Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Untertitel: Stand 1998
Diplomarbeit, 1998, 61 Seiten
Autor: Henrik Naß
Fach: Elektrotechnik
Details
Tags: Impedanzmessung, Sechstor-Reflektometer
Jahr: 1998
Seiten: 61
Literaturverzeichnis: ~ 16 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-06277-5
ISBN (Buch): 978-3-640-12605-7
Dateigröße: 693 KB
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Zusammenfassung / Abstract
Es wird der Zusammenhang zwischen komplexer Impedanz und Reflektionsfaktor aufgezeigt. Dazu wird auf die allgemeine Leitungstheorie und im speziellen für den Hochfrequenzbereich eingegangen. Ziel ist es die Impedanz bzw. den Reflektionsfaktor von unbekannten Leitungsabschlüssen zu ermitteln. Dazu wird das theoretische Printip der Sechstor-Methode hergeleitet, sowie ein realer Messplatz vorgestellt. Es wird gezeigt, dass es möglich ist mit skalaren Messungen eine komplexe Grösse zu bestimmen. Anschliessend werden vergleichende Messungen an einem Sechstor-Messplatz und an einem Netzwerkanalyser vorgenommen und ausgewertet.
Volltext (computergeneriert)
Impedanzmessung mit einem Sechstor-Reflektometer
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 2
2 PRINZIP DER SECHSTORMESSUNG 2
2.1 LEITUNGEN 2
2.1.1 Näherungen für hohe Frequenzen 7
2.1.2 Smith-Diagramm (Smith-Chart) 13
2.2 IDEALER FALL DER REFLEXIONSFAKTORERMITTLUNG 15
2.2.1 Möglichkeiten zur Impedanzmessung 15
2.2.2 Berechnung des Reflexionsfaktors 15
2.2.2.1 Berechnung mit drei Spannungsmessungen 17
2.2.2.2 Berechnung mit vier Spannungsmessungen 18
3 AUFBAU EINES SECHSTORMEßPLATZES 21
3.1 REALER FALL DER REFLEXIONSFAKTORERMITTLUNG MIT DER SECHSTORMESSUNG 21
3.1.1 Der Richtkoppler (Directional Coupler) 22
3.1.1.1 Hohlleiter 22
3.1.1.2 TEM- / Lecherleitung 26
3.1.2 Meßempfänger 27
3.1.2.1 Direkte Messung 28
3.1.2.2 Durchgangsmessung 28
3.2 ARBEITSWEISE UND AUFBAU DES SECHSTOR-MEßPLATZES 28
3.2.1 Methode 1 (Messung mit zwei Richtkopplern und zwei Meßsonden) 29
3.2.1.1 Aufbau und Arbeitsweise 29
3.2.1.2 Bestimmung der Kalibrationskonstanten 31
3.2.1.3 Bestimmung des komplexen Reflexionsfaktor 32
3.2.1.4 Schlußfolgerung und Bestimmung der Meßungenauigkeit 35
3.2.2 Methode 2 (Messung mit einem Richtkoppler und drei Meßsonden) 38
3.2.2.1 Aufbau und Arbeitsweise 38
3.2.2.2 Kalibrierung des Sechstors 39
3.2.2.3 Durchführung von Reflexionsfaktormessungen 43
3.2.2.4 Schlußfolgerung 44
3.3 ABARTEN UND ABWANDLUNGEN DER SECHSTORMETHODE 45
4 VERGLEICHENDE MESSUNG AN EINEM SECHSTOR-REFLEKTOMETER UND
NETZWERKANALYSER 46
4.1 AUFBAU DES SECHSTOR-MEßPLATZES 46
4.1.1 Durchführung der Messung 47
4.1.2 Meßergebnisse 50
4.2 MESSUNG MIT EINEM NETZWERKANALYSER 50
4.2.1 Meßergebnisse 52
4.3 VERGLEICH DER MEßERGEBNISSE 52
4.4 BEURTEILUNG DER MEßERGEBNISSE 56
5 LITERATURVERZEICHNIS 57
6 ABBILDUNGSVERZEICHNIS 58
7 SACHWÖRTERVERZEICHNIS 59
8 ANHANG : ANLEITUNG ZUR DURCHFÜHRUNG DES SECHSTORVERSUCHES 60
1
Impedanzmessung mit einem Sechstor-Reflektometer
1 Einleitung
Es wird der Zusammenhang zwischen komplexer Impedanz und Reflexionsfaktor
aufgezeigt. Dazu wird auf die allgemeine Leitungstheorie und im speziellen für den
Hochfrequenzbereich eingegangen. Ziel ist es, die Impedanz bzw. den Reflexionsfaktor
von unbekannten Leitungsabschlüssen zu ermitteln.
Dazu wird das theoretische Prinzip der Sechstor-Methode hergeleitet, sowie ein realer
Meßplatz vorgestellt. Es wird gezeigt, daß es möglich ist mit skalaren Messungen eine
komplexe Größe zu bestimmen.
Anschließend werden vergleichende Messungen an einem Sechstor-Meßplatz und an
einem Netzwerkanalyser vorgenommen und ausgewertet.
2 Prinzip der Sechstormessung
Die
Sechstormessung
hat
die
Aufgabe
durch
skalare
Messungen
komplexe
Reflexionsfaktoren bzw. Impedanzen zu ermitteln. Dazu werden entlang einer Leitung
mehrere Messungen durchgeführt. Um die Zusammenhänge zu verdeutlichen, werden
zunächst einige Begriffe und Grundlagen der Leitungstheorie erläutert.
2.1 Leitungen
Wird ein Signalgenerator an eine Leitung angeschlossen wird, dann sendet er eine Welle
darauf aus (hinlaufende Welle). Sie erzeugt auf jedem Abschnitt der Leitung
Wechselspannungen gleicher Frequenz. Ein Ersatzschaltbild ist in Bild 1 dargestellt.
Es werden hier nur Betrachtungen im eingeschwungenen Zustand gemacht. Außerdem
wird in dem hier angeführtem Leitungsabschnitt ausschließlich auf Lecher- bzw. TEM-
Wellen eingegangen (TEM : Transversal Electric Magnetic Waves). Das sind Wellen,
deren Felder (
H
und
E
) sich ausschließlich in der Querschnittsebene befinden. Sie
besitzen also keine Feldanteile in Ausbreitungsrichtung. Typische Beispiele für TEM-
Leitungen sind Zweidrahtleitungen, Mikrostreifenleitungen oder Koaxialleitungen.
Von diesem Wellentyp sind die Hohlleiterwellen zu unterscheiden. Sie haben in
Ausbreitungsrichtung
elektrische
oder
magnetische
Feldkomponenten.
Für
die
Berechnung solcher Leiter werden fiktive Ströme und Spannungen eingeführt, so daß sie
genauso wie Lecherleitungen behandelt werden können.
2
Impedanzmessung mit einem Sechstor-Reflektometer
x
l
I
(x = 0)
I (x)
I
i
L
V (x = 0)
i
Z C
V
V
(x)
V
L
Z L
(x+ x)
I
(x = 0)
r
V (x = 0)
dx
r
R
L
i
___
i
i = i +
dx
2
1
1
x
u
___
v
G
C
v = v +
dx
1
2
1
x
dx
Bild 1: Ersatzschaltbild eines kurzen Leitungsabschnitts
Wählt man einen kurzen Leitungsabschnitt
x
, so ergeben sich die sogenannten
Leitungsbeläge:
Widerstandsbelag :
R
(Widerstand geteilt durch Länge)
R
′ =
l
Induktivitätsbelag :
L
(Induktivität geteilt durch Länge)
L
′ =
l
Leitwertbelag :
G
(Leitwert geteilt durch Länge)
G
′ =
l
Kapazitätsbelag :
C
(Kapazität geteilt durch Länge)
C
′ =
l
3
Impedanzmessung mit einem Sechstor-Reflektometer
Bei einer
homogenen
Leitung sind diese Werte längs der Leitung konstant. Daher
werden die Beläge auch Leitungskonstanten genannt. Sie sind aber nicht hinsichtlich der
Frequenz konstant.
Ströme und Spannungen auf der Leitung sind Funktionen der Zeit t und des Ortes x. Aus
Bild 1 ergeben sich die Differentialgleichungen der elektrischen Leitung :
v
§
= -
R
′+
L
′
i
x
©
¨
·
t
¹¸
( 2-1)
i
§
= -
G
′+
C
′
u
x
©
¨
·
t
¹¸
( 2-2)
In diesem System partieller Differentialgleichungen 1. Ordnung ist die Spannung mit dem
Strom
verkoppelt
und
umgekehrt.
Die
partikuläre
Lösung
entspricht
dem
eingeschwungenen Zustand. Unter der Annahme, daß auf der Leitung nur eine Frequenz
besteht, ergeben sich die Differentialgleichungen in komplexer Form für
V
und
I
im
eingeschwungenen Zustand :
dU
1 = -(
R
′+
j L
′)
I
dx
1
( 2-3)
d I
1 = -(
G
′+
j C
′)
V
dx
1
( 2-4)
dI
Wird Gleichung ( 2-3) nach d
z
differenziert, und
1
aus Gleichung ( 2-4) eingesetzt, so
dx
erhält man :
d
2
V
1 = +′ ′ +′ ′
2
(
R j L
)(
G j C
)
V
dx
1
( 2-5)
Dieses ist eine Differentialgleichung zweiter Ordnung und kann mit dem Ansatz
V
c e z
= integriert werden. Durch Lösen und Einsetzen erhält man mit den noch
unbestimmten Konstanten
c
1 und
c
2
V
c e
-
x
c e
x
= 1
+ 2
( 2-6)
und
4
Impedanzmessung mit einem Sechstor-Reflektometer
= (
R
+′
j
L
)′(
G
+′
j
C
)′ = +
j
( 2-7)
Dabei ist der
Ausbreitungskoeffizient
, ist der
Dämpfungskoeffizient
und ist der
Phasenkoeffizient.
Der Strom wird nach demselben Prinzip ermittelt :
I Z
c e
-
x
c e
x
= 1
- 2
C
( 2-8)
Die Abkürzung
ZC
steht für den Wellenwiderstand der Leitung (Characteristic
Impedance) und ergibt sich :
(
R
′+
j
L
)′
Z
=
C
(
G
′+
j C
′)
( 2-9)
Setzt man nun für
x
die Leitungslänge
l
ein, so erhält man für den Strom bzw. die
Spannung am Leitungsende :
V
=
c
e
-
l
+
c
e l
2
1
2
( 2-10)
I
Z
=
c
e
-
l
-
c
e
l
2
C
1
2
( 2-11)
Durch Umformung lassen sich dann die Konstanten
c
1 und
c
2 berechnen und in die
Gleichungen ( 2-6) und ( 2-8) einsetzen.
1 (
2
2
) (
l
-
x
) 1 (
-
l
-
x
( ) =
+
+ 2 - 2
C
)
(
)
V x
V
I
Z
e
V
I
Z
e
C
2
2
( 2-12)
1 §
V
2
· ( -
1 § 2
·
l x
)
V
- (
l
-
x
)
I
(
x
) =
¨
+
I
2¸
e
+ ¨
-
I
2¸
e
2 ©
Z
¹
2 ©
Z
¹
C
C
( 2-13)
Es läßt sich also feststellen, daß die Ausbreitung der Ströme und Spannungen auf der
Leitung das Bild der Überlagerung zweier Wellenzüge darstellt. Das ist zum einen die
hinlaufende Welle (
V
i incident wave), die vom Leitungsanfang wegläuft (in positiver x-
Richtung), und die rücklaufende oder reflektierte Welle (
V
r reflected wave), die vom
Leitungsende zum Leitungsanfang läuft (negative x-Richtung). In Bild 2 ist ein möglicher
Verlauf der Wellen dargestellt. Es ist zu erkennen, daß die Amplitude der hinlaufenden
5
Impedanzmessung mit einem Sechstor-Reflektometer
Welle exponential mit
e-
x
abnimmt. Am Leitungsende (x =
l
) wird die Welle bei
Nichtanpassung (
Z
L
Z
C) reflektiert, und die Amplitude der dann rücklaufenden Welle
nimmt weiter mit
e
x
ab.
V
-
x
e
x
x = l
Bild 2 : Beispiel einer Signalausbreitung auf einer homogenen Leitung [7]
Setzt man für die beiden Spannungen der Wellen am Leitungsanfang (x = 0) die Begriffe
Vi0
und
Vr0
ein, dann ergibt sich für die beiden Wellen :
hinlaufende Welle
rücklaufende Welle
V x
V
e x
( ) =
V
x
V
e
x
( ) =
0
0
-
i
i
r
r
( 2-14)
( 2-16)
V
V
I x
i
0
e x
( ) =
-
r
0
x
i
I
(
x
) = -
e
Z
r
C
Z C
( 2-15)
( 2-17)
Die Spannung bzw. den Strom auf der Leitung an der Stelle x läßt sich durch
Überlagerung der beiden fortschreitenden Wellen ermitteln :
6
Impedanzmessung mit einem Sechstor-Reflektometer
-
V
(
x
) =
V
(
x
) +
V
(
x
) =
V
0
e x
+
V
0
e x
i
r
i
r
Kommentare
Bisher keine Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Autor: Marco FeindlerVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Autor: Zoran ZivkovicVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Autor: Claudia NickelVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Autor: Maik PhilippVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Autor: Mark RichterVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: