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Friedrich de la Motte Fouqué - Undine - Das Verhältnis von Elementargeist und Mensch

Scholary Paper (Seminar), 2002, 20 Pages
Author: Julia Kurz
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 20
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V10699
ISBN (E-book): 978-3-638-17056-7

File size: 594 KB


Excerpt (computer-generated)

Friedrich de la Motte Fouqué :
Undine "Das Verhältnis von Elementargeist und Mensch"

Von Julia Kurz

 


Inhaltsverzeichnis

Der Autor: Friedrich de la Motte Fouqué 3

Was sind Elementargeister? 4

Das Verhältnis zwischen Elementargeist 
und Mensch im Märchen

Undine als Wassergeist 6

Die beseelte Undine 8

Die Unvereinbarkeit der Gesetze 13

Ursprüngliche Elementargeister 14

Schlusswort 16

Literaturverzeichnis 19

 


Der Autor: Friedrich Baron de la Motte Fouqué

Fouqué wurde am 12.02.1777 in Brandenburg/ Havel geboren und stammte aus einer altadeligen französischen Hugenottenfamilie. Seine Kindheit verbrachte er von 1781 bis 1788 in Sacrow bei Potsdam, danach lebte er auf dem Rittergut Lenzke bei Fehrbellin. Im Alter von 17 Jahren nahm er als preußischer Kornett am ersten Koalitionskrieg gegen Frankreich teil. Am 09.01.1803 heiratete er die bereits geschiedene Erzählerin Karoline von Briest, geschiedene Rochow. Noch im selben Jahr wurde Fouqués erste Tochter Marie Luise Caroline geboren, deren Taufpate Wilhelm Schlegel war, welcher Fouqué als Schriftsteller förderte. Seitdem widmete er sich intensiv seiner „vielfältigen literarischen Tätigkeit. Er publizierte Gedichte, Erzählungen, Romane, Lesedramen und Übersetzungen“2 Er war Mitglied des Nordsternbundes und seit 1811 der Christlich – Deutschen – Tischgesellschaft. Fouqué, der sich ohnehin schon eines steigenden literarischen Ruhms erfreut hatte, wurde 1811 durch die“ Veröffentlichung der „Undine und zahlreiche[r] in rascher Folge erscheinende[r] Werke für das folgende Jahrzehnt zum beliebtesten Dichter der Romantik“3. 1813 nahm er aktiv an den Befreiungskriegen teil, musste schließlich aber wegen einer schweren Krankheit den Dienst beim Militär endgültig quittieren. Ab 1831 hielt er in Halle Privatvorlesungen über die Geschichte der Zeit und Poesie. Nach dem Tode von Karoline 1831 heiratete er 1832 Albertine Tode, ebenfalls eine Erzählerin. 1840 rief ihn Friedrich Wilhelm IV. nach Berlin und gab dort mit L. von Alvensleben die „Zeitung für den deutschen Adel“ (1840-1842) heraus. Am 23.01.1843 starb Fouqué im Alter von 65 Jahren in Berlin.4

Was sind Elementargeister?

Elementargeister sind Wesen die in den vier Grundelementen Feuer, Wasser, Luft und Erde ihren Wohnsitz haben, wobei in jedem Element eine andere Art zu Hause ist. So gehören zu den Erdgeistern die Gnome, Zwerge, Pygmäen, Heinzel- und Wichtelmännchen, zu den Luftgeistern die Sylphen und Elfen, zu den Feuergeistern die Vulkani und Salamander und zu den Wassergeistern gehören neben den Undinen auch noch die Nixen, Nymphen, Melusinen, Nereiden und Najaden. Die Vorstellung von ihnen wurde aus dem Bedürfnis der Menschen heraus entwickelt, sich ein fassliches Bild von der Natur zu machen um sich über sie und sogar mit ihr zu verständigen.5 Bei dieser Vorstellung überwog zunächst die Angst vor den Urgewalten, so dass man im frühen Mittelalter zunächst davon ausging, dass es sich bei den Naturgeistern um Dämonen – also um teuflische Wesen handelt. Mit der Herausbildung von neuen naturphilosophischen Vorstellungen6 unter anderem gefördert durch die Humanisten, nahm man dann jedoch an, dass abtrünnige Engel beim Sturz aus dem Himmel nicht immer zur Hölle fielen, einige seien unterwegs in den Elementen hängen geblieben und so zu den elementischen Wesen geworden,7so dass im Laufe der Zeit der teuflisch - dämonische Charakter abgestreift wurde. Eine neue Vorstellung der Elementargeister entwickelte Theophrastus Bombastus von Hohenheim, besser bekannt als Paracelsus ( 1493-1541), für den Elementargeister nicht länger gefallene Engel oder Dämonen waren, sondern übernatürliche Wesen, die von Gott geschaffen wurden um die Naturbereiche zu hüten. Die Verkörperung der Natur in der eigenen, das heißt menschlichen Gestalt, erleichterte die Vorstellung und Verständigung mit diesen Wesen um ein Vielfaches. Der einzige, aber entscheidende, Unterschied zwischen Elementargeist und Mensch ist die Tatsache, dass [...]


1 Bild aus http://gutenberg.aol.de/autoren/fouqué.htm

2 Reclam, Philipp; Friedrich de la Motte Fouqué Undine; Stuttgart 1983; S. 95

3 Reclam, Philipp; Friedrich de la Motte Fouqué Undine; Stuttgart 1983; S. 95

4 Vgl.: http://www.germanistik.reth-aachen.de/Kleist/Seminar/gruppe03/1809-1811/fouquebio.html

5 Vgl.: Klotz, Volker; „das europäische Kunstmärchen – 25 Kapitel seiner Geschichte von der Renaissance bis zur Moderne“, Stuttgart 1985; S. 162

6 welche im ausgehenden 18. Jahrhundert auch zur Einführung der Elementargeister in die deutsche Dichtung und Musik führte. So z.B. in Goethes Faust, Erlkönig, Schillers Lied von der Glocke usw.

7 Vgl.: Ranke, Kurt; „Enzyklopädie des Märchens“, Berlin, NY 1981; Band 3; Stichwort „Elementargeister“; S. 1320


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