Autor: Agnes Zimmer
Fach: Biologie - Krankheiten, Gesundheit, Ernährung
Details
Volltext (computergeneriert)
KV Ebola - Lassa
Hämorrhagisches Fieber:
-Viruserkrankug mit starken Blutungen und Schock
-blutgefäßzerstörendes Fieber
-meist tödlich
-ausgelöst durch RNA-Viren:
Filoviren
Arenaviren
Flaviviren
Bunyaviren
-andere Beispiele: Gelb - und Hantafieber
-in 60er/70er Jahre erstmaliges Bewußtsein der Weltöffentlichkeit
-Ebola 1976, Lassa 1969
-mehrere Hundert Tode, denen überhaupt nicht geholfen werden konnte
Ebola Lassa
Erreger:
Klasse der Filoviren
Gruppe der Arenaviren
4 Unterarten:
nach Ort des ersten Auftretens benannt
Ebola Zaire
Ebola Sudan
Ebola Elfenbeinküste
Ebola Reston (nur bei Affen Auslösung der Krankheit)
eng mit tödlichem Marburg-Virus verwandt
fädige Form
-> Bezeichnung als Filiae (Faden)
Auftreten:
West - und Zentralafrika
Westafrika
Zaire, Sudan, Elfenbeinküste, Gabun
Nigeria, Liberia, Sierra Leone
nur drei größere Ausbrüche zwischen 1976 und 1996 +
Auftreten des Virus´ in Verbreitungsgebieten in
einzelne Fälle
Trockenzeit besonsers häufig
Selbstausrottung des Virus´ -> keine weiteren
besonders Landbevölkerung betroffen
Ausbrüche
biologische Nische/Wirt:
Erstinfektionsquelle unbekannt
chronisch infizierte Nagetiere
-> Erschwerung der Vorbeugung
(mastomys natalensis)
hauptsächlich Ratten, aber auch Mäuse und Affen
Ratten lebenslange Virusträger
Infektionsweg:
enger Körperkontakt mit stark erkrankten Personen
Kontakt mit Körpersekreten (hauptsächlich Urin) und
Einatmung aufgewirbelter Partickel eingetrockneter
Exkrementen ihfizierter Nager
Sekrete
Einatmug kontaminierten Staubs
Kontakt mit bluthaltigen Sekreten
von Mensch zu Mensch durch engen Kontakt mit
in Entwicklungsländern hauptsächlich durch
infizierten Personen
Mehrfachverwendung von Spritzen und deren Nadeln Kontakt mit bluthaltigen Körpersekreten bzw. Partikeln
Mehrfachverwendung von Spritzen und Skalpellen
Diagnostik:
KV Ebola Lassa Biologie 1999/2000 Seite 1
elektronenmikroskopischer Nachweis von Antigenen,
Virusnachweis in Blut, Rachenflüssigkeit und Urin
Antikörpern und er spez. RNA des Virus´
Vervielfältigung der DNS-Moleküle zur Genanalyse
(polymerase Kettenreaktion)
Gewebsuntersuchung (v.a. Leber und Knochenmark) (Immunhistologie)
Anzucht von Viren in Gewebskulturen und Beobachtung dieser
Nachweis von Veränderungen der farblosen Blutflüssigkeit (Serum)
Inkubationszeit:
2 - 21 Tage
6 - 21 Tage
meist 7 - 12 Tage
Krankheitsbild:
Beginn mit nichternstzunehmenden Symptomen
schleichender Beginn
Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schüttelfrost
Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, Husten,
Erbrechen, Durchfall. Magenkrämpfe
Bauschbeschwerden
Blutergüsse
ausgeprägte Schwäche, Blutdruckabfall
Schädigung des Gehirns
Muskelbeschwerden, Gehirnentzündung, Blutungen
-> Zerstörung des Teils, der für Persönlichkeitsprägung
flächenhafte Blutergüsse
verantwortlich ist
z.T. Hörverlust, Entzündung des Herzbeutels, Verlust
Schädigung innerer Organe
des Sehvermögens
Schädigung und Zerstörung roter Blutkörperchen und
Störung der Funktion der Blutblättchen
Blutblättchen
Tod durch Ausbluten oder Versagen wichtiger Organe
-> Verhinderung der Blutgerinnung
Patienten bluten überall
Tod durch Ausbluten oder Herz/Lungenversagen
Letalität:
unterschiedlich, je nach Art des Virus´
5-20% der hospitalisierten Fälle sterben
Ebola Zaire 90%
90-95% der Fälle verlaufen ohne Tod
Ebola Sudan 40%
bei Schwangeren Absterben der Föten
Ebola Reston nur beim Affen tödlich
bei Neuinfektion kein Auftreten der Symptome
bei sekundärer oder tertiärer Erkrankung Senkung der
Letalität
Therapie:
durch Ribaverin-Gabe Senkung der Letalität
keine kausale Therapie
intensivmedezinische Behandlung der Symptome
Prophylaxe/Immunität:
Vermeidung von Kontakt mit infizierten Nagern
kein enger Kontakt mit infizierten Personen
strengste Patientenisolierung
fachgerechte Entsorgung von Patientenmaterial
fachgerechte Schutzbekleidung für Pflegepersonal
gesetzliche Regelung:
Meldepflicht bei Verdacht, Erkrankung und Tod
KV Ebola Lassa Biologie 1999/2000 Seite 1
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