Der zensierte Krieg: Krisenkommunikation und Medienberichterstattung während des 2. Golfkrieges

E-Book Cover: ()
Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.

Install Flash Player

Details

Titel: Der zensierte Krieg: Krisenkommunikation und Medienberichterstattung während des 2. Golfkrieges
Autor: Jana Böhm
Fach: Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
Veranstaltung: Seminar: Medien als Friedensstifter?
Institution/Hochschule: Universität Erfurt (Philosophische Fakultät)
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 21
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 245 KB
Archivnummer: V10578
ISBN: 978-3-638-16962-2



Textauszug

"Der zensierte Krieg" -
Krisenkommunikation und Medienberichterstattung 
während des 2. Golfkrieges

Hausarbeit für 6 Leistungspunkte
Seminar: Medien als Friedensstifter

Universität Erfurt
Philosophische Fakultät
Fach: Kommunikationswissenschaft
Sommersemester 2002

Jana Böhm

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Chronik des Golfkriegs 4

3. Krisenkommunikation und PR 5
3.1 Auslandsberichterstattung und staatliche PR 6
3.2 Informationsverweigerung und Desinformation 8
3.3 Psychologische Destabilisierung 9
3.4 Politische Euphemismen 10
3.5 Feindbilder Irak und Saddam Hussein 11
3.6 Die Brutkasten-Lüge 13

4. Medienberichterstattung in Deutschland 15
4.1 Die Haltung der Deutschen zum Golfkrieg 15
4.2 Mediengebrauch in der BRD während des Golfkriegs 15
4.3 Berichterstattung der deutschen Medien 15
4.4 Polarisierung der Bevölkerung 17

5. Eine andere Art der Berichterstattung:
Friedensjournalismus 18

6. Schlussbemerkung 19

7. Literaturverzeichnis 20

 

1. Einleitung

Am 3. März 1992 gab der US-General Norman Schwarzkopf in einer Rede in Riad offen zu, dass die Presse während der Bombardements und vor der Bodenoffensive im Golfkrieg vom Militär gezielt manipuliert wurde um den Irak zu täuschen. Er dankte den Medien, dass sie zu Beginn des Krieges die alliierte Streitmacht und ihre militärischen Erfolge so eindrucksvoll beschrieben hätten, dass der Feind von Gegenangriffen abgesehen hätte. Schwarzkopf bestätigte auch, dass die Pool-Journalisten an der Nase herumgeführt wurden. Man brachte sie immer zu den selben Frontabschnitten, die saudisch-irakische Grenze haben sie nie gesehen (LENK 1992: 36).

Mit diesen Aussagen wurde endgültig offensichtlich, dass die Medien als Waffe innerhalb der Kriegsführung eingesetzt wurden. Die Medien sind ein Mittel der politischen Meinungs- und Willensbildung und haben eine spezielle Bedeutung in Bezug auf die Herausbildung öffentlicher Meinung zu Kriegshandlungen (OLDHAVER 2000: 55). Die öffentliche Meinung ist dabei eine von den Medien hergestellte Realität, die von medienspezifischen (z.B. Stereotypen) oder medienfremden (z.B. Interessen) Einflüssen getragen wird (OLDHAVER 2000: 53).

Der große Einfluss der Medien auf Meinungen beruht auf ihrer Fähigkeit eine Vielzahl von Menschen gleichzeitig ansprechen zu können, außerdem schaffen sie die Voraussetzung für eine intensive Diskussion in einer breiten Öffentlichkeit (OLDHAVER 2000: 53). Gerade Informationen über so abstrakte und entfernte Themen wie Sicherheitspolitik und Kriege können meistens nur den Medien entnommen werden.

In dieser Hausarbeit sollen verschiedene Strategien der Krisenkommunikation und militärischen Informationssteuerung während des 2. Golfkrieges betrachtet und ein Überblick über die deutsche Medienberichterstattung gegeben werden. Abschließend möchte ich mit dem Friedensjournalismus eine Alternative zur bisherigen Konfliktsberichterstattung vorstellen.

[...]

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/10578/