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Strategisches Konzernmanagement zur Führung diversifizierter Unternehmen

Diploma Thesis, 2002, 81 Pages
Author: Nicky Lange
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2002
Pages: 81
Grade: 2,7
Language: German
Archive No.: V10732
ISBN (E-book): 978-3-638-17079-6
ISBN (Book): 978-3-638-69805-4
File size: 308 KB

Abstract

In den vergangenen Jahren ist die Kritik an diversifizierten Konzernen, die Betrachtungsgegenstand der vorliegenden Arbeit sind, immer größer geworden. Der Nutzen einer Diversifikationsstrategie auf Unternehmensebene wird unter Hinweis auf die vielfältigen Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten, des steigenden Einflusses der Stakeholder und der Vorteilsneutralität des internen Kapitalmarktes infolge von Fehlinvestitionen des Managements in Frage gestellt. Doch ein Blick in einschlägige Wirtschaftmagazine und deren Börsenteil zeigt, dass diese Konzerne keineswegs ausgestorben sind. Im Gegenteil, Konzerne wie General Electric, 3M oder Siemens zeigen eindrucksvoll, dass sich ein diversifiziertes Geschäftsportfolio und Konzernerfolg nicht konfliktär gegenüberstehen. Es stellt sich jedoch die Frage, auf welche Basis sich diese Erfolgsbeispiele gründen. Eine Antwort darauf liefert die Verfolgung eines strategischen Konzernmanagements, das die Besonderheiten einer Vielzahl von Geschäftsbereichen in unterschiedlichen, teilweise völlig unverbundenen Branchen zu berücksichtigen und vor allem vorteilhaft zu nutzen vermag. Die vorliegende Arbeit möchte versuchen, die Formulierung dieser Antwort zu erleichtern, in dem sie ein solches strategisches Konzernmanagement mit seinen Besonderheiten und Funktionen darstellt.


Excerpt (computer-generated)

Technische Universität Ilmenau
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Institut für Betriebswirtschaft
Fachgebiet Unternehmensführung/Personalwirtschaft

Strategisches Konzernmanagement zur Führung diversifizierter Unternehmen

Diplomarbeit zur Erlangung des akademischen Grades
"Diplomkaufmann (Dipl.-Kfm.)"

Eingereicht von

Nicky Lange

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis ... III

1. Problemstellung und Vorgehensweise der Diplomarbeit ... 1
1.1 Problemstellung ... 1
1.2 Vorgehensweise der Diplomarbeit ... 1

2. Der Konzern - Grundlagen und Entstehung ... 2
2.1 Rechtswissenschaftlicher Konzernbegriff ... 3
2.1.1 Der Gleichordnungskonzern ... 4
2.1.2 Der Unterordnungskonzern ... 4
2.2 Betriebswirtschaftlicher Konzernbegriff ... 6
2.3 Konzernentstehung und Konzernierungsmotive ... 7
2.3.1 Ökonomischer und institutioneller Hintergrund ... 7
2.3.2 Wachstumsstrategien als Konzernbildungsmotiv ... 8
2.3.3 Expansionsrichtungen von Konzernen ... 8
2.3.4 Diversifikationsmotive ... 10
2.3.4.1 Leistungswirtschaftliche Motive ... 11
2.3.4.2 Finanzwirtschaftliche Motive ... 12
2.4 Entwicklung der Diversifikation ... 13

3. Das Konzernmanagement ... 15
3.1 Allgemeine Darstellung und Begriffsklärung ... 15
3.2 Management und Unternehmensführung ... 16
3.3 Managementdimensionen ... 17
3.4 Führungsaufgaben im Konzern ... 19

4. Das Strategische Konzernmanagement ... 21
4.1 Grundlagen des strategischen Managements ... 21
4.1.1 Der Begriff der Strategie ... 21
4.1.2 Entwicklung und Gegenstand des strategischen Managements ... 22
4.1.3 Denkschulen des strategischen Managements ... 23
4.2 Funktionen des strategischen Konzernmanagements ... 27
4.2.1 Strategische Konzernplanung ... 28
4.2.1.1 Strategische Zielbildung durch die Zentrale ... 28
4.2.1.2 Strategische Analyse ... 30
4.2.1.2.1 Umweltanalyse ... 31
4.2.1.2.2 Konzernanalyse ... 34
4.2.1.3 Formulierung von Konzernstrategien ... 36
4.2.1.4 Strategieumsetzung ... 40
4.2.1.5 Kritik zur strategischen Planung ... 41
4.2.2 Konzernorganisation ... 42
4.2.2.1 Zusammenhang zwischen Diversifikation und Organisationsstruktur ... 43
4.2.2.2 Organisationsstrukturelemente diversifizierter Konzerne ... 44
4.2.2.3 Organisationsformen diversifizierter Konzerne ... 46
4.2.3 Strategisches Personalmanagement ... 50
4.2.3.1 Strategische Personalbeschaffung und -auswahl ... 51
4.2.3.2 Strategische Leistungsbeurteilungs- und Anreizsysteme ... 52
4.2.3.3 Strategische Personalentwicklung ... 53
4.2.4 Strategische Kontrolle ... 55
4.3 Strategische Führung als integrative Funktion des strategischen Konzernmanagements ... 57
4.4 Strategisches Konzernmanagement zwischen "Conglomerate Discount" und "Conglomerate Surplus" - Problembeschreibung und Lösungsansatz ... 59

5. Resümee ... 61

Literaturverzeichnis ... 65


1. Problemstellung und Vorgehensweise der Diplomarbeit
1.1 Problemstellung
In den vergangenen Jahren ist die Kritik an diversifizierten Konzernen, die Betrachtungsgegenstand der vorliegenden Arbeit sind, immer größer geworden. Der Nutzen einer Diversifikationsstrategie auf Unternehmensebene wird unter Hinweis auf die vielfältigen Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten, des steigenden Einflusses der Stakeholder und der Vorteilsneutralität des internen Kapitalmarktes infolge von Fehlinvestitionen des Managements in Frage gestellt.1 Doch ein Blick in einschlägige Wirtschaftmagazine und deren Börsenteil zeigt, dass diese Konzerne keineswegs ausgestorben sind. Im Gegenteil, Konzerne wie General Electric, 3M oder Siemens zeigen eindrucksvoll, dass sich ein diversifiziertes Geschäftsportfolio und Konzernerfolg nicht konfliktär gegenüberstehen. Es stellt sich jedoch die Frage, auf welche Basis sich diese Erfolgsbeispiele gründen. Eine Antwort darauf liefert die Verfolgung eines strategischen Konzernmanagements, das die Besonderheiten einer Vielzahl von Geschäftsbereichen in unterschiedlichen, teilweise völlig unverbundenen Branchen zu berücksichtigen und vor allem vorteilhaft zu nutzen vermag. Die vorliegende Arbeit möchte versuchen, die Formulierung dieser Antwort zu erleichtern, in dem sie ein solches strategisches Konzernmanagement mit seinen Besonderheiten und Funktionen darstellt.

1.2 Vorgehensweise der Diplomarbeit
Für eine Auseinandersetzung mit der Thematik „Strategisches Konzernmanagement zur Führung diversifizierter Konzerne“ empfiehlt sich zunächst ein Blick auf die grundlegenden Begriffe des Konzerns und der Diversifikation. Diesen beiden konstituierenden Merkmalen der Arbeit ist die Einführung gewidmet. Dabei werden zuerst die betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen des Konzerns in den Punkten 2.1 und 2.2 erörtert, bevor die Diversifikation in ihren Ausprägungen und den dahinter stehenden Motiven näher betrachtet wird. Untersuchungsgegenstand ist der diversifizierte Konzern, weshalb die Diversifikation in dieser Arbeit vordergründig als Konzernentstehungsgrund interpretiert wird.

Im dritten Teil der Arbeit richtet sich der Blick auf das Management im allgemeinen und Konzernführungsaufgaben im besonderen. Dies erscheint notwendig, da es einer begrifflichen Grundlage bedarf, um sich im vierten Teil explizit mit dem strategischen Management zu befassen. In diesem Hauptteil der Arbeit wird zunächst der Begriff Strategie definiert, die Entwicklung des strategischen Managements nachgezeichnet sowie der marktorientierte und der ressourcenorientierte Ansatz charakterisiert. Mit dieser Vorstellung wird das Ziel verfolgt, den Einfluss dieser beiden Denkschulen aufzuzeigen und damit deren Aussagen zur Erklärung des Konzernerfolgs innerhalb der Funktionen nutzen zu können. Die Punkte 4.2.1 bis 4.2.4 befassen sich mit den Funktionen des strategischen Konzernmanagements, wobei hier der Bedeutungsschwerpunkt auf den Besonderheiten des diversifizierten Konzerns, soweit diese vorhanden sind, ruht. Hier können einige gravierende Unterschiede zur Einheitsunternehmung gezeigt werden. Schließlich zeigt Punkt 4.3, dass ein Erfolgsschlüssel für den diversifizierten Konzern in der Integrationsfähigkeit und dem Steuerungspotential der strategischen Führung, unter Beachtung der Konzernkultur, liegt. Abgerundet wird der vierte Teil der Arbeit mit der Problematik der Werteschaffung durch die Konzernführung, der zentralen Existenzbedingung eines diversifizierten Konzerns. In allen Teilen der Diplomarbeit wird versucht, die dargestellten Sachverhalte mit praktischen Beispielen zu illustrieren und Ergebnisse empirischer Untersuchungen einfließen zu lassen. 

Den Abschluss findet die vorliegende Arbeit in einem Resümee, in welchem die wichtigsten Aussagen zusammengefasst werden.

2. Der Konzern – Grundlagen und Entstehung
Der Konzern ist, wie Theisen feststellt, ein „reales Phänomen“2, das weder in der Theorie noch in Gesetzen eine adäquate eigenständige Behandlung erfährt.3 Betrachtet man den Konzern als Forschungsgegenstand, so kristallisiert sich sehr schnell heraus, dass sich dieser im Spannungsfeld zwischen betriebswirtschaftlicher und juristischer Forschung befindet. Daher erscheint es unerlässlich, die Grundlagen des Konzerns aus dem Blickwinkel beider Wissenschaftsdisziplinen näher zu beleuchten.

[...]


1 Vgl. Stahl, H. K., 2000, S. 149

2 Theisen, M. R., 2000, S. 1

3 Vgl. ebenda


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