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Autor: H.-A. Theilen
Fach: Theologie - Biblische Theologie
Details
Institution/Hochschule: Universität Osnabrück (FB Theologie)
Tags: Neues Testament, Wundergeschichte, Matthäus, Glaube, Exegese, Theologie
Jahr: 2003
Seiten: 30
Note: Schein
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 270 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-17007-9
Textauszug (computergeneriert)
Die Rolle des Glaubens in den matthäischen Wundergeschichten am
Beispiel einer Exegese der Wunderheilungsgeschichte Matthäus 8, 5-13
„Der Hauptmann von Kafarnaum“
Vorgelegt von: H.-A. Theilen
Inhalt
Exposition 3
1. Der Übersetzung
des Matthäustextes 8, 5-13 4
1.1 Inhaltsangabe 5
2. Textkritik 6
2.1 Anmerkungen zum übersetzten Text 6
3. Literarkritik 11
3.1 Abgrenzung der Geschichte 11
3.2 Struktur der Geschichte 12
3.3 Synoptischer Vergleich 14
4. Formgeschichte 16
5. Tradition und Redaktion 18
6. Zusammenfassung 22
7. Der Glaube in den
matthäischen Wundergeschichten 24
7.1 Das Thema des Glaubens 24
7.2 Die Rolle des Glaubens in den mt. Wundergeschichten 25
7.3 Der Glaube als Gebetsglaube bei Matthäus 26
8. Literaturverzeichnis 28
Exposition
In dieser Seminararbeit geht es um die neutestamentliche Geschichte „Der Hauptmann von Kafarnaum", die im Matthäusevangelium 8,5-13 steht. Es werden an diesem Text die exegetischen Methoden verwendet, um einen gewissenhaften Umgang mit neutestamentlichen Texten zu pflegen und dem sachgemäßen Verstehen derselben zu dienen. Nach einer Inhaltsangabe der Geschichte folgen die Exegeseschritte sprachliche Analyse, Quellenanalyse, Gattungskritik, Traditions- und Redaktionskritik. Im Anschluss an die eigentliche Exegese folgt eine kurze Zusammenfassung, in der die wichtigsten Ergebnisse und Schlüsse wiedergegeben werden. Den letzten Teil dieser Hausarbeit bildet eine Einführung in die Rolle des Glaubens nach dem matthäischen Verständnis. Es geht darum aufzuzeigen, dass der Evangelist Matthäus auch in den Wundergeschichten immer wieder die große Bedeutung des Glaubens betont.
1. Die Übersetzung des Matthäustextes 8, 5-131
5 Als er nach Kafarnaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm und bat ihn
6 und sprach: „Herr, mein Sohn liegt gelähmt zu Hause, schrecklich gequält.“
7 Er sagt ihm: „Ich soll kommen und ihn heilen?“
8 Der Hauptmann aber antwortete und sprach: „Herr, ich bin nicht gut genug, dass du unter mein Dach kommst; nein, sag’s nur mit einem Wort, so wird mein Kind gesund werden!
9 Auch ich bin ja ein Mensch unter Befehlsgewalt und habe Soldaten unter mir. Sage ich diesem: „Geh!“, so geht er, und einem anderen: „Komm!“, so kommt er, und meinem Sklaven: „Mach das!“, so macht er es.“
10 Als aber Jesus das hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: „Amen, ich sage euch: Bei niemandem habe ich so großen Glauben in Israel gefunden. Ich sage euch aber:
11 Viele werden von Osten und Westen kommen, und mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tisch liegen im Himmelreich;
12 die Söhne des Reichs aber werden in die Finsternis draußen geworfen werden; dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.“
13 Und Jesus sagte zum Hauptmann: „Geh, es geschehe dir, wie du geglaubt hast!“ Und der Sohn wurde in jener Stunde gesund.
1.1 Inhaltsangabe
Die Geschichte ,,Der Hauptmann von Kafarnaum" handelt von der Heilung eines Sohnes bzw. Knechtes des Hauptmanns in der Stadt Kafarnaum, einem galiläischen Fischerdorf an der nordwestlichen Küste des Sees Genezareth. Hier wird Jesus von dem Hauptmann gebeten, seinen gelähmten, oder „paralysierten“, unter Qualen stehenden Jungen zu heilen. Er lenkt jedoch bei einer leicht erstaunten Nachfrage Jesu, ob dieser zu dem Leidenden kommen solle, sofort ein, da er seiner Meinung nach der Anwesenheit Jesu in seinem Hause nicht wert sei. Jesus solle stattdessen nur ein Wort sprechen, so dass der Kranke wieder gesund werde. Seine Auffassung über die Macht des Wortes Jesu begründet der Hauptmann mit einem Vergleich zwischen sich und Jesus. Der Vergleich besagt, dass sie beide Menschen seien, die einer Obrigkeit unterstehen. Somit werde ein Wort von Jesus ausreichen, um den Jungen zu heilen, genauso wie ein Wort von ihm ausreiche, um Soldaten einen Befehl zu geben, den diese sogleich zu befolgen haben. Jesus ist über diesen tiefen Glauben verwundert und nimmt ihn zum Anlass für eine kurze Rede an die Menschen, die ihm nachgefolgt sind. In seiner Rede sagt er, dass nicht (nur) die ,,Kinder Israels" in das Reich Gottes gelangen, sondern dass jeder, der gläubig ist, diesen Ort erreichen kann. Die Ungläubigen werden, selbst wenn sie Israeliten sind, in die Finsternis ausgestoßen. Abschließend sagt Jesus zum Hauptmann, dass er zurückgehen könne und jenes eintreten werde, an das er geglaubt hat. Der Junge ist umgehend geheilt.
2. Textkritik
[...]
1 Luz, Ulrich. Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament, 1. Teilband,: Das Evangelium nach Matthäus. S. 12.
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