Autor: Anika Schmidt
Fach: Psychologie - Beratung, Therapie
Details
Institution/Hochschule: Universität Dortmund (Fachbereich 14)
Tags: Essstörungen, Arbeit, Kinder-, Jugendpsychiatrie
Jahr: 2002
Seiten: 15
Note: 1.0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 72 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-16833-5
Überblick über die beiden Essstörungen Anorexia nervosa und Bulimia nervosa, den Ursachen und möglichen Präventionsansätzen besonders im Hinblick auf schulische Möglichkeiten.
Textauszug (computergeneriert)
Essstörungen
Anika Schmidt
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 2
1. Diagnostik und Klassifikation 3
1.1 Diagnostische Kriterien der Anorexie nervosa 3
1.2 Diagnostische Merkmale der Bulimia nervosa 4
1.3 Körperliche und medizinische Folgeerscheinungen der Anorexia nervosa und Bulimia nervosa 5
2. Ursachen für die Entsehung einer Anorexia nervosa und Bulimia nervosa 6
2.1 Gesellschaftliche Komponente 6
2.2 Familiäre Komponente 8
2.2.1 Die Bedeutung der Familie für die Entstehung einer Anorexia nervosa 8
2.2.2 Die Bedeutung der Familie für die Entstehung einer Bulimia nervosa 9
2.3 Körperwahrnehmung und –identität der Betroffenen 9
2.4 Zusammenfassung 11
3. Präventive Maßnahmen 12
4. Abschließende Stellungnahme 13
Literaturangaben 15
Einleitung
Ausgangspunkt dieser Arbeit ist das Seminar „Arbeiten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie“, unter der Leitung von Frau Dr. phil. Helga Buchholz, in dem verschiedene Krankheitsbilder der Kinder- und Jugendpsychiatrie thematisiert werden, unter anderem auch die der Essstörungen. Aufgrund der vermehrten Diagnostizierung einer Essstörung gerade bei jungen Mädchen in den letzten beiden Jahrzehnten und der gegenwärtig öffentlich besonders durch die Medien in den Vordergrund gerückten Diskussion um deren mögliche Ursache, war es für mich interessant mich näher mit diesem Thema zu befassen.
Neben einer Diagnostizierung und Klassifikation der Essstörungen Anorexia nervosa und Bulimia nervosa in Anlehnung an das Diagnostische und Statistische Manual psychischer Störungen (kurz: DSM IV) und der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (kurz: ICD 10) im ersten Teil meiner Arbeit, möchte ich besonders auf die Körperwahrnehmung und -identität der Betroffenen eingehen im Hinblick auf mögliche Ursachen für eine Entwicklung einer Essstörung in Abgrenzung zu kontrollierendem Essverhalten im Rahmen einer Diät sowie in dieser Hinsicht auf die familiäre Situation der Betroffenen und auf die Rolle der heutigen Gesellschaft auf unser Essverhalten.
Dabei fällt die in den Medien und besonders der Werbung geführte Vermittlung eines schlanken, jungen Schönheitsideals auf der einen Seite auf, im Gegensatz zur in diesem Zusammenhang paradoxen Propagierung hochkalorischer Nahrungsmittel und Nahrungsüberangebot auf der anderen Seite. Dies begünstigt einen hohen Anstieg der Diäthäufigkeit bei gerade sehr jungen Mädchen und Jungen. Diäten als permanentes Kontrollieren der Nahrung kann aber wiederum zu problematischen Ernährungsformen führen. Unter diesem Gesichtspunkt möchte ich im dritten Teil dieser Seminararbeit in Anlehnung an eine Ausgabe der Landesstelle Jugendschutz Niedersachen die Möglichkeit zur Prävention von Essstörungen Themen für die vorbereitende Arbeit im schulischen und auch außerschulischen Bereich der Kinder- und Jugendarbeit diskutieren. Diesen Punkt sehe ich besonders im Rahmen meiner zukünftigen Tätigkeit im Bereich der Rehabilitation und Pädagogik bei Körperbehinderung (erste Fachrichtung) und Sprach-, Kommunikations- und Hörstörungen (zweite Fachrichtung) als besonders wichtig und interessant an.
1. Diagnostik und Klassifikation
Essstörungen lassen sich allgemein zu den psychosomatischen Störungen zuordnen. Neben Störungen des Appetits und der Bereitschaft Nahrung aufzunehmen, die bereits im Kleinkindalter auftreten wie die Fütterstörung im Kleinkind- und Kindesalter, Ruminationsstörungen und Pica, zählen zu den Essstörungen, die Anorexia nervosa, besser bekannt als Magersucht, die Bulimia nervosa, Bulimie, und die Adipositas, sogenannte Fettsucht (vgl. Nissen, Trott, 1995, 175 ff.). Dabei ist die Adipositas im DSM – IV nicht erfasst aufgrund des bisher nicht nachgewiesenen Zusammenhangs mit einer psychologischen Ursache der Fettsucht, durchaus aber im ICD 10 „als medizinischer Krankheitsfaktor aufgeführt“ (DSM – IV, 1994, 613).
Daher wende ich mich in meiner weiteren Arbeit ausschließlich der Anorexia nervosa und Bulimia nervosa zu, eine Auseinandersetzung mit der Adipositas unter psychologischen Gesichtspunkten würde hier meiner Einschätzung nach zu weit führen.
1.1 Diagnostische Kriterien der Anorexia nervosa
Entsprechend den ICD 10 und DSM – IV - Kriterien liegen die „Hauptmerkmale der Anorexia nervosa (in der) Weigerung, ein Minimum des normalen Körpergewichts zu halten“ (DSM – IV, 1994, 613). Das Körpergewicht der Betroffenen liegt bei weniger als 85 % des Normalgewichts unter Berücksichtigung des Alters und der Größe dieser Personen bzw. bei einem Body – Maß – Index von gleich oder unter 17,5 kg/m2.
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