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Vergleich der Kore Nr. 678 und Nr. 679 in der Gipssammlung des Archäologischen Institutes der Ruhr-Universität-Bochum

Scholary Paper (Seminar), 1998, 12 Pages
Author: Carmen Trappenberg
Subject: Archaeology

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 1998
Pages: 12
Grade: Sehr gut
Language: German
Archive No.: V10812
ISBN (E-book): 978-3-638-17144-1

File size: 190 KB


Excerpt (computer-generated)

Vergleich der Kore Nr. 678 und Nr. 679 in der Gipssammlung 
des Archäologischen Institutes der Ruhr-Universität-Bochum

von Carmen Trappenberg 

 


Die zu beschreibenden Koren Nr. 678 und Nr. 679 stammen im Original aus dem Akropolismuseum in Athen. Die für die folgende Beschreibung vorliegenden Koren sind Gipsabgüsse von den Originalen und stehen in der Gipssammlung des Archäologischen Institutes der Ruhr- Universität-Bochum. Da die Reste der Bemalung an den Originalen nicht an den vorliegenden Kopien zu sehen sind, soll auf diese hier nicht eingegangen werden. Beschreibung von Kore Nr. 679:

Maße:

Gesamthöhe (ohne Plinte): 118,0 cm
Höhe Plinte: 2,8 cm
Höhe Kinn-Scheitel: 16,5 cm
Schulterbreite: 28,0 cm
Datierung und Fundort:1

Kore Nr. 679, die sogenannte „Peploskore“, wird in die Zeit um 530 v. Chr. datiert, ist also ein Werk der Spätarchaik und wird dem Meister Rampin2 zugeschrieben. Gefunden wurde sie am 5./6. 2. 1886 westlich vom Erechtheion. Sie besteht im Original aus weißem, grobkristallinischem, nach Lepsius parischem Marmor.

Erhaltungszustand:

Der Kopf der Kore Nr. 679 war zur Zeit des Fundes unter dem Kinn gebrochen, ebenso der rechte Arm unter dem Ellbogen und die rechte Hand unter dem Knöchel. Der ursprünglich eingezapfte linke Unterarm und die vorn abgebrochenen Füße fehlen .3 Die wohl ursprünglich ovale Plinte ist vorne zur Hälfte weggebrochen. In einem ca. 45° schrägen Winkel ist von rechts außen zur Mitte hin ein Teil des Chitons und des darüber liegenden Peplos abgebrochen. Hinter dem angewinkelten Ellbogen des fehlenden linken Unterarmes ist der darüberhängende Gewandzipfel des Überschlages teilweise abgebrochen. Beide Brüste sind an den Spitzen bestoßen, die rechte stärker als die linke. Ebenfalls weggebrochen ist der komplette Zeigefinger der rechten Hand. Der neben die rechte Brust fallenden äußeren Haarsträhne fehlt die Spitze. Ebenso ist auf dieser Seite ein größerer Teil der vorderen Haarpartie von der Höhe des Kehlkopfes bis unter das Ohr ausgebrochen. Auf der linken Seite ist auch die außen liegende Strähne im mittleren Bereich beschädigt. Die Haare sind wie ein Kranz um den Vorderkopf gelegt. Hier fehlt über der Stirn ein breites Stück. Auch die Nase ist bestoßen, so daß die Spitze sowie der linke Nasenflügel und ein Teil des Nasenrückens fehlen. Die Oberlippe ist ebenfalls in der Mitte bestoßen. Desweiteren weist die Kore auf der Vorderseite im Bereich des rechten Oberschenkels, in der Mitte der Taille unter dem Gürtel, am linken Oberarm und am oberen Saum des Chitons kerbenartige Bestoßungen auf. Auf der Rückseite finden sich lediglich einige Abschürfungen an der Außenseite des linken Oberschenkels.

Zur Darstellung:

[...]


1 Ernst Langlotz: Die Akropoliskoren; Frankfurt a. M. 1939, S. 45.

2 Ebd., S. 10.

3 Ebd., S. 45.


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