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Details

Institut: Privatgymnasium der Herz-Jesu Missionare Salzburg
Tags: Honigbienen
Kategorie: Facharbeit (Schule)
Jahr: 2002
Seiten: 42
Note: 1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 421 KB
Archivnummer: V106622
ISBN (E-Book): 978-3-640-04901-1

Volltext (computergeneriert)

 

Die Honigbiene
- Jahresarbeit aus Biologie -

Christian Hasenschwandtner

Schuljahr: 2001/02
Klasse: 6a

 

 

EINLEITUNG 5

1. Die Bedeutung der Biene im Naturhaushalt 6
1. 2 Die Bestäubung durch Bienen 6
1. 2. 1 Blütenstetigkeit 7
1. 2. 2 Ortsstetigkeit 7
1. 2. 3 Bestäubung 8
1. 2. 4 Die Bestäubungsleistung der Honigbiene 9

1. 3 Biene und Naturschutz 99
1. 3. 1 Nutznießer und Mitbewohner im Bienenstock 10
1. 3. 2 Die Biene als Bioindikator 11

2. Geschichte der Honigbiene 11

3. Systematik und Verbreitung 13
3. 1 Systematik 13

3. 1. 1 Familie der Ur- und Seidenbienen (Colletidae) 13
3. 1. 2 Familie der Sand- oder Erdbienen (Andrenidae) 14
3. 1. 3 Familie der Furchenbienen (Halictinae) 14
3. 1. 4 Familie der Mellitiden (Melittidae) 15
3. 1. 5 Familie der Mauer-, Mörtel- und Blattschneiderbienen (Megachilidae) 15
3. 1. 6 Familie der Echten Bienen (Apidae) 15

3. 2 Die wirtschaftlich bedeutsamsten Rassen der Honigbiene in Europa 17
3. 2. 1 Apis mellifera ligustica (Italiener Biene) 17
3. 2. 2 Apis mellifera carnica (Krainer Biene) 18
3. 2. 3 Apis mellifera caucasica (Kaukasische Biene) 18
3. 2. 4 Apis mellifera mellifera (Nordbiene) 19
3. 2. 5 Die Buckfastbiene 19

3. 3 Verbreitung der westlichen Honigbiene 19

4. Anatomie der Honigbiene 21
4. 1 Kopf 22
4. 1. 1 Augen 22
4. 1. 2 Fühler 23
4. 1. 3 Nervensystem 23
4. 1. 4 Mundwerkzeuge 24
4. 1. 5 Rüssel 24
4. 1. 6 Futtersaftdrüse (Schlunddrüse) 25

4. 2 Brust 25
4. 2. 1 Beine 25
4. 2. 2 Flügel 26

4. 3 Hinterleib 27

4. 3. 1 Verdauungsorgane 27
4. 3. 2 Stachelapparat mit Giftblase 28
4. 3. 3 Wachsdrüsen 29
4. 3. 4 Duftdrüse 30
4. 3. 5 Herz 30
4. 3. 6 Fettkörper 30
4. 3. 7 Atmungssystem 31
4. 3. 8 Fortpflanzungsorgane 31

4. 4 Drüsen 32

5. Das Bienenvolk 34
5. 1 Die Bienenkasten 34
5. 1. 1 Königin 34
5. 1. 2 Drohn 35
5. 1. 3 Arbeitsbiene 36

5. 2 Brutaufzucht 37
5. 3 Wabenbau und Nestordnung 39
5. 3. 1 Wabenbau 39
5. 3. 2 Nestordnung 40

5. 4 Das Bienenleben im Jahresablauf 40

6. Verhaltensweise und Verhaltensmuster der Honigbienen 41
6. 1 Bienensprache 41
6. 2 Sterzeln 42
6. 3 Fächeln 43
6. 4 Räuberei 43
6. 5 Verteidigungsverhalten 44
6. 7 soziale Futteraustausch 44
6. 8 Schwärmen 45

7. Lebensbedürfnisse des Bienenvolkes 46
7. 1 Energienahrung 46
7. 2 Aufbaunahrung 47
7. 3 Wasser 47
7. 4 Luft 48
7. 5 Wärme 48

8. Krankheiten, Feinde und Schädigungen des Bienenvolkes 49
8. 1 Krankheiten der Brut und der erwachsenen Biene 49
8. 2 Feinde des Bienenvolkes 50

9. Produkte des Bienenvolkes 50
9. 1 Honig 51

Literaturverzeichnis 53

 

EINLEITUNG

Die Honigbiene ist ein überaus faszinierendes Insekt. Das habe ich während dieser Arbeit immer wieder festgestellt. Durch diese Arbeit habe ich die Leistungen der Honigbiene zu bewundern und zu schätzen gelernt. Dies ist auch der Grund wieso sich aus der ursprünglichen Arbeit von 25 Seiten eine Arbeit von über 50 Seiten entwickelt hat. Und dies ist bloß ein Überblick über die komplexe Welt der Honigbienen. Ich hätte gerne noch viel mehr über dieses interessante Insekt geschrieben, doch das hätte wohl den Rahmen dieser Arbeit gesprengt.

Ich glaube mir ist es ganz gut gelungen einen Überblick über die Welt der Honigbienen zu geben. Meine Schwerpunkte habe ich auf die Systematik, das Bienenvolk und auf die Anatomie der Biene gelegt.

Dank dieser Arbeit werde ich mich vielleicht sogar weiter mit Honigbienen beschäftigen und wer weiß, vielleicht lege ich mir sogar einmal ein Bienenvolk zu.

Thalgau, am 12. Juni 2002

1. Die Bedeutung der Biene im Naturhaushalt

1. 2 Die Bestäubung durch Bienen

Seit etwa 50 Millionen Jahren gibt es zwischen den Pflanzen und Bienen eine Beziehung, die partnerschaftlich und für beide Lebensnotwendig ist. Denn die meisten Pflanzen (etwa 80 %) unserer heimischen Flora zählen zu den sogenannten entomophilen (von Insektenbestäubung abhängigen) Pflanzen. Während sich einige Pflanzen selbst bestäuben können (selbstfertilen Pflanzen), sind anderer auf die Übertragung von fremden Pollen einer anderen Blüte, einer anderen Pflanze oder sogar einer anderen Sorte, z. B. beim Apfel, angewiesen (Selbststerilität). Würde der Pollen ausschließlich vom Wind übertragen, wie das bei Windblütlern (z. B. sämtliche Getreidearten) der Fall ist, so wäre das Befruchtungsresultat äußerst spärlich. Der Grund hierfür ist, dass es dem Zufall überlassen bliebe, ob der Pollen die richtige Blüte erreicht oder nicht. Eine Kirschblüte könnte nichts mit einem Löwenzahnpollen anfangen und umgekehrt. 

Ein weiterer Grund ist, dass der Pollen von entomophilen Pflanzen nicht fürs ,,Fliegen" geeignet wäre, da er klebrig und eher schwerfällig ist. Eigentlich würde man glauben, dass nur bei entomophilen Pflanzen eine Insektenbestäubung von Nöten ist, doch man hat festgestellt, dass eine Insektenbestäubung bei Windblütlern und selbstfertilen Pflanzen sich ertragssteigernd auswirkt, d. h., dass die Früchte deutlich größer ausfallen als durch Selbst- oder Windbestäubung.1 Unter den für die Bestäubung in Frage kommenden Insekten nimmt die Biene, insbesondere die Honigbiene, eine ausschlaggebende Rolle ein. Die Gründe hierfür sind, dass im Gegensatz zu den Hummeln, bei denen nur die Königin überwintert, bei den Honigbienen das ganze Volk überwintert, so steht in der Hauptbestäubungszeit Frühling ein ganzes ,,Heer" an Arbeitern zur Verfügung. Obwohl die Bestäubungsleistung einer einzelnen Hummel um einiges größer ist als die einer Honigbiene, Honigbienen gleichen dies durch ihre zahlenmäßige Überlegenheit aus.2 Weitere wichtige Gründe sind die Blüten- und Ortsstetigkeit. Bereits Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) erkannte diese beiden Gründe. 3

1. 2. 1 Blütenstetigkeit

Unter Blütenstetigkeit versteht man, dass eine Honigbiene, die eine Blütenart angeflogen hat, solange auf einer Blüte bleibt bis sie verblüht ist, damit bietet sie keine Nahrung mehr für die Honigbiene.4 Das heißt die Biene fliegt ausschließlich Kirschblüten an, bis diese verblüht sind und danach widmet sie sich einer anderen Blütenart. Die Bienenforscher sind sich bei der Frage wieso sich die Bienen auf Blütenstetigkeit spezialisiert haben noch sehr uneinig. Die aber am meisten Verbreitete Hypothesen sind: ,,Die Blütenstetigkeit ist durch Limitierungen von Lernen und Gedächtnis bedingt. Während das Langzeitgedächtnis eine große Kapazität für diverse Blütensignale hat, könnte es sein, dass eine Begrenzung des kurzlebigen Arbeitsgedächtnisses Insekten dazu zwingt, sich temporär zu spezialisieren. Eine weitere, jedoch bisher nicht durch Daten belegte Hypothese ist, dass die Blütenstetigkeit eine besonders effiziente Form der Arbeitsteilung in Insektensozietäten mit Kommunikationssystem ist."5

1. 2. 2 Ortsstetigkeit

Unter der Ortsstetigkeit versteht man, dass sich die Honigbienen bei ihrer Sammeltätigkeit auf einen begrenzten Raum beschränken, dieser umfasst durchschnittlich nicht mehr als 100 m². Die Größe des Sammelareals ist grundsätzlich von der Ausgiebigkeit und der Attraktivität der beflogenen Pflanzenart abhängig. Die Ortsstetigkeit kann sich positiv wie auch negativ auf die Blütenbestäubung der Honigbiene auswirken. Positiv wirkt sie sich aus, wenn im Sammelareal genügend sich gegenseitig bestäubende Sorten (z. B. Obstbepflanzungen) stehen, dadurch wird eine intensive Bestäubung erzielt. Negativ auf die Bestäubung wirkt sie sich bei zu einseitiger Bepflanzung aus.6

1. 2. 3 Bestäubung

Die Bestäubung ist ein positiver Nebeneffekt der Nahrungssuche der Bienen. Auf der Suche nach Nektar und Blütenstaub werden die Bienen von den Pflanzen durch an den Blüten befindlichen bunte, duftende Saftmale angelockt. In ihrer Buntheit sind sie für den Menschen nicht immer zu erkennen, da die Wellenlänge der Farben im Ultraviolettbereich liegt. Manche Blüten haben derart raffinierte Mechanismen, dass die Biene reichlich mit Pollen bepudert wird, bevor sie an den Nektar gelangt (Abb. 2). Wenn die Biene versucht an den Nektar zu gelangen wird der Haarpelz der Biene mit Pollen eingestäubt, da die Nektardrüsen tief im Grund der Blüten liegen und die Biene vorher an den Staubblättern und Griffel vorbei muss. Bei dem Besuch einer weiteren Blüte muss sie wieder an den Staubblättern und Griffel vorbei. Der Griffel nimmt Pollen gleicher Art auf. Und als Gegenleistung für die Bestäubung erhält die Biene Nektar.7

 

1. 2. 4 Die Bestäubungsleistung der Honigbiene

Die Anzahl der Einzelnlebenden Insekten geht auf Grund der heutigen Umwelteinflüsse immer stärker zurück. Zur Blütenbestäubung braucht man eine höchstmögliche Anzahl von Bienenvölkern. 80 bis 90 % der Bestäubungsarbeit wird durch Bienenvölker geleistet, die Honigbienen mit ihrer Blüten- und Ortsstetigkeit spielen dabei die größte Rolle.8

Der durch die Bestäubungsleistung der Bienen erbrachte materielle Nutzen für die Landwirtschaft beträgt ein Vielfaches des Honigertrages der Imker.9 In der Bundesrepublik Deutschland liegt der materielle Nutzen für die Landwirtschaft bei 1 Milliarde € (1980). Der Wert des Honigs beträgt hingegen nur 50 Millionen € (1980).10 Ein Bienenvolk mit ca. 30 000 Arbeitsbienen schickt an einem Tag im Mai/Juni 10 000 Flugbienen aus. Dieses Volk schafft, wenn eine Biene durchschnittlich 10 mal pro Tag ausfliegt und mindestens 20 Blüten pro Flug anfliegt, die erstaunliche Summe von zwei Millionen Blüten pro Tag.11

1. 3 Biene und Naturschutz

Wie wichtig die Bienen für unsere Flora und Fauna sind erkannt bereits Albert Einstein: ,,Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr,  keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr... ."

Die Bienen nützen nicht nur der Landwirtschaft, denn sie sorgen gemeinsam mit Wildbienen, Hummeln, Schmetterlingen u. v. a. für die Vermehrung und Arterhaltung vieler seltener Pflanzen. Manche Naturschützer stufen die Honigbiene als Nahrungskonkurrent der wildlebenden Insekten ein, dem ist aber nicht so, denn jede Insektenart hat ihre spezifischen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Honigbienen befliegen viele Blüten nicht, die aber für Wildbienen sehr wichtig sind (z. B. Holunder, Rainfarn, Hahnenfuß u.v.a).12

Ohne Artenreichtum der Flora wäre eine vielfältige Tierwelt gar nicht möglich, denn viele Vögel und Kleinsäuger ernähren sich von den Früchten der Pflanzen und ohne diese Tiere wäre auch nicht die Futtergrundlage für Greifvögel und Kleinräuber gegeben. Außerdem bietet die Flora dem Hoch- und Niederwild eine hervorragende Futtergrundlage.13

Ohne diese Tiere und Pflanzen hätte letztendlich der Mensch, der am Ende der Nahrungskette steht, keine Nahrungsgrundlage mehr.
Die hälfte aller höheren Tiere und 1/3 aller höheren Pflanzenarten gelten im Bestand gefährdet, bis zu 10 % von ihnen gelten als ausgerottet. Ein Ausfall oder Rückgang des Bienenbestandes würde diese Entwicklung nur beschleunigen. Denn alle Pflanzen und Lebewesen profitieren direkt oder indirekt von ihnen.14

1. 3. 1 Nutznießer und Mitbewohner im Bienenstock

Für viele Tiere dient die Biene selbst bzw. der Honig als Nahrungsgrundlage. So zum Beispiel ernähren sich Spitzmaus, Blindschleiche, Echse und Vögel von toten, kranken und erschöpften Bienen, die rund um den Bienenstock zu finden sind. Einige Tiere sind sogar auf Bienen angewiesen. Wie zum Beispiel der Bienewolf, eine Grabwespe, die Bienen im Flug erbeutet. Der Bienenwolf lähmt sein Opfer mit einem Stich, die Biene dient dem Nachwuchs als Nahrung. Auch die Hornisse ernährt ihre Brut mit erbeuteten Bienen. 

Viele kleinere Wespenarten versuchen meist erfolglos Honig aus dem Bienestock zu stehlen, es gelingt ihnen nur bei schwachen Bienenvölkern. Außerdem findet man an jedem Bienestock Spinnen verschiedenster Arten. Es gibt aber auch Tiere die direkt im Bienenstock leben so zum Beispiel Ameisen, die in den Nischen ihre Brut aufziehen und sich gelegentlich vom Honig ernähren. Auch findet man Bücherskorpione in Bienenstöcken, sie ernähren sich von anderen Mitbewohnern, wie zum Beispiel Wachsmottenlarven, Milben, Speckkäfer, Bienenläusen u. v. a. .15

1. 3. 2 Die Biene als Bioindikator

Die Honigbienen gälten wahrscheinlich als ausgestorben, wenn sie nicht von den Imkern beschützt würden. Denn die Monokulturen unserer Landschaft bieten nur mehr wenig Lebensräume für Tiere, darunter leidet auch die Honigbiene. Und auch Pestizide und Herbizide leisten ihren Beitrag zur Zerstörung der Natur. Außerdem findet man auf maschinengerechten Agrarlandschaften kaum Bäume und Hecken. Missstände beim Umgang mit unserer Landschaft und mit Umweltchemikalien werden meist als erstes durch Imker offengelegt. Denn die Bienen reagieren sehr empfindlich auf naturwidrige Einflüsse. So weist ein Bienensterben meist auf Umweltvergiftungen hin und dies war wiederholt der Anlass, dass solche Umweltvergiftungen durch den Einbau von Filteranlagen abgestellt bzw. reduziert wurden.16

2. Geschichte der Honigbiene

Das Alter der Honigbiene beträgt mindestens 45 Millionen Jahren, das Alter des Homo sapiens beträgt im Vergleich dazu nur 100.000 Jahre. Das Alter der Honigbiene konnte durch wissenschaftliche Untersuchungen und Funde bestimmt werden. Wobei im Eckfelder Maar in der Vulkaneifel die ältesten Funde in versteinerter Form gemacht wurden.17 Funde von Honigbienen in Bernstein weisen darauf hin, dass die damalige Gestalt nur wenig von der heutigen Gestalt der Honigbiene abweicht.18

Der Mensch hat nach historischen Überlieferungen bereits sehr bald den Nutzen der Honigbienen und des Honigs erkannt. Die älteste Dokumentation von Menschen finden wir auf ca. 12.000 Jahren alten Höhlenmalereien in Bicorp bei Valencia in Spanien. Darauf ist eine Frau zu sehen, die von Bienen umschwirrt Waben aus einer Felshöhle holt.19

Historische Überlieferungen sind uns auf Papyrusrollen, Lehmtafeln, und durch den Koran und die Bibel erhalten geblieben. So wurde zum Beispiel im Alten Testamen das Heilige Land als ein Land bezeichnet, in dem Milch und Honig fließt. In diesen Dokumenten findet man viele Aufzeichnung, die sich mit der mystischen Deutung der Bienen beschäftigen. Wegen ihres Fleißes, ihrer Tapferkeit, ihrer Jungfräulichkeit und der Aufopferungsgabe für ihr Volk war die Biene Synonym und Abbild alles Guten. Deshalb fand die Biene breite Verehrung, sie wurde zum göttlichen Sinnbild und den Imkern wiederfuhr eine große Anerkennung bei den Mitbürgern. 20 Bienenzucht wurde in vielen Hochkulturen bereits vor unserer Zeitrechnung betrieben. Zum Beispiel nutzten bereits Ägypter die Biene, sie wurden in liegenden Tonröhren gehalten und mit Schiffen den Nil auf- und abwärts von einer Trachtquelle (Pflanzen die Rohstoffe zur Honigbereitung liefern) zur anderen transportiert.21

Der Mensch hat sich auch bereits im antiken Griechenland mit der Bienenzucht beschäftigt. Der Honig war in Griechenland neben dem Wein ein universal Heilmittel. In der griechischen Mythologie findet man, dass die Bezeichnung Melissa (Honig) auf König Melispos von Kreta oder auf dessen Tochter zurückzuführen ist. Es ist aber auch möglich, dass die Bezeichnung aus dem nahöstlichen oder ägyptischen Raum stammt, weil dort bereits eine höher entwickelte Bienenzucht existierte.22 Als einer der Ersten beschäftigte sich Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) mit der Erforschung des Bienenvolkes. Er erkannte bereits die Blüten- und Ortsstetigkeit der Honigbienen und räumte mit der Ansicht auf, dass Bienen aus toten Stieren entstehen.23

Im Gegensatz zu den Hochkulturen war die Blütezeit der Imkerei in Europa viel später. Während in den Hochkulturen wie Griechenland, Ägypten und China bereits vor unserer Zeitrechnung Bienen gezüchtet wurden, wusste der Europäer hingegen zu dieser Zeit nur wie er an den Honig wildlebender Bienen herankam aber nicht wie er Bienen züchten sollte. Die Blütezeit war im mittleren Europa erst im Mittelalter. Die Imker wurden damals Zeidler genannt. Sie hatten unter den Mitbürgern ein hohes Ansehen und sie genossen besondere Privilegien. So durften sie Waffen tragen, sie hatten eigene Rechte und eine sogar eine eigene Gerichtsbarkeit, das Zeidlergericht. Aus der Zeidlerei entwickelte sich im Laufe der Zeit unsere Imkerei.24

3. Systematik und Verbreitung

3. 1 Systematik

Bienen zählt man zum Stamm der Gliedertiere (Arthropoden) und dort zur Klasse der Insekten. In den vielen Ordnungsgruppen der Insekten findet man die Biene unter den Hautflüglern (Hymenoptera), die wie der Name schon sagt häutige Flügel besitzen. . In dieser Ordnungsgruppe mit einer fast unüberschaubaren Anzahl von Arten, findet man die Unterordnung Stechimmen (Aculeata). Zu dieser Unterordnung zählen u. a. Ameisen (Formicoidea), Wespen (Vespoidea) und Bienen (Apoidea). Es ist bemerkenswert, dass sich in dieser Unterordnung die drei wichtigsten Staatenbildenden Insekten gefunden haben.25 Zu den Bienen (Apoidea) gehören nicht nur, wie weitläufig angenommen, die Honigbienen. Zu dieser Gattung zählt man über 20.000 Arten. Sie findet man nahezu überall auf der Erde, im Norden dringen sie sogar bis weit über den Polarkreis vor.26 Davon leben alleine bei uns über 500 Arten. , wobei dies überwiegend einzellebende Bienen, sogenannte Solitärbienen sind.27

Man teilt die Bienen (Apoidea) in sechs Familien ein:

3. 1. 1 Familie der Ur- und Seidenbienen (Colletidae)

Zu ihnen zählt man etwa 500 Arten, bei uns kommen etwa 40 Arten vor, die viele urtümliche Merkmale bewahrt haben. So ist ihre Zunge kurz und ihre Sammeleinrichtungen sind meist unvollkommen. Diese Bienen findet man auf allen Erdteilen, wobei Australien besonders Viele Arten beheimatet. Eine Eigenart dieser Bienen ist, dass sie ihre Brutzellen, die man im Boden, in hohlen Zweigen oder morschem Holz findet, mit einer rasch erhärtenden, wasserdichten Drüsenabsonderung austapezieren. Pollen sammeln sie, im Gegensatz zu den anderen Bienen, im Kropf.28

3. 1. 2 Familie der Sand- oder Erdbienen (Andrenidae)

Zu dieser Bieneart zählt man weltweit mehr als tausend Arten, in Europa sind es etwa 140. Besonderheiten in ihrer Morphologie sind eine dichte Sammelbürste an den Unterschenkel, lange Sammelhaare stehen auch an anderen Beingliedern an der Brust und am Körperende. Die Männchen unterscheiden sich von den Weibchen beträchtlich in Bau und Färbung. Sie besuchen hauptsächlich flache Blüten, wie Rosen oder Doldenblütler, da ihre Saugzunge nicht sehr lang ist. Sie graben ihre Nester in den Boden, daher auch ihr Name Sand- oder Erdbienen.29

3. 1. 3 Familie der Furchenbienen (Halictinae)

Wiederum auf allen Erdteilen, findet man die mehrerer tausend Arten zählende Familie der Furchenbienen, davon leben bei uns etwa 130 Arten. Die Sammelbürsten finden sich je nach Gruppen an verschiedenen Teilen der Beine. Die Größe dieser Bienen beträgt meist nur 3 - 11 mm. Sie besuchen eine Vielzahl, zum Teil auch tiefere Blüten. Die Lebensweise dieser Bienen ist nur zum Teil erforscht, doch sie sind für uns von besonderem Interesse, da man in dieser Familie alle Übergange vom Einsiedlerleben bis hin zur Vergesellschaftung angetroffen hat. Der Nestbau ist von Art zu Art unterschiedlich, dies geht von einfachen Bauten, die denen der Sandbienen ähneln, bis hin zu aus Sand und wachsartigen Drüsenabsonderungen wabenartige Ansammlungen von Zellen, die an Sandpfeilern in einer Erdhöhle aufgehängt sind.30

3. 1. 4 Familie der Mellitiden (Melittidae)

Von ihnen gibt es etwa 60 Arten, in Mitteleuropa sind davon etwa 10 Arten beheimatet. Von ihrem Bau her stehen sie am Übergang von den niederen zu den höheren Bienen. Da sie eine lange Zunge besitzen, können sie auch in tiefere Blüten eindringen. Ihre Sammelbürsten an den Hinterbeinen können solche Ausmaße annehmen, dass man die Gattung Dasypoda bei uns als Hosenbiene bezeichnet. Sie graben ihre Nester in den Boden und legen den Pollen nicht auf den Boden, sondern auf 3 Pfeilern.31

3. 1. 5 Familie der Mauer-, Mörtel- und Blattschneiderbienen (Megachilidae)

Sie sind Bauchsammler, das heißt, dass sie den Pollen ernten indem sie mit der Haarbürste an der Unterseite ihres Hinterleibes über die Staubgefäße streifen. Die weit verbreitete und artenreiche Familie steht unter den Einsiedlerbienen am höchsten. Die Baumaterialien ihrer Kunstvollen Nestbauten, ist von Gattung zu Gattung unterschiedlich. Einige verwenden noch Erde, andere wiederum verwende alle möglichen Pflanzenstoffe.32

3. 1. 6 Familie der Echten Bienen (Apidae)

Zu dieser Familie zählen nicht nur gesellig lebende Arten, sondern auch Einsiedler. Sie besitzen eine lange Zunge, mit der sie bei Lippenblütlern und Schmetterlingsblütlern zum Nektar vordringen können. Der Pollensammelapparat an den Hinterbeinen ist bei ihnen am höchsten ausgebildet. Man unterscheidet drei Unterfamilien:33

3. 1. 6. 1 Unterfamilie der Pelzbienenverwandte (Antrophorinae)

Diese dichtbehaarten Bienen sind mit zahlreichen Arten weit verbreitet. Die meisten sind Einsiedlerbienen, einige sind aber auch Schmarotzer. Ihr Nest graben sie meist in großen Kolonien in die Wände von Lehm und Sandgruben.34

3. 1. 6. 2 Unterfamilie der Holzbienenverwandte (Xylocopinae)

Diese Unterfamilie neigt zum Gemeinschaftsleben. Dies findet man bei der südafrikanischen und australischen Verwandten der Gattung Allodape.35

3. 1. 6. 3 Unterfamilie der Honigbienen Verwandte (Apinae)

In dieser Staatenbildenden Unterfamilie gibt es drei Gattungsgruppen:

3. 1. 6. 3. 1. Hummeln (Bombini)

Die etwa 200 Arten, davon etwa 30 in Europa, findet man in gemäßigten und nördlichen Gegenden, im Süden vor allem in Berglagen. Charakteristisch ist ihr dichtes und oft buntes Haarkleid, sowie ihr langer Rüssel und ihr kräftiger Körperbau. Ihre Nester bauen sie meist in Erdhöhlen. Manche Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Hummeln angewiesen, wie zum Beispiel der Rotklee36.

3. 1. 6. 3. 2 Stachellosen Bienen (Meliponi)

Diese Bienengattung findet man in den tropischen Gebieten Südamerikas. Sie leben in Völkern, wobei diese Kolonien viel kleiner sind als die unserer Honigbiene. Ihre Nester bauen sie nicht aus reinem Wachs, sondern aus einem Wachs - Lehm Gemisch. Viele Menschen glauben, dass alle Bienen stechen, dem ist aber nicht so. Bei dieser Bienengattung hat sich der Stechapparat zurückgebildet, sie sind deshalb aber nicht wehrunfähig, sie haben sehr gut ausgebildete Mundwerkzeuge, deren Biss sehr schmerzhaft ist.37

3. 1. 6. 3. 2 Eigentlichen Honigbienen (Apini)

Die ursprüngliche Heimat dieser Gattung war die Tropen Südostasiens. Man unterscheidet vier Gattungen.38 Das sind die Riesenhonigbienen (Apis dorsata), die Zwerghonigbiene (Apis florea), die Indische Honigbiene (Apis cerana) und unsere Honigbiene (Apis mellifera). Sie wurde aber vom Menschen auf der ganzen Welt verbreitet. Die anderen 3 Gattungen sind in Asien verbreitet worden.39

3. 2 Die wirtschaftlich bedeutsamsten Rassen der Honigbiene in Europa

3. 2. 1 Apis mellifera ligustica (Italiener Biene)

Sie ist die ,,Wirtschaftsbiene" schlechthin. Ursprünglich in Italien beheimatet wird sie heute in allen bedeutsamen Honigerzeugerländer eingesetzt.40 Der Grund ist, dass die braun bis gelbgefärbte Biene außerordentlich Anpassungsfähig ist und man sie somit in fast allen Regionen der Erde einsetzen kann. 41

3. 2. 2 Apis mellifera carnica (Krainer Biene)

Ihre Ursprungsregion ist Krain / Österreich / Slowenien. Sie ist eine sehr fleißige und eine der sanftmütigsten Rassen überhaupt. Sie war sehr Schwarmlustig, doch man hat versucht dies so gut wie möglich wegzuzüchten. Trotzdem ist sie noch immer die schwarmlustigste Biene von allen.
Der größte Vorteil dieser Bienenrasse ist ihr ökonomisches Vorratshalten. Diese Rasse brütet nicht wie andere Bienenrassen bei einem Trachtrückgang oder Ausfall weiter, sie setzt die Eiablage vorübergehend aus um nicht zu verhungern. Dies ist vor allem in Gegenden wie dem mitteleuropäischen Raum von nützen, in dem bei unsicherem Witterungsverlauf mittelgute bis mäßige Trachten vorhanden sind. Daher nimmt diese Biene im deutschen, österreichischen, schweizerischen und südtirolerischen Raum eine Vormachtstellung ein.42

3. 2. 3 Apis mellifera caucasica (Kaukasische Biene)

Sie ist der Krainer Biene sehr ähnlich. Die gräuliche Biene ist sehr fleißig und sanftmütig und besitzt den längsten Rüssel der aller Honigbienenrassen. Daher ist sie besonders für den Rotkleeeinsatz geeignet.43 Sie ist bekannt für die unmäßige Verwendung von Kittharz (Propolis), dies ist für einen herkömmlichen Imker nicht von Vorteil, aber für einen Imker der sich auf die Propolisgewinnung spezialisiert hat.

3. 2. 4 Apis mellifera mellifera (Nordbiene)

Wie ihr Name schon sagt war sie im Norden Europas verbreitet. Da die Trachtquellen in den nördlichen Ländern erst später gedeihen ist sie eine Spättrachtbiene. Eine Nutzung früher Trachten, wie zum Beispiel Obstblüten, ist mit dieser Biene kaum möglich. Da sie sehr oft mit anderen Rassen gekreuzt wurde macht sie oft ihre Aggressivität schmerzhaft deutlich.44

3. 2. 5 Die Buckfastbiene

Die Buckfastbiene ist eine künstlich aus verschiedenen Bienenrassen gezüchtete Biene. Sie wurde von Bruder Adam im englischen Buckfastkloster gezüchtet. Da es sich um eine junge Züchtung handelt müssen auch heute noch passende Rassen eingekreuzt werden. Das macht die Zucht natürlich komplizierter. Die Buckfastbiene ist eine Biene mit besonders vielen Vorzügen für den wirtschaftlichen Imker. Sie baut starke Völker auf, nützt jede Tracht zur Gänze aus und ist sehr schwarmträge. Von Nachteil ist ihre zögerliche Frühjahrsentwicklung. Sie erzeugt viel Bienenwachs und verwendet kaum Propolis. Ein Imker muss fortlaufend Königinnen nachkaufen, da es für einen Imker kaum möglich ist von einer Kunstrasse Nachzuchten zu erstellen.45

3. 3 Verbreitung der westlichen Honigbiene

Ihr Verbreitungsgebiet ist ganz Europa, Vorderasien und der Afrikanische Kontinent. Geographische Rassen entstanden durch eiszeitliche Klimaverschiebungen und natürlichen Grenzen, wie zum Beispiel die Alpen. Sie wurden aber durch den Mensche weitgehend verschoben.46

Nördlich der Alpen war die dunkle Biene (Apis mellifera mellifera) verbreitet, auch Nordbiene genannt. Heute kommt sie in der Schweiz, Frankreich und auf der Iberischen Halbinsel vor. Als Apis intermissa besiedelt sie sogar den nordafrikanischen Raum.47

Südlich des Alpengürtels entstand in Italien die Italiener Biene (Apis mellifera ligustica). Heute findet man sie durch die Verbreitung des Menschen nahezu überall auf der Welt. Grund hierfür ist, dass sie äußerst anpassungsfähig ist.48

Der Ursprung der grauen Krainer Biene (Apis mellifera carnica) liegt im südöstlichen Alpengebiet. Dieses Gebiet erstreckt sich bis nach Ungarn, Rumänien und Bulgarien.49

Östlich des Gebietes der grauen Krainer Biene erstreckt sich das Gebiet der Kaukasischen Biene (Apis mellifera caucasica).50

In Afrika lebt südlich des Wüstengürtels eine etwas kleinwüchsigere Biene mit dem Namen Apis mellifera adansonii. Aus dieser Bienenart entstanden die ,,Killerbienen". Diese Bienenart wurde aus Forschungszwecken nach Südamerika gebracht, dort entkam sie allerdings und vermischte sich mit einheimischen Rassen. Daraus entstand eine äußerst aggressive Bienenart, die, wenn sie in Schwärme angreifen bereits mehre Todesopfer forderten. Sie breiten sich rasch aus, von 300 bis 500 km jährlich. So besiedelt sie nach dem südamerikanischen Raum bereits auch den nordamerikanischen Raum. Da die Völker sehr viele Drohnen und Könige produzieren und diese viel früher ausfliegen, als die Verwandten der europäischen Honigbiene, haben diese natürlich einen Vorteil bei der Paarung und somit verdrängen sie die europäischen Honigbienen, in den Gebieten, in denen sie auftreten fast gänzlich.51

Im südlichen Afrika leben die sogenannten Kapbienen (Apis mellifera carpensis), sie haben eine Sonderstellung unter den Honigbienen. Denn bei den Kapbienen kann nicht nur die Königin, sondern auch die Arbeiterinnen, sogenannte Pseudo-Weiseln, diploide Eier legen. Und daraus entwickeln sich normale Arbeiterinnen. Zwar sind die anderen Honigbienenarbeiterinnen auch in der Lage bei einem Tod der Königin Eier zu legen, doch daraus entstehen nur Drohnen.52

4. Anatomie der Honigbiene

Die Biene ist nach dem allgemeinen Bauplan der Insekten aufgebaut. Sie weist die Dreiteilung Kopf, Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen) auf. Sie schlüpft als ein fertiges Insekt (Imago) aus der Zelle. Die Biene kann nicht mehr wachsen, da dies der Chitinpanzer verhindert. Man kann den Chitinpanzer mit dem Knochengerüst der Säugetiere vergleichen, wobei das Gerüst bei den Insekten außen liegt.53 Der Chitinpanzer besteht aus vielen Einzelteilen, die durch feine Häutchen verbunden sind, was ihn mehr oder weniger beweglich macht. Der Hinterleib ist besonders beweglich, was den geschickten Gebrauch des Stachels ermöglicht und sie kann den Hinterleib bei gefülltem Honigmagen ausdehnen. Der Kopf- und Brustabschnitt hingegen sind eher fest miteinander verbunden.54

4. 1 Kopf

 

Der Kopf hat eine dreieckige Form mit flacher Vorder- und leicht konkaver Rückseite. Mit der Brust ist er durch den schmalen, häutigen und beweglichen Hals verbunden. Dort ziehen aus der Kopfhöhle durch das Hinterhauptsloch Speiseröhre, Nerven, Blutgefäße und Drüsengänge in den Körper. Am Kopf befinden sich nicht nur Sinnesorgane, sondern auch andere lebenswichtige Instrumente und Drüsen.55

4. 1. 1 Augen

Die Biene hat zwei Facettenaugen und drei Punktaugen (Ozellen) am Obertteil des Kopfes. Die Punktaugen dienen zur Messung der Lichtintensität, sie helfen der Biene bei der richtigen Einschätzung des Flugbeginns und des Endes. Die beiden Facettenaugen bestehen aus unzähligen Einzelaugen (Ommatiden).56 Bei der Königin sind es 4000 Einzelaugen, bei einer Arbeiterin 5000 und bei den Drohnen sind es 8000 Einzelaugen. Die keilförmige Anordnung der Facettenaugen erlaubt es der Biene eine Orientierung nach allen Seiten ohne den Kopf bewegen zu müssen. Die Facettenaugen geben allerdings die Umwelt in groben Raster wieder.57

Daher sieht die Biene im Vergleich zum menschlichen Auge nicht scharf und das Farbsehen der Biene ist auch unterschiedlich. Ein leuchtendes Rot ist für die Biene schwarz oder dunkelgrau und der Mensch kann zwischen Rot und Violett 60 Farbstufen unterscheiden, die Biene hingegen kann nur 12 unterscheiden. Die herausragendsten Farben sind Orange, Gelb, Grün, Blaugrün, Blauviolett und Ultraviolett. Aber am stärksten nimmt die Biene ultraviolette Farben wahr, die für den Mensch nicht sichtbar sind.58

Trotz der Unschärfe des Sehens ist es den Bienen möglich sich im Raum zu Orientieren und sie können Formen und Größen differenzieren. Bienen erkennen die Polarisation des Himmels, das heißt, dass sie den Weg zur Trachtquelle und zurück nach Hause auch finden wenn die Sonne nicht scheint. Bemerkenswert ist auch, dass die Facettenaugen Informationen 4 mal schneller verarbeiten als das menschliche Auge.59

4. 1. 2 Fühler

Die Fühler sind zwei frei bewegliche Anhänger, die an der Basis mittels einer weichen Membran an der Stirnseite des Kopfes befestigt sind.60 Die Fühler verbinden den empfindlichen Tastsinn mit dem noch empfindlicheren Riechvermögen. Dies bezeichnet man als plastisches Riechen, da sich die Biene mit ihnen im dunklen Stock ohne zu sehen orientieren kann. An den Fühlern sind Tausende von größtenteils spezialisierten Rezeptoren befestigt. Mit denen findet die Sammlerin ihre Blüte und der Drohn die Königin zur Begattung. Neben Düfte nehmen sie auch Werte für Feuchtigkeit, Temperatur und den Kohlendioxidgehalt der Luft wahr.61

4. 1. 3 Nervensystem

Viele Haare des dichten Haarkleides der Biene enden in einer Sinnesnervenzelle, sehr viele davon findet man an den Fühlern. Die Bewegung der Haare, die durch eine Berührung, Luftzug oder Erschütterung ausgelöst wird, lösen einen Reiz an der Sinneszelle aus und die Biene kann entsprechend reagieren.

Das Zentralenervensystem ist einfach gebaut. Es besteht aus dem Gehirn in der Kopfkapsel und im Bauchmark, das den ganzen Körper in der Länge durchzieht. Zu den Muskeln ziehen Nervenfasern, die sich in großer Anzahl in den Nervenknoten des Bauchmarks befinden. Andere Fasern kommen von den Sinnesorganen der Peripherie, sie leiten ihre Wahrnehmung in die Gehirnzellen weiter. Die Nervenimpulse werden augenblicklich umgeformt und an die Bewegungszentren des Bauchmarkes geleitet, dadurch kann die Biene blitzschnell reagieren.62

4. 1. 4 Mundwerkzeuge

Die Mandibeln sind an beiden Seiten der Mundöffnung befestigt und setzen sich im Rüssel fort. Sie können durch Muskelzüge bewegt werden. Die Arbeiterbienen verwenden die Mundwerkzeuge zur Bearbeitung des Wachses, zum Pollenfressen, zum Nagen und als Greif- und Kneifwerkzeug.

Die Königin hat größere Mandibeln als die Arbeiterinnen und mit Hilfe eines vorne befindlichen Zahnes kann sie die Zelldeckel der Weiselzellen aufschneiden.
Hinter den Mandibeln befindet sich die Mandibeldrüse, sie sondert ein Sekret ab, dass die Arbeiterinnen zum Weichmachen des Wachses verwenden. Diese Drüse ist bei der Königin besonders stark ausgebildet, sie sondert den Weiselstoff ab, der in kleinen Menge an die einzelnen Tiere des Volkes weitergegeben wird. Er bewirkt den Zusammenhalt des Volkes. Würde eine Königin diesen Stoff aus irgend einem Grund nicht produzieren, würden Schwarm und Umweislungszellen im Volk entstehen und bei den Arbeiterinnen würden die Eierstöcke zu wachsen beginnen. Drohnen hingegen besitzen keine Mandibeldrüse.63

4. 1. 5 Rüssel

Mit diesem Saugorgan nimmt die Biene Nektar, Honigtau, Futter und Wasser auf. Der Rüssel besteht aus mehreren Einzellteilen. In Ruhestellung bleibt der Rüssel zusammengelegt über ein Scharnier eingeklappt. Eine Öffnung an der Zungenwurzel bildet die Futterrinne, die zur Futterübergabe von einer Biene zur anderen dient. Die Rüssellänge variiert unter den Bienenrassen.64

4. 1. 6 Futtersaftdrüse (Schlunddrüse)

Diese Drüse findet man nur bei den Arbeiterbienen. Sie sind zwei lange Stränge von kleinen Säckchen, die sich vielfach gewunden seitlich in der Kopfkapsel befinden. In der Gesamtausdehnung sind sie doppelt so lang wie der Bienenkörper.

Nach dem Schlüpfen werden sie zur Futtersafterzeugung für die Bruternährung ausgebildet. Dazu muss die Bienen den Blütenstaub fressen. Die Futtersaftdrüsen bilden sich zurück, wenn die Biene über das Alter der Ammenbiene hinausgeht.65

4. 2 Brust

Im Thorax befindet sich das Zentrum des Bewegungsapparates, große Muskeln sind dort für die Bewegung sämtlicher Gliedmasse zuständig. 66

4. 2. 1 Beine

 

Die Biene besitzt drei Beinpaare, sie dienen zur Fortbewegung, als Pollensammel- und Transporteinrichtung. Jedes Bein ist aus sechs Einzelsegmenten aufgebaut, die durch Gelenke miteinander Verbunden sind. Die Biene kann das ganze Bein in einem Scharniergelenk nur vor und zurück bewegen. Doch die Scharniergelenke der anderen Segmente stehen in unterschiedlichen Winkeln mit unterschiedlichen Bewegungsrichtungen, so sind Einzelbewegungen in alle drei Ebenen möglich. Dies ist der Biene besonders beim Sammeln von Pollen und beim Bilden von Pollenhöschen ein Vorteil. Das Sammeln wird durch die starke Behaarung an den Beine zusätzlich unterstützt.67

An der Ferse des ersten Beinpaares ist unmittelbar unter dem Gelenk ist eine tiefe kreisrunde Einkerbung, die mit kräftigen Borsten versehen ist, als Wiederlager dient der Sporn. Das ist die Putzscharte, durch die, die Biene nach jedem Blütenbesuch die Fühler durchzieht, um die empfindlichen Fühler von Staub und Pollen zu reinigen.68  

 

4. 2. 2 Flügel

 

Die Flügelwurzeln befinden sich seitlich am mittleren und hinteren Brustsegment. Die Vorderflügel sind größer und kräftiger geadert als die Hinterflügel. Die Biene kann durch eine bewegliche Anordnung am Bruststück die Flügel in nahezu alle Richtungen bewegen. Daher ist sie im Stande sämtliche Flugmanöver, wie Steig-, Sink-, Kurven- und Kreisflug durchzuführen. Eine Besonderheit ist eine Häkchenreihe am Vorderrand des Hinterflügels mit Hilfe dieser Häkchen kann die Biene den Hinterflügel an eine Falz am Vorderflügel befestigen, und somit koppelt sie die beiden Flügel zu einem großen. Die Biene schafft etwa 250 Flügelschläge pro Minute und erreicht bei Windstille beachtliche 29 km/h.69

 

4. 3 Hinterleib

Abb. 7 Die wichtigsten Organe der Biene
Quelle: LAMPEITL, Franz: Bienen halten. S. 27

Im Hinterleib befinden sich sämtliche wichtige Organe. Er setzt sich aus den Hinterleibssegmenten zusammen, die von einer großen und von einer kleinen Bauchschuppe gebildet werden. Der Hinterleib kann in alle Richtungen gedehnt oder zusammen gezogen werden. Der Hinterleib kann auch in alle Richtungen bewegt werden, da er nur mit der Brust durch einen kurzen, schmalen Stil verbunden ist.70  

4. 3. 1 Verdauungsorgane

Der Verdauungskanal beginnt in der Mundöffnung führt über die Saugpumpe durch die Speiseröhre durch Hals, Bruststück und Stiel in die Honigblase. Von dort gelangt die Nahrung über den Ventiltrichter in den Magen bzw. Mitteldarm und von dort geht es über den Dünndarm und den sackartigen Endarm in die Kotblase. Diese mündet in den After, der zwischen Stachel und letzter Rückenschuppe liegt.71

Die Honigblase ist ein dehnbarer, birnenförmiger Sack, in der aufgesammelter Nektar, Honigtau, Futter und Wasser transportiert wird.72
Zwischen Honigblase und Mitteldarm befindet sich der Ventiltrichter. Er fungiert als Regulierer zwischen Honigblase und Mitteldarm und bestimmt somit was in den Stock transportiert wird und was verdaut wird.

Im Mitteldarm erfolgt die Verdauung der Nahrung. Die Zellen der Magenwand scheiden Verdauungssäfte ab und die aufbereiteten Nahrungsstoffe passieren die peritropische Membran und gelangen durch die Magenwand in den Blutkreislauf.73

Der Dünndarm und die Kotblase nehmen Wasser aus dem Darminhalt auf und dienen zur Abscheidung von Schlacken. Die Kotblase ist dehnbar, da die Biene nur außerhalb des Stockes abkotet.74

Die Malphigischen Gefäße sind dünne Schläuche die in den Darmkanal münden und als eine Art Niere fungieren. Sie entfernen Abbaustoffe und Salze aus dem Blut und entleeren sie in den Darm.75

4. 3. 2 Stachelapparat mit Giftblase

Einen Stachel besitzen nur Königin und Arbeiterin, wobei der Stachel der Königin etwas länger ist. Der Stachel besteht aus zwei spitz zulaufenden und mit Wiederhaken besetzten Stechborsten. Der Stachel befindet sich normalerweise versenkt in der Stachelkammer des Hinterleibs und ist mit diesem durch die Stigmenplatte und durch Muskeln verbunden. Am Ende der Stachelkammer befindet sich die Giftdrüse in der das Gift produziert wird und die Giftblase in der es gespeichert wird. Beim Stechvorgang treibt die Biene den Stachel in die Haut und die Giftblase pumpt das Gift hinein. Die Wiederhaken verhindern, dass die Biene den Stachel herausziehen kann und so reißt sie beim Wegfliegen den ganzen Stachel samt Giftblase und Nervenknoten heraus. Die Biene erleidet starke innere Verletzungen, an denen sie verendet. Dies passiert aber nicht, wenn sie diejenigen sticht, für die der Stachel eigentlich gedacht ist, nämlich andere Insekten. Bei ihnen kann die Biene den Stachel leicht wieder herausziehen.76

Die Zusammensetzung und die Wirkung des Bienengiftes wird in der Brockhaus Enzyklopädie so beschrieben: ,, ... Das Bienengift ist hochwirksam; bereits 0,5 μl des Giftes führen zu den bekannten Symptomen: ein etwa fünf Minuten andauernder Schmerz, Schwellung und Jucken nach einigen Stunden. Der Hauptbestandteil Melittin verursacht den starken Schmerz, der vermutlich durch vom Membranpotenzial abhängige Wechselwirkungen mit der Membran entsteht, während die Schwellung auf die Wirkung der Phospholipasen und der Hyaluronidase zurückgeführt wird (lytische Zerstörung der Zellen und Bildung von Ödemen). Das Bienengift zeigt eine von den Giften anderer Hautflügler (Hymenoptera) stark abweichende Zusammensetzung; Melittin kommt offensichtlich nur im Gift der Honigbienen (Gattung Apis) vor."

4. 3. 3 Wachsdrüsen

Sie befinden sich paarweise zwischen den Bauchschuppen des Hinterleibs. Sie sind spezialisierte Abschnitte der Hautzellen, sie wachsen und erzeugen während der Bauperiode Wachs im flüssigen Zustand, das zwischen den Wachsspiegeln und Schuppen erstarrt. Von dort streift es die Biene mit den Hinterbeine ab und mit den Mandibeln wird es geknetet und weiterverarbeitet. Nachdem die Bauperiode vorbei ist degenerieren sich die Wachsdrüsen.77

4. 3. 4 Duftdrüse

Diese Drüse sondert ein Sekret ab, das es der Biene ermöglicht den Geruch der Stockinsassen von Fremdbienen zu unterscheiden. Sie befindet sich an der Innenseite der siebten Rückenschuppe.78

4. 3. 5 Herz

Das Herz ist das einzige Blutgefäß der Biene, es ist ein schlankes Rohr, das sich am Rücken des Hinterleibes durch den Stiel in das Bruststück und weiter in den Kopf erstreckt. Man bezeichnet den Teil, der im Hinterleib liegt als eigentliches Herz und den der im Bruststück liegt als Aorta. Seitlich am Herz befinden sich 5 Paar schlitzförmige Öffnungen, durch die das Blut angesaugt wird und im Kopf, dort hat das Herz eine Öffnung, tritt es wieder aus.79 Es umspült sämtliche innere Organe und versorgt diese mit Nährstoffe. Dies ist möglich, weil die Bienen, wie alle Insekten, einen offenen Blutkreislauf haben. Das Blut (Haemolymphe) hat eine blasse bernsteingelbe Farbe.80

4. 3. 6 Fettkörper

Fettkörper sind Massen aus weichem, weißem Gewebe, sie bestehen aus locker zusammengesetzten Zellen. Man findet sie verstreut im Hinterleib. Sie dienen der Biene zur Speicherung von Nahrung, ähnlich unseren Fettzellen.81

4. 3. 7 Atmungssystem

Die Biene braucht wie der Mensche Sauerstoff zum Atmen und gibt dabei Kohlendioxid ab. Ein verzweigtes System von Atemröhrchen (Tracheen) im Inneren des Körpers leiten den Sauerstoff direkt zu allen Geweben und Organen. Wir finden sogenannte Luftsäcke im Hinterleib und in den Beinen, in verschiedenen Größen, es sind dünnwandige Erweiterungen der Tracheen. Die Biene pumpt diese Luftsäcke voll mit Luft. An der Außenseite des Bienekörpers befinden sich schlitzförmige Atemlöcher (Stigmen), sie sind mit den Tracheen verbunden. Die Tracheen können sich kaum ausdehnen, daher pumpt die Biene durch einziehen und dehnen des Hinterleibes Luft in den Körper. Ein besonderes Verschlusssystem regelt das Aus- und Einströmen der Luft.82

4. 3. 8 Fortpflanzungsorgane

 

Abb. 9 u. 10 männliche und weibliche Geschlechtsorgane
Quelle: LAMPEITL, Franz: Bienen halten. S. 32

Die Königin hat zwei große birnenförmige Eierstöcke, die, die Keimzellen enthalten. Die Eierstöcke bestehen aus jeweils 180 dicht gelagerten Eischläuchen, die Arbeiterinnen Besitzen nur 2 bis 12 davon.83 Diese Schläuche führen über den Eileiter in die Scheide. Dort befindet sich als kugelförmiges Gebilde die Samenblase, in der die Spermien bis zu einigen Jahren gelagert werden.84  

Die Fortpflanzungsorgane des Drohns bestehen aus den sich im Hinterleib befindenden Hoden, in denen die Spermien produziert werden. Im Samengefäß werden die Reifen Spermien gespeichert. Über Schleimdrüsen und einen langen Spritzkanal wird die Verbindung zum Begattungsschlauch hergestellt.85 Bei der Paarung wird der Begattungsschlauch nach außen gestülpt und die Spermien werden durch Muskelkontraktionen nach außen befördert. Das Ausstülpen des Begattungsschlauches hat den Tod des Drohns zur Folge, da lebenswichtige Organe abgerissen werden. Deshalb werden viele Drohnen benötigt.86

4. 4 Drüsen

Drüsen spielen eine wichtige Rolle, sie haben die unterschiedlichsten Aufgaben und sie werden in unterschiedlichen Lebensabschnitten benötigt.87 Ich habe bereits die wichtigsten Drüsen erläutert, doch will ich in diesem Kapitel sämtliche Drüsen kurz vorstellen.

Bei allen drei Bienenwesen

Drüse Lage Aufgabe
Kopf- und Brustspeicheldrüse
Kopf und Brust

Auflösen von Zucker, Wachsverarbeitung,
Ausspeicheln von Brutzellen

Anhartsche Fußdrüsen
jeweils letztes Fußglied

Verbesserung der Haftung; Fußabdruckpheromon;
Markierung von Nesteingang und Futterplätzen;
Anlockung von Arbeiterinnen und Königin;

Rektaldrüsen
Kotblase

Regulierung des Wasser- und Mineralstoffhaushaltes;
Absonderung von Katalase (Fäulnishemmstoff);

Bei Königin und Arbeiterin
Mandibeldrüse
Basis der Mundwerkzeuge

Königin: Könniginnensubstanz (Pheromone); Sexuallockstoffe; Hemmstoffe für Ovarentwicklung bei Arbeiterinnen;
Arbeiterin: Futtersaft; Fermente; Trennmittel zur Wachs und Propolisverarbeitung; Alarmpheromon I;

Stachelkammerdrüse
zwischen Gift und Kotblase

Anlockung von Arbeiterinnen und Drohnen;
Giftdrüsen
am Stachelapparat

Stachelgift; Alarmpheromon II;
Nur bei Arbeiterinnen
Futtersaftdrüse
im Kopf zwischen Stirn und Gehirn

Futtersaft für Brut, Königinnen und Drohnen; Ferment; bei Winterbienen auch Reservestoffspeicher;
Wangendrüsen
Kopf
unbekannt
Duftdrüse (Nassanoffsche Drüse)
zwischen vorletzter und letzter Rückenschuppe

Markierungsduft;
Wachsdrüsen
zwischen Bauchschuppen des Hinterleibs

Wachsproduktion;

Nur bei Königin
Rückenschuppendrüsen
Rückenschuppen

Duftstoff zur Brunstzeit; regen Geschlechtstrieb der Drohnen an;

Samenblasendrüse, auch Y-Drüse
an der Samenblase

Ernährung und Reaktivierung der Spermien;

Nur bei Drohnen
Duftdrüse
am Hinterleibsende
unbekannt
Schleimdrüse
Teil der Geschlechtsorgane

Unterstützung des Begattungsvorganges;

Quelle: SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S.48

5. Das Bienenvolk

Dieses Kapitel ist sicherlich eines der interessantesten. Ein Bienenstock kann nur existieren wenn sich jede einzelne Biene der 30.000 Bienen eines Stockes in ein ausgeklügeltes System einfügt. Jede Biene ist auf die anderen 29.999 Bienen angewiesen, ohne sie wäre die Biene nicht lebensfähig.

5. 1 Die Bienenkasten

Im Bienevolk findet man drei Wesen, die Königin, Arbeiterbienen und Drohnen. Jedes von ihnen hat seine ganz bestimmten Aufgaben im Bienenstaat.

5. 1. 1 Königin

Die Königin ist das einzige vollkommene Weibchen im Volk, ihre Aufgabe ist es die Eier aller drei Wesen zu legen. Ihr Körper ist daher optimal an diese Aufgabe angepasst. Sie ist größer als die anderen Bienenwesen. Sie besitzt einen langen sich nach hinten verjüngerten Hinterleib, in dem die Eier heranreifen. Im Verhältnis zu ihrer Körpergröße sind ihre Flügel klein, im Vergleich zu den anderen Bienenwesen sind sie aber die Größten.88

Die Königin ist eine reine Legemaschine, sie legt an einem Tag Eier, die gesamt mehr wiegen als sie selbst. In den Monaten Mai/Juni legt sie bis zu 1500 Eier pro Tag. Das macht sie fast das ganze Jahr über, ausgenommen die Monate von Oktober bis Februar. Sie ist daher zu keiner Tätigkeit mehr fähig, sie ist vollkommen auf ihren Hofstaat angewiesen, der sie mit Nahrung versorgt. Diese Nahrung nennt man Weiselfuttersaft, der nur an die Königin verfüttert wird und dank diesem speziellen Saft kann sie bis zu 7 Jahre alt werden. Arbeiterbienen werden in den Sommermonaten nur ein paar Wochen alt. Den Zusammenhalt des Volkes, bewirken bestimmte Pheromone, die, die Königin absondert und von Biene zu Biene im Staat weitergegeben wird.89

Die Königin entsteht wie alle anderen Bienenwesen aus einem befruchteten Ei, das aber in eine ganz besondere Zelle gelegt wird, die Weiselzelle. Darin befindet sich ein besonderer Futtersaft, das Gelée Royale, auf Grund dieses Saftes entwickelt sich das Ei zu einer Königin und nicht zu einer Arbeiterbiene. Nach ungefähr 17 Tage schlüpft die Königin aus ihrer Weiselzelle. 

Nach ungefähr 10 Tagen nach dem Schlüpfen verlässt die Königin den Bienenstaat zum Hochzeitsflug. Sie hat bereits vorher durch mehrere Ausflüge die Umgebung erkundschaftet. Auf diesem Hochzeitsflug erhält sie die Spermien, die in der Samenblase aufbewahrt und über Jahre am Leben gehalten werden. Sie fliegt öfters zu diesem Begattungsflug aus und wird etwa 10 mal begattet. Nach geglückter Begattung beginnt die Königin nach etwa 3 Tagen mit der Eiablage. Sie inspiziert mit ihren Fühlern die leeren Waben und legt anschließend ein befruchtetes Ei hinein. 

Die Eier werden beim passieren der Scheide mit den gelagerten Spermien befruchtet. Das Spermium dringt in das Ei ein und verschmilzt mit dem Kern des Eies. Sie kann aber auch unbefruchtete Eier legen, das tut sie in den Monaten April bis Juni. Aus diesen Eiern entwickeln sich Drohnen. Die Königin misst mit den Vorderbeinen den Durchmesser der Wabenzelle und entscheidet dann ob sie ein befruchtetes oder ein unbefruchtetes Ei ablegt.90

5. 1. 2 Drohn

Die Drohnen haben im Bienenstaat nur eine Aufgabe, nämlich die Königin zu begatten. Darum ist auch ihr Körperbau an diese Aufgabe angepasst. Sie sind breiter und stämmiger gebaut als die Arbeiterinnen und als die Königin. Sie besitzen zwei sehr große Facettenaugen, sie dienen dazu, dass sie die Königin auf dem Begattungsflug nicht aus den Augen verlieren. Sie besitzen außerdem nicht vollkommen ausgebildete Mundwerkzeuge. Daher sind sie auf die Fütterung durch Arbeiterinnen angewiesen oder sie ernähren sich von Honig aus Waben. Wenn die Drohnen nicht mehr benötigt werden, werden sie einfach nicht mehr gefüttert und sterben an einem Hungertod, dies wird Drohnenschlacht genannt.91

Drohnen entwickeln sich aus einer unbefruchteten Eizelle, sie wachsen in einer Drohnenzelle heran, dies dauert ca. 24 Tage. Die nächsten 8 Tage halten sie sich im warmen Brutnest auf, dies begünstigt die Entwicklung der Samenzellen. Danach wird er zum Flugdrohn, und unternimmt Ausflüge außerhalb des Bienenstockes. Sie werden nicht älter als 20 bis 50 Tage, das hängt davon ab ob sie bei der Begattung zum Zug kommen oder nicht. In den Monaten April bis Juli finden wir ca. 1000 bis 2000 Drohnen in einem Bienenstock. Ab Ende Juli werden sie nicht mehr benötigt und sie sind unwillkommene Mitesser, daher verweigert man ihnen die Nahrungsaufnahme und drängt sie aus dem Bau.92

Bei der Begattung treffen sich Königin und Drohnen auf bestimmten Plätzen, den sogenannten Drohnensammelplätzen. Sie befinden sich teilweise 10 km entfernt und diese Sammelplätze werden von Drohnen und Bienen verschiedener Völker aufgesucht, so wird eine Inzucht verhindert. Diese Drohnensammelplätze sind viele Jahre lang an der gleichen Stelle, obwohl sie vorher den Platz noch nie besucht haben, wieso das so ist weis man bis heute noch nicht. Der Duftstoff, den die Königin dabei abgibt, ist für die Drohnen die größte Orientierungshilfe. Der Drohn fliegt die Königin von hinten an, landet auf ihr, umklammert sie mit den Beinen und stößt seinen Begattungsschlauch in die Scheide der Königin. Nach der Begattung fällt der Drohn Tod zu Boden.93

5. 1. 3 Arbeitsbiene

Sie sind die fleißigsten unter den Bienenwesen und sie bilden die Mehrheit in einem Bienenstaat. Im Sommer steigt ihre Anzahl bis auf 80 000 pro Bienenvolk. Ihr Körper hat sich im Laufe der Zeit perfekt an ihre verschiedenen Aufgaben angepasst.

Die Arbeiterinnen sind nicht vollentwickelte weibliche Bienen, sie besitzen zwar Eierstöcke, doch diese sind klein und unterentwickelt. Aber sie besitzen einen langen Rüssel, eine Honigblase und besonders entwickelte Beine zur Herbeischaffung der Nahrung, außerdem Besitzen sie Wachsdrüsen zur Produktion des Baustoffes für das Nest.

Das befruchtete Ei wächst in einer Arbeiterinnenzelle heran, dies dauert etwa 21 Tage. Nach dem schlüpfen hat die Biene, je nach ihrem Alter verschiedene Aufgaben zu erledigen. Man kann diese Aufgaben nicht exakt jedem Lebensalter zu ordnen, da die Biene dann eine Aufgabe übernimmt, wenn gerade Not am Mann ist. Sie hält sich an keinen bestimmten Zeitplan. Generell kann man sagen, dass die Arbeiterinnen in ihren ersten drei Lebenstagen Zellen reinigen, aus denen gerade Bienen geschlüpft sind. Sie pflegen sie die heranwachsende Brut bis zu ihrem 13 Lebenstag. In dieser Periode sind die Futtersaftdrüsen in voller Entwicklung und Funktion. Danach verrichtet sie weiter Aufgaben im inneren des Stockes, wie reinigen des Stockes von toten Bienen und Abfall, Pollen in den Zellen einstampfen, Wachs produzieren und zu Waben verarbeiten. Im Alter von 18 bis 20 Tagen verrichtet sie Wächterdienst, dazu gehört auch die Temperaturregelung durch fächeln. Danach ist sie überwiegend außerhalb des Stockes tätig, nun ist ihre Aufgabe die Herbeischaffung von Nahrung. Als Flugbiene ist die Biene bis zu ihrem Tod tätig.94

5. 2 Brutaufzucht

Die Königin inspiziert die Wabe und legt anschließend ein Ei hinein, das Ei sieht aus wie ein kleiner weißer Stift, daher kommt auch die Bezeichnung dieses Vorganges ,,Bestiften".

Sie befestigt das Ei mittels einer klebrigen Ausscheidung am Zellboden. In den nächsten drei Tagen neigt sich das Ei bis es auf dem Zellboden liegt und draus schlüpft eine winzige Larve (Rundmade), sie schwimmt sofort im Futtersaft. In dieser Zeit frisst die Larve soviel, dass sie sich täglich ein- oder sogar mehrere male häuten muss. In einem Zeitraum von 5 Tagen nimmt die Made das tausendfache ihres Gewichts zu.95

Doch die Made hat gekrümmt nun nicht mehr am Zellboden platz, so beginnt sie sich zu strecken und die ganze Zelle auszufüllen, dieses Stadium nennt man Streckmade. Bienen verdeckeln die Zelle nun mit einer Wachsschicht. In diesem Stadium setzt die Made ihren im Körper angesammelten Kot ab. Die Made kommt jetzt zu Ruhe und das nächste Stadium ist die Puppe. In diesem Stadium spinnt sich die Made ein und entwickelt sich zur fertigen Biene.96 Je nach Bienenwesen dauert das Puppenstadium 5 bis 9 Tage, danach frisst das Bienenwesen mit den Mundwerkzeugen eine kreisrunde Öffnung in die Zelle und kann nun endlich schlüpfen. Die Biene ist noch grau gefärbt und ihr Körper ist weich, doch in kurzer Zeit härtet sich der Chitinpanzer und er nimmt die typische Zeichnung der Bienen an.97

 

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5. 3 Wabenbau und Nestordnung

5. 3. 1 Wabenbau

Die Honigbiene stellt das Material zum Nestbau selbst her. Besondere Drüsen erzeugen Wachs, dass sie dann weiterformen und verbauen. Der Bau erfolgt meist von oben nach unten, die Bienen hängen sich dabei kettenförmig aneinander. Gebaut wird meist in den Monaten April bis Juni. Die Zellen stehen leicht nach oben geneigt, das hat den Vorteil, dass der Honig bei nicht verdeckelter Zelle nicht gleich heraus rinnt. Das Gewicht wird zum Zellboden hin verlagert, dadurch wird eine Stabilität der Wabe erreicht. Zur weiteren Festigkeit der Wabe trägt auch eine Verdickung der am Deckel angebauten Zellenwände bei. Man unterscheidet bei den Honigbienen drei Zellenarten auf den Waben:

Arbeiterinnen- und Drohnenzellen. Die Form beider Zellen ist ein gerades sechsseitiges Prisma, das durch drei viereckige rhombenartige Bodenflächen abgeschlossen wird. Das ist ein geniales Bauprinzip, denn jede Wand- und Bodenfläche ist gleichzeitig Trennwand zwischen zwei Zellen. Es ergibt sich also eine optimale Raumnutzung bei geringstem Aufwand an Baumaterial und -zeit, hervorragende Festigkeit und Steifigkeit sowie geringe Wärmeleitfähigkeit. Daher findet dieses Wabenprinzip in der modernen Technik immer wieder Anwendung. Die Tiefe der Zellen ist abhängig von der Aufgabe, so ist eine Arbeiterinnenbrutzelle ca. 10 bis 12 mm tief, Honigzellen werden einiges tiefer gebaut. Arbeiterinnen und Drohnenzellen werden zur Aufzucht der Brut und zur Lagerung von Honig verwendet. Zusätzlich lagern Bienen in den Arbeiterinnenzellen Pollen ab.98

Weiselzellen. Sie dienen zur Aufzucht der Königinnen und finden nur einmal Verwendung, da sie 25 mm lang sind, kann sie eine Königin nicht ein zweites mal bestiften. Dies erfolgt schon im Näpfchenstadium und mit dem wachsen der Larve bauen die Bienen die Zelle aus. Die Weiselzelle ist eine glatte krugförmige Höhlung, die äußere Oberfläche ist mit einem sechseckigen Leistenwerk versteift, so kommt eine dicke Wand zustande.99

5. 3. 2 Nestordnung

Die Waben sind nach einer ganz bestimmten Ordnung angeordnet. So findet man bei längsgebauten Waben in der Mitte die Brutwaben; nach außen hin zu beiden Seiten findet man die Pollen- und Honigwaben. Die Brutwaben befinden sich am Bestbelüftesten Platz des Wabenbaues. Über dem Brutnest auf der Wabe befindet sich ein Pollenkranz, darüber der Honigkranz. Blütenstaub muss den frisch geschlüpften Bienen leicht zugänglich sein. Damit Räuber erfolgreich abgewehrt werden können, müssen die Futtervorräte soweit wie möglich vom Flugloch entfernt gelagert werden.100

5. 4 Das Bienenleben im Jahresablauf

Im Frühjahr und Sommer sind die Bienen damit beschäftigt Nahrung herbeizuschaffen. In dieser Zeit wird der Bestand der Arbeiterbienen von 10 000 auf 60 000 aufgestockt. Da sich die Bienen aber buchstäblich zu Tode arbeiten und sehr früh sterben, müssen pro Jahr etwa 250 000 Arbeiterinnen herangezogen werden. Dafür sind eine vollwertige Königin, die genügend Eier legen kann, und genügend Drohnen die Voraussetzung. Der Herbst dient dem Volk zur Vorbereitung auf den Winter. Es trennt sich von unnötigem Ballast wie etwa von Drohnen und alten Arbeiterinnen. In dieser Zeit findet der Übergang von den kurzlebigen Sommerbienen zu den langlebigen Winterbienen statt. Das zur Winterversorgung benötigte Futter wird in der nähe der sich zu bilden beginnenden Wintertraube angelegt. In dieser Wintertraube drängen sich die Bienen eng zusammen um nicht zu erfrieren. Da die Honigbienen bereits im Januar / Februar mit der Brutaufzucht beginnen behält das Volk die Königin.

Bienen sind extrem anpassungsfähig, so wird extrem Kälte im Winter und extreme Wärme im Sommer bestens gemeistert. Außerdem können sie sogar den Verlust von sämtlichen Flug- oder Jungbienen überstehen. So werden entweder Jungbienen früher zu Flugbienen oder Flugbiene pflegen wieder die Brut. Diese bleiben zwar in ihrer Leistungsfähigkeit gegenüber intakten Völkern zurück, doch ihr Fortbestand ist aber gesichert.101

6. Verhaltensweise und Verhaltensmuster der Honigbienen

6. 1 Bienensprache

Die Bienensprache ist eine Tanzsprache, sie wurde von Prof. Karl von Frisch (1886 - 1982) entdeckt, der dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Man unterscheidet 2 Grundformen der Tanzsprache. Die eine ist der Rundtanz, er wird getanzt wenn die Trachtquelle nicht weiter als 100 Meter vom Bienenstock entfernt liegt. Dabei läuft die tanzende Bienen mehrmals einen kleinen Kreis, die anderen Bienen betasten die tanzende Biene mit ihren Fühlern und beginnen diesen Tanz nachzutanzen und somit verbreitet sich die Nachricht im ganzen Bienenstock. Dieser Tanz beinhaltet für die Bienen nur wenig Information, sie wissen nur, dass sie in der Umgebung des Stockes suchen sollen. Die tanzende Biene bringt meist eine Geruchs- und Kostprobe mit um den anderen Bienen die Suche zu vereinfachen.102

Die andere Tanzart, der Schwänzeltanz, verrät den Bienen viel mehr über die Trachtquelle. Bei diesem Tanz läuft die Biene eine Acht ab und im Mittelteil schwingt sie heftig mit ihrem Hinterleib, daher auch der Name. Dieser Tanz gibt Auskunft über die Richtung und Entfernung zur neuen Trachtquelle. Zur Richtungsangabe wird der jeweilige Sonnenstand verwendet. So heißt es zum Beispie, wenn die Biene beim Tanzen in Richtung des Wabenoberträgers zeigt, dass sich die Tracht in Richtung der Sonne befindet. Die Bienen sind sogar in der Lage den Winkel der Tracht zur Sonne zu messen, so heißt es, wenn die Schwänzelstrecke der Biene 45° nach rechts beträgt, dass sich die Tracht 45° rechts von der Sonne befindet. Die Zahl der Schwänzelläufe richtet sich nach der Entfernung zur neuen Trachtquelle. Die Bienen sind sogar in der Lage den sich ändernden Sonnenstand zu berechnen. Außerdem sind sie in der Lage sich sogar bei bedecktem Himmel zu orientieren, denn sie können die Polarisation des Lichtes wahrnehmen. Beide Tanzarten geben außerdem darüber Auskunft wie ergiebig die Trachtquelle ist. Je heftiger die Biene tanzt desto ergiebiger ist sie auch.103  

 

6. 2 Sterzeln

Beim Sterzeln streckt die Biene ihren Hinterleib in die Höhe und zieht die Hinterleibsspitze mit der letzten Rückenschuppe nach unten. Darunter wird die Nassanoffsche - Duftdrüse sichtbar, diese Drüse erzeugt einen Markierungsstoff. Die Bienen verwenden diesen Markierungsduft um zum Beispiel Jungbienen den Weg zum Stock zu weisen oder auch während des Schwarmes um die noch herumfliegenden Bienen anzulocken.104

6. 3 Fächeln

Beim Fächeln stehen die Bienen aneinandergereiht mit dem Kopf in Richtung Flugloch, die Beine hoch aufgestellt und schlagen mit ihren Flügeln. Dies dient zur Klimatisierung des Bienenstockes. So fächeln sie im Winter um die Wärme im Stock zu behalten und im Sommer fächeln sie um den Stock zu kühlen. Dabei Fächeln die einen Bienen die verbrauchte Luft hinaus und die anderen Bienen fächeln frische Luft in den Stock.105

6. 4 Räuberei

Die Räuberei tritt vor allem in Zeiten eines Trachtmangels auf, dann versuchen Bienen aus anderen Bienenstöcken die Honigvorräte zu stehlen. Die Räuberbiene versucht in den fremden Stock einzudringen, dies wird aber normalerweise durch Wächterbienen verhindert, denen das fremde Flugverhalten und der fremde Stockgeruch auffällt.

Bei der sogenannten ,,stillen Räuberei" läuft dies aber anders ab. Die Räuberbiene hat das Flugverhalten und den Stockgeruch des fremden Bienenstockes angenommen und kommt so ungemerkt in den Bienenstock. Die Räuberei kann sogar soweit gehen, dass bei schwachen Völkern das Verteidigungsverhalten vollkommen zusammenbricht und das ausgeplünderte Volk zugrunde geht.106

6. 5 Verteidigungsverhalten

Ein starkes Bienenvolk ist in der Lage sich selbst vor eindringenden Feinde zu schützen. Diese Verteidigungsaufgaben übernehmen Wächterbienen. Sie halten am Einflugsloch Wache und kontrollieren jede Biene, die in den Stock will. Dies wird besonders stark kontrollier in Zeiten wenn der Nektarfluss spärlich ist. Sie erkennen einen Eindringling am fremden Geruch und Räuberbienen haben außerdem einen seltsamen Flugstil, an dem sie erkannt werden. Wenn sie einen mutmaßlichen Eindringling wahrnehmen gehen sie in eine Verteidigungsposition, indem sie die Vorderbeine hochziehen. Wenn der Eindringling am Flugloch landet wird er sofort attackiert, wenn eine Biene sticht setzt sie einen Alarmduftstoff frei und ermutigt so die anderen Bienen zum Stechen. Meist wird der Eindringling getötet, und eher selten werden dabei viele Wächterbienen getötet. Jedoch sind diese Wächterbienen bestechlich und lassen eine Räuberbiene, wenn sie ihnen Nahrung anbietet passieren. Das Verteidigungsverhalten der Biene bezieht sich normalerweise nur auf die Verteidigung des Bienenstockes, nur äußerst selten stechen Bienen außerhalb ihres Bienenstockes und dann nur wenn sie sich bedroht fühlen und keinen anderen Ausweg mehr sehen.107  

6. 7 soziale Futteraustausch

Der soziale Futteraustausch (Trophollaxe) ist eine Weiterreichung von Nahrung von Biene zu Bienen. Es ist wahrscheinlich eine Verständigungsfunktion, hinsichtlich der Verfügbarkeit von Nahrung, der Verteilung von Pheromonen und möglicher andere Substanzen, die für den Zusammenhalt des Volkes wichtig sind, so zum Beispiel die Königinnensubstanz.

Der Futteraustausch kommt durch Betteln zustande, dabei berührt eine Biene ihre Schwesterbiene mit den Fühlern um Futter zu erhalten. Hat die Schwesterbiene Futter zur Verfügung, dann erbricht sie einen Tropfen, der am Oberkiefer haften bleibt und von der Bettlerin mit dem Rüssel aufgesaugt wird. Dieser Vorgang dauert von 5 Sekunden bis sogar 20 Sekunden.108  

6. 8 Schwärmen

Das Schwärmen ist eine natürliche Vermehrung, bei der sich das Bienenvolk teilt. Das Schwärmen findet nur im Frühsommer oder im späten Frühjahr statt. Solange die Bienen mit dem Trachtflug beschäftigt sind findet der Schwarmvorgang nicht statt, aber beim Eintreten einer Trachtpause oder einer Schlechtwetterperiode werden von den Bienen Königinnen Näpfchen errichtet, in denen junge Königinnen herangezogen werden. Nach 8 Tagen werden die Weiselzellen verdeckelt und in dieser Zeit wird die alte Königin mit weniger Futter versorgt, damit sich ihre Eierstöcke zurückbilden und damit sie an Gewicht verliert um überhaupt flugfähig zu sein. In diesem Zeitraum schlüpfen täglich Tausende von Jungbienen und der Bienenstock ist nun völlig überfüllt. Spurbienen gehen in dieser Zeit auf die Suche nach einer neuen Behausung. Wenn sie einen geeigneten Nistplatz gefunden haben kehren sie in den Bienenstock zurück und führen einen Schwänzeltanz auf, mit dem sie den anderen Bienen die Richtung und Entfernung der neuen Behausung bekannt geben. Sie tanzen meist diesen Tanz mehrere Tage hindurch, dabei ändern sie die Richtung immer nach dem entsprechenden Sonnenstand. 

Wenn sich die Bienen auf die Honigvorräte stürzen und der Trachtflug eingestellt wird, ist das ein Zeichen, dass der Schwarmvorgang unmittelbar bevorsteht. Die Bienen nehmen eine Notration an Nahrung für 3 Tage mit und zur gleichen Zeit führen die Spurbienen einen Schwirrtanz auf, dieser Tanz animiert die Bienen zum Schwärmen. Beinahe das ganze Volk beginnt tumultartig diesen Schwirrtanz zu tanzen und in kurzer Zeit verlässt ein riesiger Schwarm den Bienestock, der Schwarm besteht meist aus gut der Hälfte eines Bienenvolkes. 

Der Schwarm hängt sich meist nach einigen Minuten auf den Ast eines Baumes um sich erneut zu sammeln. Sie bilden eine Traube, wobei die älteren Bienen die Außenhaut bilden und auf dieser Außenhaut beginnen die Spurbienen erneut mit dem Schwänzeltanz und teilen erneut den anderen Bienen die Richtung und Entfernung des neuen Nistplatzes mit. Die Spurbienen beginnen erneut mit dem Schwirrtanz und die gesamte Traube hebt sich tumultartig in die Luft. Ist der Schwarm in der neuen Behausung angekommen beginnen die Bienen sofort mit dem Bau neuer Waben und einige Tage später befindet sich bereits die erste Brut in den Waben.

Im Muttervolk schlüpft zu dieser Zeit aus einer der Weiselzellen eine Jungkönigin und beist die anderen Zellen der Jungköniginnen auf und sticht sie zu Tode. Sie wird begattet und ist nun die neue Königin. Es kommt aber auch vor, dass die Jungkönigin mit dem sogenannten Nachschwarm ebenfalls das Muttervolk verlässt.109  

7. Lebensbedürfnisse des Bienenvolkes

7. 1 Energienahrung

Energienahrung sind Kohlenhydrate, die den Bienen die nötige Energie für alle Lebensvorgänge im Organismus liefern. Die Hauptenergienahrung für die Biene ist der Honig, sie benötigt ihn um Kräfte zu erzeugen, die ihr sämtliche Tätigkeiten ermöglichen. Am meisten Energie erfordert der Flug, so braucht eine fliegende Arbeitsbiene ca. 30 mg Energienahrung pro Stunde. Diese Nahrung ist in der Honigblase gespeichert, und je nach Energieverbrauch geht die Nahrung in den Mitteldarm und letztendlich in das Blut über. Denn sie muss einen Blutzuckergehalt von 2 % halten, fällt dieser ab, wird sie flugunfähig und stirbt. Die Energienahrung ist außerdem zur Aufrechterhaltung der Temperatur im Bienenstock erforderlich, so ist der Energieverbrauch von Stockbienen von der Außentemperatur abhängig. So verbraucht eine Biene bei 37° C, der idealen Stocktemperatur, am wenigsten Energie.

Am meisten Energienahrung verbrauchen die Biene in den Sommermonaten, in dieser Zeit verbrauchen sie 30 bis 40 kg an Honig. In den Wintermonaten verbrauchen sie hingegen nur 0,5 bis 1 kg an Honig. Der Imker ersetz im Winter die Energienahrung Honig durch Zucker, dies hat den Vorteil, dass Krankheiten wie die Ruhr am Ende des Winters nicht auftreten. Die Ruhr tritt vor allem auf wenn Rückstände die in Honigen enthalten sind, die, die Kotblase zu stark belasten und das Volk keinen Reinigungsflug durchführen kann.110

7. 2 Aufbaunahrung

Aufbaunahrungsmittel sind pflanzliches Eiweiß, Nährsalze und Vitamine, die dem Aufbau und dem Ersatz von Körpersubstanzen dienen. Die Hauptquelle für Eiweiß und Fett ist der Blütenstaub (Pollen), außerdem ist er wichtiger Vitamin- und Mineralstofflieferant. Zwischen den Pollen der verschiedenen Pflanzearten bestehen Wirkungsunterschiede, denn die Pollen haben je nach Pflanze einen unterschiedlichen Eiweißgehalt.

Bei einem Besuch der Blüte wird die Biene mit Pollen bepudert, der an den Borsten hängen bleibt. Sie feuchtet mit dem Rüssel die Pollen entweder mit Honig aus dem Honigmagen oder mit Nektar der Blüte an um ihn klebrig zu machen. Dann ,,höselt" sie den Pollen, das heißt, dass sie ihren Körper säubert und der Pollen wird zu zwei Klümpchen geformt und am 3. Beinpaar befestigt und so in den Stock getragen. Der Pollen wird in Waben im Stock gelagert und mit einer Honigschicht, die ihn vorm Verderben schützt, überzogen.

Ohne Pollennahrung währe eine Biene nicht lebensfähig und man erkannte, dass reichliche Pollennahrung die Wiederstandsfähigkeit gegenüber Pflanzenschutzmittel erhöht.

Ein Bienenvolk verbraucht je nach Volksstärke 24 bis 36 kg Pollen pro Jahr.111

7. 3 Wasser

Wasser ist der wichtigste anorganischer Bestandteil der Bienennahrung. Er dient ihnen für den Stofftransport im Körper, als Lösungsmittel für die meisten organischen Substanzen und Salze. Außerdem benötigen Bienen Wasser für Stoffwechselvorgänge in den Zellen.

Die Bienen finden Wasser in den eingetragenen Sammelprodukte und zeitweise Sammeln sie sogar das Wasser auf und tragen es ein. Im Frühjahr dient das Wasser eingedickten Honig und Futter in den Waben zu verflüssigen. An heißen Sommertagen wird das Wasser eingetragen und auf die Waben verspritz, so dient es zur Temperaturregelung. Daher herrscht im Frühjahr und Sommer im Gegensatz zum Winter ein hoher Verbrauch von Wasser, an solch einem Tag schätzt man den Verbrauch auf ca. 200g. 112

7. 4 Luft

Aus der Luft entnehmen die Bienen den Sauerstoff, den sie zur Verbrennung der Kohlenhydrate benötigen. Der Sauerstoff wird über die Tracheen aufgenommen und dem Blut zugeführt.

Der Verbrauch hängt hauptsächlich von der Temperatur und der Arbeitsleistung der Biene ab. So verbrauchen etwa 10 000 Bienen bei 20°C in einer Stunde rund 1,8 l Sauerstoff. Die gleiche Menge würde im Flug bei gleichen Verhältnissen 78 l benötigen. Zur Durchlüftung des Bienenstockes fächeln die Bienen mit den Flügeln und regeln so die Temperatur und das Klima im Bienenstock.113

7. 5 Wärme

Die Biene ist ein Wärmebedürftiges Insekt, so fällt sie bereits bei einer Ankühlung unter +9°C in einer Regungslosigkeit und unter +6°C fällt sie bereits in eine Kältestarre. Die Biene muss um ein gewisses Wärmepotential zu halten viel Wärme an die Umgebung abgeben, da der Bienenkörper eine schlechte Wärmeisolation aufweist. Daher wird in der Brust durch Muskelbewegungen Wärme erzeugt. Die Biene ist innerhalb einer Gemeinschaft die Temperatur nach den Bedürfnissen zu regeln. So herrscht in den Trachtmonaten die konstante Temperatur von 35°C im Bienenstock. Denn bei dieser Temperatur entwickelt sich die Brut am besten, bei niedrigeren oder höheren Temperaturen stirbt sie ab oder weist sie Missbildungen auf.

Im Winter hält das Bienenvolk nur die zum Überleben notwendige Temperatur aufrecht, da in dieser Zeit nicht gebrütet wird. Das Volk bildet in dieser Zeit eine Traube um den Wärmeaustausch von Biene zu Biene zu erhöhen. Je kälter es ist desto enger drängen sich die Bienen zusammen.114

8. Krankheiten, Feinde und Schädigungen des Bienenvolkes

8. 1 Krankheiten der Brut und der erwachsenen Biene

In diesem Kapitel stelle ich die wichtigsten Bienenkrankheiten kurz vor.

Die bösartige Faulbrut gelangt als Spore durch das Futter in den Darm der Larve und richtet sie zugrunde. Diese Krankheit ist nur sehr schwer zu bekämpfen, da die Sporen meist gegen chemische Mittel resistent sind und so Jahrzehnte lang überleben. Wenn ein Stock mit dieser Krankheit befallen ist, findet man in der Brutzelle anstelle der Larven einen dickflüssige braune Substanz.115

Die Nosema Krankheit ist ein einzelliger Mikroorganismus, der durch die Nahrung in den Darm der erwachsenen Biene gelangt. Dort vermehrt er sich und wird wieder ausgeschieden. Die Darmfunktion der Biene ist so stark beinträchtig, dass sie daran zu Grunde geht.116

Die Tracheenmilben, spinnenartige Tiere, nisten sich in den Tracheen der frisch geschlüpften Bienen ein und vermehren sich dort. Sie ernähren sich durch anstechen und aussaugen der befallenen Gewebe, dadurch wird die Bienen so geschwächt, dass sie daran zu Grunde geht.117

Die Varroa Milbe ist der einzige Parasit der sowohl die Larven als auch ausgewachsene Tiere befällt. Diese Milben leben im Bienenstock, die Weibchen legen die Eier in die Brutwaben, die Nachkommen der Parasiten schlüpfen zeitgleich mit der Bienenlarve und ernähren sich von dieser. Dadurch können sich die Bienen nicht ordnungsgemäß entwickeln und schlüpfen mit Missbildung. Dadurch sind sie kaum lebensfähig.118

Die Kalkbrut und Steinbrut sind Krankheiten die durch Schimmelpilze ausgelöst werden. Diese Pilze befallen die Larven, die sich dadurch nicht entwickeln können. Man erkennt diese Krankheiten daran, dass die Brut austrocknet und sich verhärtet. Die Sackbrut wird durch einen Virus hervorgerufen. Er befällt ebenfalls die Larve, deren Inneres löst sich auf und nur die Außenhaut bleibt bestehen. In den Waben findet man daher Säckchen mit einer milchigweißen Flüssigkeit.119

Die Ruhr und Schwarzsucht befallen ausschließlich die erwachsene Biene. Die Ruhr ist eine Durchfallserkrankung, die dann auftritt wenn die Bienen keine Möglichkeit für einen Reinigungsflug nach dem Winter gehabt haben. Die Schwarzsucht wird durch einen Mineralstoffüberschuss im Honigtau von Waldtrachten ausgelöst.120

8. 2 Feinde des Bienenvolkes

Wachsmotten legen ihre Eier im Bienenstock ab, daraus schlüpfen Larven, die sich von den Waben und dem Kot der Bienen ernähren. Die Larven richten einen erheblichen Schaden an den Bienewaben an.121

Wespen und Hornissen fangen und töten Bienen um damit ihre Brut aufzuziehen. In Jahren mit einer starken Population dieser Feinde, versuchen sogar ganze Schwärme in Bienenstöcke einzudringen. Bei schwachen Völkern kann ihnen dieses Vorhaben sogar gelingen und töten dabei fast das sämtliche Volk und beuten die Honigvorräte aus.122

Auch Mäuse gehören zu den Feinden der Biene, denn sie dringen meist im Herbst auf der Suche nach einem Winterquartier in den Bienenstock ein und ernähren sich dort von den toten Bienen. Schwache Bienenvölker können dadurch an kalten Tagen durch zu viel Unruhe ein Bienensterben erleiden. Nicht selten aber wird die Maus zu Tode gestochen.123

9. Produkte des Bienenvolkes

Wir verwenden eine riesige Anzahl an Bienenprodukten im Haushalt und in der Küche. In diesem Kapitel werde ich kurz die wichtigsten Bienenprodukte vorstellen. Genauer werde ich mich mit dem Honig beschäftigen.

Pollen. Man hat durch wissenschaftliche Untersuchungen und durch Berichte von Menschen, die Pollen genossen haben, festgestellt, dass Pollen alles enthält was der Körper benötigt. Pollen hat einen reichen Nährstoffgehalt. Pollen enthält Eiweiße, frei Aminosäuren, Zucker, Mineralstoffe, Vitamine, Antibiotika, Wuchsstoffe und andere hormonartige Stoffe. Im menschlichen Organismus wirkt er sich regelnd auf die Darmtätigkeiten aus, fördert die Vermehrung des roten Blutfarbstoffes bei blutarmen Kindern und eine Gewichtszunahme bei Alternden und Genesenden. So bewirkt der Pollen eine Besserung des Gesundheitlichen Gesamtzustandes.124

Bienenwachs. Die Verwendung des Bienenwachses durch den Menschen ist wahrscheinlich gleich alt wie die Honiggewinnung. Früher wurde es verwendet zur Produktion von Kerzen und zur Modellierung von Wachsskulpturen. Heute wird es noch immer gerne verwendet zur Produktion von Kerzen und zur Konservierung und Restaurierung von alten Möbeln.

Das Bienenwachs besteht zum Großteil aus Alkyl-Ester von Fett- und Wachssäuren (72 %), sowie aus freien Wachssäuren (13 %), Kohlenwasserstoffe (12 %) und aus Wasser (2 %). 125

Kittharz. Bienen sammeln dieses Harz an Knospen von Bäumen. Es ist sehr wirksam gegen Bakterien und darum wird es vor allem bei Wundbehandlungen und bei Erkrankungen der oberen Atemwege verwendet.126

Bienengift. Bienengift ist in vielen Medikamenten und Salben enthalten. Denn es hilft bei rheumatischen Muskel-, Nerven-, und Gelenkserkrankungen sowie bei Kälteschäden.127

9. 1 Honig

Honig ist in einem deutschen Gesetzblatt folgend definiert: ,,Honig ist der süße Stoff, den die Bienen erzeugen, indem sie Nektariensäfte oder auch andere an lebende Pflanzen sich vorfindende süße Säfte aufnehmen, durch körpereigene Stoffe bereichern, in ihrem Körper verändern, in Waben aufspeichern und dort reifen lassen."128

Die Bienen sammelt Nektar und Honigtau auf, während des Heimfluges gibt sie ein zuckerspaltendes Enzym (Ferment) bei. Dieses Enzym spaltet den Rohrzucker in Trauben- und Fruchtzucker. Eine Mischung dieser beiden Zuckerarten nennt man Invertzucker. Die Flugbiene übergibt dieses Gemisch an die Stockbienen, die es in den Zellen einlagert. Dieser heranreifende Honig wird aber noch weiter umgetragen und so kommen andere Enzyme hinzu. Dazu zählen stärkespaltende Komponenten (Diastase) und Enzyme wie Katalase, Phosphatase, und Oxidase. Außerdem kommen bakterienhemmende Inhibine sowie Vitamine dazu. Diese Stoffe bewirken die chemische Umwandlung des Ausgangsproduktes zum fertigen Honig.129

Honig besteht vor allem aus verschiedenen aufgespalteten Zuckerarten, Wasser, Säuren, Proteine, Asche (Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium, Chloride, Sulfate etc.), Vitamine, Hormone und Enzyme und Fermente.130

Der Genuss von Honig bewirkt eine Besserung und Wohlergehen des gesundheitlichen Gesamtzustandes. Im Honig sind konzentrierte Zucker invertiert und daher wirkt der Honig ähnlich leistungssteigernd wie Traubenzucker. Außerdem wirkt er als Kraftspender. Zu erwähnen ist auch noch, dass Honig, der auf eiternde Wunden aufgetragen wird, heilend wirkt. Der Grund hierfür sind wahrscheinlich die bakterienfeindlichen Inhibine.131


Literaturverzeichnis

ARPKE, Siglinde: Abwehrmechanismen der Insekten unter besonderer Berücksichtigung der Honigbiene.
München: Tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität 1995

BELLMANN, Heiko: Kosmos Naturführer: Bienen, Wespen, Ameisen: die Hautflügler Mitteleuropas.
Stuttgart: Franckh - Kosmos Verlag 1995

DEIßNBERGER, Horst: Apis mellifica: Honigbiene
Stuttgart: Gustav Fischer Verlag 1971

LAMPEITL, Franz: Bienen halten: eine Einführung in die Imkerei
Stuttgart: Verlag Ulmer 1995

MASCHER, Manuela: Die Honigbiene: Ein Insekt mit besonderen Leistungen.
Salzburg: NAWI Fakultät der Paris-Lodron-Universität 2000

NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen.
Klosterneuburg: Österreichischer Agrarverlag 1997

O′TOLLE, Christopher: Faszinierende Insekten: Wunder und Rätsel einer fremden Welt.
Bechtermünz Verlag 2000

SEELEY, Thomas D.: Honigbienen: im Mikrokosmos des Bienenstocks.
Basel - Boston - Berlin: Birkhäuser Verlag 1997

SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei.
Stuttgart: Ulmer Verlag 1996

KIRCHNER, Wolgang H.: Die Tanzsprache der Bienen: eine akkustische Kommunikation. In: Spektrum der Wissenschaft 08/1994, S. 68 ff

Film:
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Universum - Dokumentation: Bienen - Ein Leben für die Königin
Wien: Adi-Mayer-Film 2000

Internet:
CHITTKA, Lars; u.a.: Die Blütenstetigkeit der Bienen im Kontext von Gedächtnisdynamik und sozialen Sammelstrategien. Online im WWW unter URL: http://ki.informatik.uni-wuerzburg.de/~vki/SFB-B5.html (Stand: 02.04.2002).

MELLIFERA e. V.: Vereinigung für Wesensgemäße Bienenhaltung. Online im WWW unter URL: http://www.mellifera.de (Stand: 11.04.2002).

GARTENWELT-NATUR.de: Tierportrait im Juni: Wildbienen. Online im WWW unter URL: http://www.gartenwelt-natur.de/index_links.html?/Tierportrait/tierportrait_juni.html (Stand: 17.05.2002).

VERKEST, José; PFEIFER, Maria: Die Welt der kleinen Krabbeltiere. Online im WWW unter URL: http://www.arthropods.de (Stand: 17.05.2002).


1 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 18

2 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei. S. 12

3 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 18

4 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei. S. 12

5 aus CHITTKA, Lars: Die Blütenstetigkeit der Bienen im Kontext von Gedächtnisdynamik und sozialen Sammelstrategien < http://ki.informatik.uni-wuerzburg.de/~vki/SFB-B5.html >

6 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei. S. 13

7 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 18 f.

8 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei. S. 13

9 vgl. Mellifera e. V. <http://www.mellifera.de/wesen7.htm>

10 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei. S. 13

11 vgl. LAMPEITL Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei. S. 14

12 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 24

13 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 25

14 vgl. SPÜRGIN; Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei: S. 28

15 vgl. SPÜRGIN; Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei: S. 28

16 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei S. 29

17 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 15

18 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 66

19 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 66

20 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 15

21 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 16

22 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 16
23 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 66

24 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 66

25 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 30

26 vgl. GREZIMEKS Tierleben: Enzyklopädie des Tierreichs S. 509

27 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 30

28 vgl. GREZIMEKS Tierleben: Enzyklopädie des Tierreichs S. 509

29 vgl. GREZIMEKS Tierleben: Enzyklopädie des Tierreichs S. 509

30 vgl. GREZIMEKS Tierleben: Enzyklopädie des Tierreichs S. 509 - 515

31 vgl. GREZIMEKS Tierleben: Enzyklopädie des Tierreichs S. 515

32 vgl. GREZIMEKS Tierleben: Enzyklopädie des Tierreichs S. 515 f.

33 vgl. GREZIMEKS Tierleben: Enzyklopädie des Tierreichs S. 517

34 vgl. GREZIMEKS Tierleben: Enzyklopädie des Tierreichs S. 517

35 vgl. GREZIMEKS Tierleben: Enzyklopädie des Tierreichs S. 517

36 vgl. GREZIMEKS Tierleben: Enzyklopädie des Tierreichs S. 519

37 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 25

38 vgl. GREZIMEKS Tierleben: Enzyklopädie des Tierreichs S. 521

39 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 33

40 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 26

41 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 34

42 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 27

43 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 28

44 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 28

45 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 28

46 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 34

47 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 34

48 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 34

49 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 34

50 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 34

51 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 34

52 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 35

53 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 20

54 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 36 f.

55 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 21

56 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 21

57 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 39 f.

58 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 22

59 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 40

60 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 22

61 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 41

62 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 22 f.

63 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 23 f.

64 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 43

65 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 24

66 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 24

67 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 24 f.

68 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S. 37

69 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 25 f.

70 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 26 f.

71 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 27

72 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S.43

73 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 28

74 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S.44

75 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 28

76 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 28 f.

77 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 31

78 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 31

79 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 31

80 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S.45

81 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 31

82 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 31 f.

83 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S.45

84 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 32

85 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 32

86 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S.45

87 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S.47

88 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 33 f.

89 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 37 ff

90 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 34 - 37

91 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 42

92 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 37 - 38

93 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 87

94 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 38 f.

95 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S.52 - 55

96 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 42 f.

97 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S.53

98 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 48 f.

99 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 49

100 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 50

101 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 50 f.

102 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 61 - 63

103 vgl. SPÜRGIN, Armin: Die Honigbiene: Vom Bienenstaat zur Imkerei. S.57 - 59

104 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 64

105 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 65 - 66

106 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 66 - 68

107 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 68 - 70

108 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 71 - 73

109 vgl. NOWOTTNICK, Klaus: Faszination Bienen S. 74 - 79

110 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 55 - 57

111 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 57 - 62

112 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 59

113 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 62 - 63

114 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 63 - 65

115 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 157 f.

116 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 158 f.

117 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 159 f.

118 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 160 f.

119 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 162 f.

120 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 163

121 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 163 f.

122 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 164 - 166

123 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 166

124 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 154 f.

125 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 155

126 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 156

127 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 156

128 aus RGBL. I, 101 vom 21. 3. 1930 § 1

129 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 146

130 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 146 - 147

131 vgl. LAMPEITL, Franz: Bienen halten: Eine Einführung in die Imkerei S. 142 - 154

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