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Aspekte einer veränderten Kindheit - Veränderte Grundschule - zu den anthropologisch-psychologischen und sozio-kulturellen Voraussetzungen des Grundschulunterrichts

Scholary Paper (Seminar), 2002, 24 Pages
Author: Silke Mühl
Subject: Pedagogy: Common Didactics, Educational Objectives

Details

Event: Pro-Seminar: Einführung: Grundschulpädagogik und allgemeine Grundschuldidaktik – Eine Einführung in die Grundschulpädagogik als Berufswissenschaft der Grundschullehrerin und des Grundschullehrers
Institution/College: University of Frankfurt (Main) (Institut für Erziehungswissenschaften)
Tags: Aspekte, Kindheit, Veränderte, Grundschule, Voraussetzungen, Grundschulunterrichts, Pro-Seminar, Einführung, Grundschulpädagogik, Grundschuldidaktik, Eine, Einführung, Grundschulpädagogik, Berufswissenschaft, Grundschullehrerin, Grundschullehrers
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 24
Grade: gut
Language: German
Archive No.: V10396
ISBN (E-book): 978-3-638-16832-8

File size: 100 KB


Excerpt (computer-generated)

Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main
 - Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe
Pro-Seminar: Einführung: Grundschulpädagogik und allgemeine Grundschuldidaktik
- Eine Einführung in die Grundschulpädagogik als Berufswissenschaft
 der Grundschullehrerin  und des Grundschullehrers

Aspekte einer veränderten Kindheit - Veränderte Grundschule -
 zu den anthropologisch-psychologischen und sozio-kulturellen
 Voraussetzungen des Grundschulunterrichts

SS 2002
Silke Mühl

 

1. EINLEITUNG ..3

2. ASPEKTE VERÄNDERTER KINDHEIT ..5
2.1. KINDER UND MEDIEN ..5
2.2. KINDER UND KONSUM ..8
2.3. SPIEL- UND FREIZEITVERHALTEN ..10
2.4. FAMILIENSTRUKTUR/FAMILIENBEGRIFF ..12
2.5. MULTIKULTURELLE GESELLSCHAFT ..14
2.6. ERZIEHUNGSNORMEN UND SOZIALES VERHALTEN ..16
2.7. LERN- UND ARBEITSVERHALTEN ..19
2.8. BEDROHTE KINDHEIT – KINDER ALS HOFFNUNGSTRÄGER ..21

3. FAZIT ..23

4. LITERATURVERZEICHNIS ..24

 

1. Einleitung

„Früher war alles besser!“
Wie oft haben wir diesen Satz schon gehört? Völlig gleichgültig wie alt der Absender dieses Satzes ist, er scheint immer zu stimmen. Ursprünglich verbinden wir mit solchen Aussagen evtl. unsere Großeltern, die, ob ihrer Lebenserfahrung ganze Gesellschaftssysteme miteinander vergleichen können. Doch ertappen wir uns nicht selbst auch dabei? Hat nicht jüngst sogar meine 5jährige Tochter gesagt: „Als es noch die Mark gab, war alles besser.... jetzt ist das Eis so teuer!“

Und nun im Besonderen auf das Thema Grundschule und Kindheit heute fokussiert: „Früher hat es das alles nicht gegeben!“ –Nie gab es so viele hyperaktive Kinder, von Kindern mit ADS hatte man sowieso nicht gehört. Aggression und Gewalt in der Schule? Unkonzentriertheit? Aber auch Kindesmisshandlung, - missbrauch..... gab es nicht! Die Eltern versagen, die Institution Schule versagt, die Gesellschaft versagt......??? In dieser Hausarbeit möchte ich die jeweiligen Aspekte einer veränderten Kindheit im Jahr 2002 :


o Kinder und Medien
o Kinder und Konsum
o Spiel- und Freizeitverhalten
o Familienstruktur/Familienbegriff
o Multikulturelle Gesellschaft
o Erziehungsnormen und soziales Verhalten
o Lern- und Arbeitsverhalten
o Bedrohte Kindheit/Kinder als Hoffnungsträger

näher durchleuchten. Die einzelnen Aspekte werde ich bezüglich meiner eigenen Wahrnehmung,, der Wissenschaft und dessen was uns der Rahmenplan Grundschule dazu sagt, bearbeiten.

Besonders auffällig ist, dass die Wissenschaft sich häufig an negativen Veränderungen von Kindern orientiert, und sowohl die Stärken der Kinder als auch die Vorteile der veränderten Gesellschaft und der heutigen Einflüsse ins Abseits rückt. Zudem scheint es problematisch Kindheit verallgemeinern zu wollen, da jedes Kind individuell verschieden und einzigartig ist.

In der Reflexion, bzgl. dessen was die Grundschule tun kann, werde ich versuchen Möglichkeiten und Ideen aufzuzeigen, wie man mit den verschiedenen Aspekten von veränderter Kindheit und deren Auswirkungen umgehen kann. Da diese Möglichkeiten sehr weitreichend sind, stelle ich nur einige Grundgedanken und –ideen zusammen. Zudem wird noch kurz auf die recht provokante Eingangsthese eingegangen werden.

2. Aspekte veränderter Kindheit

2.1. Kinder und Medien

Kinder in der heutigen Zeit verbringen einen großen Anteil ihrer Zeit/Freizeit mit der Nutzung von Medien. „Medien wie Fernseher, Computer, Printmedien, Walkman, Kassettenrecorder, Internet, Telefon etc. sind im Leben von Kindern ein wichtiger Faktor geworden“1

Einerseits scheint dieses Medium, und da ist man sich landläufig einig, unbedingt notwendig, um einmal einen guten Beruf zu erlernen, um Karriere zu machen, um weiterzukommen. Von daher ist der Umgang zur wissenschaftlichen Nutzung mit dem Computer gewünscht. Die Kinder sollen darauf eingestimmt werden, sollen den Umgang mit Lernsoftware etc. lernen. Andererseits nutzen die Kinder den Computer selbstverständlich auch zu ihrer Freizeitgestaltung, Computerspiele etc. sind sehr beliebt und viele Kinder verbringen einen Großteil ihres Tages vor der Mattscheibe. Die These der sozialen Verarmung, weil man keine Kontakte mehr mit „wirklichen“ Kindern habe drängt sich auf.

„Oft ist die Freizeit von Kindern durch die Nutzung von Medien bestimmt Sie helfen bei Langeweile und Isolation, sorgen für Unterhaltung und sind fast immer verfügbar“.2 „Durch diese Verfügbarkeit sind Kinder weniger auf andere Kinder als Spielpartner bzw. auf eine eigene Spielinitiative angewiesen“.3
„Medien bieten Kindern den Zugang zu Informationen, die früher den Erwachsenen vorbehalten waren und die auch häufig nicht für Kinder bestimmt sind. Dadurch nehmen Kinder verstärkt am Leben der Erwachsenen teil und werden so auch mit deren Sorgen und Problemen konfrontiert“.4

Medien machen Kinder auch zur Zielgruppe für Modetrends und führen zur Konfrontation mit Konsumgütern. Ein Hauptmedium, mit dem Kinder umgehen, ist das Fernsehen. Maria Fölling-Albers zeigt auf, dass TV-Konsum schichtabhängig ist. „Vielseher“, d.h. mehr als 4 Stunden Fernsehkonsum täglich , kommen vorwiegend aus unteren sozialen Schichten.

 

[....]


1  vgl.Baake,1998,S.98
2  vgl. Kieper/ Paul,1999,S.44
3  vgl.Fölling-Albers,1999, S.39
4  vgl. Kieper/ Paul 1999,S.47


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