besonderer Bedeutung zu sein. Worin könnten die Gründe dafür liegen?
Das Erlernen einer fremden Sprache stellt für den Lernenden gleichzeitig auch immer eine Begegnung mit einer neuen, fremden Welt dar. Diese Begegnung findet sowohl auf sprachlicher als auch auf landeskundlicher Ebene statt. In der Diskussion darüber, wie die Lernenden an die fremde Welt herangeführt werden können, haben sich im Lauf der Zeit verschiedene Konzepte entwickelt.
Konzentrierte man sich zunächst auf die Vermittlung von landeskundlichen Informationen wie beispielsweise Lebensbedingungen, geographischen und historischen Voraussetzungen, gesellschaftlichen Normen und politischen Strukturen der Zielkultur, trat in den letzten Jahren zunehmend das Lernziel der Entwicklung einer Interkulturellen Kompetenz in den Vordergrund. Diese Interkulturelle Kompetenz besteht in der Fähigkeit zum bewussten Umgang mit Fremdheit, wobei die hier gemeinte Fremdheit auf das Aufeinandertreffen von eigener und fremder Kultur zurückzuführen ist. Der Umgang mit kulturellen Unterschieden schließt Eigenschaften wie Aufgeschlossenheit, Kommunikationsbereitschaft, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Toleranz und Empathie mit ein. Wie bereits festgestellt können solche Eigenschaften auch in anderen Unterrichtsfächern gefördert und erworben werden. Da im Fremdsprachenunterricht jedoch ohnehin andere, fremde Kulturen im Mittelpunkt stehen, scheint Interkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht und innerhalb dessen besonders im Landeskundeunterricht doch einen besonderen Stellenwert zu haben.
Welchen Platz Interkulturelles Lernen im Fremdsprachenunterricht tatsächlich einnehmen kann, und wie es sich von den herkömmlichen Konzepten der Landeskundevermittlung abhebt, soll im folgenden geklärt werden. Des Weiteren soll darauf eingegangen werden, welche Fähigkeiten beim Umgang mit dem sogenannten Fremden von grundlegender Bedeutung sind.
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