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Attributionstheorien und -forschung

Scholary Paper (Seminar), 2001, 17 Pages
Authors: Katharina Niehoff, Constanze Kleinert
Subject: Psychology - Social Psychology

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 17
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V10621
ISBN (E-book): 978-3-638-16993-6

File size: 229 KB


Excerpt (computer-generated)

Attributionstheorien und -forschung

von Katharina Niehoff


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gegenstand und allgemeine
Orientierung der Theorie

3. Funktion von Attributionen

4. Theoretische Ansätze

4.1. Fritz Heider

4.2. Jones & Davis

4.3. George Kelley

5. Fehler und Verzerrungen im Attributionsprozess

5.1. Der fundamentale Attributionsfehler
5.2. Actor-Observer-Differences
5.3. self-serving-bias

6. Attributionen und Motivation

7. Attributionen und Zufriedenheit in Beziehungen

Literaturverzeichnis


 

1. Einleitung

Kein anderer theoretischer Ansatz hat in der Sozialpsychologie soviel Aufmerksamkeit gefunden, wie die Attributionstheorie. Im Zentrum der attributionstheoretischen Überlegungen steht die zentrale Frage, wie die Prozesse beschaffen sind, aufgrund derer uns die alltägliche Umgebung verstehbar, kontrollierbar und vorhersagbar erscheint. Attribution ist mit dem Begriff der Ursachenzuschreibung gleichzusetzen.
Die Verwendung attributionspsychologischer Konzepte findet in beinahe sämtlichen Problembereichen der Psychologie Platz.
Hier sollen nur einige Beispiele aufgezählt werden: Leistungsmotivation, Sport, Werbung, Arbeitslosigkeit, Partnerschaftskonflikte, Wahlverhalten, Entscheidungsverhalten, Depressionen, Drogenmißbrauch, Attraktivität, u.a.
Die Anwendung der Attributionsforschung erfolgt jedoch in diesen Bereichen und Problemstellungen nur auf jene Teilbereiche dieser Einzelthematiken, wenn die Erklärung von Handlungen oder Ereignissen aus der Perspektive der an diesen Prozessen Beteiligten untersucht werden.
Sie beschäftigt sich also nicht mit der Erklärung von Ereignissen jeder Art, sondern mit Prozessen der Ursachenzuschreibung zum eigenen Verhalten und dem Verhalten anderer Personen sowie den Ergebnissen von Verhalten. Zum Beispiel ist jeder von uns als "naiver Psychologe" anzusehen, der die Ursachenzuschreibungen im täglichen Leben vornimmt.

Satz1: Aufgrund welcher Informationen und Prozesse kommen wir zum Schluß, daß eine an uns gegangene Einladung auf Sympathie des Gastgebers und nicht nur auf bloßer Höflichkeit beruht?

Satz 2: Wie kommen wir zu dem Schluß, daß das Nicht - Verstehen eines Textes an uns und nicht am Autor liegt?

Auf derartige Fragen gibt es jedoch je nach Attributionsforscher unterschiedliche Antworten. Es handelt sich hier also um eine Vereinfachung, wenn wir von der Attributionstheorie sprechen.
Diese Vereinfachung ist aus zwei Gründen zulässig:
Die meisten einschlägigen Autoren knüpfen an den Überlegungen Fritz Heiders (1930) an und viele Autoren teilen meist gemeinsame Annahmen. Somit vereinen sich verschiedene Ansatzvarianten zu einer recht homogenen Attributionstheorie.

2. Gegenstand und allgemeine Orientierung der Theorie

Der Gegenstand der Theorie beinhaltet die Bedingungen und Prozesse, aufgrund derer wir als "naive Psychologen" Ursachenzuschreibungen (Attributionen) vornehmen. Der Betrachtungsschwerpunkt liegt darin, daß Attributionen Prozesse der Informationsaufnahme und der Informationsverarbeitung sind, die von bestimmten Variablen abhängen. Somit können Attributionen Einfluß auf Erleben und Verhalten haben.

3. Funktion von Attributionen

[...]


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