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Untertitel: Verfahren, Ergebnisse und ökonomische Konsequenzen
Autor: Thorsten Wilke
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre
Details
Institution/Hochschule: Christian-Albrechts-Universität Kiel (Institut für Volkswirtschaftslehre - Lehrstuhl für Mikroökonomie)
Tags: Migrationspotential, Zuge, EU-Osterweiterung, Seminar, International, Trade, Factor, Mobility
Jahr: 2002
Seiten: 24
Note: 1,0 (sehr gut)
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 306 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-16812-0
ISBN (Buch): 978-3-638-64143-2
Zusammenfassung / Abstract
Das folgende Papier beschäftigt sich mit Schätzungen des Migrationspotentials im Zuge der EU-Osterweiterung. Dabei wird zunächst kurz der Stand der Beitrittsverhandlungen, sowie die wichtigsten Migrationstheorien dargestellt. Des Weiteren wird ein Überblick über verschiedene Schätzverfahren gegeben und die Probleme bei deren Anwendung dargestellt. Am Beispiel von zwei ausgewählten Schätzungen wird das mögliche Potential, einmal für die EU und einmal für Deutschland, abgeschätzt und darauf aufbauend werden die positiven wie negativen ökonomischen Auswirkungen der Migration aufgezeigt. Die Ausführungen kommen zu dem Schluss, dass es möglich ist, Migrationspotentiale zu schätzen, obgleich die Schätzungen mit Problemen behaftet sind. Außerdem ist der Großteil der geschätzten Potentiale deutlich geringer, als dies in öffentlichen Diskussionen oftmals angeführt wird und die Auswirkungen der Migration sind bei Weitem nicht nur negativer Natur.
Textauszug (computergeneriert)
Das Migrationspotential im Zuge der EU-Osterweiterung
Verfahren, Ergebnisse und ökonomische Konsequenzen
von Thorsten Wilke
06.12.2002
Eingereicht im Seminar: International Trade and Factor Mobility
Das folgende Papier beschäftigt sich mit Schätzungen des Migrationspotentials im Zuge der EU-Osterweiterung.
Dabei wird zunächst kurz der Stand der Beitrittsverhandlungen, sowie die wichtigsten Migrationstheorien dargestellt. Des Weiteren wird ein Überblick über verschiedene Schätzverfahren gegeben und die Probleme bei deren Anwendung dargestellt. Am Beispiel von zwei ausgewählten Schätzungen wird das mögliche Potential, einmal für die EU und einmal für Deutschland, abgeschätzt und darauf aufbauend werden die positiven wie negativen ökonomischen Auswirkungen der Migration aufgezeigt.
Die Ausführungen kommen zu dem Schluss, dass es möglich ist, Migrationspotentiale zu schätzen, obgleich die Schätzungen mit Problemen behaftet sind. Außerdem ist der Großteil der geschätzten Potentiale deutlich geringer, als dies in öffentlichen Diskussionen oftmals angeführt wird und die Auswirkungen der Migration sind bei Weitem nicht nur negativer Natur.
Keywords: EU-Osterweiterung, Migrationspotential, Migrationstheorien, Schätzverfahren
1. Einleitung 0
2. Der Stand der Beitrittsverhandlungen 1
3. Theoretische Ansätze zur Erklärung von Migration 2
4. Ein Überblick über verschiedene Schätzverfahren 4
5. Schätzung des Migrationspotentials 6
5.1 Schätzung nach HWWA 8
5.2 Schätzung nach IfO 11
5.3 Kritische Beurteilung der Schätzverfahren 13
6. Mögliche ökonomische Auswirkungen der Freizügigkeit 14
7. Fazit 16
Anhang: 18
Literaturverzeichnis: 20
"Sie werden auf allen Wegen, mit allen Mitteln,
unter allen Gefahren in endlosen Massen herandrängen -
überallhin, wo es nur um ein geringeres besser zu sein scheint,
als in ihrer Heimat."
Martin Neuffer (1982), S. 61
1. Einleitung
Die Erweiterung der Europäischen Union (EU) um die Transformationsländer in Mittel- und Osteuropa (MOEL) bietet für alle Beteiligten große Chancen, wirft aber auch zahlreiche Fragen und Probleme auf. Mit der Vollmitgliedschaft erhalten die Beitrittskandidaten uneingeschränkt die vier Grundfreiheiten des gemeinsamen Marktes: freier Verkehr von Waren, Kapital, Dienstleistungen und Personen. Der freie Personenverkehr wird im Osten und Westen Europas als besonders wichtiger Verhandlungsgegenstand gesehen. In den bisherigen EU-Ländern herrscht z.T. Angst darüber, dass ein Wegfall rechtlicher Migrationsschranken die Lage auf den westeuropäischen Arbeitsmärkten weiter verschärft und die mögliche Magnetwirkung des umfangreichen Angebots an staatlich bereitgestellten Gütern und Sozialleistungen der Marktwirtschaften der EU zu einer Massenwanderung von Ost- nach Westeuropa führe. Besonders relevant für die zukünftige Europa-Politik ist daher die Frage, wie viele Menschen nach der Öffnung der Grenzen in die alten EU-Länder migrieren werden. Mit Layard, Blanchard, Dornbusch und Krugman (LAYARD ET AL. (1992)) oder BALDWIN (1994) haben sich Ökonomen früh mit der Ost-West-Migration auseinandergesetzt und extrem hohe Potentiale von bis zu 10% der MOEL-Bevölkerung ausgemacht.
Im Rahmen meiner Arbeit werde ich zunächst den Stand der Beitrittsverhandlungen darstellen (Kapitel 2). Anschließend präsentiere ich die wichtigsten Migrationstheorien (Kapitel 3) und verschiedene mögliche Schätzverfahren, sowie deren Probleme (Kapitel 4).
Darauf aufbauend stelle ich in Kapitel 5 mit Hilfe von zwei Studien das Migrationspotential für verschiedene Szenarien dar und weise auf wichtige Kritikpunkte der Potentialschätzungen hin.
Abschließend gehe ich im 6. Kapitel auf die möglichen positiven und negativen ökonomischen Auswirkungen der Freizügigkeit der Arbeitskräfte ein und fasse die Ergebnisse in einem Fazit zusammen (Kapitel 7).
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