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Details

Veranstaltung: Sprachwissenschaftliches Proseminar 2
Institution/Hochschule: Universität Wien (Institut für Romanistik)
Tags: Chanson, Schulunterricht, Sprachwissenschaftliches, Proseminar
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 23
Note: 1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 414 KB
Archivnummer: V10715
ISBN (E-Book): 978-3-638-17067-3

Textauszug (computergeneriert)

La Chanson im Schulunterricht

von Roswitha Geyss



Inhalt

1. Vorwort - Was ist eigentlich ein Chanson? 3

2. Die Geschichte des französischen
Chansons im Schulunterricht 4

2.1 Die 50er Jahre - der Beginn 4
2.2 Die 60er Jahre und das "chanson à texte" 5
2.3 Die 70er Jahre - Zeit der Auswahlkriterien 5
2.4 Die 80er Jahre und der Übergang zur Moderne 6
2.5 Angleterre - Le rap des écoles 7

3. Der wirtschaftliche Gesichtspunkt 8

3.1 Veränderungen auf dem französischen Musiksektor 9
3.2 Nouvelle Génération Française (NGF) 9
3.2.1 Pädagogische Seite 10
3.2.2 Wirtschaftliche Seite 11

4. Die rechtliche Basis 11

5. Die Verwendung des Chansons im Unterricht 13

5.1 Die Auswahl des Chansons 13
5.2 Die Vorgangsweise im Unterricht 13
5.2.1 Wecken von Interesse und Neugierde der Schüler 14
5.2.2 Erhalten der Aufmerksamkeit der Schüler 14

5.2.3 Die Schüler ihre Gedanken
/Meinungen zum Lied formulieren lassen 15

5.3 Über den Unterricht hinaus 16

6. Nochmals auf den Punkt gebracht ... 16

6.1 Die Abhängigkeiten des Chansons 16
6.1.1 Kommentar zu den externen Faktoren 17
6.1.2 Kommentar zu den internen Faktoren 17

6.2 Kommentar zu
"5. Die Verwendung des Chansons im Unterricht" 18

6.2.1 Die Auswahl des Chansons 18
6.2.2 Vorgangsweise im Unterricht 19
6.2.3 Über den Unterricht hinaus 20

7. Quellenverzeichnis 22


 

1. Vorwort - Was ist eigentlich ein Chanson? 

Als ich damit begonnen habe mich mit dem Thema "La Chanson im Schulunterricht" auseinanderzusetzen, musste ich mir zunächst einmal die Frage stellen, was ein Chanson eigentlich ist. Dabei versuchte ich in einem ersten Schritt den Begriff des französischen Chansons abzuklären, da ich mir darunter eigentlich zum damaligen Zeitpunkt auch nicht viel mehr als das typische "chanson à texte" der 70er Jahre vorstellen konnte. Auch die Definition des Chansons in Wilperts Sachwörterbuch der Literatur schien meine Vorstellung zunächst zu bestätigen:

(...) Heute und im engeren Sinne (literar. Ch.) bezeichnet Ch. eine Form der "Gebrauchslyrik": e. nach Inhalt, Form und Melodie leichtes, verspieltes, frechiron., witzig pointiertes und thematisch engagiertes Kehrreimlied mit strenger Strophengliederung und pointiertem Strophenschluß zum Einzelvortrag auf der Kleinkunstbühne durch den Autor selbst oder Chansonniers bzw. Diseusen (Brettllied) mit Begleitung durch ein Instrument (...)

Nach Beendigung meiner Arbeit muss ich jetzt aber sagen, dass diese Definition auch gewisse Gefahren birgt. Man merkt deutlich, dass sich die Erklärung hauptsächlich auf die "chansons à texte" der 70er Jahre stützt, was eine sehr eingeschränkte Sichtweise mit sich bringt, wie ich im Verlauf meiner Arbeit noch aufzeigen werde. Es werden moderne Entwicklungen wie der französische Rap vollkommen außer Acht gelassen. Dadurch ist diese Definition auch sehr qualifizierend und wertend. Es werden Kriterien festgelegt, die ein "chanson typique" kennzeichnen. Dies mag zwar auf der einen Seite durchaus hilfreich und informativ sein, und man muss sich die Frage stellen, ob das Erarbeiten von Charakteristika und Kriterien nicht auch die Hauptaufgabe eines Lexikons ist, auf der anderen Seite sollte man sich aber gleichzeitig auch fragen, ob solche Verallgemeinerungen nicht dazu führen, dass jedes Chanson, das diese Normen durchbricht, dann nicht mehr als (vollwertiges) Chanson angesehen wird.

Ich selbst habe vor allem eines herausgefunden: Was genau ein französisches Chanson kennzeichnet, ist heute gar nicht mehr so eindeutig festzustellen und exakt zu definieren. Nachdem es oft lang tradierte Normen durchbricht (siehe Rap), muss sich auch unsere Einstellung ihm gegenüber ändern und wir müssen folgedessen versuchen, langsam die erstarrten Konventionen aufzubrechen.

Mit diesem Denkansatz möchte ich nun in die eigentliche Thematik meiner Proseminararbeit überleiten.

2. Die Geschichte des französischen
Chansons im Schulunterricht 

[...]

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