Bibliographie zur Komödie im 18./19./20. Jahrhundert

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Details
Autor: Tim Florian Jaeger
Fach: Bibliothekswiss., Information- / Documentation Science
Veranstaltung: Grundkurs A - NDL
Institution/Hochschule: Humboldt-Universität zu Berlin
Jahr: 1996
Seiten: 8
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 57 KB
ISBN (E-Book): 978-3-640-02009-6
Volltext (computergeneriert)
Florian Jaeger & Katrin Kühne
Bibliographie zur Komödien und Tragödien
im 18., 19. und 20. Jahrhundert
Inhaltsverzeichnis
Heinrich von Kleist - ein kurzer Lebenslauf und die wichtigsten Werke
Komödie und Tragödie im Spiegel der theoretischen Literatur nach 1980
-lexikalische Definition von Komödie
-Theoretische Literatur zur Komödie
-lexikalische Definition von Tragödie
-Theoretische Literatur zur Tragödie
-Artikulation eigener Erkenntnisse
Deutsche Komödien im 18./19. und 20. Jahrhundert
Deutsche Tragödien im 18./19. und 20. Jahrhundert
Literaturverzeíchnis
Heinrich von Kleist - ein kurzer Lebenslauf und die wichtigsten Werke
Heinrich von Kleist, am 18.10.1777 in Frankfurt an der Oder als Sohn eines preußischen Majors geboren, wurde zu seinem Unwillen nach der Tradition seiner berühmten Familie zum Offizier ausgebildet (ab 1792), bevor er 1799 seine militärische Laufbahn aufgab und Jura zu studieren begann.
Durch das Studium von Kant und Fichte (besonders durch das der "Kritik der reinen Vernunft") stürzte Heinrich von Kleist um 1800 in seine erste "Lebens-sinn-krise". Er war zu tiefst erschüttert durch dieses Werk, da er zuvor in kindlicher Naitvität an den "perfekten Lebensplan" geglaubt hatte. Die ihm innewohnende "Radikalität des Forderns und Planens" brachte ihn immer wieder mit sich und anderen in Konflikt. Er blieb sein Leben lang im Spannungsfeld seines Allbegehrens (und wie Goethe nüchtern bemerkte einer "Verwirrung der Gefühle") gefangen, daß zugleich Quelle und Grenze seiner literarischen Qualität und Kreativität war.
Heinrich von Kleist nahm sich und der befreundeten Henriette Vogel 1811 in Berlin das Leben.
Die Größe seines Literischen Talents sollte erst Generationen nach seinem Tod nämlich anfang des 19. Jahrhunderts voll erkannt werden, was wohl nicht zuletzt an der starken Ablehnung Kleists durch Goethe lag. Nach Meinung vieler, füllte er die von Goethe und Schiller hinterlassene Lücke in der deutschen Dramatik.
Zu seinen wichtigsten Werken gehören "Familie Schroffenstein" (1803), "Der zerbrochene Krug" (1803), "Amphitryon" (1807), "Penthesilea" (1808), "Das Käthchen von Heilbronn" (1810) und "Prinz Friedrich von Homburg" (1810). Heinrich v. Kleists "Der zerbrochene Krug" gilt nach Lessings "Minna von Barnhelm" als zweite große Komödie der deutschen Literatur.
Komödie und Tragödie im Spiegel der theoretischen Literatur seit 1980
Hinweis: Tips zu speziellerer theoretische Literatur zu den einzelnen weiter unten genannten Komödien und Tragödien kann man am leichtesten in Kindlers Neues Literatur Lexikon unter den jeweiligen Autoren/ Werken nachschlagen.
Komödie : [grch. kosmos = "ausgelassener Umzug (nach Weingelage)" und ode = "Lied"]
Bühnenmäßige Gestaltung komischer Ereignisse mit heiterem Ausgang. Oft bestehen fließende Übergänge zum Schauspiel (eine besondere Übergangsform zur Tragödie ist die Tragikkomödie). Die Variationsbreite reicht vom Wortkunstwerk bis hin zum derben Schwank, der Posse, dem Lustspiel, teilweise auch bis zur Boulevardkomödie.
Theoretische Literatur zur Komödie
Autor Titel Ersch.-jahr / -Ort
Ders. [Hg.] "Komödiensprache" [Beiträge zum dt. Lustspiel im 17.-20. Jh.] Münster, 1988
Blume, Horst Dieter "Einführung in das antike Theaterwesen" Darmstadt, 1984
Ders. "Das dt. Lustspiel" [von der Aufklärung bis zur Romantik] Stuttgart, 1982
Freund, Winfried [Hg.] "Deutsche Komödien" [von Barrock bis zur Gegenwart] München, 1988
Grimm, Reinhold [Hg.] "Kapriolen des Komischen" [in: "Zwischen Satire und Utopie"]
- [Zur K.-theorie und zur Geschichte der europäischen Komödie] Frankfurt, 1982
Jurzik, Renate "Der Stoff des Lachens" Frankfurt/New York, 1985
Kirmeier-Debré, Joseph "Eine Komödie und auch keine" [von Hansdörfer bis Handke] Stuttgart, 1989
Klotz, Volker "Bürgerliches Lachthteater.Komödie, Posse, Schwank..." München, 1984
Lohr, Günter "Körpertext" [Historische Semiotik der komischen Praxis] Opladen, 1987
Ritter, Heidi "Minna von Barnhelm" aus dem aufklärerischen dt. Theater
- [in: "Bausteine zu einer Wirkungsgesch.", hg. von H.-G. Werner] Weimar, 1984
Stadelmeier, Gerhard "Lessing auf der Bühne" [ein Klassiker im Theateralltag] Tübingen, 1980
Werner, Hans-G. [Hg.] "Komödie der Rationalität" [zu Lessings "Minna von Barnhelm"] Halle, 1980
Warning, Rainer "Die Komödie der Empfindsamkeit"
- [in: "Gallo-Germanica", hg. von E. Heftrich] Nancy, 1986
Tragödie : [grch: tragodia ="Bocksgesang"], auch Trauerspiel
Diese älteste Form des Dramas (schon im antiken Griechenland bekannt) stellt einen unvermeidlichen und unlösbaren Konflikt dar, der am Ende zum Untergang (meist der Tod) das Helden bzw. der Hauptperson/en führt.
Theoretische Literatur zur Tragödie
Autor Titel Ersch.-jahr / -Ort
Steiner, G. "Der Tod der Tragödie" 1981
Latacz, J. "Einführung in die griechische Tragödie" 1993
Gelfert, H.D. "Die Tragödie" 1995
Benjamin, W. "Ursprung des deutschen Trauerspiels" [überarbeitete Neuauflage] 1993
Dt. Komödie im 18./19. und 20. Jahrhundert- die wichtigsten Autoren und Werke
Hinweis: Die für die Einordnung in die chronologische Reihenfolge der aufgeführten Werke wichtige Jahreszahl ist stets die kleinere von beiden (also entweder die Uraufführung oder das Erscheinungsdatum).
Titel der Komödie/ des Lustspiels Autor Ersch.-jahr Urauff.-jahr / -Ort
"Die Betschwester" C.F. Gellert 1745
"Die stumme Schönheit" J.E. Schlegel 1747 Hamburg, 1754
"Der junge Gelehrt" G.E. Lessing 1747 Leipzig, 1748
"Der Misogyn" G.E. Lessing 1748 1755
"Die Juden" G.E. Lessing 1754 Leipzig, 1749
"Der Freygeist" G.E. Lessing 1755
"Der neue Menoza" J.M.R. Lenz 1774 Frankfurt/Main, 1963
"Minna von Barnhelm" G.E. Lessing 1767 Hamburg,1767
"Die Mitschuldigen" J.W.v. Goethe 1768/69 Weimar, 1776
"Die Soldaten" J.M.R. Lenz 1776
"Der Gross-Coptha" J.W.v. Goethe 1792
"Der Bürgergeneral" J.W.v. Goethe 1793
"Prinz Zerbino" L. Tieck 1799
"Ponde de Leon" C. Brentano 1804 Wien, 1814
"Kaiser Octavianus" L. Tieck 1804
"Amphitryon" H.v.Kleist 1807 Berlin, 1899
"Der Zerbrochene Krug" H.v.Kleist 1806 Weimar, 1808
"Fortunat" L. Tieck 1816
"Scherz, Satire, Ironie ind tiefere Bedeutung" C.D. Grabbe 1827 Wien, 1876
"Leonce und Lena" G. Büchner 1838 München, 1895
"College Crampton" G. Hauptmann 1891 Berlin, 1892
"Der Biberpelz" G. Hauptmann Berlin, 1893
"Reigen" A. Schnitzler 1896/97 München, 1903
"Schluck und Jau" G. Hauptmann Berlin, 1900
"Die Jungfern vom Bischofsberg" G. Hauptmann Berlin, 1907
"Komtesse Mizzi oder der Familientag" A. Schnitzler Wien, 1909
"Christians Heimkehr" H.v. Hofmannsthal 1909 Berlin, 1910
"Die Hose" C. Sternheim Berlin, 1911
"Die Kassette" C. Sternheim Berlin, 1911
"Bürger Schippel" C. Sternheim 1911 Berlin, 1913
"Professor Bernhardi" A. Schnitzler Berlin, 1912
"Der Kandidat" C. Sternheim 1913 Wien, 1915
"Der Snob" C. Sternheim Berlin, 1914
"Der Stänker" C. Sternheim Berlin, 1917
"Der Schwierige" H.v. Hofmannsthal 1920 München, 1921
"Der Nebbich" C. Sternheim Darmstadt, 1922
"Trommeln in der Nacht" B. Brecht 1923 München, 1922
"Der Unbestechliche" H.v. Hofmannsthal 1956 Wien, 1923
"Arabella" H.v. Hofmannsthal 1928
"Figaro läßt sich scheiden" Ö.v. Horváth Prag, 1937
"Die Ehe des Herrn Mississippi" F. Dürrenmatt 1952 München, 1952
"Ein Engel kommt nach Babylon" F. Dürrenmatt München, 1953
"Don Juan oder die Liebe zur Geometrie" M. Frisch Zürich, 1953
"Der Physiker" F. Dürrenmatt 1961 Zürich, 1962
"Moritz Tassow" P. Hacks 1961 Berlin, 1965
"Der Meteor" F. Dürrenmatt Zürich, 1966
"Die Bauern" H. Müller Berlin, 1976
"Kalldewey, Farce" B. Strauß Hamburg, 1982
"Achterloo" F. Dürrenmatt 1983 Zürich, 1983
Dt. Tragödien im 18./19. und 20. Jahrhundert- die wichtigsten Autoren und Werke
Hinweis: Die für die Einordnung in die chronologische Reihenfolge der aufgeführten Werke wichtige Jahreszahl ist stets die kleinere von beiden (also entweder die Uraufführung oder das Erscheinungsdatum).
Titel der Tragödie/ des Trauerspiels Autor Ersch.-jahr Urauff.-jahr / -Ort
"Sterbender Cato" J.C. Gottsched Leipzig, 1731
"Canut" J.E. Schlegel 1746
"Miss Sara Sampson" G.E. Lessing 1755 Frankfurt/Oder, 1755
"Emilia Gallotti" G.E. Lessing 1772 Braunschweig, 1772
"Clavigo" J.W.v. Goethe Hamburg, 1774
"Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" F.v. Schiller Bonn, 1783
"Egmont" J.W.v. Goethe 1788 Weimar, 1791
"Karl von Berneck" L. Tieck 1793/97
"Wallenstein" F.v. Schiller 1800 Weimar, 1798
"Leben und Tod der Heiligen Genoveva" L. Tieck 1800
"Die natürliche Tochter" J.W.v. Goethe Weimar, 1803
"Familie Schroffenstein" H.v.Kleist 1803 Graz, 1804
"Robert Giuskard, Herzog der Nordmänner" [Frg.]H.v.Kleist 1808 Berlin, 1901
"Penthesilea" H.v.Kleist 1808 Berlin, 1876
"Faust 1" J.W.v. Goethe 1808 Braunschweig, 1829
"Herzog Theodor von Gothland" C.D. Grabbe 1827 Wien, 1892
"Marius und Sulla" C.D. Grabbe 1827 Münster, 1936
"Don Juan und Faust" C.D. Grabbe Detmold, 1829
"Faust 2" J.W.v. Goethe 1832 Hamburg, 1854
"Hannibal" C.D. Grabbe 1835 München,1918
"Alkestis" H.v. Hofmannsthal 1891 Berlin, 1892
"Elektra" H.v. Hofmannsthal Berlin, 1903
"Das gerettete Venedig" H.v. Hofmannsthal 1904 Berlin, 1905
"Das weite Land" A. Schnitzler 1911 Berlin,.., 1911
"Der Turm" H.v. Hofmannsthal 1924/26 Wien, 1948
Literaturverzeichnis
Verzeichnis der benutzten Lexika
Name Verlag Bände Art Ersch.-ort / -jahr
dtv-Lexikon dtv, Brockhaus 10, 18 allgemein München, 1997
Kindlers N. Literatur Lexikon Kindler 1-18 Werklexikon München, 1997
Sachlexikon der Literatur Kröner Fachlexikon
Verzeichnis der Sekundärliteratur
Buchtitel Verlag Autor Ersch.-ort / -jahr
Geschichte der Weltliteratur Gondrom Erwin Laaths Bindlach, 1988
UTB - Die Komödie A.Franke Bernhard Greiner Tübingen, 1992
Aspekte erzählender Prosa Westdeutscher Jochen Vogt Opladen, 1990
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