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Facharbeit (Schule), 2003, 10 Seiten
Autor: Marit Hansen
Fach: Gemeinschaftskunde / Sozialkunde
Details
Tags: Bundeskanzler, Bundesrepublik, Deutschland
Jahr: 2003
Seiten: 10
Note: 1-
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-06621-6
Dateigröße: 100 KB
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Die Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
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Schuljahr 2003/04
11me1 CS
14.12.2003
Marit Hansen
Inhaltsverzeichnis
1. Bundeskanzlerwahlen 2. Chronologische Reihenfolge der deutschen Bundeskanzler/ Koalitionen 3. Politik der einzelnen Regierungen unter den Bundeskanzlern / Lebensläufe 3.1 Konrad Adenauer (CDU) 3.2 Prof. Dr. Ludwig Erhard (CDU) 3.3 Kurt Georg Kiesinger (CDU) 3.4 Willy Brandt (SPD) 3.5 Helmut Schmidt (SPD) 3.6 Dr. Helmut Kohl (CDU) 3.7 Gerhard Schröder (SPD) 4. Abkürzungsverzeichnis 4.1 Parteien 4.2 Andere Abkürzungen 5. Literaturverzeichnis 6. Bildnachweis | 1 1 2-5 2 3 3 4 4 5 5 6 6 6 7 7 7 |
1. Bundeskanzlerwahlen
Die Legislaturperiode (Amtsdauer) des Bundeskanzlers beträgt vier Jahre. Auf Vorschlag des Bundespräsidenten, dem Staatsoberhaupt der BRD, wird der Bundeskanzler durch die absolute Mehrheit des Bundestags gewählt (Art. 63 GG).
Die Bürger des Landes können ihren Kanzlerkandidaten nur insoweit wählen, dass sie der Partei, die ihren bevorzugten Kandidaten stellt, ihre Zweitstimme geben, und so dieser Partei im Bundestag die Mehrheit geben kann, so dass jene Partei für ihren eigenen Kandidaten stimmen kann.
Der Bundeskanzler ist zwar nicht das Staatsoberhaupt einer Bundesrepublik, jedoch der politisch mächtigste Mann.
2. Chronologische Reihenfolge der deutschen Bundeskanzler/ Koalitionen
1949-1953 Kabinett Adenauer 1953-1957 Kabinett Adenauer 1957-1961 Kabinett Adenauer 1961-1963 Kabinett Adenauer 1963-1965 Kabinett Erhard 1965-1966 Kabinett Erhard 1966-1969 Kabinett Kiesinger 1969-1972 Kabinett Brandt 1972-1974 Kabinett Brandt 1974-1976 Kabinett Schmidt 1976-1980 Kabinett Schmidt 1980-1982 Kabinett Schmidt 1982-1983 Kabinett Kohl 1983-1987 Kabinett Kohl 1987-1990 Kabinett Kohl 1990-1994 Kabinett Kohl 1994-1998 Kabinett Kohl 1998-2002 Kabinett Schröder seit 2002 Kabinett Schröder | CDU/CSU-FDP-DP-Koalition CDU/CSU-DP-Koalition CDU/CSU-Alleinregierung CDU/CSU-FDP-Koalition CDU/CSU-FDP-Koalition CDU/CSU-FDP-Koalition CDU/CSU-SPD-Koalition SPD-FDP-Koalition SPD-FDP-Koalition SPD-FDP-Koalition SPD-FDP-Koalition SPD-FDP-Koalition CDU/CSU-FDP-Koalition CDU/CSU-FDP-Koalition CDU/CSU-FDP-Koalition CDU/CSU-FDP-Koalition CDU/CSU-FDP-Koalition SPD-Die Grünen-Koalition SPD-Die Grünen-Koalition |
3. Politik der einzelnen Regierungen unter den Bundeskanzlern /Lebensläufe
3.1 Konrad Adenauer (CDU) (*1876, _1967)
Konrad Hermann Josef Adenauer wurde am 05.01.1876 in Köln geboren. Er studierte um die Jahrhundertwende Volkswirtschaft und Rechtswissenschaften in verschiedenen Städten, bis er schließlich 1905 in die Zentrumspartei eintrat. Nachdem er schon eine lange politische Laufbahn hinter sich, viele Ämter kennen gelernt hatte und unter dem NS-Regime gelitten hatte, wurde er | ![]() |
nach dem Zweiten Weltkrieg zum ersten Vorsitzenden der neugegründeten CDU in der britischen Besatzungszone gewählt. Durch ein Direktmandat wurde Adenauer 1949 Mitglied des ersten deutschen Bundestages. Hier wurde er mit einer Stimme Mehrheit zum ersten deutschen Bundeskanzler gewählt, indem die CDU/CSU eine Regierungskoalition mit der FDP und DP bildete. Seine Verdienste für die deutschen waren z.B. die Unterzeichnung des Marshall-Plans1. Unter ihm erfolgte ein rascher Wirtschaftsaufschwung nach dem Krieg, außerdem lag ihm viel daran, die deutsch-französischen Beziehungen wiederherzustellen (Schumanplan2). Unter Adenauer trat die BRD dem Europarat3 und der NATO4bei. Adenauer war also ganz allgemein interessiert, Deutschlands Gesicht in der Welt neu darzustellen und die Verbrechen der NS-Diktatur aufzuklären. Allerdings hat er die DDR5 in den 14 Jahren, in denen er das Amt des Bundeskanzlers ausführte, nicht als souveränen Staat wahrgenommen. Adenauer gab am 11.10.1963 seinen Rücktritt als Bundeskanzler bekannt. Sein Nachfolger wurde Ludwig Erhard (CDU).
3.2 Prof. Dr. Ludwig Erhard (CDU) (*1897, _1977)
Ludwig Erhard wurde am 04.02.1897 in Fürth geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpft er als Artillerist und wird an der Westfront schwer verwundet. Sein Studium der Betriebswirtschaft, Nationalökonomie und Soziologie in Frankfurt schloss er mit dem Doktortitel ab. 1947 wurde er in der Bizone6Leiter der Expertenkommission ,,Sonderstelle Geld und Kredit" und | ![]() |
beschäftigte sich somit mit der Währungsreform, so dass er auch in dem Jahr noch Honorarprofessor für Rechts- und Staatswissenschaften wurde. Nach den ersten und zweiten Bundestagswahlen wurde Erhard Wirtschaftsminister unter Adenauer, bei dessen dritter und vierter Amtszeit sogar zusätzlich Vizekanzler. Durch Adenauers Rücktritt 1963 rückte Erhard nach, trat aber ebenfalls schon drei Jahre später zurück, ohne großes für Deutschland getan zu haben.
3.3 Kurt Georg Kiesinger (CDU) (*1904, _1988)
Kurt Georg Kiesinger wurde 1904 in Ebingen/Württemberg geboren. Nachdem er 1931 sein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften beendet hatte, trat er 1933 der NSDAP7 bei. Nach einer langen politischen Laufbahn, in der er hohe Posten bekleidete, wurde er nach Erhards Rücktritt zum Bundeskanzler | ![]() |
erklärt. Es kam das erste Mal zur Bildung einer großen Koalition zwischen CDU/CSU und SPD. Er begann, der DDR Vorschläge zur Zusammenarbeit auf den Gebieten Wirtschaft, Verkehr und Technik zu machen. Man kann Kiesinger auch als einen ,,Krisenkanzler" bezeichnen, da es nur in den größten Krisen zu einer großen Koalition kommt. 1969 gründete sich die DKP als Nachfolgepartei der verbotenen KPD. Kiesinger verbot diese nicht, um die Verhandlungen mit der DDR zu erleichtern.
3.4 Willy Brandt (SPD) (*1913, _1992)
Willy Brandt wurde als Herbert Ernst Karl Frahm 1913 in Lübeck geboren. Seinen Vater lernte er nie kennen und wurde deshalb von seinem Großvater, einem Arbeiter und SPD-Mitglied großgezogen. Ebenfalls nach einer großen Karriere (z.B. Regierender Bürgermeister Berlins, Vorsitzender des Bundesrats), trat Brandt schon 1961 als sozialdemokratischer Kandidat gegen | ![]() |
Adenauer an. 1969 wurde Brandt dann endlich Bundeskanzler mit dem Hauptanliegen auf eine Intensivierung der Ostpolitik. Er erklärte als erster Kanzler öffentlich, die DDR als zweiten deutschen Staat anzuerkennen, daraus folgte ein erstes Treffen zwischen ihm und dem Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, Willi Stoph. Hierfür wurde er im Dezember 1971 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Am 06. Mai 1974 trat Brandt nach Bekanntwerden der Spionagetätigkeit der BRD in der DDR zurück.
3.5 Helmut Schmidt (SPD) (*1918)
Helmut Schmidt wurde am 23.12.1918 in Hamburg-Barmbek geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er, nachdem er in Bremen bei der Luftabwehr eingesetzt war, an der Ostfront. Als er aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte, trat er 1946 in die SPD ein. Nach Brandts Rücktritt wurde er nach vielen politischen Krisen fünfter Bundeskanzler. Da seine Kanzler- schaft zunächst ganz im Schatten der Weltwirtschaftskrise | ![]() |
stand, waren Reformen notwendig. So trat unter ihm 1975 das Gesetz über die Volljährigkeit ab dem 18. Lebensjahr in Kraft. Jedoch stand seine Zeit ganz im Licht von terroristischen Entführungen wie z.B. der Entführung des Hanns-Martin Schleyers. Daraus folgte die Annahme des Anti-Terrorismusgesetzes durch den Bundestag. Durch eine Koalitionskrise kam es 1982 zu einem Ende der sozial-liberalen Koalition und Schmidt wurde durch ein konstruktives Misstrauensvotum als Kanzler abgewählt. Sein Nachfolger wurde Helmut Kohl.
3.6 Dr. Helmut Kohl (CDU) (*1930)
Helmut Josef Michael Kohl wurde am 03.04.1930 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Mit 16 Jahren trat er der CDU bei und gründete in seiner Heimatstadt die Junge Union. Er studierte Rechts-, Sozial- und Staatswissenschaften und machte wenige Jahre später seinen Doktortitel. Nachdem er unter anderem Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz war, wurde | ![]() |
er 1982 Bundeskanzler. Kohl wollte vor allem die Arbeitslosigkeit bekämpfen und für allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung sorgen. 1986 berichtete ,,Der Spiegel" von einer Strafanzeige, die gegen Kohl von dem Bundestagsabgeordneten Otto Schily (Die Grünen) vorlag, weil Kohl eine Falschaussage in der Parteispenden-Affäre getätigt haben sollte. Das Verfahren wird kurze Zeit später wegen mangelnder Beweise eingestellt. 1988 wurden Kohl und der französische Staatspräsident Mitterand mit dem Karlspreis der Stadt Aachen für ihre Verdienste in der europäischen Einigung ausgezeichnet. Nach der Wiedervereinigung mit der DDR 1990 wurde Kohl als erster gesamtdeutscher Kanzler bestätigt. Helmut Kohl war 16 Jahre, so lang wie noch nie zuvor ein Kanzler, im Amt, als er es 1998 an Gerhard Schröder (SPD) und die Koalition der SPD mit Den Grünen abtreten musste.
3.7 Gerhard Schröder (SPD) (*1944)
Gerhard Schröder wurde am 07.04.1944 in Mossenberg geboren. Sein Vater fiel im Zweiten Weltkrieg und seine Mutter war arm. Als erster Kanzler hatte Schröder nicht sofort ein Abitur, sondern schaffte vorerst nur die Hauptschule. 1963 trat er der SPD, bzw. den Jusos8, bei. Er macht viele Ausbildungen und sein Abitur. Seine politische Laufbahn nahm Form an, er wurde Ministerpräsident Niedersachsens | ![]() |
und 1998 Bundeskanzler in der Koalition mit Den Grünen, die ihn auch schon in Niedersachsen zeitweilig begleiteten. 2002 wurde er als Bundeskanzler bestätigt.
4. Abkürzungsverzeichnis
4.1 Parteien
SPD CDU CSU FDP Die Grünen DP NSDAP KPD DKP Jusos | Sozialdemokratische Partei Deutschlands Christlich Demokratische Union Christlich Soziale Union Freie Demokratische Partei Bündnis 90/Die Grünen Deutsche Partei Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Kommunistische Partei Deutschlands Deutsche Kommunistische Partei Jungsozialisten (Jugendorganisation der SPD) |
4.2 Andere Abkürzungen
BRD GG NATO NS(-Diktatur) DDR n.v. | Bundesrepublik Deutschland Grundgesetz North Atlantic Treaty Organization Nationalsozialistische (Diktatur) Deutsche Demokratische Republik nicht vorhanden |
5. Literaturverzeichnis
Deutsches Historisches Museums (DHM), Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland(HdG): http://www.dhm.de/lemo/home.html [06.12.2003]
Kolhoff, Werner: ,,Der Bundeskanzler", verfügbar über: http://www.bundeskanzler.de [06.12.2003], Hrsg: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung Internetredaktion
Weber, Martina: ,,Geschichts-Kompass Deutschland" aus: ,,DER GROSSE PLOETZ, Auszug aus der Geschichte", 32. Auflage (Ort und Jahr n.v.)
Dr. Zwahr, Annette: ,,Meyers grosses Taschenlexikon in 25 Bänden", Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, Mannheim 82001
6. Bildnachweis
www.berufsschule-erfurt.de/ Ludwig.htm www.china-a.de/cn/ dgyd/cnyd_zl.htm www.helmut-kohl.de www.landenweb.com/ geschiedenis.cfm?LandID=154&DUITSLAND http://members.e-media.at/politik-aktuell/ photospage.asp www.br-online.de/.../nobelpreis/ popups/brandt.html www.schlaubi.de/geschichte/deutschland/ deutschland.html |
1 Marshall-Plan: Auf Initiative von G.G. Marshall geschaffenes Hilfsprogramm zum Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg
2 Schumanplan: Auf Vorschlag der französischen Regierung Schaffung einer einheitlichen Behörde zur Kontrolle der Erzeugung von Kohle und Stahl in der Bundesrepublik und Frankreich
3 Europarat: 1949 gegründete Organisation europäischer Staaten zur Förderung der gemeinsamen Interessen, des Friedens und der politischen Freiheit
4NATO: (englisch: North Atlantic Treaty Organization: Nordatlantikpakt), politisches und militärisches Bündnis von europäischen und nordamerikanischen Staaten
5DDR: Deutsche Demokratische Republik: von 1949 bis 1990 bestehender Staat in Mitteleuropa mit der Hauptstadt Berlin (Ost), enstanden aus der sowjetischen Besatzungszone
6 Bizone: Zusammenschluss der britischen und amerikanischen Besatzungszone (1947)
7 NSDAP: Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei: In der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) die einzig zugelassene Partei
8 Jusos: Jungsozialisten (Jugendpartei der SPD)
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