Burkart: Kommunikationswissenschaft - Rezension / Zusammenfassung close

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Details

Kategorie: Skript
Jahr: 2001
Seiten: 31
Note: keine
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 132 KB
Archivnummer: V1040
ISBN (E-Book): 978-3-638-10640-5

Textauszug (computergeneriert)


Burkart: Kommunikationswissenschaft

Relevanz: Als Überblick über die wichtigsten Forschungsfelder sehr brauchbar.
Kürze und Würze 217 Seiten
Zusammengefasst von : Sonja

Das Skript ist Teil eines umfangreichen Gesamtskripts, deshalb beginnt die Nummerierung mit "5".

Der Kern:.......

Burkart gibt einen Überblick über die folgenden Forschungsgebiete:

1) Wirkungen der Massenmedien: Auf relativ knappem Raum sind hier die wichtigsten Ansätze und vor allem ihre Entwicklung detailreich und kritisch dargestellt, verschiedene Untersuchungen zusammengefasst. Brauchbar.

2) Strukturen der Kommunikationsgesellschaft: Um die konstruktivistischen Aufsätze von Schmidt, Luhmann & Co einzuordnen, empfiehlt sich dieses Kapitel, zumal es auch einen guten Überblick über die Kommunikatorforschung gibt, und die Nachrichtenwerttheorie in den konstruktivistischen Kontext einordnet. Ist auch wieder kritisch.

3) Fernsehen: Guter Überblick über Kultivierungsthese und Gerbner-Gewalthypothesen. Der Rest - McLuhan, Postman etc. ist als Hintergrundwissen bestimmt gut, kann mir aber nicht vorstellen, dass das detailliert abgefragt wird. Ebenso wenig die Rubriken: Fernsehen und Bildung, Lesen etc. oder der Unterschied zwischen Zapping und Flipping.

4) Funktionen der Massenmedien: Wieder eine gute Basis für Systemtheorie und Konstruktivismus. Als Hintergrundwissen sehr aufschlussreich, auch im Hinblick auf -> Kommunikationspolitik: ,,Medien als vierte Gewalt".

5.3 Wirkungen der Massenmedien

Die Wirkungsforschung ist ein Fass ohne Boden, es gibt eine Vielzahl an Befunden und keine eindeutige Antwort. Denn die Bedingungen Voraussetzungen (journalistische Arbeitsmethoden / Infrakstruktur), unter denen Medien wirksam werden, wandeln sich ständig und mit ihnen auch die Perspektiven und das jeweilige Erkenntnisinteresse, unter denen die Wirkungsfrage gestellt wird.
In der chronologischen Abfolge der Theorien spiegelt sich deshalb auch der Wandel der Wirkungsbedingungen von Massenmedien wieder.
Die verschiedenen Theorien sind deshalb nicht unbedingt ,,veraltet", sondern es müssen bei der Interpretation dieser Ansätze immer auch die Situation und Perspektive ihrer Entstehung berücksichtigt werden.

185: Definition "Wirkungen" (nach Maletzke, 1963) im weitesten Sinne:

Wirkungen = ,,Sämtliche beim Menschen zu beobachtenden Verhaltens- und Erlebnisprozesse, die darauf zurückzuführen sind, dass der Mensch Rezipient im Felde der Massenkommunikation (MK) ist".

Im engeren Sinn (Maletzke, 1963):

186 ,,All jene Prozesse, die als Resultate der Massenkommunikation ablaufen, sowie während der Kommunikation jene Verhaltensweisen, die aus der Zuwendung des Menschen zu massenmedial vermittelten Inhalten resultieren".

Die Resultate von Massenkommunikation werden am häufigsten untersucht.
Im Mittelpunkt steht jeder Wechsel im Verhalten eines Rezipienten als Folge des Umstandes, dass dieser den Botschaften der MK ausgesetzt war.

Untersucht werden:
  • Manifeste Verhaltenweisen (z.B. Änderung im Kaufverhalten)
  • Latente Verhaltenweisen (Wissenszuwachs, Meinungsäußerungen).

Auswirkungen der MK gibt es im Verhalten, Wissen, im psychologischen und physischen Bereich, wobei allerdings die unterschiedlichen Veränderungen eines Bereiches auch auf den anderen ausstrahlt (Der physische Effekt Schlafstörungen hat auch Auswirkungen auf die Psyche, vermehrtes Wissen hat Auswirkungen aufs Verhalten etc.).

Diese funktionale Verbundenheit der unterschiedlichen Wirkungsbereiche wird bei der Forschung vorausgesetzt und beeinflusst das Vorgehen in der empirischen Wirkungsforschung, die sich nach der Wirkungsart des sog. ,,Einstellungskonzepts" beschäftigt.

Definition Einstellung:

Einstellung = ,,Tendenz, auf ein Objekt (Person, Idee etc,) mit bestimmten Gefühlen,
Wahrnehmungen, Vorstellungen und Verhaltensweisen zu reagieren".

188: jede Einstellung ist in drei zentrale Bestandteile (Komponenten) zerleg- und erfassbar:

1. kognitive oder Wissenskomponente: das Vorhandensein von Wahrnehmungen überhaupt
2. affektive oder Gefühlskomponente: Emotionen, die von denen die betreffende Vorstellung oder Wahrnehmung begleitet wird;
3. konative oder Handlungskomponente: Verhaltensweisen, die durch Vorstellung/Wahrnehmung des Objektes herorgerufen werden.

[...]

Kommentare

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