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Presentation (Pre-University), 2001, 12 Pages
Author: Catrin Dreysel
Subject: Chemistry
Details
Year: 2001
Pages: 12
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-02015-7
File size: 84 KB
Wichtige Infos zur: -Kinetik, -Gleichgewichtslehre, -Protolysen, -Aminosäuren, -Peptide, -Proteine, -Seifen, -Tenside, -Farbstoffchemie.
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Fulltext (computer-generated)
Kinetik, Gleichgewichtslehre, Protolysen
- 46 kJ
a)
Aufgabe 1:
2SO2 + O2
2SO3
H
=
mol
1.1. Interprétation des Diagrammes:
Anhand der Tabelle ist zu erkennen, dass bei steigender Temperatur die
Ausbeute an SO3 sinkt.
Hierbei ist die
Stoß- und Kollisionstheorie
zu beachten:
Grundvorrausetzungen:
Bei einer chemischen Reaktion müssen die Teilchen zusammenprallen.
Vorraussetzungen für einen wirksamen Zusammenstoß (Reaktionsfreudigkeit)
a) Reaktionsbereitschaft der Stoffe, also:
- sie dürfen keinen Oktettzustand aufweisen,
- kein Carbenium-Ion
b) Die Teilchen müssen eine
ausreichende Bewegungsenergie
aufweisen
Mindestkinetische
(Mindestkinetische Energie)
Energie
c) Die Teilchen müssen in einer günstigen, räumlichen Orientierung aufeinander
prallen ( sterischer Faktor)
1.2. Welche Möglichkeiten gibt es die Geschwindigkeit einer Reaktion zu
erhöhen? (Kinetik)
Mögliche Reaktionen liegen den Kausalketten zugrunde:
a) Druck (p)
Je höher der Druck, desto höher ist die Anzahl der pro Volumen zur
Verfügung stehenden Teilchen, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines
wirksamen zusammen stoßen steigt
v
b) Temperatur (T)
Je höher die Temperatur, desto größer ist die kinetische Energie aller
Teilchen, desto mehr Teilchen weißen die Mindestkinetische Energie auf,
desto höher ist die Anzahl der wirksamen Zusammenstöße, desto höher ist
der Stoffumsatz pro Zeiteinheit, desto höher ist v.
Hierzu gibt es eine ,,Faustformel", die RGT- Regel.
Sie besagt, wenn die Temperatur um 10° erhöht wird, dann verdoppelt oder
vervierfacht sich die Reaktionsgeschwindigkeit.
1
c) Zerteilungsgrad (z)
Je höher der Zerteilungsgrades eines Stoffes, desto größer ist die wirksame
Oberfläche, das heißt es befinden sich mehr Teilchen an der Oberfläche des
Stoffes, desto mehr wirksame Zusammenstoße gelingen
v
d) Konzentration (c)
Je höher die Konzentration ist, desto größer ist die Anzahl der vorhandenen
Teilchen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines wirksamen Zusammen
Stoßes, desto höher ist der Stoffumsatz pro Zeiteinheit, desto schneller ist die
Reaktion.
e) Katalysator (KAT)
- Ein Katalysator beschleunigt eine chemische Reaktion. Er liegt an der
Reaktion unverändert vor.
- Er erniedrigt die Aktivierungsenergie einer chemischen Reaktion, indem
er energetisch günstige Zwischenprodukte ermöglich.
- Er ist reaktionsspezifisch und wirkt nur auf eine Reaktion.
1.3. Wie wird das Gleichgewicht beeinflusst?
Das Gleichgewicht ist hoch empfindlich und kann durch das
,,Le Chateliersches Prinzip" ( Prinzip des kleinsten Zwanges) beeinflusst
werden.
Wird auf ein System, welches sich im Gleichgewicht befindet ein Zwang
ausgeübt, durch Änderung von Druck, Temperatur oder Konzentration, so
verschiebt sich das Gleichgewicht in dem Sinne, dass es dem äußeren Zwang
ausweicht.
- bei Druckerhöhung zur Seite der geringeren Volumen;
- bei Temperaturerhöhung wird diejenige begünstigt, welche endotherm
abläuft;
- bei Konzentrationsänderungen erfolgt eine kurzzeitige Störung des
Gleichgewichtes mit nachfolgender Neueinstellung auf erhöhtem oder
erniedrigtem Niveau..
1.4. Ausbeute:
- Störung des Gleichgewichtes durch Entnahme der Produkte
Entzug durch:
- Filtration des Feststoffes
- Auflösung in einem Lebensmittel
- Kondensation des Produktes
2
b)
Aufgabe:
J.N. Brönstedt schlug im Jahre 1923 eine allgemeine und umfassende Definition
für Säure- und Basenverhältnisse vor. Er erkannte, dass sowohl Säuren als auch
Basen an der Wanderung der Protonen beteiligt waren.
Danach werden alle Stoffe als
Säuren
bezeichnet, die in der Lage sind, Protonen
an eine andere chemische Verbindung abzugeben (Protonendonator). Diese
jeweilige Verbindung muss jedoch in der Lage sein, dieses Proton aufzunehmen.
Derartige Protonenempfänger bezeichnet man als
Basen
(Protonenakzeptator).
Wissenswert ist jedoch auch, dass die Säure- oder Baseneigenschaft nicht immer
auf einen Stoff zutreffend sein muss. Manche Stoffe können sowohl Protonen
aufnehmen als auch abgeben. Solche Stoffe bezeichnet man als
Ampholyte
.
c)
Aufgabe:
a) Der chemische Puffer ist mit dem pH-Wert engverbunden. Ein Puffer hält den
pH-Wert , bei Zugabe von starken Säuren (H3O+) bzw. starken Basen (OH-)
weitgehend konstand, indem er über protolytische Reaktionen die pH-Wert
ändernden Teilchen (H3O+/ OH-) abfängt.
Ein Puffer besteht aus einer schwachen Säure und der jeweiligen konjugierten
Base.
b)
H
-
2CO3/ HCO3 + H3O+ +
H2CO3/ H2CO3 + H2O
H
-
-
-
2CO3/ HCO3 + OH- +
HCO3 / HCO3 + H2O
d)
Aufgabe:
Na3PO4 Lackmus blau (mit Wasser) OH-
NH4CL Lackmus rot (mit Wasser) H3O+
Na3 PO4
3Na+
PO 3-
4
PO 3-
2-
4 + H2O
HPO4 + OH-
st.S. st.B.
3
NH4 CL
NH +
4
CL-
NH +
4 +H2O
NH3 + H3O+
st.B. st.S.
Erklärung:
Das Lackmuspapier färbt sich mit Wasser rot oder blau, da bei den
verschiedenen chemischen Reaktionen starke Säure bzw. starke Basen
entstehen (siehe Reaktionsgleichungen).
Das Gleichgewicht liegt bei beiden Reaktionsgleichungen zugunsten der
Produkte, da die Edukte wesentlich stärkere Säuren als auch Basen aufweisen.
4
Aminosäuren, Peptide und Proteine
1. Aufgabe:
a) Ampholyte sind Aminosäuren in der Zwitterionenform. Hier sind sie extrem
Wasserunlöslich, da sie sowohl polar als auch unpolar ausgerichtet sind.
Sie bilden eine einheitliche Hydrathülle um die Aminosäure.
b) (siehe Zettel)
c) Mit Base: Hier kommen 2 Gruppen in Frage, die Carboxyl- und die
Amioniumgruppe. Die Carboxylgruppe reagiert jedoch als 1., da sie eine
wesentlich stärkere Säure ist. Außerdem ist die Polarisierung der
Carboxylgruppe um einiges stärker. Als Carboxylat-Ion erreicht sie einen
mesomeriestabieleren Zustand.
c) Die Wasserlöslichkeit hängt stark von ihrem polaren Charakter ab, der
wiederum durch die Art und Anzahl der Ladungen bestimmt wird.
Grundsätzlich weisen alle Aminosäuren einen Iseoelktrischen Punkt die
geringste Wasserlöslichkeit auf, da hier die Ausbildung einer einheitlichen
Hydrathülle erschwert wird. Bei den anionischen und kationischen
Strukturen ist dies mehr der Fall, so dass in Abhängigkeit von der
Ladungsstärke die Wasserlöslichkeit zunimmt.
2. Aufgabe:
(siehe Zettel)
3. Aufgabe:
Dies geschieht durch einen chemischen Prozess, welchen man als
Denaturierung
bezeichnet. Die
Denaturierung
ist eine meist irreversible
Zerstörung der
Sekundär- und Tertiärstruktur
. Dabei verliert sie die
biologische Funktion, wird also zerstört.
Die
Sekundärstruktur
eines Proteins ist folgender Maßen aufgebaut: sie ist die
räumliche Anordnung der Primärstruktur (fadenförmiges Makromolekül). Die
Sekundärstruktur ist in sich mit Intramolekularen Wasserstoffbrücken
verbunden (z.B. Wolle).
Einsträngig
Die
Tertiärstruktur
ist wiederum die räumliche Anordnung der Sekundärstruktur.
Hier entstehen Wechselwirkungen zwischen den nachaußenstehenden
AS-Resten.
· Van-der-Waals-Kräfte
· H-Brücken
· Ionische-Kräfte
5
· Disulfidbrücken
Bedingungen sind:
· Hitze
· Starke Säuren und Laugen
· Metallionen (Schwermetallionen)
· Einige organische Verbindungen (z.B. Harnstoff)
Das Schema:
Denaturierung
Sekundärstruktur
Kongulation
Renaturierung
(unter schonen Bedingungen)
Molekülaggregat
· willkürlich
· ungeordneter Zustand
· keine Renaturierung
möglich
6
Seifen und Tenside
1. Aufgabe:
a)
Hexadecan
+ Säure
C15H31COOH
CnH2n+1+COOH
C15H31COOH + Na+ + OH-
C15H31COO- + Na+ + H2O
Erklärung:
Es entsteht Wasser, da die Polarisierung am Kohlenstoffatom zum
Wasserstoffatom bei der Carboxylgruppe bricht. Das Proton wird freigesetzt
und lagert sich am
Hydroxid-Ion
an. Es entsteht Wasser und eine
Carboxylatgruppe
.
b) Seifen sind Alkalisalze der höheren
Carbonsäuren
(Fettsäuren) und sie
treten bei Kohlenstoffzahlen (C10-C20) auf.
c)
Skizze:
Seifen weisen stets eine unpolare Alkylkette und einen polaren Carboxylatkopf
auf. Aufgrund dieser Eigenschaften richten sich Seifen an allen Grenzflächen
gerichtet aus. (Siehe Skizze)
7
2. Aufgabe:
Für die Waschwirkung der Seifen sind die Fettsäure-Ionen verantwortlich.
In ihnen hängt die negativ geladene Carboxylatgruppe an einer langen
Kohlenstoffkette. Die geladene Gruppe ist hydrophil: sie wird im Wasser
hydratisiert. Die lange Kohlenstoffkette, an die lediglich Wasserstoffatome
gebunden sind, ist unpolar und hydrophop, sie kann keine zwischenmolekularen
Bindungen zu den Wassermolekülen ausbilden. Die Fettsäure-Ionen sammeln
sich an der Wasseroberfläche an. Dabei bilden die hydrophoben Alkylreste die
Oberfläche der Lösung.
Die Wassermoleküle werden durch H-Brücken zusammengehalten; Wasser hat
daher eine verhältnismäßig hohe Siedetemperatur. An der Wasseroberfläche
werden die Moleküle einseitig von innen her angezogen. Die Folge ist eine
Oberflächenspannung des Wassers, die bewirkt, dass Wasser nach Möglichkeit
die Kugelform anstrebt. Durch das Dazwischentreten von Fettsäure-Ionen
werden die Anziehungskräfte zwischen den Wassermolekülen vermindert. Seife
setzt daher die Oberflächenspannung des Wassers stark herab. Seifenlösung
dringt deshalb besser als reines Wasser in Poren und Zwischenräume ein.
Darüber hinaus benetzt die Seifenlösung auch lipophile Schmutzteilchen, die
reines Wasser abstoßen, wie insbesondere Fette. An den Grenzen von Wasser
und lipophilen Stoffen sammeln sich die Fettsäure-Ionen so an, dass ihre
lipophile Kette zum Fett, die hypophile Carboxylatgruppe dagegen zum Wasser
ausgerichtet ist. Die Fettsäure-Ionen bilden so gewissermaßen ein Bindeglied
zwischen Fett und Wasser. In dieser Weise benetzte Fettpartikel werden in
Seifenlösung emulgiert und durch die anhängenden Fettsäure-Ionen gleichzeitig
elektrisch negativ aufgeladen. Die emulgierenden Tröpfchen stoßen sich daher
gegenseitig ab und das Schmutzfett wird einigermaßen haltbare Emulsion
ausgewaschen.
Dispergierende Wirkung ist gleichzustellen mit der Öl in- Wasser-Emulsion. Die
dispergierende Wirkung setzt meist bei Ruß, oder anderen festern Schmutzpartikeln
ein. (siehe Zeichnung)
8
3. Aufgabe:
a) 1. Nachteil:
C17H35COO- + H2O
C17H35-COOH + OH-
· Seife als
Fettsäure
Konjugierte Base
· Starke Base zur
schwächeren Base
Es gibt
alkalische Reaktionen
der Seifenlösungen. Sie ist auf basische
Wirkung der Fettsäure-Ionen zurück zu führen und hat insbesondere auf
Wolle und Seide (empfindliche Gewebe) negative Auswirkungen. Sie können
denaturiert
werden, Zerstörung der Eiweiße. Außerdem
zersetzen sich
die
Fettsäuren
nicht
, sie sinken herab und hinterlassen einen unangenehmen
Fettfilm
zurück.
Durch die starke Lauge (OH-) können
Schleimhautirritationen
hervorgerufen werden und die
Zerstörung des Säureschutzmantels
wird
begünstigt. Dies liegt daran, da der pH-Wert bei der Seife um ca. 8 liegt und
der Säureschutzmantel bei einem pH-Wert von ca. 5.
2. Nachteil:
Die Bildung von Kalkseife:
2C17H35COO- + Ca2+
(C17H35COO-)2Ca2+
Fettsäure-Ionen bilden mit Calzium-Ionen (Ca2+)
schwerlösliche Salze
. In
hartem wasser, das relativ viele Calzium-Ionen enthält, fallen die Fettsäure-
Ionen daher in Form von Calziumsalzen aus. Beim Waschen mit hartem
Wasser wird dadurch diese Reaktion,
viel Seife
nutzlos verbraucht.
Weitere Nachteile:
·
Ablagerung im Gewebe
·
Schädigung der Maschine
·
Waschwirkung geht verloren
Auch bei saurem Wasser sind Seifen nicht zu gebrauchen, da hier die
Fettsäure-Ionen in Fettsäuremolekülen übergehen. Aus der Seife werden
unlösliche Fettsäuren, die ausfallen.
b)
CH
-
3(CH2)12OSO3
unpolarer Teil polar
Hier wird keine Kalkseife gebildet. Außerdem besitzt diese chemische
Verbindung keine Nachteile wie bei einer starken konjugierten Base.
9
Die Base (SO -
3 ) ist eine schwache konjugierte Base, da als Ausgangssäure
H2SO4 verwendet wurde. Dies ist gut, da hier keine Protolyse mit Wasser
möglich ist.
10
Farbstoffchemie
· Eins der wohl wichtigsten Gesetze, ist das
Lambert-Beersche-Gesetz
. Es
bestimmt die Extinktion (Absorptionsfähigkeit).
· Es beschreibt den Sachverhalt, dass die Absorption einer Farbstofflösung von
der Konzentration des gelösten Stoffes, der Schichtdicke der Küvette und
einer speziellen Konstanten, dem sogenannten Extintionskoeffizienten,
abhängig ist.
E = ? * d * c
?
h * c
h * c
c
e
=
?
=
?
=
f
=
=
h * f
c * d
?
h
8
1
-
34
-
mol
=
J
d
=
1cm
c
=
3 * 10 m * s
h
=
6,626 * 10 Js
=
nm
c
=
L
Das mesomere System
(konjugierte Doppelbindg.)
· Energetisch günstig
· Freie Bewegung im System
· Molekül Orbital
-
Freie Bewegung
-
delokalisiert
· Weitere Entfernung; keine Abstoßung möglich
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