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Termpaper, 2000, 21 Pages
Author: Martin Wolf
Subject: Sociology - Classics, Basics and Theoretical Directions
Details
Institution/College: University of the Federal Armed Forces München (Fakultät für Sozialwissenschaften)
Tags: Einführung, Grundbegriffe, Soziologie, Vorlesung, Soziologie, Einführung, Grundbegriffe
Year: 2000
Pages: 21
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-17198-4
ISBN (Book): 978-3-638-78735-2
File size: 789 KB
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Abstract
Themen der vorliegenden Arbeit: Frage: Welches sind die wesentlichen Unterschiede zwischen dem normativen und interpretativen Paradigma ? Frage: Definieren Sie die Begriffe „Interaktion“ und „Kommunikation“ mit Ihren eigenen Worten und stellen Sie die Rolle und den Anteil der Sprache am sozialen Interaktionsprozeß dar ! Frage: Welche Rolle spielen Normen im sozialen System der Interaktionsbeziehungen und welche Normen lassen sich unterscheiden? Frage: Was versteht man unter “Sozialisation” und wie findet Sozialisation in den verschiedenen Lebenszyklen statt? Frage: Wie lassen sich die Begriffe “formelle” und “informelle” Gruppe anhand der militärischen Einheit des Zuges erläutern? Aufgabe: Definieren Sie umfassend den Begriff der “Rolle” und beschreiben Sie die verschiedenen Einflußmöglichkeiten des sozialen Umfeldes anhand eines selbst gewählten Beispiels ! Aufgabe: Erläutern Sie jeweils anhand eines selbst gewählten Beispiels Funktion, Entstehung und Merkmale von einer Institution und einer Organisation. Frage: Was ist “soziale Ungleichheit”? Erklären Sie den Begriff anhand der drei Figurationstypen “Kaste”, “Stand” und “Klasse”. Beziehen Sie jeweils ein geeignetes Beispiel mit ein. Frage: Wie hängen “Macht”, “Herrschaft” und “Legitimität” und “Gewaltlosigkeit” als Gegenteil von “Gewalt” miteinander zusammen? Erklären Sie dies am Beispiel von Mahatma Gandhi!
Excerpt (computer-generated)
Universität der Bundeswehr München
Fakultät für Sozialwissenschaften
Institut für Soziologie
Übungen zur Vorlesung: „Soziologie – Einführung und Grundbegriffe“
Einführung in die Grundbegriffe der Soziologie
Martin Wolf
Herbsttrimester 2000
Gliederung:
1. Normatives vs. Interpretatives Paradigma
2. Interaktion und Kommunikation
3. Normen, Werte und Sanktionen
4. Sozialisation und Enkulturation
5. Individuum und Gruppe
6. Rolle und Status
7. Institution und Organisation
8. Soziale Schichtung
9. Macht, Herrschaft, Gewalt
1. Normatives vs. Interpretatives Paradigma
Frage: Welches sind die wesentlichen Unterschiede zwischen dem normativen und interpretativen Paradigma ?
Als Paradigma bezeichnet man die Beziehung zwischen sprachlichen Einheiten, die zwar an der gleichen Stelle, jedoch nicht zugleich vorkommen können. Paradigmen schließen deshalb einander aus: z. B. Das Kleid ist rot/ blau/ gelb. Etwas Normatives ist maßgebend bzw. als Norm geltend. Etwas Interpretatives ist auslegend, erklärend bzw. deutend. Das normative Paradigma bezeichnet man als die herkömmliche und das interpretative Paradigma als die neuartige Forschungsperspektive in der Soziologie.
Beim normativen Paradigma gibt es einen kulturell - etablierten kognitiven Konsens, der sich in einem von allen Individuen geteilten Symbolsystem darstellt und von den Forschern als vorausgesetzt und gesichert angesehen wird. Die sozial Handelnden teilen sich ein gemeinsames System von Symbolen, Bedeutungen und Definitionen für Situationen und Handlungen. Auch Sprache, Mimik und Gestik sind ihnen gemeinsam. Dieses System dient als allgemein zugängliches kommunikatives Medium der Interaktion zwischen den einzelnen Individuen. Das normative Paradigma sieht soziales Handeln als von vorhandenen Rollen, Regeln und Normen u.a. geleitet, an denen sich die Individuen orientieren. Sie versuchen, diese ihnen zugewiesenen Rollen auszuführen. Es gilt das Konzept der Rollenübernahme. Beim interpretativen Paradigma gibt es dagegen keinen kognitiven Konsens. Es werden keine Normen vorgegeben, sondern nur lockere Gesichtspunkte, um Eindrücke zu ordnen und das eigene Auftreten der Individuen zu organisieren. Auf der Grundlage der Rolle, die dem Individuum von anderen zugeschrieben wird, entwirft und verwirklicht es sein eigenes soziales Handeln. Die soziale Wirklichkeit bzw. das „wirkliche Leben“ wird von dem Individuum durch geistige Interpretationsleistungen hergestellt.
Beim normativen Paradigma werden Situationsdefinitionen und Handlungen als ein für allemal getroffen und festgelegt angesehen. Beim interpretativen Paradigma dagegen ist dies nicht so. Definitionen und Handlungen werden als Interpretationen angesehen, die von den an der Interaktion Beteiligten an den einzelnen „Ereignisstellen“ der Interaktion getroffen werden, und in der Abfolge dieser „Ereignisstellen“ der Überarbeitung und Neuformulierung unterworfen sind. Beschreibungen von Interaktionen genügen beim normativen Paradigma den Erfordernissen der abbildenden Beschreibung, wie sie von der Logik der deduktiven Erklärung aufgestellt werden. Beim interpretativen Paradigma dagegen genügen die Beschreibungen von Interaktionen nicht den Erfordernissen der abbildenden Beschreibung.
Literatur:
A-Text: Wilson 1973, Fuchs-Heinritz 1994
[...]
Weitere Themen dieser Arbeit
Frage: Definieren Sie die Begriffe „Interaktion“ und „Kommunikation“ mit Ihren eigenen Worten und stellen Sie die Rolle und den Anteil der Sprache am sozialen Interaktionsprozeß dar !
Frage: Welche Rolle spielen Normen im sozialen System der Interaktionsbeziehungen und welche Normen lassen sich unterscheiden?
Frage: Was versteht man unter “Sozialisation” und wie findet Sozialisation in den verschiedenen Lebenszyklen statt?
Frage: Wie lassen sich die Begriffe “formelle” und “informelle” Gruppe anhand der militärischen Einheit des Zuges erläutern?
Aufgabe: Definieren Sie umfassend den Begriff der “Rolle” und beschreiben Sie die verschiedenen Einflußmöglichkeiten des sozialen Umfeldes anhand eines selbst gewählten Beispiels !
Aufgabe: Erläutern Sie jeweils anhand eines selbst gewählten Beispiels Funktion, Entstehung und Merkmale von einer Institution und einer Organisation.
Frage: Was ist “soziale Ungleichheit”? Erklären Sie den Begriff anhand der drei Figurationstypen “Kaste”, “Stand” und “Klasse”. Beziehen Sie jeweils ein geeignetes Beispiel mit ein.
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