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Details

Veranstaltung: Literaturwissenschaftliches Proseminar I
Institution/Hochschule: Universität Wien (Institut für Romanistik)
Tags: Gattungsgeschichte, Lyrik, Literaturwissenschaftliches, Proseminar
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 27
Note: 1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 393 KB
Archivnummer: V10714
ISBN (E-Book): 978-3-638-17066-6

Textauszug (computergeneriert)

Die Gattungsgeschichte der Lyrik

von Roswitha Geyss



Inhalt

1. Vorwort 4

2. Begriffsabgrenzung "Lyrik" - "lyrisch" 4

2.1 Definition der Lyrik 5
2.2 Merkmale der Lyrik 6
2.3 Das Adjektiv "lyrisch" 8

3. Zur Problematik des Gattungsbegriffs "Lyrik" 9

4. Die Gattungsgeschichte der Lyrik
unter besonderer Berücksichtigung des Französischen 10

4.1 Die Lyrik der Antike 10

4.2 Die Lyrik des Mittelalters - Zeit der Troubadours und Trouvères 12
4.2.1 Die Blütezeit der mittelalterlichen Lyrik 12
4.2.2 Die städtisch-bürgerliche Dichtung 13
4.2.3 Die Lyrik des 14. und 15. Jahrhunderts - François Villon 14

4.3 Die Lyrik der Renaissance 14
4.3.1 Lyrik in Frankreich - Die Pléiade 15
4.3.2 Lyrik als eigenständige Gattung 15

4.4 Die Lyrik des 17. Jahrhunderts
- die Opposition zwischen Barock und Klassik 16

4.4.1 Herausbildung eines neuen Lyrikbegriffs 16
4.4.2 Die Barocklyrik und die préciosité 16
4.4.3 Malherbe und die Einschränkung der Sprache 17

4.5 Das 18. Jahrhundert 18
4.5.1 Von Hieber zu Batteux und Schlegel 18

4.5.2 Johann Gottfried von Herder
und das Volkslied als Teil der Lyrik 19

4.5.3 Frankreich und die Lyrik im 18. Jahrhundert 19

4.6 Das 19. Jahrhundert 20
4.6.1 Die romantische Lyrik 20
4.6.2 Baudelaire und seine Bedeutung für die Lyrik 20
4.6.3 Die symbolistische Bewegung 21

4.7 Der Übergang zur Moderne 22
4.7.1 Und wie wird die Lyrik nun heute aufgefasst? 22
4.7.2 Die Lyrik der Gegenwart 23

5. Schlusskommentar 24

6. Quellenverzeichnis 25


1. Vorwort

Jeder Mensch, der im Laufe seines Lebens mit Literatur in Kontakt kommt, weiß, dass es einen offensichtlichen Unterschied gibt zwischen Werken wie Baudelaires Les Fleurs du Mal, Goethes Faust und Hemingways Wem die Stunde schlägt. Man erkennt typische Ähnlichkeiten und Unterschiede im Bereich der literarischen Texte . Darauf stützt sich die in der Literaturwissenschaft übliche Zuordnung der Texte zu drei literarischen Gattungen: Lyrik, Epik und Dramatik. Von diesen "drei Naturformen der Poesie" sprach Goethe schon am Beginn des 19. Jahrhunderts: "Es gibt nur drei echte Naturformen der Poesie: die klar erzählende, die enthusiastisch aufgeregte und die persönlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama."

Diese Dreiteilung ist bis zum heutigen Tag in ihren Grundzügen beibehalten worden, auch wenn es immer wieder Grenzfälle gegeben hat (vgl. z.B. Bert Brecht und das von ihm begründete Epische Theater bzw. die "poèmes en prose" von Charles Baudelaire). Auch vor dem 19. Jahrhundert gab es schon erste Einteilungsversuche literarischer Texte, z.B. in Tragödie, Komödie, Epos, Novelle usf. Selbst heute kann der Begriff Gattung auch spezifischer aufgefasst werden, nämlich in der Bedeutung von sogenannten Untergattungen oder genres, wie z.B. Roman, Melodram, Prosagedicht, Hörspiel usw. In meiner Arbeit werde ich nun - nach diesen allgemeinen Vorbemerkungen - zunächst näher auf die Begriffsabgrenzung "Lyrik" - "lyrisch" eingehen. Ich denke, um die geschichtliche Entwicklung dieser Gattung verstehen zu können, muss man zuerst eine Vorstellung davon erhalten, was man eigentlich unter Lyrik versteht und welche Merkmale diese kennzeichnen. Dann werde ich auf die Problematik des Gattungsbegriffs sowie schwerpunktmäßig auf die Gattungsgeschichte der Lyrik eingehen.

2. Begriffsabgrenzung "Lyrik" - "lyrisch"

Doch was genau versteht man nun eigentlich unter Lyrik? Wie kann diese definiert werden? Um diese Fragen zu beantworten, möchte ich einige Zitate aus literaturwissenschaftlichen Lexika anführen.

2.1 Definition der Lyrik

Werfen wir hierzu zuerst einen Blick in das französische Lexikon Dictionnaires des termes littéraires:

Lyrique (poésie-) (gr. lura = instrument à cordes, chant) Chez les Grecs, chant accompagné par la lyre. À l′inverse des deux autres modes, plus objectivants (épique et dramatique), la poésie lyrique convient à l′expression spontanée de la vie intérieure.
Les caractéristiques essentielles du genre consistent en l′accent mis sur la valeur phonique et le mouvement rythmique de la langue, l′abstraction du rapport au temps et à l′espace concrets, et le style très suggestif qui mobilise le pathos. (...)

Aus dieser ersten Definition lassen sich bereits Rückschlüsse auf den Charakter der Lyrik ziehen: Die Lyrik ist also eine literarische Gattung, die in starker Verbindung zur Musik steht, was sich bereits an der Etymologie des Wortes erkennen lässt . Sie ist gekennzeichnet durch den spontanen Ausdruck des Innenlebens, legt den Schwerpunkt auf den Klangwert sowie den Rhythmus der Sprache, arbeitet mit einer Abstraktion in Bezug auf Zeit und Ort und verwendet einen suggestiven Stil, der zum Pathos führt.

Eine ähnliche, jedoch etwas detailliertere Definition dieser Gattung findet man in dem Nachschlagewerk Grundbegriffe der Literaturwissenschaft:

[...]

Kommentare

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http://www.grin.com/e-book/10714/