Die Strategie der USA close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.



Details

Veranstaltung: Kolloquium: Strategisches Denken
Institution/Hochschule: Universität Zürich
Tags: Strategie, Kolloquium, Strategisches, Denken
Kategorie: Anderes
Jahr: 2002
Seiten: 17
Note: gut
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 71 KB
Archivnummer: V106852
ISBN (E-Book): 978-3-640-05127-4

Zusammenfassung / Abstract

Die USA befinden sich im Krieg – Wirtschaftskrieg. Die USA verfolgen in diesem Krieg das Ziel, mit einem weltweiten Engagement die Staatengemeinschaft der Verfechter eines freien Marktes zu vergrössern. Auf die militärische Strategie umgemünzt ist dieses Engagement flexibel und selektiv. Seit dem Ende des Kalten Krieges sieht sich die USA neuen Herausforderungen gegenüber: Für die USA bedeutet die neue Weltordnung das Ende einer bipolaren Ära. Die neue Ära hält aus US-Sicht nicht minder gefährliche Probleme bereit. Wird in der Geopolitik also alles unilateral? Die sicherheitspolitischen und militärstrategischen Überlegungen sind aus der nationalen Strategie abzuleiten und orientiert sich am US-amerikanischen Interesse an offenen Märkten, ökonomischem Wachstum und an der Förderung von Demokratie. Darüber hinaus bleibt die eigene Verteidigungskapazität und die sicherheitspolitische Kooperation mit Partnern ein wichtriger Eckpfeiler der US-amerikanischen Sicherheitspolitik. Die Erfolg der nationalen Strategie ist heute durch andere Kräfte bedroht als noch vor wenigen Jahren. An neue Bedrohungslagen müssen sich die USA anpassen. Fragen zur Einschätzung einer Bedrohungslage und Aussagen über die Qualität künftiger Bedrohungen werden in einem historischen Abriss hergeleitet. Doch worin besteht die neue militärstrategische Doktrin der USA eigentlich, die spätestens seit 9/11 unverkennbar zu installieren versucht wird?

Volltext (computergeneriert)

Institut für Politikwissenschaft

Kolloquium Strategisches Denken

der Universität Zürich / Institut für

Innenpolitik/ Vergleichenden Politik

Konfliktforschung der ETHZ

Seilergraben 49

Prof. Dr. Albert Stahel

8001 Zürich

Kolloquium: Strategisches Denken

Die Strategie der USA

eingereicht von:

Mathias Grimm

Mike Bamert

Student im 10. Semester

Student im 10. Semester

Hauptfach: Publizistikwissenschaft

Hauptfach: Publizistikwissenschaft

1. Nebenfach: Politikwissenschaft

1. Nebenfach: Betriebswirtschaft

2. Nebenfach: Umweltwissenschaft

2. Nebenfach: Politikwissenschaft

Sommersemester 2002

Zürich 2. Juli 2002


Inhaltsverzeichnis

Einleitung 2

Die Herren der Welt 2

Kapitalistischer Frieden mit Amerika an der Spitze 4

Die andere Seite 4

Nationale Strategie 5

Militärische Strategie (National Military Strategy 1995) 7

Engagements während Fiedenszeiten 8

Konfliktprävention 8

In Kriegszeiten 9

Zwischenbilanz: Unilateralismus der USA 11

Eine neue Doktrin? 11

Anhang 13

Literatur 15


Einleitung

Die globalen Aktivitäten der Amerikaner, deren wichtigste Triebfeder der Kapitalismus ist,

führten sie in die Hegemonie. Die USA haben aber im Laufe ihrer Geschichte verschiedene

aussenpolitische Strategien verfolgt, die als jeweilige Antworten auf die US-amerikanische

Wahrnehmung der Weltlage zu verstehen sind. Wichtige Weichen wurden während und nach

dem Zweiten Weltkrieg gestellt und bis heute verfolgen die USA eine Weltmission ohne

territoriale Eroberung (

Pax Americana

):

1) Wirtschaftlich: Absicherung auf dem Weltfinanzmarkt (inklusive Rohstoffe)

2) Militärisch: Unverwundbarkeit

3) Politisch: Überlegenheit des eigenen Gesellschaftsmodells

Die Herren der Welt

Für die USA war der Zweiten Weltkrieges ein Krieg mit zwei Fronten. Europa war der eine

Kriegsschauplatz, Asien der andere ­ und an beiden Fronten war die USA kämpferisch

involviert. Während man allerdings in Europa mit vielen Verbündeten um eine Befreiung

Europas vom Nazi-Regime kämpfte (was ein sehr vages Kriegsziel war), war der Streit um

Südostasien klar durch wirtschaftliche Interessen der Open Door Policy motiviert.

Die USA waren im Zweiten Weltkrieg im Kampf gegen Deutschland nachlässig und stark

auf einen Sieg bedacht, während langfristige Absichten im Hintergrund standen. Die

Sowjetunion verfolgte eine andere Strategie: Sie schlug sich bis nach Berlin vor und setzte

sich dort fest. Die USA sahen in einer kommenden subjektiven Rückbetrachtung der

Versäumnisse und Eingeständnisse, die sie der Sowjetunion während des Krieges und in der

Nachkriegszeit gemacht hatten, ein künftiges Problem.

Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem der Ausgang des Krieges in Asien. Die

Strategie besagte nämlich einen Einbezug der Sowjetunion in den Krieg gegen Japan, was

sich schon im Krieg gegen Deutschland bewährte. Die überraschend kriegsbeendende

Wirkung der Atombomben über Hiroshima und Nagasaki wendeten die weitere

Zusammenarbeit ab. Ein ganz wichtiges Instrument zur Durchsetzung US-amerikanischer

Interessen ist der US-Dollar. Die Vereinigten Staaten kämpfen seit dem Beschluss, eine

aktive Weltpolitik zu verfolgen, für ihren Dollar als Leit- und Reservewährung, womit sie im

globalen Finanzsystems Einfluss und Kontrolle ausüben können-

Die USA waren die eigentlichen Sieger des Zweiten Weltkrieges. Sie entwickelten sich zur

grössten Wirtschaftsmacht der Nachkriegszeit und produzierten jetzt mehr als 60 Prozent der

weltweiten Industriegüter, erwirtschafteten die Hälfte des weltweiten Bruttosozialproduktes

2


und besaßen zwei Drittel der globalen Goldreserven. Diese Vormachtstellung wurde durch

zwei Faktoren begünstigt. Erstens hatten sie keine zerstörte Infrastruktur (wie bspw.

Grossbritannien, Frankreich oder Deutschland). Zweitens beklagten sie viel weniger

Kriegsverluste als die anderen Nationen. Drittens verhielt sich der Staat in dieser Zeit

wirtschaftlich ausgezeichnet und führte seine Wirtschaft durch Investitionen und die

finanzierte Wiedereingliederung der Soldaten (beispielsweise öffentliche Finanzierung eines

Collegestudiums für Kriegsveteranen) in die Arbeitswelt an die Spitze.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mehrere Wege der strategischen Ausrichtungen

diskutiert: Zurück zum

republikanischen Isolationismus

(wie vor der Weltwirtschaftskrise)

und damit zur ,,Business Civilization" oder Vollbeschäftigung durch Wirtschaftsplanung und

weltweiter Frieden durch die Vereinten Nationen als

New Deal

. Beide Szenarien hätten eine

massive Umverteilung von Macht und Mitteln zur Folge gehabt. So wurde ein dritter Weg

gewählt: das

imperiale Wachstumsmodell

; d.h. wirtschaftliche Expansion ohne territoriale

Eroberung.

Amerika entwickelte sich zum politisch, militärisch und wirtschaftlich machtvollsten Global

Player. Das Nuklearwaffenmonopol erlaubte ihnen sogar ihre Truppen von 12 Mio. auf 1.5

Mio. Soldaten abzubauen. Die in der Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs sehr reich und

mächtig gewordenen Industriellen lenkten die polit-strategischen Überlegungen in

kapitalistische Bahnen. Der Währungsfonds und die Weltbank waren dafür geeignete und

von den USA beherrschte Institutionen, denn die Expansionsbemühungen scheiterten nach

dem Zweiten Weltkrieg an den finanzschwachen Absatzmärkten. Die Asymmetrie

verunmöglichte den freien Welthandel. Europa befand sich am Boden und konnte nicht noch

mehr ausgeschröpft werden.

Also erpresste man mit den zu vergebenden Krediten viele Länder, unter anderem auch

Russland, die sich dem amerikanischen Einfluss aber je länger je mehr entzogen. Die Rede

ist vom Marshall Plan oder ERP European Recovery Plan wie der Wiederaufbau Europas

offiziell hiess. So flossen die investierten Dollars wieder zurück in die eigenen Staatskassen

mit dem Vorteil, dass die Kreditnehmer in der Schuld standen. Aber nicht nur die Finanzkraft

bekräftigte die Hegemonie der USA, respektive die Abhängigkeit der europäischen Staaten,

auch die militärische Stärke: In dieser Zeit entstand der Brüsselpakt, die militärische

Zusammenarbeit von Frankreich, England, den Benelux-Staaten und Amerika. Daraus

entstand die spätere NATO. Die dritte Ebene der Hegemonie war die Politik: Durch den

Umstand, dass man den freien Weltmarkt (noch) nicht fördern konnte, wollten die USA

3


zumindest die besten Voraussetzungen dafür schaffen, indem sie mit ihrem

Gesellschaftsmodell missionierten.

Kapitalistischer Frieden mit Amerika an der Spitze

Entscheidender Wandel in der Nachkriegspolitik war die Beurteilung der Weltpolitik durch

den Nationalen Sicherheitsrat (NSC 68). Dieser Bericht bildete die Grundlagen für die US-

Aussenpolitik der nächsten Jahrzehnte. Paul Johnson: "NSC 68 repräsentierte einen

historischen Widerruf der traditionellen US-Politik gegenüber der Welt". Die Truman-

Doktrin wurde über Europa hinaus auf Asien ausgeweitet und infolge des verlorenen

Nuklearwaffenmonopols wurde eine neue Militärstrategie notwendig.

Der Koreakrieg war der erste grosse Zusammenstoss zwischen dem kommunistischen Osten

und dem kapitalistischen Westen. Die USA erlitten erhebliche Verluste. Denn als China in

den Krieg mit 200′000 Freiwilligen eingriff, wurde der Einsatz von Atombomben verworfen,

da dies womöglich einen Grosskrieg heraufbeschworen hätte, dem die USA militärisch nicht

gewappnet gewesen wäre. Es zeigte sich erstmalig, dass die Nuklearbomben vor allem

politische Waffen waren, wenig geeignet für den tatsächlichen Einsatz. Die in diesem Krieg

gewonnenen Einsichten prägten die US-amerikanische Weltmachtpolitik nachhaltig:

· Die USA beerbten die europäischen Kolonialreiche

· Einengung der politischen Handlungsfelder der Verbündeten in Europa (durch Einbezug

von Deutschland)

· aggressive Eindämmungspolitik gegenüber der Sowjetunion und China (beide galten

undifferenziert als kommunistischer Block

· Einmischung bei den Klientenstaaten gestützt auf wirtschaftliche, geheimdienstliche und

militärische Faktoren

Die USA verstanden die Situation allerdings nicht als unmittelbar bevorstehende

Konfrontation. Vielmehr anerkannten sie die Sowjetunion als Weltmacht, erkannten somit

den bipolaren Charakter der Weltpolitik und nutzten die sich daraus ergebenden

Möglichkeiten, um die Vorherrschaft in der westlichen Welt zu etablieren und auszubauen.

Die andere Seite

Die einzig wahrgenommene Gefahr war die andere Weltmacht. Das ausgeglichene und im

Raketenbereich sogar führende Militärarsenal der Sowjetunion veranlasste erst Eisenhower

4


und dann auch Kennedy die Bestände an konventionellen und vor allem auch

Nuklearwaffenarsenale massiv, in bisher unbekanntem Umfang aufzustocken und somit das

Wettrüsten zumindest anzuheizen. Zudem wurden mehrere Militärbündnisse geschlossen:

NATO

Nordatlantischer Verteidigungspakt

SEATO

asiatischer Verteidigungspakt

CENTO

Pakt im Nahen Osten

ANZUS

Pakt mit Neuseeland und Australien

Im Kalten Krieg wurde einer der rückblickend wohl schwerwiegendsten und bis heute

wirksamer Fehler der Amerikaner begangen: Obschon die sowjetische Gegenseite mitsamt

seinem Territorium und seinen verbündeten oder teilweise unterworfenen Staaten akzeptiert

wurde, wurde umso heftiger um die Parteilichkeit der dritten Welt gekämpft. Die

wirtschaftlich und sozial ärmsten Länder wurden stark destabilisiert, da ihnen nicht

wirtschaftliche Hilfe geboten wurde. Im Gegenteil: Sie wurden im Sinne der Bipolarität von

der jeweiligen Seite militärisch aufgerüstet.

Im Zuge des globalen Wettrüstens sah sich die Supermacht Amerika mit dem atomaren

Erstschlagproblem konfrontiert. Der US-Verteidigungsminister McNamara verkündete als

Antwort auf diese neue Ausgangslage im Jahre 1965, dass künftig alle militär-strategischen

Überlegungen auf der sog.

MAD-Doktrin

fussen müssen. (MAD = Mutual Assured

Destruction). Der MAD-Doktrin zufolge war das strategische Ziel im Falle eines nuklearen

Angriffs, den Gegner mit einem Gegenschlag noch zu zerstören. Das Rezept hiess also: Die

Möglichkeit zur Vergeltung schreckt den Gegner vor einem Erstschlag ab.

Die USA konnten sich trotz mehrerer Aufeinanderstösse und zum Teil prestigeträchtigen

Niederlagen (Koreakrieg, Vietnamkrieg) jedoch auf der Bühne der Weltpolitik behaupten

und haben ihre Vormachtstellung bis heute ausgebaut. Die Sowjetunion zerbrach mit dem

Fall der Mauer und Russland tut sich noch heute schwer, einen einflussreichen Platz auf dem

Feld der globalen Politik zu finden.

Nationale Strategie

Seit dem Ende des Kalten Krieges stellen sich den USA neue Herausforderungen: Für die

USA bedeutet die neue Weltordnung das Ende einer bipolaren Ära und der Beginn einer

multipolaren Weltordnung. Die USA befinden sich im Krieg ­ Wirtschaftskrieg. Und die

Wirtschaftskriegslage sieht aus US-amerikanischer Perspektive kompliziert aus:

5


· Rund 275 US-Amerikaner erwirtschaften jährlich ein gigantisches

Aussenhandelsdefizit von 250 Milliarden US $.

· Knapp 400 Millionen Europäer (und immer mehr) sind die ärgsten

Technologiekonkurrenten, dicht gefolgt von den Japanern und Südkoreanern.

· Den milliardenstarken Billigproduzenten chinesischer Herkunft folgen dicht die

Inder.

Damit beträgt das Verhältnis der Amerikaner zu den gewichtigsten Konkurrenten 1:10 auf

dem Weltmarkt. In diesem Zusammenhang ist die Subvention der US-amerikanischen

Wirtschaft durch den Staat zu sehen: Die Wirtschaft sieht kein Kyoto-Protokoll vor, welches

der Wirtschaft schaden könnte. Und eine B-Waffen-Konvention, welche die US-

Pharmaindustrie ausspioniert, wird von der Regierung auch nicht befürwortet. Andererseits

werden Nuklearwaffen aus Kostengründen ausrangiert, dafür sollen durch die Raketen-

Abwehr Arbeitsplätze geschaffen werden, die dem Land den Vorsprung in der Hoch-

Technologie sichert.

Die USA sehen in diesem Krieg, ihren Sieg durch vier Gefahren bedroht, die allesamt mit

ihren wirtschaftlichen Interesse an prosperierenden, freien Märkten verknüpft sind: Diese

Gefahren fasst die Nationale Militärstrategie des US-Verteidigungsministeriums aus dem

Jahre 1995 unter den Begriffen regionale Instabilitäten (1), Massenvernichtungswaffen (2),

transnationalen Gefahren (3) und Gefährdung von Demokratie und Reformen (4) zusammen.

1) Im Einzelnen sind unter

regionalen Instabilitäten

interne Konflikte, religiös motivierte,

ethnische oder territoriale Streitigkeiten in verschiedenen Weltregionen zu verstehen, die sich

aber zu internationalen Konflikten / Krisen ausweiten könnten. Instabile Regionen, und

folglich instabile Märkte sind natürlich nicht im Interesse der US-amerikanischen Wirtschaft.

2)

Massenvernichtungswaffen

haben seit dem Ende des Kalten Krieges nichts von ihrem

Schreckenspotenzial verloren, auch wenn seither dank verschiedenen internationalen

Abkommen wie den Strategic Arms Reduction Treaty (START I, START II) massiv

abgerüstet wurde. Besonders die Proliferation, die Weitergabe von Waffentechnologie und

Know-how, wird von den Amerikanern als eine der grössten Gefahren für die nationale

Sicherheit angesehen.

6


3) Die immer grösser werdende Interdependenz zwischen den Ländern und Regionen erhöht

auch die Empfindlichkeit der Amerikaner auf

transnationale Gefahren

. In dieser Hinsicht

erlangen die Interessen der Alliierten der US-Amerikaner eine wichtige Bedeutung, denn mit

ihnen pflegen die Amerikaner auch die engsten wirtschaftlichen Beziehungen. Die grösste

Bedrohung wird in Seuchen, grossen Flüchtlingsströmen, international operierenden

kriminellen Organisationen und Drogensyndikaten gesehen.

4) Dass den US-Interessen

Gefahren für Demokratie

und Reformen in anderen Regionen

zuwiderlaufen, hängt mit ihrem Interesse an einem investitionsfreundlichen Umfeld für

amerikanische Firmen im Ausland zusammen.

Militärische Strategie (National Military Strategy 1995)

Die sicherheitspolitische und militärische Strategie ist aus diesen Nationalen Strategien

abzuleiten und orientiert sich an der eigenen Verteidigungskapazität und der

sicherheitspolitischen Kooperation mit Partnern. In der Militärstrategie zerfällt das nationale

Ziel in die beiden Teilziele

Stabilität fördern

und

Aggressionen vereiteln

.

Während des Kalten Krieges war die Situation noch ganz anders: Als sich im Jahre 1965 die

Supermacht Amerika mit dem atomaren Erstschlagproblem konfrontiert sah, verkündete der

damalige US-Verteidigungsminister McNamara, dass künftig alle militär-strategischen

Überlegungen auf der sog.

MAD-Doktrin

fussen müssen. (MAD = Mutual Assured

Destruction). Der MAD-Doktrin zufolge war das strategische Ziel im Falle eines nuklearen

Angriffs den Gegner mit einem Gegenschlag noch zu zerstören. Das Rezept hiess also: Die

Möglichkeit zur Vergeltung schreckt den Gegner vor einem Erstschlag ab.

Von der heutigen Zieldefinition (Stabilität fördern und Aggressionen vereiteln) werden drei

Programme für das Vorgehen auf der diplomatischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen

und militärischen Ebene abgeleitet. Sie beziehen sich auf die ,,Grosswetterlagen" Frieden,

latente Konflikte und Krieg. Dass die Prävention von Konflikten, die zu eskalieren drohen,

als eigenes Programm in der Militärstrategie und als Bindeglied zwischen

Friedensengagement und Aktivismus während Kriegszeiten genannt ist, weist darauf hin,

dass es sich bei dieser Strategie um eine langfristig angelegte handelt. Sie zielt darauf, dort

wo es den amerikanischen Interessen hilft, mit selektiven und flexiblen Engagements die

Interessen der Nation zu schützen. Der Einschub ,,dort wo es hilft" ist auch in dieser Hinsicht

7


im Zusammenhang mit den strategisch wichtigen Regionen der USA zu sehen. Die National

Military Strategy von 1995 nennt Mittel und Massnahmen für das Vorgehen der USA im

Frieden, im Krieg und bei latenten Konflikten.

Engagements während Friedenszeiten

Während Friedenszeiten versuchen die Amerikaner durch Militär-zu-Militär-Kontakte für

Training, humanitäre Einsätze und Friedensoperationen den Frieden zu fördern. Damit wird

zudem bezweckt, Interoperationalität innerhalb der NATO sicherzustellen. Im Zuge dieser

Massnahmen findet reger Austausch von militärischem Personal zwischen den

Bündnispartnern statt, was die militärische Professionalität beiderseits befruchten soll.

Ausserdem werden die gemeinsamen Übungen auch genutzt, um bei den Partnern für die US-

Rüstungsindustrie zu werben und Einfluss auf militärische Reformprozesse bei den Partnern

auszuüben. Auch an humanitären Einsätzen oder Friedensmissionen, z.B. im Rahmen der

UNO, beteiligt sich das US-Militär. Insgesamt versuchen die USA, soweit möglich, ihre

Partner in Einsätze während Friedenszeiten miteinzubeziehen.

Neben dem für die Amerikaner wichtigsten sicherheitspolitischen Bündnis, der NATO, ist

die Sicherheitspartnerschaft mit Japan tief im US-amerikanischen Gesamtsicherheitskonzept

verankert. Die in Japan stationierten Truppen sollen Sicherheit für die ganze dortige Region

garantieren. Auch zu Südkorea pflegt das US-Militär enge Kontakte, während Nordkorea als

grosse Bedrohung wahrgenommen wird, was es aufgrund seines Programms zur Entwicklung

von Massenvernichtungswaffen zweifelsohne ist. In Südwestasien ist die Aufmerksamkeit

stark auf die Länder Irak und Iran gerichtet, die ebenfalls als ganz grosse Bedrohung

wahrgenommen. Insgesamt gewinnt die Ausrichtung auf den asiatischen Kontinent in der

amerikanischen nationalen Strategie eine immer grössere Bedeutung ­ parallel dazu

widerfährt Europa aus US-Perspektive einen relativen Bedeutungsverlust.

Konfliktprävention

Bei der Konfliktprävention verlagert sich der Fokus auf mittel- und langfristige

Engagements. Hier hat die Vermeidung nuklearer Abschreckungsanstrengungen gegen die

USA die höchste Priorität. Wie das nukleare Arsenal anderer Staaten seitens der USA als

Bedrohung wahrgenommen wird, so sehr wird das eigene Nuklearwaffenarsenal als

Abschreckung für potenzielle Angriffe auf das Territorium der USA perzepiert. Abgesehen

von Sicherheit durch Abschreckung mittels Massenvernichtungswaffen, hat die Wirksamkeit

8


des nuklearen Non-Proliferationsvertrags einen ganz wesentlichen Einfluss auf die

Wahrnehmung der US-amerikanischen Sicherheit.

Die getroffenen Abkommen START I und II sind wichtig für die USA, verschlingt doch der

Unterhalt dieser Systeme beträchtliche Summen des Militäretats. Innerhalb dieser

Abkommen sind die Amerikaner aber gewillt, weiter in die Erforschung der

Nukleartechnologie und in die Entwicklung einer neuen Generation Nuklearwaffen zu

investieren. Mit dem Drängen auf eine Revision des ABM-Vertrags mit Russland hat die

USA signalisiert, ihnen unangenehme internationale Abkommen nötigenfalls unilateral zu

revidieren. Das Vorhaben, die von ballistischen Raketen ausgehende Gefahren mit einem

Abwehrschild eindämmen zu können, führt zu einem Bedeutungszuwachs der

Weltraumdominanz.

Neben den Massnahmen, welche die Amerikaner eigenständig für ihre nationale Sicherheit

einleiten können, trägt auch der Bündnisgedanke dem Ziel der Konfliktprävention Rechnung.

In jeder, als strategisch wichtig erachteten Weltregion haben die Amerikaner Zugang zu einer

Internationalen Organisation oder sind Mitglied in einem sicherheitspolitischen Bündnis1.

Im Rahmen der amerikanischen Bündnispolitik gemäss dem Motto ,,Kooperation fördert

Sicherheit" ist die geplante NATO-Osterweiterung bis vor die Haustüre Russlands zu sehen,

die Europa zusätzliche Stabilität verleihen soll. Auch Russland, selbst nicht als NATO-

Mitglied anvisiert, wird mehr und mehr in NATO-Missionen für den Frieden miteinbezogen.

Und innerhalb der Vereinten Nationen bemühen sich die USA um eine Vorreiterrolle der

NATO, sofern eine Mission mit ihren Interessen vereinbar ist.

Innerhalb der Bemühungen der Konfliktprävention haben vertrauensbildende Massnahmen

einen hohen Stellenwert. Im Falle einer Eskalation werden die USA aber durch ihre

Beziehungen zu Bündnispartnern und ihre Mitgliedschaft in internatonalen Organisationen in

die Interventionspflicht genommen. Bei einer eintretenden Krise lautet die militärische

Devise Schnelligkeit und Flexibilität. Das bedeutet sicherzustellen, dass die auf dem Globus

verteilten Kräfte schnell, und mit einer Ausrüstung, die ein weites Handlungsspektrum offen

lässt, an ihren Einsatzort transportiert werden können.

In Kriegszeiten

Wenn Objekte US-amerikanischer Interessen durch kriegerische Handlungen bedroht sind,

soll sie das Militär schützen und verteidigen. Die USA behält sich das Recht vor, unilateral

1 Siehe Anhang

9


über den Einsatz ihrer Streitkräfte zu entscheiden, also ohne vorgängiges Einvernehmen mit

ihren Partnern. Bei Einsätzen von gemeinsamen Interessen soll aber nach Möglichkeit

zusammen mit anderen Streitkräften gekämpft werden.

Oberstes Ziel der USA, ist es, einen Krieg gewinnen zu können. Dieses Ziel ist bei allen

Administrationen prioritär. Das lange geltende militärstrategische Credo, das angesichts einer

möglichen Verwicklung der USA in zwei grössere konventionelle Kriege den Namen ,,Two-

Major-War-Theater" trägt, ist noch nicht völlig obsolet. Es gewinnt aber eine neue

Bedeutung aufgrund des nunmehr unipolaren Mächteverhältnisses auf dem Globus und durch

die neuen Bedrohungen von international organisierten Terrorgruppen. Die Anforderung an

das Militär, einen nicht genau beschriebenen Krieg gegen einen nicht bekannten Feind

gewinnen zu können, ist nichts weniger als Überlegenheit. Als Mittel zur Erlangung von

Überlegenheit führt die Militärstrategie der USA Interoperationalität zwischen den

Streitkräften auf und verlangt schlagkräftige und zielsichere Waffensysteme, moderne

Informationstechnologie, gut informierte Geheim- und Nachrichtendienste, sowie gut

ausgebildetes Personal.

Interoperationalität zwischen den verschiedenen Streitkräften (Army, Navy, Air Force) und

auch bei den Waffensystemen (beispielsweise bei der Kombination von Rakete und

Sprengkopf) ist integraler Bestandteil der Militärstrategie. Im Zuge der Armeereformen und

Modernisierungen während der Administratrionen Bush sen. und Clinton wurden die

Bestände der kampffähigen Truppen um rund einen Drittel reduziert, während Ausgaben für

Kommunikationsmittel und medizinische Versorgung, Transportfähigkeiten, Logistik, und

Technik nach oben gefahren wurden. Im Zuge der Reduktion, begann man die Wehrkräfte in

mobilere, schlagkräftigere und mehr technikunterstützte Streitkräfte zu transformieren. Vor

allem bei der Army und bei der Air Force wurde abgebaut, während die Special Forces

innerhalb des Militärs an Bedeutung gewannen. Insgesamt standen diese Reformen unter

dem Motto ,,kleiner, schlagkräftiger, moderner".

Informationstechnologie ist ein Schlüsselbegriff in der US-Militärstrategie. Sie wird als ein

Mittel gesehen, mit dem man Überlegenheit erlangen kann. Die Kriegsführung des US-

Militärs wäre ohne modernste Informationstechnologie längst nicht mehr realisierbar.

Bei kriegerischen Auseinandersetzungen stehen die Vereinigten Staaten ihren Alliierten mit

den am Nächsten stationierten Kräften mit Luft-, See- und Landkräften zur Seite, nötigenfalls

mit einer grossen Anzahl an Soldaten.

10


Zwischenbilanz: Unilateralismus der USA

Der unverkennbare Wechsel, weg von einer multilateralen aussenpolitischen Ausrichtung hin

zu unilateralem aussenpolitischen Vorgehen, irritiert. Im Politikfeld

Sicherheit/Rüstungskontrolle werden Fragen zum US-amerikanischen Verhalten gegenüber

den Vereinten Nationen aber auch gegenüber Bündnispartnern der NATO oder auch

gegenüber der Organisation für das Verbot chemischer Waffen aufgeworfen.

Bei der Nato: 3 Wichtige Entscheide: a) zur Bündniserweiterung (bis vor Russlands

Haustüre), b) Diskussion um Neufassung der NATO-Funktionen, c) Entwicklung einer

europäischen sicherheits- und verteidigungspolitischen Identität.

Die NATO ist als Allianz insgesamt von Kontinuität gekennzeichnet. Nur verstehen sich die

USA nicht als normales Mitglied der NATO, sondern unterstreichen ihren

Führungsanspruch. Die inneramerikanische Kritik unterstellt der Allianz, dass der Entlastung

der USA durch die europäischen Verbündeten die amerikanische Handlungsfreiheit zuweilen

einschränkt.

US-Waffenpolitik: Das Verhalten der USA gegenüber anderen Staaten ist an der Umsetzung

geschlossener internationaler Abkommen zu bewerten: Da zeigt sich, dass US-Rhetorik und

US-Pragmatik eigenen Logiken folgen. So steht die USA rhetorisch hinter der Organisation

für das Verbot chemischer Waffen, welche das Ziel verfolgt, die Abrüstung bestehender

Chemiewaffenarsenale abzurüsten voranzutreiben. Die US-Praxis weicht allerdings von

dieser Rhetorik ab. Im Zusammenspiel von Exekutive und Legislative wurden Vorschriften

in die amerikanische Ratifizierungs- und Implementierungsgesetze zum CWÜ

(Chemiewaffen-Übereinkommen) integriert, welche die Befugnisse der Organisation

erheblich einschränken. Die Rolle der USA in der OVCW ähnelt dem Verhalten der USA

innerhalb der Vereinten Nationen und kann als unilaterale Vorteilsnahme etikettiert werden.

Fazit: innerhalb der NATO ist die USA ein ,,sanfter Hegemon", in der UNO durch die Rolle

im Sicherheitsrat ein durchsetzungsfähiger Hegemon. Ebenso in der CWÜ.

Eine neue Doktrin?

Während der Administration Clinton begann ein Umdenkprozess, in dessen Verlauf Asien in

der Nationalen Strategie der Amerikaner eine zunehmend wichtigere Rolle spielte. Mit der

Administration Bush Jr. Hat sich an dieser Tendenz nichts geändert. Allerdings weht auf der

militärstrategischen Ebene ein neuer Wind. Der nationale Sicherheitsrat hat angekündigt, im

Herbst 2002 eine neue Nationale Militärstrategie veröffentlichen zu wollen, die den

Atomwaffen eine neue Bedeutung zumisst. Schon einige Monate zuvor wurde eine Debatte

11


über eine neue Atomstrategie losgetreten. Gemäss einer geheimen, aber in Auszügen bekannt

gewordenen Studie ,,Nuclear Posture Review." laufen in 12 Nationen nukleare

Waffenprogramme, 28 Nationen sollen über ballistische Raketen, 13 Staaten über

biologische Waffen und 16 Nationen über chemische Waffen verfügen.

Auszüge aus der neuen Strategie publizierte die Washington Post vom 11. Juni 2002: Gemäss

den Überlegungen der Militärstrategen eignet sich die bisherige Strategie wegen der

veränderten Bedrohungssituation seit dem 11. September nicht mehr. Das Konzept der

Abschreckung und Eindämmung solle um die Komponenten

Präventivschläge

und

defensive

Intervention

gegen Terroristen und gegen Staaten, die diese unterstützen und über

Massenvernichtungswaffen verfügen ergänzt werden. Damit antwortet die USA auf die

Möglichkeit von Überraschungsangriffen, welche zuvor als sehr unwahrscheinlich

eingeschätzt wurden. Im Rahmen dieser neuen Doktrin wird auf der taktischen Ebene den

Atomwaffen wieder eine grössere Bedeutung zugemessen und die Regierung hat bereits

angekündigt, die Entwicklung sog. Mini-Nukes, Atombomben mit geringerer

Zerstörungskraft, weniger radioaktiver Strahlung, aber der Fähigkeit, tief in den Boden und

dort in Bunker einzudringen, investieren zu wollen.. Im Vordergrund steht dabei vor allem

die Achse des Bösen mit Staaten wie dem Irak oder Nordkorea. Wie schon die Doktrin 68

nach dem zweiten Weltkrieg könnte auch diese neue Doktrin des Nationalen Sicherheitsrates

wegweisend für die Stabilität oder Destabilisierung der Weltpolitik sein. Laut Aussagen von

Militärexperten bedinge die Umsetzung der neuen Doktrin umfangreiche Veränderungen

beim Militär und bei den Nachrichtendiensten.

Die Natur des Feindes hat sich ebenso verändert wie die Natur der Bedrohung. Eine solche

Anpassung der Strategie bedeutet eine völlig veränderte Denkweise, da man die

Sicherheitsarchitektur des 21. Jahrhunderts nicht mit den Ideen und Begriffen des

vergangenen Jahrhunderts errichten kann.

12


Anhang

Wichtige Daten:

Bevölkerung

281′222′000

Fläche (inklusive Alaska & Hawaii)

50 Staaten: 9′809′155 km2

Bevölkerungswachstum

0.89 %

Wirtschaft

BIP

9′872.90 Mia $

Staatseinnahmen

2′046.80 Mia $

Staatsausgaben

1′828.30 Mia $

Entwicklungshilfe

9.15 Mia $

Energieverbrauch

2.180 Mia t ÖE

Energieproduktion

1.695 Mia t ÖE

Anteil Erdöl am Verbrauch

40 %

Militär

Anteil Militärbudget an Staatsausgaben

16.2 %

Streitkräfte

1′365′800

Armee

471′700

Marine

370′700

Marine-Infanterie

169′800

Luftstreitkräfte

353′600

Reservisten (inklusive Nationalgarde)

1′200′000

Küstenwache

36′200

Kriegsgeschichte

Kriegskosten

Erster Weltkrieg

32.7 Mia $

Zweiter Weltkrieg

360.0 Mia $

Koreakrieg

50.0 Mia $

Vietnamkrieg

140.0 Mia $

Golfkrieg

7.4 Mia $

Kriegsverluste

Anzahl Dienende

Anzahl Verluste

Erster Weltkrieg

4′743′626

53′513

Zweiter Weltkrieg

16′353′659

292′131

Koreakrieg

5′764′143

33′667

Vietnamkrieg

8′752′000

47′393

Golfkrieg

467′939

148

13


US-Mitgliedschaften in internationalen Organisationen

Organisation

Zweck

Besonderes

Gruppe der Sieben G7

Erörterung aktueller

G8 konstituiert sich aus den G7 Mitgliedern plus

(G8):

fragen v.a. zur

Russland. Thematisch liegt der Schwerpunkt der

Deutschland, Frankreich, Weltwirtschaftslage

G8 mehr auf politischen Fragen.

Grossbritannien, Italien,

Japan, Kanada und USA

Organisation des

Stärkung der Sicherheit

die beiden höchsten Ämter Oberkommandos für

Nordatlantikvertrags

durch Zusammenarbeit

Europa und für den Atlantik werden beide

NATO

auf politischer,

traditionell von US-Offizieren bekleidet) Seit

wirtschaftlicher und

1992 auch Operationen unter UN-Autorität und

militärischer Ebene

fernab des Hoheitsgebiets der Mitgliederstaaten.

Seit 1994 Partnership-for-Peace-Programme.

1996 übernahm NATO von der UN das Mandat

für die SFOR-Truppen im ehemaligen

Jugoslawien, an denen sich rund 36 Staaten

beteiligten. Auch das Mandat für die KFOR, der

UN-Einsatztruppe für den Kosovo dem NATO-

Kommando zugeschlagen.

Organisation für SicherheitStabilität und Sicherheit

Alle gesamteuropäischen Abrüstungsmassnahmen

und Zusammenarbeit in

für ganz Europa

und Gespräche über vertrauensbildende

Europa OSZE

Massnahmen im Rahmen der OSZE stattfinden

USA und Kanada sind die einzigen nicht-

europäischen Mitglieder

Organisation für

Koordinierung der

USA als ständiges Mitglied im 14-köpfigen

Wirtschaftliche

wirtschaftlichen

Exekutivausschuss

Entwicklung und

Zusammenarbeit und

Zusammenarbeit OECD

Entwicklung,

Welthandelsorganisation Internationalen Handel

USA ist in der WTO durchsetzungsfähiger

WTO

innerhalb bindender

Hegemon

Regeln organisieren.

Nordamerikanische

Freihandelszone für

Für die USA bedeutet die NAFTA eine

Freihandelszone NAFTA 20′000 Güter und für

Erweiterung ihres Patentschutzraums, Abbau von

den Kapitalverkehr

Investitionshürden. Mexiko übernimmt dabei eine

Brückenkopffunktion zu den Ländern

Südamerikas.

Asiatisch-Pazifische

Liberalisierung des

Regeln für Technologietransfers, Handels- und

Wirtschaftliche

Handelssystems. Ziel bis Investitionsliberalisierung, zollfreier

Zusammenarbeit APEC

2020: Freihandelszone

Energiehandel bereits realisiert.

Vereinte Nationen UN

Weltfrieden und

USA als ständiges Mitglied im Sicherheitsrat mit

Stabilität

Vetorecht. Der Sicherheitsrat ist mit

weitreichenden Kompetenzen der

Konfliktverhütung ausgestattet und kann für alle

UN-Mitglieder verbindliche Beschlüsse treffen.

Organisation

Sicherheit und Frieden

Auf drängen der USA bleibt Kuba bis auf

Amerikanischer Staaten

weiteres suspendiert. Die Mitglieder berichten

OAS

sich jährlich gegenseitig über Rüstungsimporte

und -exporte

14


Literatur

Bahr, Egon (2001): Im Schatten der Supermacht. Heruntergeladen unter:

http://www.bs.cyty.com/elmbs/bahr.htm. (Stand: 2. Juli 2002)

Biermann, Werner (2000): Die Herren der Welt. Die Weltmachtpolitik der USA seit 1945.

Köln, PapyRossa-Verlag.

Brüggemann, Gerd (2002): Washington formuliert neue Militärstrategie. Präventivschläge

sollen möglich werden. In: Neue Zürcher Zeitung Nr. 132 vom 11. Juni 2002, S. 5.

Clinton, J. William (1995): A National Security Strategy of Engagement and Enlargement

1995-1996. Washington D. C. -London.

Departement of Defense (1995): National Military Strategy of the United States of America.

A Strategy of flexible and selective Engagement, Washington D.C.

Departement of Defense (2002): Findings of the Nuclear Posture Review, 9. Januar 2002.

Heruntergeladen unter: http://www.defenselink.mil/news/Jan2002/020109-D-6570C-

001.pdf (Stand 2. Juli 2002).

Der Spiegel Almanach (2002): Vereinigte Staaten von Amerika (USA). Heruntergeladen

unter: http://www.spiegel.de/almanach/laender/0,1518,USA,00.html (Stand 2. Juli 2002).

Global Defence (2002): Überblick über die amerikanischen Streitlräfte. Heruntergeladen

unter: http://www.globaldefence.net/deutsch/nordamerika/usa/usa.htm (Stand 2. Juli

2002).

Sautter, Udo (2000): Die Vereinigten Staaten: Daten, Fakten, Dokumente. Tübingen, Basel,

Franke.

Schwarz, Klaus-Dieter (1999): Weltmacht USA: Zum Verhältnis von Macht und Strategie

nach dem Kalten Krieg. Baden-Baden.

Stahel, Albert A. (1997): Strategisch denken: Ziel ­ Mittel ­ Einsatz in Politik, Wirtschaft und

Armee. Zürich, vdf Hochschulverlag an der ETH.

Links:

www.state.gov

www.defenselink.mil

www.geopowers.com

15


Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/106852/