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Details

Veranstaltung: Projektarbeit
Institut: Euro-Business-College Berlin
Tags: IAS, US-GAAP, Goodwill, HGB, SFAS 142, IAS 22
Kategorie: Wissenschaftlicher Aufsatz
Jahr: 2003
Seiten: 28
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 141 KB
Archivnummer: V10696
ISBN (E-Book): 978-3-638-17053-6
ISBN (Buch): 978-3-638-64154-8

Zusammenfassung / Abstract

Die Rahmenbedingungen der externen Rechnungslegung zur Bewertung und Bilanzierung des Goodwill weisen zum Teil starke Unterschiede auf. Dies bezieht sich nicht nur auf die Aktivierungspflichten und Verbote, sondern auch auf die Abschreibung. Die Unterschiede liegen unter anderem begründet in den unterschiedlichen Zwecken der Rechnungslegungssysteme, wonach das HGB vorrangig den Gläubigerschutz avisiert (Fremdkapitalgeber), IAS und US-GAAP hingegen vorrangig den Investorenschutz avisieren (Eigenkapitalgeber). Die am 29.06.2001 vom FASB erlassenen neuen Vorschriften SFAS 141 und SFAS 142 zur Abbildung von Unternehmenserwerben und zur Goodwill –Bilanzierung, weisen einen weiteren Schritt in Richtung fair value Accounting auf. Die Arbeit behandelt dabei ausschließlich die neuen Vorschriften und geht nicht auf die Umsetzung der alten Vorschriften in die neuen Vorschriften ein. Ein weiterer Schritt zur Harmonisierung der Bilanzregeln ist die am 29.10.2002 getroffene Vereinbarung zwischen der FASB und der IASB zur Angleichung der Rechnungslegungsstandards nach US-GAAP und IAS, welche bis 2005 abgeschlossen sein soll. Ferner empfiehlt die EU-Kommission die Umsetzung der Bilanzierung nach IAS bei allen börsennotierten Unternehmen bis 2005 bei konsolidierten Abschlüssen. Ziel dieser Arbeit ist es daher, die derzeitigen Vorschriften zur Bewertung und Bilanzierung des Goodwills in den einzelnen Rechnungslegungssystemen und die damit verbundenen Probleme darzustellen.

Textauszug (computergeneriert)

Projektarbeit

Die Unterschiede der Goodwill-Bewertung
 nach HGB, IAS und USGAAP

 Christoph Breetz
Studiengang: Internationaler Betriebswirt EMA 2001
am Euro-Business-College Berlin
17.01.2003

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  1

2 Gang der Untersuchung  1

3 Grundlagen  2
3.1 Der originäre Goodwill  2
3.2 Der derivative Goodwill  2
3.3 Der positive und negative Goodwill  2

4 Ansatz und Bewertung des Goodwills nach dem HGB  3
4.1 Handelsbilanz  3
4.1.1 Originärer Goodwill  3
4.1.2 Derivativer Goodwill  4
4.1.3 Sonderfall negativer Goodwill  5
4.2 Steuerbilanz  5
4.2.1 Originärer Goodwill  5
4.2.2 Derivativer Goodwill  6
4.2.3 Sonderfall negativer Goodwill  6
4.3 Besonderheiten im Konzernabschluss  7
4.4 Zusammenfassung  8

5 Ansatz und Bewertung des Goodwills nach IAS  8
5.1 Arten des Goodwills  8
5.1.1 Besonderheiten des derivativen Goodwills  8
5.1.2 Besonderheiten des originären Goodwills  9
5.2 Bilanzierung des Goodwills  9
5.2.1 Werhaltigkeitstest und außerplanmäßige Abschreibung  10
5.2.1.1 Durchführung des Bottom-Up-Testes  11
5.2.1.2 Durchführung des Top-Down-Testes  11
5.2.2 Zuschreibung  12
5.3 Ausweis- und Offenlegungspflichten  12
5.4 Behandlung des negativen Goodwills  12
5.5 Zusammenfassung  13

6 Ansatz und Bewertung des Goodwills  14
6.1 Arten des Goodwills  14
6.1.1 Besonderheiten des derivativen Goodwills  14
6.1.2 Besonderheiten des originären Goodwills  15
6.2 Bilanzierung des Goodwills  15
6.2.1 Ansatz des Goodwills und Zuordnung auf die Reporting Units  16
6.2.2 Impairment Test  17
6.2.2.1 Stufe 1 des Impairment Testes  17
6.2.2.2 Stufe 2 des Impairment Testes  18
6.2.3 Ausweis- und Offenlegungspflichten  18
6.3 Behandlung des negativen Goodwills  19
6.4 Zusammenfassung  19

7 Fazit  20

8 Anhang  22
8.1 Faktoren zur Entstehung eines originären Goodwills  22
8.2 Beispielrechnung  22
8.3 Bedingungen für die Aufschiebung des jährlichen Impairment Testes.  23

9 Literaturverzeichnis  24

Abkürzungsverzeichnis

AktG ...  Aktiengesetz
APB ...  Accounting Principles Board
BFH ...  Bundesfinanzhof
BMF ...  Bundesministerium für Finanzen
BStBl. ...  Bundessteuerblatt
bzw. ...  beziehungsweise
CGU ...  cash generating Units
CON ...  conceptual Framework des FASB
d.h. ...  das heißt
DRSC ...  Deutsches Rechnungslegungs Standards Komitee e.V.
DRS ...  Deutscher Rechnungslegung Standard
EITF ...  Emerging Issues Task Force
EStG ...  Einkommenssteuergesetz
etc. ...  et cetera
FASB ...  Financial Accounting Standards Board
GAAP ...  Generally Accepted Accounting Principles
GuV ...  Gewinn- und Verlustrechnung
HGB ...  Handelsgesetzbuch
i.d.R. ...  in der Regel
IAS ...  International Accounting Standards
IASB ...  International Accounting Standards Board
IASC ...  International Accounting Standards Committee
IT ...  impairment test
Par. ...  Paragraph
Rn. ...  Randnummer
RU ...  reporting unit
SEC  ... Securities and Exchange Commission
SFAC ...  Statement of Financial Accounting Concepts
SFAS ...  Statement of Financial Accounting Standards
z.B. ...  zum Beispiel
zzgl. ...  zuzüglich

 

1 Einleitung

Die Rahmenbedingungen der externen Rechnungslegung1 zur Bewertung und Bilanzierung des Goodwill2 weisen zum Teil starke Unterschiede auf. Dies bezieht sich nicht nur auf die Aktivierungspflichten und Verbote, sondern auch auf die Abschreibung. Die Unterschiede liegen unter anderem begründet in den unterschiedlichen Zwecken der Rechnungslegungssysteme, wonach das HGB vorrangig den Gläubigerschutz avisiert (Fremdkapitalgeber), IAS und US-GAAP hingegen vorrangig den Investorenschutz avisieren (Eigenkapitalgeber). Die am 29.06.2001 vom FASB erlassenen neuen Vorschriften SFAS 1413 und SFAS 1424 zur Abbildung von Unternehmenserwerben und zur Goodwill – Bilanzierung, weisen einen weiteren Schritt in Richtung fair value Accounting auf. Die Arbeit behandelt dabei ausschließlich die neuen Vorschriften und geht nicht auf die Umsetzung der alten Vorschriften in die neuen Vorschriften ein. Ein weiterer Schritt zur Harmonisierung der Bilanzregeln ist die am 29.10.2002 getroffene Vereinbarung zwischen der FASB und der IASB zur Angleichung der Rechnungslegungsstandards nach US-GAAP und IAS, welche bis 2005 abgeschlossen sein soll. Ferner empfiehlt die EU-Kommission die Umsetzung der Bilanzierung nach IAS bei allen börsennotierten Unternehmen bis 2005 bei konsolidierten Abschlüssen.

Ziel dieser Arbeit ist es daher, die derzeitigen Vorschriften zur Bewertung und Bilanzierung des Goodwills in den einzelnen Rechnungslegungssystemen und die damit verbundenen Probleme darzustellen

2 Gang der Untersuchung

Zunächst werden die gängigen Begriffen und Definitionen rund um den Goodwill dargestellt. Ferner werden dann die einzelnen Rechnungslegungssysteme auf Ihre Vorschriften bezüglich der Bewertung und Bilanzierung des Goodwills hin überprüft und entsprechend dargestellt. Dabei wird insbesondere auf die Besonderheiten bei der Bilanzierung und Abschreibung des Goodwills eingegangen. Bedingt durch diese Verfahrensweise lassen sich die Unterschiede und Probleme in der Behandlung des Goodwills in den einzelnen Rechnungslegungssystemen aufzeigen.

3 Grundlagen

Die Unterscheidung des Goodwill richtet sich zum einem nach seiner Entstehungsweise, wobei traditionell nach originären und derivativen Goodwill unterschieden wird. Zum anderem wird die Unterscheidung durch das Vorzeichen seines Wertes bedingt, wonach ein positiver oder negativer Goodwill entsteht. 

3.1 Der originäre Goodwill

Der originäre oder selbst geschaffene Goodwill entsteht im Laufe der Geschäftstätigkeit aus einer Vielzahl von Faktoren, wobei diesen meist keine messbaren Ausgaben gegenüberstehen5. Daher ist eine objektive Wertbestimmung weder für den gesamten originären Goodwill, noch für einzelne Komponenten möglich. Dadurch besitzt der originäre Goodwill einen rein subjektiven Charakter.

3.2 Der derivative Goodwill

Der derivative oder entgeltlich erworbene Goodwill entsteht durch den entgeltlichen Erwerb eines Unternehmens, bzw. einer Unternehmenssparte. Der Wert des derivativen Goodwill ergibt sich aus der Differenz der Anschaffungskosten abzüglich des Substanzwertes. Der Substanzwert setzt sich aus den übernommenen assets und liabilities zusammen. Problematisch gestaltet sich die Einordnung eines z.B. im Zuge einer Erbschaft erworbenen Goodwills, da hierbei keine Anschaffungskosten anfallen, er aber nicht im Unternehmen, sondern durch eine Unternehmensübernahme entstanden ist. 

3.3 Der positive und negative Goodwill

Ein positiver Goodwill entsteht im Regelfall dann, wenn der Kaufpreis höher ist als der Wert der erworbenen Anlagegüter und übernommenen Schulden (Sub-stanzwert). Ist der Substanzwert der erworbenen Güter größer als der Kaufpreis, so ist die Differenz ein negativer Goodwill6. Eine direkte Verrechnung des negativen Goodwill mit einem eventuell bestehenden positiven Goodwill oder mit dem Eigenkapital darf nicht vorgenommen werden.

[...]


1  In dieser Arbeit werden ausschließlich die im Titel erwähnten HGB, IAS und US -GAAP behandelt.
2  Der Begriff Goodwill steht für den Geschäfts- oder Firmenwert
3  SFAS 141 ”Business Combinations“
4  SFAS 142 “Goodwill and Other Intangible Assets”
5  Die Beispiele sind dem Anhang 8.1 zu entnehmen, S. 22
6  auch bezeichnet als „lucky buy“ oder „Badwill“

Kommentare

Paul Breitlich
19.07.2004 21:38:14
Kurz aber effektiv
Diese Arbeit ist zwar relative kurz gehalten, geht jedoch auf alle wesentlichen Aspekte der Thematik ein. Zudem ist die Arbeit flüssig geschrieben und weist eine korrekte sprachlcihe Anwendung auf. Leider ist sie jedoch aufgrund der Änderungen vom 31.03.2004 bezogen auf die Regelungen nach IFRS nicht mehr aktuell.

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