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Autor: Johannes Jasper
Fach: Biologie - Ökologie
Details
Tags: Flechten, Indikator, Luftverschmutzung, Starnberg, Peripherie
Jahr: 2001
Seiten: 22
Note: 13
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 84 KB
ISBN (E-Book): 978-3-640-01973-1
Volltext (computergeneriert)
Gymnasium Starnberg
Kolleg 99/01
Facharbeit im Leistungskurs Biologie
Epiphytische Blattflechten an Bäumen als Indikator der Luftverschmutzung in
Starnberg und seiner Peripherie
Vorgelegt von:
Johannes Jasper
Leistungskurs Biologie
Thema:
Epiphytische Blattflechten an Bäumen als Indikator der Luftverschmutzung in
Starnberg und seiner Peripherie
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Biologie der Flechten
2.1 Die Flechte - Ein Doppelwesen
2.2 Der Bau der Flechten
2.3 Wachstum und Vermehrung der Flechten
2.4 Ökologie und Verbreitung
2.5 Flechten als Bioindikatoren
3. Flechtenkartierung
3.1 Verfahrensweise
3.1.1 Expositionsverfahren
3.1.2 Flechtenkartierungsverfahren
3.1.3 Verwendete Methode (VDI)
3.2 Ergebnis der Kartierung
3.3 Auswertung der Ergebnisse
4. Nachwort
5. Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Flechten... Man findet sie auf der Straße, auf Mauern, Grabsteinen, auf Bäumen, in der
Wüste und der Arktis. Aber was sind sie eigentlich? Sie bewegen sich nicht, sie haben
keine Blätter und wachsen auch nur sehr langsam. Sie scheinen also weder Tier noch
Pflanze zu sein, sondern ähneln eher langsam wachsenden Kristallen. Bei näherer
Betrachtung kann man jedoch feststellen, dass gerade in diesem unscheinbaren
Gewächs eine äußerst raffinierte Symbiose zwischen Alge und Pilz verwirklicht wurde.
Durch die Kombination von Alge und Pilz können sich Flechten auch dort ansiedeln,
wo andere Lebewesen keine Überlebenschance hätten; allerdings sind Flechten durch
diese Lebensweise auch sehr empfindlich gegenüber Änderungen der gewohnten
Umgebung und damit vor allem gegen Schadstoffe in der Luft. Diese Eigenschaft der
Flechte lässt sich dazu benutzen, die Schadstoffbelastung in einer Stadt ohne
komplizierte Geräte und relativ umfassend zu bestimmen. In dieser Arbeit will ich nun
versuchen, die Qualität der Luft in Starnberg und seiner Peripherie anhand der Art des
Vorkommens von epiphytischen Blattflechten an Bäumen zu bestimmen. Doch zuvor
möchte ich einen kurzen allgemeinen Überblick über das Wesen der Flechten geben.
2. Die Biologie der Flechten
2.1 Die Flechte - Ein Doppelwesen (vgl. 1/2)
Lange Zeit hatte man Flechten (lat. lichenes) als eigenständige Pflanzengruppe
behandelt oder den Moosen zugeordnet. Erst 1869 entdeckte der Schweizer Botaniker
Schwendener, daß es sich bei Flechten um zwei verschiedene Lebensformen handelt,
die eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben; tatsächlich handelt es sich um eine
Alge und einen Pilz, die in Symbiose leben.
Eine Symbiose ist eine Art Zweckgemeinschaft, in der sich meist zwei artfremde
Individuen zusammentun, um sich durch Kombination ihrer Lebensweisen gegenseitig
zu ergänzen und für beide Seiten Vorteile durch diese Zusammenarbeit zu gewinnen.
Bei dieser Symbiose bildet der Pilz das Grundgerüst der Flechte und somit auch deren
Form. Er umspinnt die Alge in seinem Innern mit seinen fadigen Strukturen, den
sogenannten Hyphen.
Der Vorteil für den Pilz liegt darin, dass er von der Algenzellen die von ihm zum
Leben benötigten Produkte der Assimilation erhält, die Alge dagegen ist vom
umhüllenden Pilz vor Wasserverlust, intensiver Sonnenstrahlung und algenfressenden
Tieren geschützt; außerdem liefert der Pilz der Alge die Mineralstoffe, die er aus Regen-
und Sickerwasser aufnimmt, und die die Alge zur Photosynthese benötigt. Hinzu
kommt, dass der Pilz auch gegebenenfalls Haftorgane (sog. Rhizide) ausbildet, die es
der Flechte ermöglichen, nahezu auf jedem Untergrund halt zu finden. Ist eine Stelle
erst einmal von Flechten bewachsen, können sich auch andere Pflanzen auf ihnen
ansiedeln, so dass neuer Lebensraum entsteht.
2.2 Der Bau der Flechten (vgl. 1)
Bei den Algen (Phycobionten) der meisten Flechten handelt es sich um Grünalgen
(Chlorophyceae), die vorwiegend der Gattung Trebouxia angehören (vgl. 1,S.8).
Manche Arten enthalten auch Blaualgen (Cyanophyta) und ganz wenige Flechten
enthalten auch Heterokontophyta (z.B. Braunalgen). Meistens lebt in der
Flechtensymbiose nur eine Algenart, bei bestimmten Gruppen können es jedoch auch
zwei verschiedene sein, so z. B. bei Flechten, die auch Algen in den Fruchtkörpern
(Apothecien) enthalten.
Die Pilzkomponente der Flechten (Mycobiont) besteht meistens aus einem Schlauchpilz
(Ascomycet), zudem auch z.B. die Morcheln und Becherlinge zählen, der hauptsächlich
aus langen schmalen Zellen besteht, die zum Rand hin fester werden und eine Art Rinde
bilden. Flechtenpilze kommen allerdings nicht mehr freilebend vor, sondern sind völlig
von der Flechtensymbiose abhängig geworden.
Alge und Pilz bilden zusammen den "Körper" einer Flechte; man nennt ihn Lager oder
Thallus. Bei den einfachen Flechten sind Algen- und Pilzzellen gleichmäßig im ganzen
Thallus verteilt, solche Flechten bezeichnet man als homöomer. Die meisten Flechten
sind jedoch genauer strukturiert, der Thallus ist in Rindengewebe, Algenschicht und
Mark unterteilt. Dieser Aufbau wird heteromer genannt (vgl. 1, S.8). Der Aufbau des
Thallus kann bei verschiedenen Arten sehr unterschiedlich sein: So gibt es z. B. Blatt-
oder Laubflechten mit einem blattförmigen Thallus, Krustenflechten, die wie eine
Kruste auf Oberflächen wachsen, und es gibt Strauchflechten, zu denen auch die
Bartflechten gehören, die ein strauchartiges Aussehen haben.
Die einzelnen Gruppen sind allerdings nicht streng getrennt. Zum Teil gibt es fließende
Übergänge, so z. B. die placoiden Typen, die eine Übergangsform zwischen Blatt- und
Krustenflechten darstellen.
Flechten haben keine Organe, die zur Nahrungsaufnahme dienen, jede Zelle im Thallus
nimmt selbständig aus der Umgebung Nährstoffe (aber auch Schadstoffe) auf. Flechten
haben allerdings Organe, mit denen sie sich am Untergrund festhalten können: Bei
Krustenflechten ist die gesamte Unterseite das Haftorgan, Strauch- und Blattflechten
haben meistens fadenförmige Auswüchse (Rhizinen) an der Unterseite. Manchmal ist
das Lager nur an einem einzigen Punkt befestigt, man nennt das dann "genabelt".
Abbildung 1
Halbschematischer Schnitt durch eine Blattflechte (vgl. 2, S.28)
fehlt
2.3 Wachstum und Vermehrung der Flechten (vgl.1)
Flechten wachsen nur sehr langsam; wenn man sie nur flüchtig betrachtet, könnte man
fast meinen, daß sie gar nicht wachsen. Das hängt hauptsächlich damit zusammen, daß
in der Flechtensymbiose ein verhältnismäßig kleiner Anteil der Masse den gesamten
Doppelorganismus ernähren muß: der nur etwa 10 % der Masse ausmachende Algenteil.
Dadurch stehen nur noch geringe Mengen an Energie zum Wachstum zur Verfügung.
Bei der Wachstumsgeschwindigkeit gibt es zwischen den verschiedenen Gruppen
(Strauch-, Blatt- und Krustenflechten) große Unterschiede. Das Wachstum der
Blattflechten kann je nach Art von einigen Zehntelmillimetern bis zu einigen
Zentimetern pro Jahr reichen. Bei den Krustenflechten beträgt das Wachstum bei allen
Arten zwischen einem und zwei Millimetern.
Ist das Wachstum an allen Seiten gleichmäßig, so wird der Thallus kreisrund und das
Alter läßt sich leicht bestimmen. Ein Lager mit einem Durchmesser von einem halben
Meter kann so mehrere Jahrhunderte, aber auch Jahrtausende alt sein.
Aber wie entsteht überhaupt ein Lager? Wie vermehren sich Flechten? Diese Frage läßt
sich nicht mit einer Antwort klären, denn Flechten pflanzen sich auf zwei verschiedene
Arten fort: generativ (geschlechtlich) oder vegetativ (ungeschlechtlich).
Die vegetative Fortpflanzung ist eine Anpassung an schlechte Umweltbedingungen
(vgl. 1, S.10). Die Vermehrung kann dabei auf mehrere Arten erfolgen. Am einfachsten
ist dabei die Verbreitung durch zufällig entstandene Bruchstücke die beide Partner
enthalten und zu neuen Flechten heranwachsen können (vgl. 3, S.28). Diese Art der
Verbreitung wird auch als Fragmentation bezeichnet. Viele Arten verlassen sich
allerdings nicht auf zufällig entstandene Bruchstücke, sondern schnüren aktiv
Thallusstückchen (Isidien) ab.
Bei der Fortpflanzung durch Soredien springt die obere Rinde der Flechte auf, und
entläßt kleine aus Pilz und Algenzelle bestehende Knäule (Soralen), die auch wie bei
den anderen Fortpflanzungsmechanismen durch Wind, Wasser und kleinen Tieren
verbreitet werden.
Dagegen werden bei der generativen Fortpflanzung (dazu ist nur der jeweilige
Pilzpartner befähigt) lediglich Pilzsporen verbreitet; ein neuer Thallus entsteht aber nur
dann, wenn die keimende Spore auf eine geeignete Algenzelle trifft. Obwohl diese
Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, gibt es viele Arten, die sich ausschließlich generativ
fortpflanzen. Aus der Tatsache, daß sie bis heute überlebt haben, läßt sich ersehen, daß
die Wahrscheinlichkeit offensichtlich hoch genug ist. Die meisten Flechtenarten
pflanzen sich vegetativ fort, aber auch sie bilden manchmal Fruchtkörper für die
generative Fortpflanzung, die jedoch meistens steril bleiben.
2.4 Ökologie und Verbreitung ( vgl. 3)
Wie schon erwähnt, können Flechten neben Gesteinen und Bäumen auch sehr extreme
Lebensräume besiedeln. Sie können selbst im extrem kalten Klima der Antarktis, im
ewigen Schnee der Hochgebirge, aber auch in Wüsten, an der Meeresküste und im
Bereich der Brandung überleben. Sie können diese Extreme verkraften aufgrund ihrer
Fähigkeit, sehr schnell in eine Starre fallen zu können (vgl. 3 S.29). Dabei verliert sie
den Großteil ihres Wassers und Atmung und Photosynthese gehen zurück. In dieser
Situation können manche Flechten eine Kälte von -196°C (flüssiger Stickstoff) und eine
Hitze von +100°C überleben (vgl. 3, S.29). Temperaturen von -20°C bis +70°C können
fast alle Flechten auf diese Weise problemlos überstehen (vgl. 3, S.29). Jedoch
"erwachen" sie bei erneuter Wasserzufuhr sofort wieder aus ihrer Starre. Der fehlende
Austrocknungsschutz erweist sich also als notwendig, damit Flechten in Hitze und Kälte
überleben können. Aufgrund der fehlenden Wurzeln und des fehlenden
Verdunstungsschutz können Flechten Wasser weder aktiv aufnehmen, noch bei
Trockenheit ihre Wasserabgabe bremsen.
Diese Fähigkeit der Flechten wasserlose Zeiten in einer Art "Dämmerzustand" zu
überleben, bringt ihnen jedoch den großen Vorteil gegenüber höheren Pflanzen,
Lebensräume mit unregelmäßige Wasserzufuhr besiedeln zu können, wie z. B. Steine
oder Wüsten. Dass sie dort trotzdem überleben können, verdanken Flechten der
Möglichkeit, Wasser direkt aus der feuchten Luft oder dem morgendlichen Taufall
entnehmen zu können und mit der Photosynthese zu beginnen.
Wir wissen jetzt also, dass Flechten auf Stein, Baumrinden oder auch auf dem Erdboden
wachsen können. Allerdings wächst nicht jede Flechtenart überall, sondern die meisten
Flechten bevorzugen einen bestimmenden Untergrund.
Epiphytische Flechten, d.h. auf Baumrinden lebend haben nur gegen die Konkurrenz der
Moose anzukämpfen; wo es keine Moose gibt, sind die Baumstämme manchmal
vollständig mit Flechten bedeckt. Dabei unterscheiden die verschiedenen Flechtenarten
bei ihrer Ortswahl nicht nur zwischen Baumrinde und anderem Untergrund, sondern sie
unterscheiden auch ganz bestimmte Baumarten voneinander. So gibt es
z. B. Flechten, die nur auf Eichen wachsen, andere wachsen nur auf Buchen usw. Dabei
stellt sich die Frage, wie die Flechten die verschiedenen Baumarten unterscheiden
können. Sie "erkennen" bestimmte Bäume an dem charakteristischen pH-Wert der
Rinde, also entweder sauer, alkalisch oder neutral. Für Flechten auf Stein ist der pH-
Wert des Untergrunds genauso wichtig. Basisches Gestein beherbergt eine ganz andere
Flechtenvegetation als saures Gestein. Da basisches Gestein meist kalkhaltig ist, spricht
man in diesem Zusammenhang auch von kalkliebenden und kalkmeidenden Flechten.
Neben der Beschaffenheit des Gesteins sind für das Wachstum der Flechten außerdem
auch die Nähe zum offenen Wasser und auf den Steinen vorhandener Vogelkot
vorteilhaft.
Bei Flechten auf dem Erdboden sind die Wachstumsbedingungen nicht wesentlich
anders als bei Flechten auf Stein. Auch Mineralböden können unterschiedliche
Zusammensetzungen haben und kalkarm oder -reich sein. Entsprechend gibt es auch bei
den Flechten, die auf der Erde wachsen, kalkliebende und kalkmeidende Arten.
2.5 Flechten als Bioindikatoren (vgl. 2/4)
Obwohl Flechten auch da wachsen können, wo es höheren Pflanzen nicht mehr möglich
ist, reagiert die Flechtensymbiose sehr empfindlich auf Veränderungen der Umwelt,
besonders auf Luftverunreinigungen. Verändert sich die Luftzusammensetzung durch
Verschmutzung, so werden die Flechten geschädigt und sterben schließlich ab. Flechten
reagieren dabei nicht nur auf einen einzigen Schadstoff, sondern auf die Kombination
aller Einzelstoffe; besonders empfindlich sind sie jedoch gegenüber Schwefeldioxid
(SO2) und Fluorwasserstoff21 (HF) (vgl. 4 S.31).
Der Grund für diese Empfindlichkeit ist die Flechtensymbiose selbst.
Durch ihren komplexen Stoffwechsel sind sie sehr störungsanfällig, der Pilz nimmt
Nährstoffe durch seine gesamte Oberfläche auf, da eine Flechte wurzellos ist. Dies
geschieht rein physikalisch, also durch Osmose. Schadstoffe gelangen damit ungefiltert
in den Organismus, können aber auch nicht ausgeschieden werden, da entsprechende
Organe fehlen. Es sammeln sich also mit der Zeit gewaltige Mengen toxischer
Substanzen an.
Dank ihre hohe Empfindlichkeit und ihre Allgegenwärtigkeit lassen sich Flechten als
eine Art biologisches Messgerät einsetzen, dass die Luftbelastung umfassend und
kostenlos erfasst. Hinzu kommt das Flechten sehr langsam wachsen und außerordentlich
Langlebigkeit sind, so dass man ohne groß angelegte Versuchsreihen die
Luftverschmutzung eines Raumes über mehrere Jahre hinweg ohne Probleme
beobachten kann. Man kann dabei die Entwicklung der Luftverschmutzung anhand der
in den Flechten eingelagerten Schadstoffe untersuchen.
Flechten sind also die idealen Bioindikatoren und werden deshalb auch schon seit mehr
als 100 Jahren zu diesem Zweck eingesetzt. (Bioindikatoren sind Organismen, die auf
Schadstoffbelastung mit deutlicher und eindeutiger Veränderung ihrer
Lebensfunktionen antworten (vgl. 2, S.5)).
Untersucht man die vorhandene Flechtenvegetation und hält die Ergebnisse in einer
Karte fest, so kann man sich leicht ein Bild über die Luftbelastung des untersuchten
Gebietes machen.
3. Flechtenkartierung (vgl. 2, S.6 ff )
3.1 Verfahrensweise
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Verfahrensweisen zur Bestimmung der
Luftqualität in einem bestimmten Gebiet. Das erste Verfahren wird als
Expositionsverfahren (VDI Richtlinien 3799, Blatt 1; 1991)bezeichnet, und das zweite
als Flechten Kartierungsverfahren (VDI Richtlinien 3799, Blatt 2; 1995). Daneben gibt
es noch ein drittes Verfahren, das eine grobe Einschätzung über die Luftqualität mit
Hilfe der Toxitoleranzwerte der Flechten gibt.
3.1.1 Expositionsverfahren
Beim Expositionsverfahren wird eine mittelempfindliche Flechte aus einem
immissionsarmen Gebiet in dem zu untersuchendem Gebiet ausgesetzt. Nach einer
festgelegten Zeit wird ihre Reaktion (Absterben, Vitalitätsverlust etc.) auf diese
Exposition ausgewertet. Aufgrund der Ergebnisse kann man die
Immissionsbelastung in diesem Gebiet ermitteln.
Nachteil von dieser Methode ist aber, dass es ziemlich aufwendig ist erst ein
Immissionsarmes Gebiet zu finden, daraus die Flechten lebend in das zu untersuchende
Gebiet zu überführen und dann die Reaktion abzuwarten.
3.1.2 Flechten Kartierungsverfahren
Beim Flechtenkartierungsverfahren wird im Untersuchungsgebiet der natürliche
Flechtenbewuchs an Bäumen untersucht. Anhand des Flechten Vorkommens wird dann
auf die Lufthygienische Situation im Untersuchungsgebiet geschlossen, und mittels
einer Karte veranschaulicht.
Bei dieser Methode muss darauf geachtet werden, dass nicht alle Flechtenarten gleich
empfindlich auf Luftschadstoffe reagieren und das die Artenvielfalt mit zunehmender
Luftbelastung abnimmt.
3.1.3 Toxitoleranz
Bei dem Verfahren mit Hilfe der Toxitoleranz, wird die Luftqualität über die von 1-9
reichende Toxitoleranzwerte der einzelnen Flechtenarten bestimmt. Dabei ist die Luft
um so besser, je mehr Flechten mit möglichst niedrigem Toxitoleranzwert vorkommen.
Im Gegenzug kann man aber nicht davon ausgehen, das die Luftqualität besonders
schlecht ist, wenn viele Flechten mit hohem Toxitoleranzwert vorliegen, weil diese
Flechten auch bei guter Luftqualität wachsen.
Aus diesem Grund werde ich dieses Verfahren auch nur zur Überprüfung meiner
Ergebnisse verwenden.
3.1.4 Verwendete Methode (VDI)
Aufgrund der Nachteile des Expositionsverfahrens habe ich mich in dieser Arbeit dafür
entschieden, das Flechtenkartierungsverfahren zu verwenden.
Dabei werde ich mich streng an die VDI- Richtlinien halten, damit das Ergebnis eine
allgemeine Gültigkeit hat.
Als erstes wird das zu untersuchende Gebiet in 15 Gebiete a einem Quadratkilometer
gegliedert. Die Einteilung in Planquadrate habe ich aus dem Stadtplan übernommen.
Danach müssen in jedem Quadrat sechs geeignete Bäume gefunden werden.
Die Bäume sollten weit über das Planquadrat streuen und identische
Rindeneigenschaften haben. Weil diese Forderung in der Praxis aber eigentlich
unerfüllbar ist, sollten die zu kartierenden Bäume jedenfalls ähnliche
Rindeneigenschaften haben (siehe Tabelle 1)
Tabelle 1
Baumartengruppen, die gemeinsam als Substrat kartiert werden dürfen
Bäume mit
Bäume mit
Bäume mit
+ subneutraler Borke
+ mäßig saurer Borke
+ saurer Borke
Spitzahorn
Bergahorn
Schwarzerle
Esche
Birne
Birke
Walnuß
Robinie
Vogelkirsche
Apfel
Winterlinde
Pflaume
Pappel
Sommerlinde
Stieleiche
Ulme
Traubeneiche
Weiterhin sollten alle Bäume gerade gewachsen und unbeschädigt sein, an einem
lichtoffenen Standort stehen und einen Stammdurchmesser von mindestens 30 cm
haben. Allgemein sollten die Untersuchungsbäume repräsentativ für das
Untersuchungsgebiet sein und in etwa gleiche Bedingungen aufweisen.
Mit Hilfe einer definierten Aufnahmefläche werden die Flechten an der am stärksten
bewachsenden Seite des Baumes in einer Höhe von einem Meter erfaßt.
Das Aufnahmegitter ist 50 cm lang, 20cm breit und in 10 Quadrate mit je 10 cm2
unterteilt. Daraufhin wird die Flechtenart mit Hilfe der Bestimmungsbücher ermittelt
und danach die Frequenz (Häufigkeit) der Flechte an diesem Baum bestimmt.
Die Frequenz beschreibt, in wie vielen der zehn Kästchen die Flechte vorkommt. Dabei
ist zu beachten, das eine Flechte nur einmal zählt, auch wenn sie in einem Kästchen
zwei oder mehrmals vorkommt. Das bedeutet, kommt eine Art in einem Kästchen nur
einmal oder fünfmal vor, macht keinen Unterschied, es zählt nur, in wie viel
unterschiedlichen Kästchen die Flechtenart vorkommt. Die gefundenen Ergebnisse
werden in den Aufnahmebogen (siehe Tabelle 2) eingetragen.
Tabelle 2
Untersuchungsgebiet: Nr. der Meßfläche:
Datum: Bearbeiter: Baumnummer:
Flechtenart
Frequenz Flechtenart
Frequenz
Frequenzsumme:
Frequenzsumme:
Frequenzsumme aller am Baum gefundenen Arten:
Bei der Berechnung des Luftgütewertes wird zunächst für jede vorkommende
Flechtenart die mittlere Frequenz an den sechs Bäumen ermittelt.
Daraufhin werden alle mittleren Frequenzen der gefundenen Arten addiert und man
erhält die Frequenzsumme = Luftgütewert (LGW) dieses Planquadrates (siehe Tab.3)
Tabelle 3
Flechtenart
Frequenz der Flechte an Baum Nr. 5*
mittlere Frequenz
z.B.:
1
2 3
4
5
6
Parmelia Sulcta*
10*
6*
9*
-*
10*
5*
40*
Xanthoria parietina*
-*
3*
10*
8*
-*
-*
21*
Luftgütewert (LGW): 30,5*
Gemäß den allgemeinen Bewertungsrichtlinien für Mitteleuropa
( Klassenbreite: 12,5) wird der ermittelte Luftgütewert von ,,extrem hoher" über ,,sehr
hoher", ,,hoher", ,,mäßiger", ,,geringer" bis ,,sehr geringer" Belastung mit der Skala
( siehe Abbildung 2) verglichen und die Lufthygienische Belastung im
Untersuchungsgebiet ermittelt.
Abbildung 2
Luftgütewert LGW LGW LGW LGW
0 12,5
25,0 37,5 50,0
extrem
sehr
hoch
mäßig
gering
sehr gering
hoch
hoch
Schließlich möchte ich noch auf mögliche Fehlerquellen des Flechten-
Kartierungsverfahrens hinweisen: Fehlerquellen können z.B. sein, dass man in einem
Gebiet nicht immer sechs verschiedene repräsentative Bäume mit möglichst identischer
Rindeneigenschaft findet, sondern das die Bäume unterschiedlich alt sind und damit die
Rindeneigenschaften leicht variieren.
Außerdem ist es in der Praxis nicht immer möglich sechs Bäume zu finden, die
gleichmäßig über das zu untersuchende Gebiet streuen. Auch bei der Bestimmung der
Bäume und Flechten können Fehler gemacht werden, die aber durch sorgfältiges
Arbeiten eigentlich ausgeschlossen werden können.
3.2 Ergebnis der Kartierung
Bei der Untersuchung von Starnberg habe ich mich auf das Stadtzentrum und seine
nähere Umgebung konzentriert, und habe dabei 15 Quadrate a ein Quadratkilometer
untersucht. Mit Hilfe der im unter 3.1 beschriebenen Formular (Tab.2) erfaßten
Informationen über dieses Gebiet konnte ich die auf den folgenden zwei Seiten
abgedruckten Karten (Abbildung 3) erstellen, in denen die Luftqualität anhand der
vorkommenden Flechten in den unterschiedlichen Gebieten in verschiedenen Farben
dargestellt ist (zur Skala siehe 3.1).
Abbildung 3 (Karte)
fehlt
Aber nicht nur die Häufigkeit der Flechtenvorkommen ist interessant, sondern auch die
Frage, wie viele verschiedene und welche Arten von Flechten in Starnberg und
Umgebung zu finden sind. Bei meinen Untersuchung habe ich 20 verschiedene
Blattflechten Arten gefunden. Die fünf häufigsten Arten, die ich auch kurz vorstellen
möchte sind:
Parmelia sulcta ( an 43 Bäumen vorgefunden )
Phaeophyscia orbicularis ( " 30 " " )
Parmelia grabratula ( " 23 " " )
Xanthoria parietina ( " 19 " " )
Parmeliopsis ambigua ( " 17 " " )
daneben habe ich noch Hypogmnia physodes, Hypogymnia farinacea, Hypogmnia
tubulosa, Parmelia acetabulum, Parmelia flaventior, Parmelia subrudecta, Parmelia
pastillifera, Parmelia tiliacea, Phaeophyscia orbicularis, Physcia adscendens, Physcia
tenella, Physcia stellaris, Physconia grisea, Physconia eneroxantha, Xanthoria parietina
und Xanthoria polycarpa gefunden, die aber alle im Gebiet nur zwischen ein- und
neunmal vorkommen.
Vorstellung der 5 häufigsten Flechtenarten ( vgl. 7 S.68ff ):
Parmelia sulcta
fehlt
Eine großlappige Flechte von grauer bis blaugrauer Farbe, die an der Unterseite bis zum
Rand mit Rhizinen besetzte Lager bildet. Strichförmige weißliche Pseudocyphellen
(Netzadern) bilden ein charakteristisches Netzmuster auf der Oberseite. Die
Pseudocyphellen und vielfach auch die Lagerränder brechen zu länglichen Soralen auf.
Die Unterseite ist schwarz und wird zum Rand hin dunkelbraun. Ihr Toxitoleranzwert
(To) gegenüber Luftverschmutzung liegt bei 8.
Diese Blattflechte habe ich in Starnberg und Umgebung am häufigsten gefunden.
Phaeophyscia orbicularis
fehlt
Sehr variable, hell- bis dunkelgraue, grünlichgraue bis bräunliche, schmallappige
Blattflechte. Unterseite schwarz, nur am Rand hell, dicht mit kurzen, schwarzen
Rhizinen besetzt, die häufig unter dem Rand hervorragen. Bevorzugt nährstoffreiche,
staubimprägnierte Borken von Laubbäumen. Die Toxitoleranz liegt ebenfalls bei 8
Parmelia grabratula
fehlt
Olivefarbene bis braune, mittelgroße Blattflechte mit feinen zylindrischen Isidien.
Lappen papierartig dünn und länglich.
Die Unterseite ist schwarz und mit einfachen Rhizinen besetz. Kommt an schattigen und
feuchten Standorten vor. Ihre Toxitoleranz liegt bei 5.
Xanthoria parietina
fehlt
Gelbe, breitlappige Flechte mit Apothecien. Lappen 1-5 mm breit, flach bis leicht
konkav, anliegend und einander überlappend, gegen die Enden zu verbreitert und
abgerundet.
Oberseite glatt bis runzelig, orangegelb, dottergelb bis gelblichgrün.
Unterseite weißlich, mit wenigen, einfachen, hellen Rhizinen.
Toxitoleranz liegt bei 7.
Parmeliopsis ambigua
fehlt
Gelbgrüne, sehr schmallappige Flechte mit Soralen. Lappen 1-3 cm groß, tief
eingeschnitten bis fächerförmig. Unterseite schwarz bis kastanienbraun, bis zum Rand
mit einfachen Rhizinen.
Toxitoleranz liegt ebenfalls bei 7.
3.3 Auswertung der Ergebnisse
Zunächst ergaben die ermittelten Ergebnisse das die Luftqualität in Starnberg und seiner
Peripherie zwischen hoher und mäßiger Belastung schwankt. Die Luftgütewerte (LGW)
lagen zwischen 19,0 und 35,8 im untersuchten Gebiet, wobei ich allerdings in
ländlichen Waldgebieten manchmal Schwierigkeiten hatte sechs geeignete Bäume zu
finden, so dass ich mich teilweise auf zwei Bäume beschränkt habe um den
Luftgütewert zu ermitteln.
Bei den Untersuchungen hat sich folgendes Resultat ergeben:
sechs Gebiete haben eine hohe, und neun eine mäßige Schadstoffbelastung (siehe
Karte). Dieses Bild hat sich auch nach Verwendung des dritten Verfahrens (siehe 3.1.3)
ergeben.
Besonders deutliche zu Beobachten ist, dass an den Starnberger Hauptstraßen die
Schadstoffbelastung deutlich zu nimmt. Auch im Gebiet der Autobahn ist die
Luftqualität aus verständlichen Gründen relativ schlecht, wobei ich dazu sagen muss,
dass ich nicht direkt entlang der Autobahn messen konnte weshalb die Luftqualität nicht
ganz so schlecht ist wie vielleicht zu erwarten gewesen wäre.
Im Gegensatz dazu erzielen die Wohngebiete, mit hauptsächlich Nebenstraßen, relativ
gute Ergebnisse.
Zur Verdeutlichung möchte ich die zwei gegensätzlichsten Gebiete innerhalb der Stadt
Starnberg mit den gefundenen Ergebnissen anführen. Bei den beiden Gebieten handelt
es sich zum einen um das Quadrat um den Ortsteil Percha (siehe Abbildung 4/ Karte
D83) und zum anderen um das Quadrat um den Ortsteil Angerweide ( siehe Abbildung
5/ Karte C79).
Abbildung 4
Gebiet Percha ( D83)
Flechtenart Frequenz der Flechten an Baum Nr.
mittlere Frequenz
1
2 3
4
5
6
Candelaria concolor
Hypogymnia physodes
Hypogymnia farinacea
Hypogmnia tubulosa
Parmelia acetabulum
Parmelia caperata
Parmelia flaventior
Parmelia exasperatula
Parmelia glabratula
10
1,7
Parmelia glabra
Parmelia saxatilis
Parmelia subrudecta
Parmelia sulcta
10 10 6
4,3
Parmelia subargentifera
Parmelia subaurifera
Parmelia pastillifera
Parmelia tiliaceo
Parmeliopsis ambigua
3
10 2,2
Phaeophyscia orbicularis
10
10
10
10
10 8,3
Physcia adscendens
Physcia tenella
Physcia aipolia
Physcia stellaris
Physconia distorta
Physconia eneroxantha
Physconia grisea
Physconia perisidiosa
Platismatia glauca
Xanthoria candelaria
Xanthoria fallax
Xanthoria parietina
10
8
10
10
6,3
Xanthoria polycarpa
Luftgütewert: 22,8
Abbildung 5
Gebiet ( C79)
Flechtenart Frequenz der Flechten an Baum Nr.
mittlere Frequenz
1
2 3
4
5
6
Candelaria concolor
Hypogymnia physodes
Hypogymnia farinacea
Hypogmnia tubulosa
10
8
3
Parmelia acetabulum
Parmelia caperata
Parmelia flaventior
5
0,8
Parmelia exasperatula
Parmelia glabratula
6
10
10
4,3
Parmelia glabra
Parmelia saxatilis
Parmelia subrudecta
6
10
2,7
Parmelia sulcta
8
10 7
10
7
10
8,7
Parmelia subargentifera
Pramelia subaurifera
Parmelia pastillifera
Parmelia tiliaceo
10
10
3,3
Parmeliopsis ambigua
8
7
8
6
8
6,2
Phaeophyscia orbicularis
Physcia adscendens
Physcia tenella
5
0,8
Physcia aipolia
Physcia stellaris
Physconia distorta
Physconia eneroxantha
Physconia grisea
10
1,7
Physconia perisidiosa
Platismatia glauca
Xanthoria candelaria
Xanthoria fallax
8
1,3
Xanthoria parietina
Xanthoria polycarpa
Luftgütewert: 32,8
An diesen beiden Gebieten kann man sehr gut die unterschiedliche Luftbelastung
innerhalb eines relativ kleinen Gebietes sehen, und auch, dass in Starnberg der
Hauptverursacher für die hohe Luftbelastung das Auto und seine Emission sein muss.
Dieses Ergebnis lässt sich auch sehr gut am Beispiel des Quadrates des Wohngebiet
Angerweide (Söcking) verdeutlichen. Dabei konnte ich ganz deutlich sehen, dass sich
das Flechtenvorkommen innerhalb der Siedlung bei einem Luftgütewert von 25
bewegte (vier untersuchte Bäume), also die Luftbelastung zwischen hoch und mäßig
schwankte. Daraufhin untersuchte ich die letzten zwei Bäume am Waldrand (siehe
Karte) und sofort stieg der Luftgütewert um 7,8 Punkte auf 32,8, dadurch bedingt, dass
sich das Flechtevorkommen und die Frequenz der Flechten im Gegensatz zum
Wohngebiet fast verdoppelt hatten. Diese Beobachtung konnte ich in allen
Waldbereichen machen, wo der Luftgütewert regelmäßig über 30 war.
Um die Luftqualität in Starnberg und Umgebung merklich zu verbessern, müssten also
entweder der hohe Verkehrsfluss deutlich verringert werden der hauptsächlich dadurch
zustande kommt, dass man nur über Starnberg auf die Münchner Autobahn kommt,
also auch alle umliegenden Gemeindemitglieder, die nach München wollen erst mal
durch die Starnberger Innenstadt müssen und dadurch die Verkehrsbelastung vor allem
zu Stoßzeiten überdurchschnittlich hoch ist, oder der Schadstoffausstoß der Fahrzeuge
muss noch stärker reduziert werden. Erst dann könnte man in Starnberg und seiner
Peripherie wieder einen wirklich saubere Luft genießen.
4. Nachwort
Das Thema ,,Flechten" ist unheimlich komplex. So viele Seiten man auch darüber
schreibt, man kann nie alle Aspekte ausführlich genug behandeln. Ich habe mich
deshalb in dieser Facharbeit auf das Wesentliche beschränkt und habe darauf verzichtet,
genauer auf Details der Flechten einzugehen. Die eigentliche Kartierung war sicherlich
die Hauptarbeit, weil es doch recht zeitaufwendig war in jedem Gebiet sechs geeignete
Bäume zu finden.
Ich hoffe, dass ich mit meiner Arbeit einen kleinen Einblick in die Welt der Flechten
und ihrer Funktion als Bioindikator geben konnte und vielleicht das Interesse an diesem
Thema wecken konnte.
5. Literaturverzeichnis
1. Moberg, R./ Holmasen, I.
Flechten von Nord- und Mitteleuropa ein Bestimmungsbuch
Gustav Fischer Verlag, 1992 o.O.
2. Ulrich Kirschbaum und Volkmar Wirth
Flechten erkennen Luftgüte bestimmen
Ulmer 19972 Stuttgart
3. Martin Jahns
Farne- Moose- Flechten Mittel-, Nord- und Westeuropas
BLV Bestimmungsbuch
4. Guido B. Feige/ Bruno P. Kremer
Flechten- Doppelwesen aus Pilz und Alge
Vorkommen, Lebensweise, Bestimmung
Franckh Verlag 1979 o.O.
5. Karl Bertsch
Flechtenflora von Südwestdeutschland
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 1962 o.O.
6. Eberhard Kramm
Die Flechten
Akademische Verlagsgesellschaft 1953 o.O.
7. Gerhard Follmann
Flechten ( Lichenes) Einführung in die Kleinlebewelt
Franckh Verlag 1960 o.O.
8. Großer Stadtplan vom Wirtschaftsraum München
Falk Verlag
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