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Autor: Klaus Hofbauer
Fach: Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe
Details
Institution/Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz (Wirtschaftspädagogik)
Tags: Modell, Inneren, Teams, Prof, Friedemann, Schulz, Thun, Wirtschaftspädagogik
Jahr: 2003
Seiten: 28
Note: Gut
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 206 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-16805-2
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Buch -Miteinander Reden III - Das Innere Team- von Schulz von Thun, seines Zeichens ein berühmter deutscher Kommunikationsforscher, und über Strecken mit dem Buch von Robert Ornstein -Multimind-. Im wesentlichen geht es in der Arbeit darum, dass es in unserem Inneren viele Mitglieder gibt, die an Entscheidungen und Kommunikation beteiligt sind.
Textauszug (computergeneriert)
Seminararbeit
im Rahmen des Faches Wirtschaftspädagogik
Das Modell des „Inneren Teams“
nach Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun
Verfasser: Klaus Hofbauer
Studienrichtung: 170/180
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Das Modell des Inneren Teams 4
2.1 Zur Vorstellung über das Innere Team nach SCHULZ VON THUN 4
2.2 Andere Vorstellungen über das „Innere Team“ 6
2.3 Die wichtigsten Merkmale eines inneren Teamgeschehens 7
3. Führung durch ein Oberhaupt 8
3.1 Das Oberhaupt und die innere Ratsversammlung 8
3.2 Innere Ratsversammlung und Methoden der äußeren Kontaktgestaltung 10
3.2.1 Aufschub 10
3.2.2 Offenbarung der Selbsterklärung 10
3.2.3 Kontaktmanagement 11
3.2.4 Erstbeste Reaktion – nachträgliche Revision 11
3.2.5 Integrierte Stellungnahme als Sofort-Antwort 11
4. Auswirkungen bei ungelösten Teamkonflikten 12
4.1 Unklare/nebulöse/widersprüchliche Kommunikation 12
4.2 Vergraulung 13
4.3 Schwächung der eigenen Wirksamkeit 13
4.4 Das innere Patt 14
5. Aufbau und Dynamik der Persönlichkeit im Lichte des Modells vom Inneren Team 15
5.1 Von Stammspielern, Hauptdarstellern, Antipoden und anderen Gesellen 15
5.2 Exkurs Werte- und Entwicklungsquadrat 17
5.3 Das Elend der Antipoden 18
5.4 Verbannung der Antipoden 20
5.4.1 Die erste Stufe der Verbannung 20
5.4.2 Die zweite Stufe der Verbannung 20
5.4.3 Die dritte Stufe der Verbannung 21
6. Inneres Team und Gehalt der Situation 22
6.1 Erkennen des Gehalts einer Situation mit Hilfe des Situationsmodells 22
6.1.1 Vorgeschichte (Eingangskanal) 23
6.1.2 Thematische Struktur (Oberbauch) 23
6.1.3 Zwischenmenschliche Struktur (Unterbauch) 24
6.1.4 Die Ziele (Ausgangskanal) 24
6.2 Das Ideal der Stimmigkeit: ein Vier-Felder Schema 24
6.2.1 Daneben 25
6.2.2 Verquer 26
6.2.3 Angepasst 26
6.2.4 Stimmig 27
7. Literaturverzeichnis 28
1. Einleitung
Nun halten Sie, verehrter Leser, also diese Seminararbeit in den Händen. Und ganz offensichtlich hat nun der Pflichtbewusste in Ihnen die Oberhand gewonnen. Oder war es doch vielmehr der Interessierte? Oder...
Egal, jedenfalls hat ein Teil von Ihnen die Oberhand gewonnen, der, sagen wir einmal, andere innere Stimmen zum Schweigen gebracht hat. Jene inneren Stimmen, die lieber für ein Zusammensein mit der Familie oder für einen Spaziergang plädiert hätten, als gerade jetzt diese Seminararbeit zu lesen.
Was in diesem konkreten Fall gilt, trifft in unzähligen Entscheidungs- oder Kommunikationssituationen zu. Viele Stimmen sprechen dann in uns, und oftmals wissen wir nicht, auf welche wir hören sollen: Soll ich mir die neue Waschmaschine kaufen oder nicht? Soll ich heute Abend mit meinen Freunden ins Kino gehen? „Möchten Sie Ihr Leberkässemmerl lieber mit Senf oder mit Ketchup?“.
Wie schön wäre es doch, wüsste man sich in den jeweiligen Situationen immer „richtig“ zu verhalten. Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun, Hochschullehrer am Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg, hat sich im Rahmen seines Buches „Miteinander reden 3 – Das ‚innere Team’ und situationsgerechte Kommunikation“ mit dieser Frage auseinander gesetzt. Seiner Ansicht nach ist ein Verhalten bzw. eine Kommunikation dann „richtig“, oder sagen wir besser „stimmig“, wenn ein Mensch in seinem Verhalten mit sich selbst, als auch mit einer konkreten Situation übereinstimmt. Das bedarf zum einen der Kenntnis des Gehalts einer Situation als auch der Kenntnis des „inneren Menschen“. (vgl. SCHULZ VON THUN 2002, S. 12 ff.). Doch dieser „innere Mensch“ ist nicht ein einzelner, nein, es sind viele – es ist ein ganzes Team.
Aus diesem Grund wollen wir im Rahmen dieser Seminararbeit zunächst dieses Innere Team mit all seinen Stimmen kennen lernen, um dadurch letztendlich die Frage über stimmiges Verhalten bzw. stimmige Kommunikation zu beantworten.
2. Das Modell des Inneren Teams
2.1 Zur Vorstellung über das Innere Team nach SCHULZ VON THUN
Um zu verstehen, was es mit dem „Inneren Team“ auf sich hat, wollen wir diese Seminararbeit zunächst mit einem fiktiven Beispiel beginnen.
Folgender Fall: Der Student Klaus Clever hat im Rahmen des Seminars Wirtschaftspädagogik an der Universität Linz eine Seminararbeit zu schreiben, die er auch fristgerecht bei Professor X abgibt. Zwei Tage nachdem er das getan hat, meldet er sich plötzlich telefonisch bei Professor X. Klaus Clever schildert, dass eine Freundin von ihm, die an der Universität Wien Psychologie studiert, sich die Seminararbeit lesen möchte, um sich thematisch auf ein ähnliches Gebiet vorzubereiten ohne gleich eine Palette von Büchern lesen zu müssen. Dazu muss die Seminararbeit natürlich inhaltlich korrekt sein. Im Verlauf des Gespräches richtet Klaus Clever daher nun folgende Frage an Professor X: „Können Sie mir sagen, ob ich diese Seminararbeit in zwei Tagen korrigiert von Ihnen erhalten kann?“
Nun formiert sich bei Professor X eine innere Stimme, die sagt: „Na klar können Sie die Seminararbeit in zwei Tagen korrigiert bei mir abholen. Schließlich war ich selbst einmal Student und weiß, dass solche Anliegen von Freunden öfter mal dargelegt werden. Und wenn ich meiner Freundin jetzt etwas gebe, kann ich darauf bauen, dass ich von ihr auch einmal was haben kann, wenn ich es dringend brauche.“ Geben wir dieser inneren Stimme nun einfach den Namen „Der Hilfsbereite“.
Der Interessierte: Darüber hinaus ist es nicht verwegen anzunehmen, dass Professor X durchaus Interesse an dem Inhalt der Seminararbeit anmeldet. Eine andere innere Stimme sagt ihm daher: „Ja, eigentlich wollte ich mich schon gleich nach Abgabe an die Korrektur der Seminararbeit machen, weil ich gerne wissen möchte, auf welche Weise der Student das Thema behandelt. Je früher, desto besser.“ Geben wir dieser Stimme folglich den Namen „Der Interessierte“.
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