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Autor: Daniela Engelhardt
Fach: Pädagogik - Schulpädagogik
Details
Tags: Qualität, Schule
Jahr: 2002
Seiten: 20
Note: ohne
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 238 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-17050-5
Diese Arbeit widmet sich der Qualitätsdiskussion in der Schulpädagogik. Sie beschreibt Kriterien, nach denen man gute Schulen von schlechten diffferenzieren kann.
195 KB
Textauszug (computergeneriert)
Qualität von Schule
von Daniela Engelhardt
Inhalt:
1. Einleitung: Thema der Hausarbeit
2. Die Qualitätsfrage bei Helmut Fend:
Eine mehrebenenanalytische Betrachtungsweise
2.1 Der Weg zur Schulqualitätsforschung
2.2 Was ist eine mehrebenenanalytische Betrachtungsweise?
2.3 Zusammenfassung der Ergebnisse Fends
3. Weiterentwicklung der Untersuchungen Fends:
Die empirischen Befragungen van Dicks u.a. von 2000
3.1 Die Methode
3.2 Die Ergebnisse
4. Die Gliederung von Merkmalen guter
und schlechter Schulen in Qualitätsbereiche
5. Zusammenfassung und Fazit:
Eine neue Sicht auf Unterrichtsqualität nach der PISA-Studie?
Literaturangaben
1. Einleitung: Thema der Hausarbeit
Im Hauptseminar "Qualität von Schule" wurden zahlreiche Studien, Berichte und Beiträge zum Thema Schulwirksamkeit vorgestellt. Es wurde über Kriterien von guten oder schlechten Schule diskutiert, Porträts effektiver Schulen erstellt und über empirische Erkundungen berichtet.
Dabei wurde Literatur aus der Zeitspanne 1981-1999 herangezogen.
Mit den Überlegungen, welches Thema diese Seminararbeit behandeln soll, fiel die Lektüre der Zeitschrift "Schulmanagement", Ausgabe 04/01 zusammen. Darin beschäftigt sich der Beitrag von Rolf van Dick mit den Untersuchungen Helmut Fends zu guten und schlechten Schulen in den 70er und 80er Jahren und versucht, dessen Ergebnisse mit den Resultaten neuester Studien zu vergleichen bzw. weiterzuentwickeln.
Über die Ergebnisse soll hier berichtet und sich mit den Konsequenzen auseinandergesetzt werden.
Beschäftigt man sich ernsthaft mit dem Thema "Qualität von Schule" ist es ratsam, sich auch über verschiedene Meinungen zu Merkmalen guter bzw. effektiver Schulen zu informieren.
Die Gliederung Günter Haiders (Universität Salzburg) in 5 Qualitätsbereiche wird vorgestellt und soll helfen, diese Merkmale zu strukturieren.
Dabei muss auf die verschiedenen Bezugsgruppen geachtet werden - Schüler, Eltern, Lehrer, Schulleitung ... bis hin zur Gesellschaft als Ganzes.
Insgesamt soll der Versuch unternommen werden, die Frage, was eigentlich unter Qualität im schulischen Bereich verstanden werden soll, anhand neuester Literatur zu klären.
Der Bereich der Systemqualität sowie der bildungspolitischen Positionen soll in dieser Hausarbeit nur eine untergeordnete Rolle spielen.
2. Die Qualitätsfrage bei Helmut Fend:
Eine mehrebenenanalytische Betrachtungsweise
2.1 Der Weg zur Schulqualitätsforschung
Im Jahr 1998 fasste Helmut Fend seine Untersuchungen, Studien und theoretischen Ansätze zum Thema "Qualität im Bildungswesen" zusammen. In der Einleitung seines Buches mit eben diesem Titel spricht er von "...einer neuen Phase der Entwicklung des Bildungswesens" seit Beginn der 90er Jahre (Fend, 1998 S. 13) Bis zu diesem Zeitpunkt hat eine ständige Weiterentwicklung in diesem Bereich stattgefunden.
Noch bis zum Ende der 60er Jahre wurde in geisteswissenschaftlicher Manier behauptet, vor allem die Lehrerinnen und Lehrer wären für die Qualität von Schulen verantwortlich. Musste sich doch das Bildungswesen, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts erst von den Händen der Kirche in die des Staates gelangte, ganz allmählich entfalten und ausdifferenzieren. Fend spricht vom damaligen Ziel, "...eine flächendeckende schulische Versorgung für die gesamte Bevölkerungg sicherzustellen" (Fend 1998, S. 13). Doch durch den bildungsreformerischen Aufbruch der 70er Jahre erfuhr diese Einstellung eine gründliche Revision. Damals stand die große Frage der strukturellen Umgestaltung des Schulsystems im Mittelpunkt, d.h. die Veränderung herkömmlicher Schulformen. In der Gesamtschul-Diskussion ging es um die Umkehrung der Ausdifferenzierung, Chancengleichheit für alle Schüler wurde gefordert, ein "...effizientes und sozial gerechtes Bildungswesen" sollte entstehen (Fend 1998, S. 14). Die Qualität von Schulen wurde nach der damalig herrschenden Meinung also hauptsächlich von den Strukturen bestimmt. Ende der 70er Jahre stagnierte die Bildung von Gesamtschulen bereits wieder, es kam ein Gegenwind auf, der die Reformbewegung bremste. Schulsystemvergleiche erschienen plötzlich uneffektiv, da sie den Lehrerinnen und Lehrern letztlich keine Handlungsorientierung gaben. Es fand eine Art Rückbesinnung auf die rein pädagogischen Ziele statt, von einer überspitzten gesellschaftspoliischen Betrachtungsweise wollte man zurücktreten. "Mit Beginn der 90er Jahre treten Qualitätsfragen in den Vordergrund" (Fend 1998, S. 13), die Konjunktur der Schulqualitätsforschung begann. Ein Grund für diese Entwicklung wird in der Vielfalt der modernen Informationsgesellschaft und ihrer Medien gesehen, der kein starres, veraltetes Bildungswesen gegenüberstehen darf. Der Begriff "Qualität" ist zu einem der leitenden Begriffe innerhalb des allgemeinen Bildungsdiskurses geworden und ist längst nicht mehr auf den schulischen Bereich beschränkt.
Ein aktuelles Beispiel: Die Freie Universität Berlin begann in diesem Monat im Rahmen des Projektes "Nationale Qualitätsinitiatve im System der Tageseinrichtungen für Kinder" mit der Entwicklung von Kriterien, mit deren Hilfe sich Qualität im Kindergarten messen lässt. Experten fordern schon seit geraumer Zeit, dass die vorschulische Bildung in Deutschlan verbessert werden muss. Kindergärten sollen im modernen pädagogischen Verständnis Bildungseinrichtungen für Zwei- bis Fünfjährige sein .
Hier wird klar ersichtlich, dass es sich bei der Frage nach Qualität von Bildung nicht nur um eine wissenschaftliche, sondern immer stärker um eine öffentliche Diskussion handelt. Die Hintergründe müssen als multifaktorielles Bedingungsgefüge gesehen werden. Es handelt sich um wirtschaftsinterne Faktoren, vor allem sind das betriebswirtschaftliche Aspekte. Ökonomische Denkmodelle bekommen bei immer enger werdendem Finanzrahmen eine wachsende Bedeutung. Finanziell kann nur unterstützt werden, was nachgewiesene Wirkungen erzielt. Wirtschaftsexterne Faktoren sind beispielsweise aus Sicht der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und der Öffentlichkeit in Betracht zu ziehen. Das können z.B. sein: schlechte Ergebnisse, eine allgemeine Unzufriedenheit oder auch ein unbefriedigender Vergleich mit anderen Schülern, Schulen oder gar Schulsystemen. Jedes Mitglied der Gesellschaft kann und sollte sich also in die Diskussion um Qualität einbringen.
2.2 Was ist eine mehrebenenanalytische Betrachtungsweise?
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