Nichtbrotgetreidezusätze close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

Nichtbrotgetreidezusätze

Autor: Niels Holthusen
Fach: Lebensmitteltechnologie

Lesen Sie im E-Book



Details

Kategorie: Facharbeit (Schule)
Jahr: 2002
Seiten: 48
Note: 2
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 367 KB
Archivnummer: V106540
ISBN (E-Book): 978-3-640-04819-9
Anmerkungen :
Gründe, warum Brote mit Kürbis, Amaranth, Hafer, Reis, Gerste, Kartoffeln gebacken wird. Als einfache Übersicht.

Volltext (computergeneriert)

 

Nichtbrotgetreidezusätze

Backbericht über das Zusetzen von 
Amaranth, Buchweizen, Mais,
Reis, Gerste, Hafer, Kürbis, Kartoffeln

eine Ausarbeitung von Niels Holthusen

 

 

1. Inhaltsverzeichnis 

2. Einleitung 3

3. Theoretische Grundlagen  / Rohstoffe

3.1. Amaranth 

3.2. Buchweizen 

3.3. Mais 

3.4. Reis 

3.5. Kartoffeln

3.6. Gerste 

3.7. Kürbis 

3.8. Hafer 

4.Hypothesen 

5. Protokolle 

5.1.1. Aufgabenstellung: 

5.1.2. Rezepturen: 

5.1.3. Rohstoffe:

5.1.4 Maschinen und Geräte

5.1.5. Durchführung 

5.1.6. Ergebnisstabellen 

5.1.7.Fazit:

Penetrometer 

5.2.I. Aufgabenstellung

5.2.II. Rezeptur

5.2.III. Rohstoffe

5.2.IV. Maschinen und Geräte

5.2.V. Durchführung

5.2.VI. Ergebnistabelle

5.2.VII. Ergebnistabelle sensorische Beurteilung Form/Aussehen

5.2.VIII. Penetrometerwerte

5.2.IX. Fazit

6. Ergebniszusammenfassung

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

 

 

2. Einleitung

Dieser Bericht handelt über Spezialbrote. Aber was macht Spezialbrote aus, warum bekommen die in der Bäckerei eine immer größere Bedeutung. Haben diese Brote eine saftigere Krume, besseren Geschmack, längere Frischhaltung oder ist ein Ernährungspsychologischer Wert, der diesen neuen Markt fördert.

In dieser Versuchsreihe wird nur auf einen kleinen Teil der möglichen Zusätze in Spezialbroten eingegangen, aber es sind Zutaten, die in den letzten Jahren öfters in Mischungen für Spezialbrote eingesetzt wurden. Auch sollten hier festgestellt werden welchen Einfluss die einzelnen Komponenten auf die Gebäcke haben. Dieses ist hilfreich um bei der Herstellung einer Mischung von Zutaten schon eine Tendenz zu erkennen, wie das Gebäck wird. Damit ist gemeint, ob einige Gebäcke eine veränderte Wasseraufnahmen haben, ob sich die Krumenstruktur verändert. Auch soll festgestellt werden, da es sich hier um eine recht hohe Einzeldosierung der Rohstoffe handelt, ob der Geschmack und der Kaueindruck dadurch beeinträchtigt werden.

Um den Ernährungsphysiologischen Wert mit einschätzen zu können, wurden vorhandene Nährwertangaben zur Hilfe genommen.

Für alle Versuche wurde ein Weizenteigrezept als 0-Versuch genommen. Bei dem Kürbisbrot wurden die Fett- und Zuckermenge erhöht, da hier vom Versuchsleiter Erfahrungswerte vorlagen. Zweck war es geschmacklich und backtechnisch bessere Eigenschaften zu erzielen.

3. Theoretische Grundlagen

Um den Einfluss der Nährwerte für den Einsatz von den Zusätzen Amaranth, Mais, Reis,

Kürbis, Kartoffeln besser zu beurteilen zu können, ist hier eine Zusammenstellung der durchschnittlichen Nährwertangaben der Zusätze. Siehe nächste Seite.

Tabelle 1

Rohstoff
Kartoffeln
Mais
Reis
Hafer
Reich an
Mineralstoffen,
Vitaminen
Kohlenhydraten
Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Vitamine
Eiweiß, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Vitamine
kcal/kj
71/295
339/1417
106/445
363/1519
Eiweiß (g)
2,0
8,8
2,0
13,8
Fett Gesamt
0,1
1,1
0,2
7,0
Fett MUF*
0,1
in Spuren
0,1
2,7
Kohlenhydrate
(Verwertbare)
15,4
73,5
24,0
61,2
nicht verwertbare
(Ballaststoffe
2,5
**
0,3
6,7
Wasser
77,8
11,0
73,0
10,3
Cholesterin
0
0
0
0
Natrium
3
1
2
5
Kalium
443
80
28
36
Calcium
9
4
10
65
Phosphor
50
73
28
405
Magnesium
25
20
10
139
Eisen
1,0
1,0
0,9
5,1
Flour
0,10
**
in Spuren
0,10
Vitamin A
2
120
0
**
Vitamin E
0,1
0,7
0,1
1,0
Vitamin B1
0,10
0,15
0,11
0,56
Vitamin B2
0,05
0,05
0,01
0,15
Vitamin Niacin
1,2
0,5
1,0
1,0
Vitamin B6
0,20
**
0,20
0,16
Vitamin C
22
0
0
0
Mangan
150
480
2000
4900
Kupfer
150
70-250
130
530
Zink
270
2500
500
4400
Jod
4
3
2
4
Chrom
33
32
**
**
Selen
4-20
bis 9
40
8-11

MUF= mehrfach ungesättigten Fettsäuren, auch Polyensäuren/ ** keine Angaben vorhanden

Tabelle 2

Rohstoff
Amaranth
Gerste
Kürbis
Buchweizen
Reich an

**
Eiweiß, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Vitamine
Mineralstoffe
Vitaminen
Kohlenhydraten, Mineralstoffen,Vitaminen
kcal/kj
365/1526
292/1292
25/104
345/1442
Eiweiß (g)
14,6
10,6
1,0
8,1
Fett Gesamt
8,8
2,1
0,1
1,6
Fett MUF*
ca.5,6
1,3
in Spuren
0,6
Kohlenhydrate
(Verwertbare)
56,8
57,7
5,0
75,5
nicht verwertbare
(Ballaststoffe
8,8
9,8
0,5
2,5
Wasser %
11
11,7
91,3
13,2
Cholesterin
**
0
0
0
Natrium
24
18
1
1
Kalium
546
444
383
218
Calcium
242
38
22
12
Phosphor
582
342
44
150
Magnesium
310
114
8
48
Eisen
15
2,8
0,8
2,0
Flour
**
0,12
**
0,08
Vitamin A
**
0
100
0
Vitamin E
 
0,6
1,1
1,2
Vitamin B1
0,8mg
0,43
0,05
0,28
Vitamin B2
0,19mg
0,18
0,07
0,08
Vitamin Niacin
**
4,8
0,5
2,8
Vitamin B6
**
0,56
0,10
0,40
Vitamin C
**
0
9
0
Mangan
2,4
1650
**
**
Kupfer
0,78
300
80
**
Zink
4,1
3100
200
**
Jod
**
 
1
**
Chrom
**
13
2
**
Selen
**
bis 2000
**
**

MUF= mehrfach ungesättigten Fettsäuren, auch Polyensäuren/ ** keine Angaben vorhanden

Um diese Tabelle besser auswerten zu können möchte ich noch einige Grundlegende Informationen zu den einzelnen Nähwerten und ihren Auswirkungen auf den Körper. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, da sie nicht vom Körper gebildet werden können. 

Die Vitamine werden in zwei Gruppen die Fettlöslichen Vitamin A,D,E,K und den wasserlöslichen Vitaminen. Dazu gehört der Vitamin B Komplex ( B1; B2; B6; B12; Niacin; Pantothensäure, Biotin und die Verbindungen Cholin, Inosit und Paraaminobenzoesäure) und das Vitamin C. Die fettlöslichen Vitamine kann der Körper speichern, nach ausreichender Versorgung kann der Körper auch eine Zeit lang ohne Zufuhr überstehen. Die meisten wasserlöslichen Vitamine müssen laufend zugeführt werden, da der Körper diese nur wenige Tage entbehren kann. Der Einfluss der Vitamine und Mineralstoffe auf dem Körper

Tabelle 4


Nährstoff

Tagesbedarf
gemäß NwV


Beeinflussen im Körper...

Vitamin A

800µg

Ungenügende Zufuhr von Vitamin A führt zu Funktionstörungen von Haut und Schleimhäuten.
Zu hohe Zufuhr führt zu Stoffwechselstörungen wie Knochenveränderungen , Entzündungen und Blutungen in verschieden Geweben


Beta- Carotin
Provitamin A


4,8mg

Dient dem Unterhalt dem Gewebe, der Hautoberfläche und der Schleimhäute. Kann als Antioxidans Sauerstoffradikale abfangen. Bei Überdosierung keine Angaben gefunden

Vitamin E

10mg

Ist notwendig für die Erhaltung der Muskelfunktionen. Stabilisiert ungesättigte Fettsäuren und Zellmembrane. Kann als Antioxidans freie Radikale abfangen. Über zu hohe zufuhr sind noch keine eindeutigen Ergebnisse bekannt. Es wurde beobachtet, dass es zu Stoffwechselstörungen kommen kann.

Vitamin K

0,1mg

Vitamin K erhält die Gerinnung des Blutes, Vitamin K arme Nahrung bei einnahme von Grinnungshemmende Medikamente

Vitamin B1

1,4mg

Bei unzureichender Zufuhr Störungen der Nervenfunktionen- übermäßige zufuhr keine Angaben vorhanden

Vitamin B2

1,6mg

Ist an den Stoffwechselvorgängen zur Energiegewinnung beteiligt. Ist notwendig für das normale Wachstum. Ist notwendig für die Blutbildung. Dient dem Unterhalt der Gewebe der Hautoberfläche und der Schleimhäute

Niacin

18mg

Ein Mangel an Niacin führt zu einer Verwertungsstörung der Hauptnährstoffe, Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate

Vitamin B6

2mg

Ist notwendig für den Stoffwechsel der Eiweiße und deren Bestandteile ( Peptide und Aminosäuren)

Vitamin C

60mg

Ist notwendig für die Erhaltung von gesunden Knochen, Zähnen, Zahnfleisch und Blutgefäßen. Ist an der Absorption von Eisen beteiligt.

Calcium

800mg

Ist ein wichtiger Bestandteil/ Baustein von Knochen und Zähnen. Spielt eine wichtige Rolle bei der Reizübertagung im Nervensystem. Lebensnotwendiger Mineralstoff für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Für gesunden Knochenbau und starke Zähne.

Phosphor

800mg

Ist als Calciumsalz notwendiger Bestandteil der Knochen. Ist notwendig für die Zellfunktion

Magnesium

300mg

Ist Bestandteil von Knochen und Zähnen. Spielt wichtige Rolle im Energiestoffwechsel. Ist für eine normale Muskelfunktion und für den Energiestoffwechsel unerlässlich. Spielt eine Rolle bei der Reizübertragung im Nervensystem bei der Muskelkontraktion

Eisen

14mg

Ist notwendig für die Blutbildung und den Transport von Sauerstoff in die Gewebe zur Energiegewinnung.

Fett

60-80g

Bei Kleinkindern (dieses Angabe zählt für Erwachsene) können bei zu geringer Zufuhr ekzematöse Hautkrankheit. Beim Erwachsenen kommt es bei einer zu großer Zufuhr zu Herz- und Gefäßleiden. Es wird empfohlen Die Fettsäurenzusammensetzung zu je 1/3 aus gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigter Fettsäure.

Kohlenhydrate

ca.100g

Sollten Mengenmäßig Hauptanteil an allen Kostformen sein.

Eiweiß(Protein)

10-15% der Energiezufuhr

Ungenügende Zufuhr führt zu Störungen in der körperlichen und geistigen Entwicklung Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft lassen nach, die Widerstandsfähigkeit gegen Infektionskrankheiten sinkt. Zu hohe Proteinzufuhr belastet den Stoffwechsel.

Natrium

2g

Reguliert den Wasserhaushalt und die Muskelarbeit und ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt.

Kalium

3,0-4,0g

Reguliert den Wasserhaushalt und die Muskelarbeit und ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt.

Iod

150µg

Ist notwendig für die normale Schilddrüsenfunktion

Zink

15mg

Ist notwendig für diverse Stoffwechselfunktionen. Ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt. Ist notwendig für den Aufbau körpereigener Eiweiße. Ist notwendig zur Erhaltung des normalen Stoffwechsels der Eiweiß, der Kohlenhydrate, der Fette und zur Energiegewinnung.

Selen

70µg

Schütze den Körper vor Oxidationsreaktionen

Ballaststoffe

mind. 30 g

beugt chronische Stuhlträgheit vor Es wird vermutet es verhütet vor Chronischer Darmleiden bis hin zum Darmkrebs

Tabellen aus Lit.1-5 zusammengestellt

3.1. Amaranth

Die Definition:

Körnerfrucht (glutenfrei) aus Asien, Nord- und Südamerika. Stammt von der Pflanzengattung Amaranthus. Botanische Zugehörigkeit zur Familie der Gartenfuchsschwänze. Blätter und Samen essbar. Wächst in Extremlagen tropischer Hochländer. Amaranth enthält viel hochwertiges Eiweiß und viele ungesättigte Fettsäuren. Außerdem viele wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, besonders Calcium und Eisen. Zeichnet sich durch gute Verdaulichkeit und hohe Verwertung vom Körper aus. ( Lit.1)

Dieses Getreide wurde schon von Inkas, Azteken und Mayas angebaut. Die haben auch dem Produkt den Namen gegeben ,,unsterblich" oder ,,nicht welkend". Bei Amaranth kann die Saat wie Buchweizen verarbeitet werden und die Blätter wie Spinat. Der Amaranth heute, wird für den Europäischen Markt, überwiegend in Österreich angebaut. Amaranth ist in Müsli, Gebäck und Brot zu finden. (Lit.2)

Das in den Samen enthaltene Öl besteht zu über 70% aus ungesättigten Fettsäuren. Besonders herausragend ist die Qualität des Eiweißes.

Zur Zeit wird Amaranth nur biologisch angebaut. Deswegen ist es vorwiegend im Naturkosthandel erhältlich. (Lit.3)

Amaranth ist zudem auch ein großer Träger an Aminosäuren. Diese Mischung an Aminosäuren (18 verschieden) sind in der Lit.5 S.24 nachzulesen, dort ist auch zu finden das die Zusammensetzung einer von der WHO empfohlenen Eiweißdiät entsprechen könnten.

So wertvoll Pseudocerealien, insbesondere Amarant, von der Zusammensetzung her sind, so wenig eignen sie sich allein zur Herstellung hefegelockerter Teige für die Grundnahrungsmittel Brot und Brötchen. Dazu ist bislang Weizenmehl, z.B. in der Zusammensetzung 20 % Amarant / 80 % Weizenmehl erforderlich. Die Suche nach geeigneten anderen Rezepturkomponenten, die glutenarm bis glutenfrei sein sollten, ist schwierig, weil man auf Wechselwirkungen und Synergieeffekte mit anderen Proteinen angewiesen ist (Kuhn et al. 1994).

Für die Interpretation glutenarmer bis glutenfreier Teige ist die Kenntnis der rheologischen Teigeigenschaften von Mischteigen aus Amarant- und Weizenmehl wichtig. Ein "Screening" mit den Methoden der fundamentalen Rheometrie ist möglich.

Insbesondere Kriechversuche liefern gewisse Einsichten in die Rheologie der Mischteige. Wenn man andere Mischteigsysteme nach Ähnlichkeitskriterien überprüft, kann man auch glutenfreie Teige mit zufriedenstellendem Gashaltevermögen finden.

Amaranth ist auch ein Aromageber der en Broten einen leicht nussigen Geschmack gibt.

Da ich keine konkreten hinweise auf die Backeigenschaften von Amarant gefunden habe, nur den vermerk ,,wie Buchweizen" gehe ich davon aus, dass es als Grütze zu verarbeiten ist und zuvor zu einem Brühstück verquollen werden sollte. Lit.6 S.264

3.2. Buchweizen

Der Name kommt von der Dreieckigen Form und der Farbe, die so aussehen wie Bucheckern. Es ist vom Boden her ein sehr anspruchloses Getreide. Es kommt ursprünglich aus Mittelasien, war aber schon im 13.Jahrhundert in Europa bekannt. 1000 Körner wiegen ungefähr 25-30 g.

Er ist ein Knöterichgewächs und gehört nicht, wie die meisten anderen Getreidesorten, zu den Gräsern. Zöliakiepatienten greifen zum Buchweizen, da er glutenfrei ist. Buchweizen lässt sich schnell zubereiten und eignet sich für Grütze, Bratlinge, Aufläufe, Suppeneintagen und Salate. Aus Buchweizen kann man Nudeln machen, man findet seine Flocken auch in vielen Müslimischungen. In Nordamerika gibt es ausgesprochen köstliche Buchweizenpfannkuchen, die mit Ahornsirup serviert werden. In Südtirol findet man Buchweizenflädle.

Verwendung von Buchweizen für die Brot- und Kleingebäckherstellung
Buchweizen trägt mit einer besonderen Geschmacksnote zum Brotaroma bei. Die negativen Auswirkungen auf die Krumenfarbe und das Volumen der Brote waren allerdings so erheblich, dass Brümmer nur zu einer Verwendung von Buchweizengrütze raten konnte, welche zuvor in einem Brühstück verquollen wurde. Auch in diesem Fall zeigen die Messwerte jedoch eine Beeinträchtigung der Frischhaltung.

Es ist möglich aus Buchweizen Brot herzustellen das Gluten- und/oder Hefefrei ist allerdings müssen denn auch andere Glutenfreie Getreide dem Teig zugefügt werden.(Lit.6)

Beispielrezept für Buchweizenbrot (gluten- und hefefrei):


Vorteig: 1Tl Grundansatz, 100g feiner Maisgrieß (Polenta), 1Tl Backferment (glutenfrei, auf Maisbasis), 250ml Wasser
Hauptteig: 80g Reismehl, 20g fein gemahlener Amaranth, 300g Buchweizenmehl, 1Messlöffel Biobin (Bindemittel auf der Basis von Johannisbrotkernmehl), 2TL Weinstein- Backpulver, 2Tl Brotgewürz (oder je 1Tl Kümmel- und Korianderpulver), 1TL Kräutersalz, 450ml warmes Wasser, Fett für die Form, etwas Butter.

3.3. Mais

Grieß

Mais wird neben den Einsatz für Popkorn, Öle und Erdnussflips auch zu Brotherstellung eingesetzt. Verwendung von Mais für die Brot- und Kleingebäckherstellung.

Maismehl kann bis zu einer Größenordnung von 20 Prozent dem Brotgetreide zugemischt werden, dabei muss aber mit einer deutlichen Volumenreduktion gerechnet werden. Besser verhält sich (verquollener) Maisgrieß, der eine akzeptable Brotqualität ermöglichte. Maismahlerzeugnisse bilden außerdem die Basis einer Rezeptur für glutenfreie Backwaren. Die gelbe Färbung des Maismehles kann für den optischen Eindruck der Brotkrume vorteilhaft sein. Die Eiweißqualität ist bei Mais aufgrund eines geringen Anteils an essentiellen Aminosäuren ernährungsphysiologisch ungünstig.(Lit.6)

3.4. Reis

 Reispflanzen

Reis ist eine einjährige Pflanze, deren Vegetationsdauer zwischen drei ein halb und acht Monaten liegt. Es handelt sich um eine Kurztagpflanze - tagneutrale Sorten stehen zur Verfügung -, bei der die generative Phase durch abnehmende Tageslänge gefördert wird. Es gibt zahlreiche Reissorten und -typen, die sich in Korngröße und -form unterscheiden sowie unterschiedliche Geschmackseigenschaften und Kochqualität aufweisen. Der Fruchtstand ist an der Sprossachse als verzweigte Rispe endständig angelegt. Die Ährchen enthalten eine Blüte, 50 bis 200 fertile Blüten können in der Rispe gebildet werden. Reis ist Selbstbefruchter. Die Spelzen, Deck- und Vorspelze, umschließen das Korn fest und lösen sich nicht beim Drusch.

Bei der Ernte wird zunächst der Rohreis (mit Spelzen) gewonnen. In der Mühle werden im ersten Behandlungsgang die Spelzen entfernt. Der dann verbleibende Samen weist noch die Samenschale (Silberhäutchen) auf; in diesem Zustand wird der Reis in den Verkehr gebracht (Cargoreis). Erst vor dem Verbrauch werden die Samenschalen durch Schleifen entfernt, wobei gleichzeitig auch der Keim vom Endosperm separiert wird, es entsteht Weißreis. Anschließend wird das Korn poliert und kommt in den Handel. 

Der polierte Reis weist etwa 70% der Ausgangskornmasse auf, danebenfallen der Reisschliff (2%). die Reiskleie (8,5%) und die Spelzen (20%) an. Reisschliff und Reiskleie sind ein wertvolles Futter mit bis zu 15% Eiweiß und Fett Der Eiweißgehalt der polierten Körner beträgt etwa 7%; der Gehalt an der essentiellen Aminosäure Lysin ist hoch (bis zu 4% des Eiweißes).

 Man unterscheidet Langkornreis (Patnareis) mit Körnern von mehr als 6,2 mm und Rundkornreis (,,Milchreis") mit Körnern von 5 bis 5,2 mm. Der Langkornreis hat einen hohen Klebergehalt und ist daher glasig, nach dem Kochen zeigt er sich körnig und locker. Der Rundkomreis enthält wenig Kleber, nach dem Kochen sind die Kömer daher weich. Die Qualität einer Reispartie wird nach dem Anteil zerbrochener Körner beurteilt (5% Bruchanteil bedeutet sehr gute Qualität, mehr als 25% Bruchanteil mindere Qualität). Das Reismehl ist nicht zum Backen geeignet. Man kann auch eine sehr feinkörnige Reisstärke gewinnen. Als Produkt mit hohem Kohlenhydratgehalt kann Reis für die Zubereitung von alkoholischen Getränken vergoren werden. (Lit.7)

Reis ist nach Weizen und mit Mais in der Produktionsmenge die zweitwichtigste Getreideart. Der überwiegende Teil der Reisproduktion (ca.90%) wird in Asien innerhalb der tropischen Klimazone erzeugt. Verwendung von Reis für die Brot- und Kleingebäckherstellung.

Sowohl 20 Prozent Reismehl als auch die gleiche Menge gekochten Reises führten, bei den Backversuchen von Brummer (1993) zu guten Ergebnissen. Nicht nur aus sensorischen Gründen, sondern auch zur Erhöhung der Teigausbeute sollte aber dem gekochten Reis der Vorzug gegeben werden. Reis nimmt beim Kochen die gleiche Menge an Wasser auf, das natürlich bei der Berechnung der Teigausbeute berücksichtigt werden muss. Die Reiserzeugnisse leisten einen ausgezeichneten Beitrag zur Brotfrischhaltung. (Lit.6)

3.5. Kartoffeln

Kartoffeln haben einen hohen Vitamin C Anteil und hohe Anteile der Vitamin B-Gruppe.

Das Kartoffeleiweiß hat eine hohe biologische Wertigkeit. Durch Ergänzung mit Eiweiß aus Ei, Milch oder Fisch wird sein ernährungsphysiologischer Wert noch verbessert. Das Kartoffel-Ei-Gericht mit 65 % K. und 35 % Ei hat die höchste bisher festgestellte biologische Wertigkeit. Das Kartoffelsortiment ist reichhaltig. Über 120 Sorten mit verschiedenen Eigenschaften sind bekannt. Für die Verbraucher sind nur die Speise. Sorten wichtig. 

Beim Einkauf von Kartoffeln ist besonders auf die Erntezeit und die Kocheigenschaft zu achten. Frühkartoffeln gibt es ab Anfang Juni. Sie schmecken besonders gut, sind aber für das Einkellern nicht geeignet Mittelfrühe Sorten, die ab Mitte August geerntet werden sind länger lagerfähig.

Die Qualitätsmerkmale für Kartoffeln beziehen sich nicht auf die Inhaltsstoffe sondern auf äußerliche Merkmate. Je nach ihrer Festigkeit werden Kartoffeln nach der Handelsklassen Verordnung eingeteilt in die Sorten festkochend (Salatware), vorwiegend festkochend und mehlig festkochend. Stärkereiche Sorten sind im allgemeinen mehliger als stärkearme. Kartoffelsorten sollten für den Jeweiligen Verwendungszweck ausgewählt werden.(Lit.6)


Kartoffelsorte

Verwendung

festkochend

Kartoffelsalat, Salz-, Pell-, Bratkartoffeln

vorwiegend festkochend

Salz-, Pell-, Bratkartoffeln, Pommes frites

mehlig kochend

Kartoffelpüree, -puffer, -klöße, Suppen und Eintopfgerichte

Quellmehle verlängern die Frischhaltung von Teigen. Hierzu empfiehlt es sich Kartoffeln einzusetzen da die als natürliches Lebensmittel keiner Einschränkung unterliegen. Johannisbrotkernmehl und Guarkernmehl haben sehr starke Schwankungen in ihren Eigenschaften.

3.6. Gerste

Die Kornerträge der Gerste werden überwiegend als Futter Verwendet. Der hohe Zelluloseanteil (8 bis 15%) als Folge der mit dem Korn verwachsenen Spelzen ist bei der Beurteilung des verdaulichen Energiegehaltes der Gerste zu berücksichtigen. Für die menschliche Ernährung können aus Gerste Grieß bzw. Graupen hergestellt werden; gelegentlich wird auch Mehl erzeugt. Bei der Graupenherstellung werden die Körner auf Mahlsteinen, die mit einer Schmirgelmasse belegt sind, von den Spelzen be- freit. Eine weitere Bearbeitung durch Schleifen und Polieren führt dann zu einer runden Form des Korns, wobei die Frucht- und Samenschale nahezu vollständig entfernt werden. Unterschiedliche Korngrößen werden durch Zerkleinern der Körnerhergestellt. Aus Graupen können Breigerichte oder Suppen zubereitet werden. 

Eine besondere Verwendungsform ist der Malzkaffee. wofür die Gerste zunächst angekeimt. anschließend als Malz gedarrt und dann gemahlen und geröstet wird. Ein erheblicher Anteil des Gerstenanbaus - nahezu ausschließlich zweizeilige Sommergerste - dient der Biererzeugung. Die Gerste wird zur Bierherstellung zunächst angekeimt; das sogenannte Grünmalz. Dieses wird getrocknet, und die bei der Keimung hervorgetretenen Würzelchen werden entfernt - es entsteht dann Darmmalz. Mit der Keimung haben sich in den Körnern Enzyme entwickelt, mit denen die Reservesubstanzen abgebaut werden; dies gilt insbesondere für die Verzuckerung der Stärke durch Amylasen, eingemaischt. 

Die enzymatischen Prozesse setzen sich dann weiter fort, und ein großer Teil der Inhaltsstoffe - der Gerstenkörner wird löslich. Die gelösten Stoffe ergeben die Würze; die unlöslichen Rückstände sind der Treber. Anschließend wird Hopfen hinzugefügt und die Würze mit dem Hopfen gekocht. Die abgekühlte, flüssige Masse wird mit Hefe versetzt und vergoren. Die Hauptgärung kann in geschlossenen oder offenen Behältern verlaufen. Man unterscheidet untergärige und obergärige Bierhefen. Bei untergärigen Hefen setzt sich der überwiegende Teil der Hefe am Ende der Gärung auf dem Boden ab. Obergärige Hefen steigen dagegen mit dem Abschluss der Gärung auf und finden sich dann an der Oberfläche.(Lit.7)

Verwendung von Gerste für die Brot- und Kleingebäckherstellung

Gerste kann für die Brotherstellung in Form von Flocken oder Grütze eingesetzt werden. Es hat sich herausgestellt, dass die Verquellung in einem Quell- oder Brühstück notwendig ist, damit die Einbußen beim Volumen, der Frischhaltung und der Bindigkeit der Brotkrume in Grenzen gehalten werden können. Auch konnte durch ein Brühstück, das einem Quellstück aus geschmacklichen Gründen vorzuziehen ist, die Teigausbeute um ca. 10 Teile erhöht werden. (Lit.6)

3.7. Kürbis

Dies ist ein Rohstoff der sehr Regional eingesetzt wird und worüber in der Literatur sehr wenig zu finden. Alles was ich hier reinschreiben könnte wären Vermutungen. Deshalb möchte ich nur Hinweisen auf die Nährwerttabelle, worauf ich meine Hypothesen aufbauen werde.

3.8. Hafer

Verwendung von Hafer für die Brot- und Kleingebäckherstellung 

Haferprodukte werden seitens der Ernährungswissenschaft als besonders günstig für die menschliche Ernährung eingestuft. Unter den Getreidearten nimmt der Hafer eine Sonderstellung ein, weil er einen überaus hohen Fettanteil im Korn enthält. Dazu kommt noch eine sehr hohe Aktivität an fettabbauenden Enzymen. Durch eine Hitzebehandlung wird die Enzymaktivität eingeschränkt, die wichtigen Vitamine bleiben dabei aber weitgehend erhalten. Erhalten bleiben auch die wertvollen Ballaststoffe, deren hoher Anteil an löslichen Glucanen ernährungsphysiologisch zur Senkung erhöhter Cholesteringehalte im Blut beiträgt.

Für die Anreicherung von Backwaren können sowohl Mehl als auch feine und grobe Flocken, Grütze und ganze Haferkerne eingesetzt werden. Nach den Ergebnissen der Backversuche von Ludewig und Seiffert bewirken die feiner zerkleinerten Produkte, bei denen keine Vorbehandlung notwendig ist, einen ausgeprägten Hafergeschmack. Allerdings muss auch eine deutliche Einschränkung der Lockerung des Gebäckes in Kauf genommen werden. Wenn grobe Flocken, Grütze oder Kerne zum Verbacken genommen werden, sollte durch Kochen oder Brühen eine Verbesserung der Wasserbindung und der Kaueigenschaften erreicht werden. 

Die hydrothermische Vorbehandlung fährt zu einer verlängerten Frischhaltung der Hafergebäcke. Mit einer Kombination von 30 Prozent Großblattflocken und 70 Prozent leicht gequetschten Haferkörner, von denen 50 Prozent durch ein Brühstück vorgequollen wurde, konnte Brümmer (1993) ein Hafervollkornbrot mit 100 Prozent Hafer backen- Die Teigausbeute dieses in einem Kasten gebackenen Brotes betrug 190. Dieser Backversuch zeigt, dass die Zugabe von groben Haferprodukten als Brühstück für Vollkornbrote mit überwiegendem Weizen- oder Roggenanteil unproblematisch ist.

Bei der Verwendung von Hafermehl liegen nach den Angaben von Brummer die Grenzen bei 15 Prozent, in Kombination mit Flocken konnten die notwendigen 20 Prozent aber auch bei Mehlbroten mit tolerierbaren Einschränkungen des Volumens erreicht werden. Gleiche Erfahrungen konnten mit Hafererzeugnissen bei der Herstellung von Brötchen gemacht werden. Da die wertbestimmenden Bestandteile des Hafers die Ballaststoffe sind, sollten auch die unverdaulichen Anteile bei der Rezepturgestaltung berücksichtigt werden.

Warum müssen Haferprodukte einer Hitzehehandlung unterzogen werden ? Hafer enthält mehr als 7Prozent Fett und außerdem eine sehr hohe Aktivität an fettabbauenden Enzymen. Solange das Haferkorn unversehrt von der Spelze umgeben ist, ist es vor dem Ranzigwerden Fettabbau) geschützt Das Entfemen der Spelzen kann zu Verletzungen der Oberfläche fuhren, so dass ein (langsamer) enzymatischer Abbau des Fettes zunächst zu einem bitteren und dann zu einem ranzigen Geschmack führt. 

Die Geschwindigkeit des Verderbs erhöht sich sehr, wenn das Korn vermahlen wird. Dann ist mit einem ranzigen, bitteren Geschmack schon innerhalb von wenigen Tagen zu rechnen. Wegen seiner Anfälligkeit darf der Hafer, der als Nahrungsgetreide Verwendung finden soll, nicht älter als zwei Jahre sein. Die Haltbarkeit aller Haferprodukte kann durch Darren (Hitzebehandlung durch trockene Wärme) des Rohhafers oder der entspelzten Haferkerne um viele Monate verlängert wert/an. 

Je nach Einwirkungsdauer werden die Kerne einer Hitzebehandlung bis auf 110 °C unterworfen. Bei den hohen Temperaturen kann davon ausgegangen werden, dass nach ca. J5 Minuten die fettabbauenden Enzyme inaktiviert sind. Bei einer Temperatur von 75 "C und einer Einwirkungsdauer von 75-90 Minuten beträgt die Restfeuchte der Haferkerne nur noch 5 Prozent.

Mit der Peroxidase-Probe (einem Nachweis über die Aktivität der sauerstoffabspaltenden Enzyme) wird die Wirksamkeit der Hitzebehandlung kontrolliert. Für die Beurteilung der Intensität spielt der verbleibende Anteil des Vitamins B, eine große Rolle. Haferflocken sollten einen Mindestgehalt von 0,6 mg Thiamin je 100 gast/weisen. Bevor die Kerne, um zu Flocken verarbeitet zu werden, auf Walzenstühle geleitet werden, werden sie gedämpft. Die Restfeuchtigkeit nach Abschluss des Verfahrens sollte ca. 10 Prozent betragen. Haferflocken enthalten weiterhin 12 Prozent Eiweiß. 7 Prozent Fett, 64 Prozent Kohlenhydrate, 5,4 Prozent Ballaststoffe und l,8 Prozent Mineralstoffe. Ernährungsphysiologisch wird der Hafer wegen seiner Schleimwirkung als sehr günstig bewertet. Die thermische Behandlung des Hafers führt außerdem zur Ausbildung eines nussartigen Aromas. Das ist besonders günstig, weil der rohe Hafer keinen eigenen Geschmack aufweist, (Lit. 6).

4.Hypothesen

Dies wird eine sehr vielfältige Versuchsreihe werden. Da hier Rohstoffe eingesetzt werden die nicht zu den Getreidesorten gehören. Auch werden hier vom Nährstoffgehalt recht unterschiedliche Zusätze beigefügt.

Ich fange mit dem Kürbisbrot an. In diesem Brot wird kein weiteres Wasser hinzugefügt, aufgrund des hohen Anteils an Wasser im Kürbis und damit dies freigesetzt wird wurde der Kürbis gekocht aber dennoch ist dieser in der Lage eine beachtliche Menge Mehl zu einem Teig zu binden da hier mehr Fett und Zucker zugegeben wird wie in all den anderen Teigen erwarte ich ein Stutenähnliches Gebäck Ich vermute allerdings, dass das Fett zugesetzt wird. Es könnte noch eine eher bräunliche Kruste aufweisen.

Amaranthbrot- 

Brot, das sich aus einem Fuchsschwanzgewächs  und normalen Brotgetreide zusammensetzt. Ich erwarte das wir im Volumen und in der Frischhaltung Verluste hinnehmen müssen aber der ernährungsphysiologische Wert ist hoch. Das Brot müsste etwas nussig schmecken.

Buchweizenbrot - Auch hier erwarte ich eine Beeinträchtigung in Volumen und Frischhaltung, allerdings werde ich hier auch ein sehr interrasantes Geschmackserlebnis erwarten das einer Zielgruppe schmecken wird.

Maisbrot- da es sich hier um vorverquollenen Mais handelt werden im Volumen kaum feststellbare Volumenverluste ergeben. Der Geschmack wird sich nicht wesentlich verändern und die Farbe wird etwas gelblicher werden was aber nicht von Nachteil ist.

Da hier Milchreis eingesetzt wurde, der einen sehr schwachen Kleber hat, erwarte ich auch recht schlechte Ergebnisse. Trotz das die Stärke vorverkleistert ist wird das Volumen geringer sein Frischhaltung sollte gut sein da im Reis Wasser gebunden ist und dem Gebäck nichts entzieht.

Kartoffelbrot- hier erwarte ich ein leicht eingeschränktes Volumenverhalten aber dennoch eine sehr saftige Krume. Im Geschmack wird es etwas muffig sein Richtung Kartoffel Es kann auch sein das die Farbe gelblich ist oder etwas bräunlich wegen der enzymatischen Reaktion in der Kartoffel. Im großen und ganzen erwarte ich von allen Broten ein ähnliches Ergebnis, das Ergebnis von den mehlig kochenden Kartoffeln könnte anhand des höheren Stärkeanteils länger frisch bleiben. Ich schätze auch das die Industrie gefertigten und die gerieben Kartoffeln die besten Ergebnisse haben werden.

Gerstenbrot da es hier in Körniger Form eingesetzt wird erwarte ich einen schlechten Zusammenhalt der Krume und auch die Frischhaltung wird nicht besonders gut sein. Allerdings wird die Gerste ein sehr schöne Kaueigenschaft haben die das Brot wieder attraktiv macht.

Haferbrot - dies halte ich für den Favoriten in dieser Versuchsreihe, da schon lange Hafer als Backzutat eingesetzt wird. Es hat eine recht ansehnlich Wasseraufnahme und der Geschmack wird auch immer positiv besetzt. Auch hier erwarte ich ein Nussartiges Aroma

5. Protokolle

5.1.1. Aufgabenstellung:

Der Backversuch soll den Einfluss der einzelnen Zusätze darstellen. Es werden neun Brotteige hergestellt. Es wird nach dem Standardkastenversuch gearbeitet. 2 Brote werden in den Standardkästen hergestellt und ein Brot in einen Toastkasten gebacken, für das Penetrometer.
Der Grundteig ist ein Weizenteig nach dem Weizenkastenstandardversuch.

5.1.2. Rezepturen:

Tabelle 3


Versuch
0- Versuch
Buchweizen
Mais
Reis
Hafer
TA
---
250
----
300
250
Wasser von Gesamtmenge (g)
---
675
1240
900
675
Zusatz (g)
---
450
450
450
450
Kochzeit min.
---
1
--
15
1
           
Teig
         
Mehl (g)
2000
2000
2000
2000
2000
Wasser gesamt (g)
1240
1440
1240
1370
1230
Salz (g)
36
36
36
36
36
Hefe (g)
80
80
80
80
80
Zucker (g)
20
20
20
20
20
Fett (g)
30
30
30
30
30

Tabelle 4

Versuch
Amaranth
Gerste
Kürbis gekocht
Kürbis gehackt
TA
300
250
----
----
Wasser von
Gesamtmenge (g)
900
675
----
-----
Zusatz (g)
450
450
1200
1200
Kochzeit min.
15
1
45
---
         
Teig
       
Mehl (g)
2000
2000
2000
2000
Wasser gesamt (g)
1198
1146
------
-----
Salz (g)
36
36
36
36
Hefe (g)
80
80
80
80
Zucker (g)
20
20
20
20
Fett (g)
30
30
30
30

5.1.3. Rohstoffe:

  • Weizenmehl Type 550
  • Wasser
  • Salz
  • Hefe
  • Zucker
  • Backmargarine
  • Buchweizengrieß
  • Maisgrieß
  • Milchreis
  • Haferflocken
  • Ammarantmehl
  • Gerstekörner
  • Kürbis gekocht
  • Kürbis gehackt

5.1.4 Maschinen und Geräte

Tabelle 5


- Laborkneter

Diosna Spiralkneter Typ SP 12 Fa. Dierks &Söhne
Stufe 1: 105U/min, Stufe 2: 210 U/min


- Technische Waage

Fa. Sartorius, Typ V6100S
Messgenauigkeit _ 0,01g


Thermometer

Testo Digitalthermometer, Messgenauigkeit _ 0,1 °C

Standardkästen

Bodenfläche:8cm x 8cm, Höhe: 10 cm, obere Außenkanten: 13 cm; Fa. Stephan Nahrath, Ahlen

Toastbrotkasten

24 cm x 10 cm x 10 cm

Gärschrank

Einstellbar auf 32°C und rel. feuchte 80% _ 5%

Backofen

elektr. Einschießetagenbackofen, Matador Typ MDE 80 Fa. Werner&Pfleiderer, vier Herde a 165 x125 cm Backfläche

Volumenmessgerät

nach Neumann / Doose

Penetrometer
 

5.1.5. Durchführung

Die Teigzutaten werden nach dem Rezepten gemäß der Tabelle abgewogen.
Zuzusetzendes Wasser wird jeweils von der Gesamtmenge abgenommen.


4.1. Buchweizen mit einer TA von 250 Brühen

4.2. Maisgrieß mit ganzen Wasser 20°C mischen

4.3. Reis 15 Minuten kochen in 900g Wasser

4.4. Hafer 2 Minuten kochen 675g Wasser

4.5. Amaranth 15 Minuten in 900g Wasser kochen

4.6. Gerste brühen mit 675 Wasser

4.7. Kürbis kochen, zuvor den Boden des Topfes mit Wasser benetzen, damit der Kürbis nicht anbrennt, kochen bis Kürbis zart breiig ist

4.8. Kürbis hacken in 1²cm-2² cm große Würfel schneiden

Alle Zutaten vor der Teigbereitung abkühlen lassen.

Beim Wasser muss noch die Zugusstemperatur berechnet werden - gewünschte Teigtemperatur - Teigerwärmung = Durchschnittstemperatur

Durchschnittstemperatur x 3 - Mehltemperatur - Zusatztemperatur ( Mais, Kürbis etc.)

Teigherstellung All in Verfahren im Spiralkneter. 2 Minuten Stufe 1 5 Minuten Stufe2

Zwischendurch ankratzen und Teigfestigkeit kontrollieren bei Bedarf korrigieren.

Den Teig auswiegen und die Teigtemperatur ermitteln, danach 15 Minuten Teigruhe

Aufarbeiten des Teiges zu je 2 Broten a 450g ( Mehlmenge des 0-Versuchs 250g Einwaage) die anderen wurden dementsprechend angepasst und ein Brot a 650.

Stückgare bis die meisten Brote optimales Volumen haben ( Gärraum bei 32°C und einer rel. Luftfeuchte von 70%)

Vor dem Backen mit Wasser abstreichen.

Schwadengabe vor und nach dem einschieben.

Backtemperatur 240°C 30 Minuten

Brote mit Wasser abstreichen

Brote auskühlen lassen

Ermittlung des Gebäckgewichts

Volumenbestimmung nach Neumann/Doose

Sensorische Beurteilung

Penetrometer am 1;2;5;6;7 Tag nach dem backen

Versuch
0- Versuch
Buchweizen
Mais
Reis
Hafer

Brühst.
         

TA
 
250
 
300
250

Zutat
 
450
450
450
450

Wasser
         

Kochzeit min.
 
1
 
15
1
           

Teig
         

Mehl
2000
2000
2000
2000
2000

Wasser
1240
1440
1240
1370
1230

Salz
36
36
36
36
36

Hefe
80
80
80
80
80

Zucker
20
20
20
20
20

Fett
30
30
30
30
30

Quellstückmasse soll
---
1000
1690
1200
1200

Quellstückmasse ist
---
1000
1690
1130
1040

Teigt.°C
28,3
25
26,8
25,7
25,5

Teiggew. G
3385
4040
3788
3962
4146

Teigbeschaff
etwas weich
etwas straff
etwas kurz
kurz
etwas trocken

Teigobe
normal
gut
gut
gut
gut

Teigelastz
leicht
gut
gut
gut
gut
 
nachlassend
       

Versuch
Amaranth
Gerste
Kürbis gekocht
Kürbis gehackt

Brühst.
       

TA
300
250
   

Zutat
450
450
1200
1200

Wasser
       

Kochzeit min.
15
1
45
 
         

Teig
       

Mehl
2000
2000
2000
2000

Wasser
1198
1146
------
-----

Salz
36
36
36
36

Hefe
80
80
80
80

Zucker
20
20
200
200

Fett
30
30
150
150

Masse soll
1200
1000
   

Masse ist
938
896
   

Teigt.°C
26,5
24,6
30,3
25,1

Teiggew. G
3889
4046
3801
3800

Teigbeschaff
klebt etwas
bockig
wollig
etwas klebend

Teigobe
gut
normal
normal
normal

Teigelastz
gut
gut
gut
gut

 

5.1.6. Ergebnisstabellen

Gebäck
0 - Versuch
Buchweizen
Mais
Reis

Gewicht
372/368
390/388
384/382
387/385

Höhe
16,5/16,0
12,4/12,5
14,1/14,2
13,2/12,9

Volumen
1640/1660
1100/1040
1310/1295
1200/1115

Wölbung
Pilzbildung
etw.Flach
normal
normal

Form/Aussehen
gut
etw.Flach
gut
gut

Bräunung
normal
normal
normal
normal

Oberfläche
gesplittert
glatt
glatt
gesplittert

Porenbild
6
6
7
7

P. gleichmäßigkeit
ungleichm hohlräume
ziem. gleichm
dicht in Rand ziem gleichm.
zieml.gleichm.

Krumenfarbe
typisch
grau
gelb gestippt
typisch

Krumen- beschaffenheit
       

Krumen- elastizität
elastisch gut
befriedigend zonen
noch gut etw. straff
novh gut etw. straff

Kauverhalten
gut
gut
normal etw. grießig
gut

Geruch
aromatisch
etw.arom. Nussig
etw. aromatisch
wenig aromatisch

Geschmack
aromatisch
etw. aromat
aromatisch (mais)
etw.  aromatsch

Bestreichbarkeit
gut
beieintr.
gut
gut

Penetrometer- werte im Durchschnitt
       

Nach 1 Tag
9,36
4,20
5,31
4,32

Nach 2 Tagen
5,86
2,77
3,46
3,22

Nach 5Tagen
3,04
2,25
1,83
2,58

Nach 6 Tagen
2,76
1,98
2,02
1,77

Nach 7 Tagen
2,15
1,95
2,08
1,93

 

Gebäck
Hafer
Amaranth
Gerste
Kürbis gekocht
Kürbis gehackt

Gewicht
397/400
395/396
400/403
408/410
425/415

Höhe
11,5/11,7
14,4/14,5
13,5/13,6
14,3/14,1
11,8/11,6

Volumen
975/980
1305/1290
1100/1115
1160/1210
925/970

Wölbung
etw. flach
Ansatz zur Pilz-
bildung
normal
Ansatz zur Pilzbildung
etw.
flach

Form/Aussehen
etw. flach
gut
gut
gut
flach

Bräunung
normal
normal
etw.hell
etw. dunkel
 

Oberfläche
normal
normal
normal
normal
normal

Porenbild
7
5,-6
4
6,-7
7

P.gleichmäßigk.
zieml.
gleichm.
holrä.
unglöeichm.
zieml. Gleich
zieml.
hlie

Krumenfarbe
gräulich
bräunl gestipt
etw.gräulich Körner
gelb
matt gelb

Krumen- beschaffenheit
         

Krumenelastizität
mangelhaft straff
gut
noch gut etw.straff
noch gut etw.straff
mangel.
straff

Kauverhalten
seht trocken
gut
körnig
gut
gut

Geruch
arom. Misch-
brot
etw. untyp. Getreide
aromatisch
aromatisch fruchtig/ Süß
vollarom. Fruchtig honig

Geschmack
aromaarm
mangelgaft muffig
wenig aromat.
aromat. Kürbis/süß
aromat. Mild

Bestreichbarkeit
beeint
beeint
beeint
gut
gut

Penetro-
meterwerte im Durchschnitt

         

Nach 1 Tag
3,46
6,72
5,15
3,05
2,50

Nach 2 Tagen
2,64
4,54
3,3
1,64
1,49

Nach 5Tagen
2,19
2,99
2,72
2,42
1,22

Nach 6 Tagen
2,05
2,59
2,49
2,51
1,68

Nach 7 Tagen
1,98
2,58
2,60
1,83
1,65

5.1.7.Fazit:

Bei diesen Backversuch hat sich gezeigt, dass jede Zutat den Teig eher negativ als positiv beeinflusst. Dennoch ist der Ernährungsphysiologische Aspekt ein wichtiger Grund diese Zusätze einzusetzen auch um die Qualitätseinbußen vertreten zu können ist dies nötig. Auch wenn die Versuche von Kürbisbrot recht gut sind, sollte bedacht werden das hier die Rezeptur geändert wurde, so dass die Brote einem anderen Grundgeschmack haben. Auch sind bei den Penetrometerwerten Messfehler entstanden, als Anlage sind noch die einzelnen Messwerte angehängt . Auch in der sensorischen Bewertung ist jedes Brot sehr Individuell, da die Textur immer unterschiedlich ist.

Penetrometer
       

Donnerstag

0-Versuch

Buch-
weizen


Mais-
grieß


Milch-
reis


Hafer

1

9,93

4,92

6,54

6,47

4,37

2

11,30

4,92

5,52

2,54

3,36

3

9,73

4,37

5,94

5,01

4,40

4

8,37

3,88

3,98

4,67

2,48

5

7,45

2,90

4,58

2,90

2,71

=

9,36

4,20

5,31

4,32

3,46

Freitag
         

1

6,38

2,81

4,34

4,28

2,91

2

6,41

3,60

3,68

2,53

3,52

3

6,10

3,37

3,95

3,57

2,47

4

5,62

2,21

2,23

3,38

2,19

5

4,8

1,88

3,09

2,32

2,09

=

5,86

2,77

3,46

3,22

2,64

Montag
         

1

3,58

2,95

2,01

3,55

2,30

2

2,36

2,45

2,05

2,98

2,22

3

4,78</