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Eine ausgewählte Darstellung des Pädagogischen Konzeptes des Familienseminars für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige

Hausarbeit, 2001, 18 Seiten
Autor: Anke Horndasch
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Details

Veranstaltung: Konzepte pädagogischen Handelns für verschiedene Alters- und Zielgruppen
Institution/Hochschule: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg (FB Sozialarbeit)
Tags: Eine, Darstellung, Pädagogischen, Konzeptes, Familienseminars, Strafgefangene, Vollzugsanstalten, Angehörige, Konzepte, Handelns, Alters-, Zielgruppen
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2001
Seiten: 18
Note: gut
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V10748
ISBN (E-Book): 978-3-638-17094-9

Dateigröße: 92 KB
Anmerkungen :
Darstellung des pädagogischen Konzeptes, nach dem bei dem Familienseminar für Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige gearbeitet wird. Das pädagogische Konzept wurde von den Mitarbeitern des Seminars selbst entwickelt und erarbeitet. 207 KB



Textauszug (computergeneriert)

Eine ausgewählte Darstellung des Pädagogischen Konzeptes
des Familienseminars für evangelische Strafgefangene aus
 bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige

Konzepte pädagogischen Handelns für verschiedene Alters- und
 Zielgruppen Konzepte pädagogischen Handelns vor dem 
Hintergrund kultureller Differenzen und sozialen Wandels

 WS 00/01 - 9. Fachsemester
Studiengang: Soziale Arbeit (neue Ordnung)
 Anke Horndasch

 

Gliederung/Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  3

2. Allgemeine Erläuterungen  3
2.1 Der Ablauf des Seminars  4
2.2 Die soziale Problemlage  4

3. Das pädagogische Konzept  6
3.1 Die Didaktik - die Frage nach dem WAS und WOHIN?
3.1.1 Die Zielgruppe  6
3.1.2 Der Anlass für die Durchführung des Seminars  7
3.1.3 Die Ziele des Seminars  8
3.1.4 Pädagogische Inhalte  9
3.1.5 Pädagogische Inhalte für die Erwachsenen  10
3.1.6 Pädagogische Inhalte für die gesamte Familie  12
3.2 Die Methodik - die Frage nach dem WIE?
3.2.1 “Vorne weg ...” 12
3.2.2 Methodische Grundlagen  13
3.2.3 Methoden der Erwachsenen-Gruppenstunden  14
3.2.4 Methoden der Familien-Gruppenstunden  15
3.2.5 Sonstiges  16

4. Abschließend   16

5. Literaturverzeichnis  18

 

1. Einleitung

In dieser Studienarbeit möchte ich Auszüge des Pädagogischen Konzeptes des ”Familienseminars für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige” darstellen. Eine komplette Darstellung aller pädagogischen Hintergründe und Überlegungen ist in dieser Studienarbeit leider nicht möglich, da es den vorgegebenen Rahmen sprengen würde.

Einführend möchte ich unter Punkt 2 “Allgemeine Erläuterungen” kurz auf den Träger, die Zusammenstellung des Seminar-Teams sowie die soziale Problemlage und den Anlass für die Durchführung des Seminars eingehen, bevor ich mich dem pädagogischen Konzept widmen werde. Ich denke, dass dies für ein besseres Verständnis des pädagogischen Konzeptes sinnvoll ist.

Bei der Ausführung des pädagogischen Konzeptes möchte ich mich an die vier Grundelemente “Didaktik”, “Methodik”, “Pädagogische Beziehung” und “Menschenbild” halten, um so einen roten Faden für das Konzept zu bekommen. Allerdings habe ich mich speziell auf die Elemente “Didaktik” und “Methodik” beschränkt, da sich eine Ausführung aller vier Elemente für die Rahmenbedingungen dieser Studienarbeit als zu umfangreich herausgestellt hat.

2. Allgemeine Erläuterungen

Das Seminar gibt es seit 1979, 18 Jahre lang wurde es vom Diakonischen Werk Bayern betreut. Seit 1997 hat die Rechtsträgerschaft die Stadtmission Nürnberg e. V. und damit wurde der Arbeitskreis Resozialisierung (Reso-Kreis) für die Durchführung des Seminars verantwortlich. Der Reso-Kreis, mit hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern unter der Hauptabteilung ”Gefährdetenhilfe” bei der Stadtmission eingegliedert, ist eine Einrichtung der ambulanten freien Straffälligenhilfe. Beim Reso-Kreis habe ich mein Jahresprak-tikum absolviert. Auf diese Weise bin ich zur Teilnahme an diesem Seminar gekommen. Meine Teilnahme hat sich über das Jahrespraktikum hinaus fortgesetzt, ich habe bereits drei Mal im Team des Seminars mitgearbeitet. Das Team, das mit der Durchführung des Seminars betraut ist, besteht aus dem Leiter der Maßnahme, weiteren SozialpädagogInnen, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen in Ausbildung, PraktikantInnen der Fachakademie für Erziehung sowie einem Pfarrer aus einer bayerischen Justizvollzugsanstalt (JVA). Das Team wird jedes Jahr neu zusammengestellt, so dass immer wieder Mitarbeiter aus den verschiedensten privaten oder beruflichen Gründen herausfallen und dafür neue hinzukommen.

Diese Mischung aus erfahrenen und neuen Mitarbeitern hat sich bisher als außerordentlich vorteilhaft erwiesen, da es dem Seminar einerseits eine gewisse Stabilität gibt und andererseits immer wieder für frischen Wind sorgt. Das Seminar-Großteam teilt sich zur Arbeit mit den Familien in drei Klein-Teams, bestehend aus zwei Erwachsenen-TeamerInnen und - je nach Alter der Kinder - zwei oder drei Kinder-TeamerInnen. Bei den Erwachsenen-TeamerInnen wird immer darauf geachtet, dass das Team aus einem Mann und einer Frau besteht. In der Arbeit mit den Eltern sollte immer für beide Ehepartner ein Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die Erfahrung zeigt, dass es - trotz aller Gleichberechtigung und Emanzipation - Themen gibt, die eine Frau lieber mit einer Frau und ein Mann lieber mit einem Mann besprechen möchte. Auch im Hinblick auf die Gruppenarbeit ist es wichtig, dass im Team beide Geschlechter vertreten sind.

2.1 Der Ablauf des Seminars

Das Seminar besteht aus zwei Teilen, einem Vortreffen und einem Haupttreffen. Das Vortreffen dauert zwei Tage - von Freitagmittag bis Sonntagmittag - und findet vier bis sechs Wochen vor dem Haupttreffen statt. Der Tagesablauf des Vortreffens ist ebenso strukturiert wie das Haupttreffen: Jeder Tag beginnt nach dem Frühstück mit einer Morgenrunde, an der komplett alle Familien, TeamerInnen und die Seminar-Leitung teilnehmen. Anschließend wird in den Gruppen gearbeitet. Es gibt drei Gruppen á fünf Familien. Insgesamt können 15 Familien an dem Seminar teilnehmen. Vormittags wird innerhalb der Gruppen nochmals mit Eltern und Kindern getrennt gearbeitet. Vormittags gibt es also sechs Gruppen: Drei Erwachsenen-Gruppen und drei Kinder-Gruppen. Die Zeit nach dem Mittagessen bis nach dem Kaffeetrinken steht den Familien zur freien Verfügung. Anschließend finden sich die Erwachsenen und Kinder innerhalb der Gruppen wieder zu Familien zusammen und es wird in den drei Familien-Gruppen zusammen mit den jeweiligen Betreuer-Teams gearbeitet. Nach dem Abendessen gibt es zum Abschluss des Seminartages eine gemeinsame Abendrunde, an der nochmals alle Familien, TeamerInnen und die Seminar-Leitung teilnehmen. Der Rest des Abends steht wieder zur freien Verfügung. Es gibt ein offenes Angebot, wie Gute-Nacht-Geschichten, Tanzen, Puppentheater, Hallenbadbesuche und was dem jeweiligen Seminar-Team sonst noch alles einfällt. An einigen Nachmittagen sind auch Aktivitäten mit allen Familien und TeamerInnen gemeinsam geplant bzw. stehen auch einige Nachmittage zur freien Verfügung.

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