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Autor: Jochen Degenhardt
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre
Details
Institution/Hochschule: Universität Duisburg-Essen (Lehrstuhl für VWL, insbes. Finanzwissenschaften)
Tags: Wertzuwachssteuer Einkommensteuer Konsumsteuer
Jahr: 2003
Seiten: 17
Note: 2.0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 343 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-17047-5
Textauszug (computergeneriert)
Wertzuwachssteuern im System privater Einkommensbesteuerung
- Ein Modell für die Zukunft
von Jochen Degenhardt
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung Seite 3
2 Definition von Wertzuwachssteuern Seite 3
2.1 Grundlegende Aussagen zu Wertzuwachssteuern Seite 3
2.2 Formen von Wertzuwachssteuern Seite 4
3 Wertzuwachsbesteuerung in Deutschland Seite 5
3.1 Vergangenheit Seite 5
3.2 Gegenwart Seite 6
3.3 Pläne Seite 7
4 Wirkung von WZS am Beispiel der Zinsertragsteuer Seite 9
4.1 Das Zwei-Perioden-Modell Seite 9
5 Kritische Beurteilung von Wertzuwachssteuern Seite 11
5.1 Kritische Betrachtung der heutigen und zukünftigen
Regelungen in Deutschland Seite 11
5.2 Einkommens- versus Konsumbesteuerung Seite 13
6 Fazit Seite 14
7 Literatur Seite 15
1 Einleitung
Seit einigen Monaten gibt es in Deutschland wieder eine verstärkte Diskussion über die Vorteilhaftigkeit von Wertzuwachssteuern. Hervorgerufen wurde sie durch die Pläne der neuen Bundesregierung, den Wertzuwachs von Aktien und Immobilien für Privatpersonen stärker als bisher steuerpflichtig zu machen.
In der vorliegenden Arbeit soll zunächst der Begriff der Wertzuwachssteuer näher erläutert werden. Anschließend wird die Wertzuwachsbesteuerung in Deutschland betrachtet. Dabei sollen zum einen verschiedene Formen der Besteuerung in der Vergangenheit und Gegenwart und zum anderen die Regierungspläne für die Zukunft dargestellt werden.
Im vierten Kapitel wird beispielhaft die Wirkweise von Zinsertragsteuern anhand eines ökonomischen Modells erläutert. In Kapitel 5 schließlich wird aus volkswirtschaftlicher Sicht betrachtet, ob die Wertzuwachsbesteuerung den modernen Anforderungen an eine Steuer, wie Effizienz und Gerechtigkeit, entspricht.
Es sei noch darauf hingewiesen, daß sich diese Arbeit ausschließlich mit der Besteuerung von Privatpersonen befaßt. Sämtliche Aspekte der Unternehmensbesteuerung können im Rahmen dieser Arbeit nicht betrachtet werden.
2 Definition von Wertzuwachssteuern
2.1 Grundlegende Aussagen zu Wertzuwachssteuern
Unter Wertzuwachssteuern versteht man Steuern, die auf eine ermittelte positive Wertdifferenz bei Beständen von Kapital bzw. Vermögen erhoben werden.
Hierbei ist zu unterscheiden, wann der Wertzuwachs besteuert wird. Es gibt die Möglichkeit, ihn erst bei der Realisierung des Gewinnes, also zum Beispiel beim Verkauf einer Aktie, zu besteuern, oder bereits sogenannte Buchgewinne zu besteuern. Das heißt, zu einem bestimmten Zeitpunkt, normalerweise zum Jahresende, wird der Wert eines Vermögens ermittelt und die Differenz zum Buchwert zu Beginn der Periode, also zum Jahresanfang, besteuert.
Weiterhin ist zu beachten, ob der reale oder der nominelle Wertzuwachs als Bemessungsgrundlage herangezogen wird, ob also die Geldentwertung infolge von Inflation berücksichtigt wird. Dies kann vor allem bei langfristigen Anlagen wie Immobilien zu erheblichen Differenzen zwischen dem nominellen und dem realen Wertzuwachs führen (vgl. HADELER, 2000, S. 3476 f. und EBNET, 1978, S. 21 f.).
EBNET unterscheidet zusätzlich zwischen erwarteten und unerwarteten Wertzuwächsen, wobei erwarteter Wertzuwachs gleichzusetzen ist mit der Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Unerwartete Zuwächse werden auch als "reine" Wertzuwächse oder "windfalls" bezeichnet (vgl. EBNET, 1978, S. 22).
Für die Einordnung in das Steuersystem ist schließlich zu bemerken, daß jede Form von Wertzuwachs nichts anderes ist, als eine bestimmte Art von Einkommen (vgl. LITTMANN, 1972, S. 3). Somit sollte bei den folgenden Betrachtungen berücksichtigt werden, ob der Wertzuwachs steuerlich auch ebenso behandelt wird.
2.2 Formen von Wertzuwachssteuern
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