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Touristische Perspektiven für die Brandenburger Peripherie?!

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 25 Pages
Author: Maren Heeger
Subject: Tourism

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 25
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V10702
ISBN (E-book): 978-3-638-17059-8

File size: 414 KB


Excerpt (computer-generated)

Touristische Perspektiven für die
Brandenburger Peripherie

von Maren Heeger



Gliederung:

Abbildungsverzeichnis  S.3

Tabellenverzeichnis  S.3

1. Einleitung  S.4

2. Das Land Brandenburg  S.5

3. Der Tourismus im Land Brandenburg  S.6

3.1. Die 13 Reisegebiete  S.7
3.2. Städte vs. periphere Räume  S.10
3.3. Förderung des Tourismus  S.10
3.4. Die Bedeutung des Tourismus  S.11

4. Impulse der Bundeshauptstadt 
auf den Tourismus im Land Brandenburg  S.12

5. Touristische Potentiale 
in der Peripherie Brandenburgs  S.13

5.1. Bergbaufolgelandschaften: 
Das Beispiel "Fürst-Pückler-Land" in der Lausitz  S.13

5.2. Wassertourismus  S.17
5.3. Radwandertourismus  S.18
5.4. Gesundheits- und Wellnesstourismus  S.19
5.5. Landtourismus  S.20
5.6. Behindertengerechter Tourismus  S.20

6. Fazit: Touristische Perspektiven 
für die Peripherie Brandenburgs  S.21

7. Literatur  S.23

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die 13 Reiseregionen Brandenburgs  S.7

Abbildung 2: Das Hafendorf "Steigenberger Marina Wolfsbruch"  S.18

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Die Reisegebiete mit den zugeordneten Schlagwörtern  S.8

Tabelle 2: Der Bekanntheitsgrad der Reiseregionen  S.9

Tabelle 3: Übernachtungen im Reiseverkehr nach Reisegebieten  S.9

Tabelle 4: Haupteinflussfaktoren der Tourismusentwicklung in der Lausitz  S.15

Tabelle 5: Voraussetzung für das Wachstum der Tourismusbranche  S.21

Tabelle 6: Bewertung des Landes Brandenburg durch Besucher  S.22


1. Einleitung

Der Tourismus und der Freizeitverkehr sind zwei der weltweit am stärksten wachsenden Aktivitäten. Im Hinblick auf die weltweite Konkurrenz hat Deutschland als Tourismusstandort eine schwierige Position. Gründe dafür sind die immer einfachere Erreichbarkeit von Informationen und Reisezielen, die vielfach überholten Organisationsstrukturen im Land und das international wenig konkurrenzfähige Preis-Leistungs-Verhältnis. Von den europäischen Staaten ist Deutschland das Land mit der höchsten Reiseintensität, und die Deutschen bereisen auch ihr eigenes Land gerne. So wird jede dritte Reise im Inland unternommen. 88% der insgesamt mehr als 287 Mio. Übernachtungen in Deutschland gehen auf die Reiseaktivitäten der Bundesbürger zurück, die damit die wichtigste Gästegruppe im Land bilden (vgl. Saupe o.J., S.11). Die Tourismuswirtschaft mit etwa 2,4 Mio. Beschäftigten und einem Jahresumsatz von fast 140 Mrd. Euro ist eine der wichtigsten Branchen in Deutschland.
Für die Erschließung einer Region als Reiseland ist das touristische Potential ausschlaggebend. Dabei handelt es sich sowohl um natürliche als auch um infrastrukturelle und soziokulturelle Ausstattungsfaktoren. Unter das natürliche Potential eines Freizeitraumes fallen beispielsweise die Oberflächengestalt, das Klima, die Ausstattung mit Gewässern und Vegetation, die vorhandene Tierwelt, aber auch Faktoren wie Luftreinheit und Lärmfreiheit. Die infrastrukturelle Ausstattung eines Raumes bezieht sich sowohl auf vorhandene Einrichtungen der Freizeitinfrastruktur, als auch auf die verkehrlichen Verhältnisse und Erreichbarkeiten. Unter soziokulturellem Potential einer Region ist das Angebot an Kulturdenkmälern zu verstehen, worunter unter anderem Museen, Schlösser, Burgen und sonstige historische Bauwerke und Stadtteile fallen. Hinzu treten ökonomische, psychologische sowie politische Faktoren, die die Entwicklung des Freizeitraumes beeinflussen (vgl. Jurczek und Wolf 1986, S.43ff.).
Inwieweit Brandenburg in seinen peripheren Räumen die Möglichkeiten hat, Reisende anzusprechen, soll in der folgenden Arbeit untersucht werden. Dazu wird zunächst das Land Brandenburg kurz betrachtet, bevor genauere Aussagen zum Tourismus in der Region getroffen werden. In einem nächsten Abschnitt soll beleuchtet werden, inwieweit Impulse von der Bundeshauptstadt Berlin auf den Tourismus in Brandenburg ausgehen. Anschließend werden die Potentiale in den peripheren Räumen des Bundeslandes genauer untersucht, um schließlich auf die Perspektiven bezüglich der Entwicklung des Tourismus eingehen zu können.

2. Das Land Brandenburg

Brandenburg liegt im Nordosten von Deutschland und umschließt die Bundeshauptstadt Berlin. Mit einer Gesamtfläche von etwa 29.500 km² zählt es zu den flächengrößten Bundesländern.
Das Land ist mit einem reichen Formenschatz eiszeitlicher Landschaften ausgestattet. So sind als Folge glazialer Prozesse viele Täler entstanden, die heute die Brandenburgische Fluss- und Seenlandschaft bestimmen. Weiterhin charakteristisch sind eine Vielzahl von zum Teil trockengelegten Niederungslandschaften und Vermoorungen wie zum Beispiel der Oderbruch oder der Spreewald. Auch finden sich in Brandenburg viele Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung im Sinne des Übereinkommens über Feuchtgebiete (vgl. http://www.lds-bb.de/sixcms/detail.php?template=themen_tab&topic_id=51524, abgerufen am 10.01.2003). In Brandenburg befinden sich somit viele wertvolle naturnahe Landschaften. Diese wurden seit 1990 vielfach gesichert. So gab es Ende 2000 bereits 464 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 2.352 km² und 121 Landschaftsschutz-gebiete mit einer Gesamtfläche von 9708 km². Weiterhin findet man im Bundesland Brandenburg einen Nationalpark "Unteres Odertal" mit einer Größe von 105 km², von denen 99,5 km² als Naturschutzgebiete gesichert sind, drei Biosphärenreservate, die eine Gesamtfläche von 2298km² aufweisen, wovon 462,8 km² als Naturschutzgebiete gesichert sind und Naturparke mit einer Gesamtfläche von 6568 km², von denen wiederum 892,1 km² in Form von Naturschutzgebieten geschützt werden (vgl. http://www.lds-bb.de/sixcms/detail.php?template=themen_tab&topic_id=51524, abgerufen am 10.01.2003). Nationalpark, Biosphärenreservate und Naturparke werden als Großschutzgebiete zusammengefasst, die zusammengenommen mit einer Fläche von etwa 9000 km² fast ein Drittel der Landesfläche Brandenburgs ausmachen.
Das Bundesland ist weiterhin von großem Seen- und Wasserreichtum gekennzeichnet. Mit über 3000 Seen und 33.000 km Wasserläufen ist es das gewässerreichste Land der Bundesrepublik. Durch diese reichen Wasservorkommen verbindet man mit Brandenburg typische Landschaften wie beispielsweise den Spreewald und die Mark. An diesen Ausführungen wird bereits das enorme natürliche Potential des Bundeslandes deutlich, das gleichzeitig vermutlich den wichtigsten Imagefaktor der Region darstellt.
Typisch für das Bundesland sind auch die gewachsenen Ortsstrukturen und die vielen historischen Sehenswürdigkeiten, die damit in engem Zusammenhang stehen. So findet man in Brandenburg zahlreiche Schlösser, Parks, Guts- und Herrenhäuser, aber auch Klöster und Burgen (vgl. Krajewski und Neumann 2000, S.6). Die Einrichtungen zeugen davon, dass auch die soziokulturelle Ausstattung in der Region durchaus Abwechslung bietet.

3. Der Tourismus im Land Brandenburg

[...]


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