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>Ausgrenzung und Normalität<. Anmerkungen zur >Singer Debatte< vor dem Hintergrund der faschistischen Ausgrenzungs- und Vernichtungspolitik

Scholarly Essay, 2005, 8 Pages
Author: Dr. phil. Walter Grode
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Category: Scholarly Essay
Year: 2005
Pages: 8
Language: German
Archive No.: V109399
ISBN (E-book): 978-3-640-07580-5
ISBN (Book): 978-3-640-11835-9
File size: 62 KB

Abstract

(Notiz: Auch und gerade, wenn man - wie der Autor - der Auffassung ist, die Heil- Sonder- und Behindertenpädagogik müsse sich nicht nur den utilitaristischen Positionen des australischen Biomediziners Peter Singers öffnen, sondern sämtlichen Entwicklungen in der modernen Human- und Gentechnologie, weil durch sie und die heutigen individuellen Lebenspraxen die gesellschaftliche Akzeptanz von behinderten Menschen eher erhöht als vermindert wird (vgl. www.heilpaedagogikonline.com / Forum vom 12.03.03), so war die Situation während des Nationalsozialismus eine diametral andere, die mit der heutigen nicht vergleichbar ist. Der folgende Beitrag erschien1991 im Heft 185 von >Das Argument< (Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften). Läßt man sich trotz begründeter Warnungen (vgl. u.a. Feuser 1989; Schumann 1989) dennoch auf die Argumentationslinie von Johann S. Ach und Andreas Gaith (1990) ein, so sprechen in der Tat insbesondere mögliche gesellschaftliche Folgen und das angedeutete Faschismus-Argument eher für als gegen die Diskussion der Thesen Singers. Zumal die faktisch stattfindende Praxis der passiven "Euthanasie", die wachsende Akzeptanz und die real bereits stattfindende Diskussion durch einen Diskussions-Boykott nicht mehr eingedämmt werden können.


Fulltext (computer-generated)

Dozentenarbeit
Sozialpädagogik

eingereicht von:
Walter Grode

>AUSGRENZUNG  UND  NORMALITÄT<.
ANMERKUNGEN ZUR >SINGER-DEBATTE< VOR DEM HINTERGRUND DER FASCHISTISCHEN AUSGRENZUNGS- UND VERNICHTUNGSPOLITIK

 

(Notiz: Auch und gerade, wenn man - wie der Autor - der Auffassung ist, die Heil- Sonder- und Behindertenpädagogik müsse sich nicht nur den utilitaristischen Positionen des australischen Biomediziners Peter Singers öffnen, sondern sämtlichen Entwicklungen in der modernen Human- und Gentechnologie, weil durch sie und die heutigen individuellen Lebenspraxen die gesellschaftliche Akzeptanz von behinderten Menschen eher erhöht als vermindert wird (vgl.  http://www.heilpaedagogik- online.com/ / Forum vom 12.03.03), so war die Situation während des Nationalsozialismus eine diametral andere, die mit der heutigen nicht vergleichbar ist. Der folgende Beitrag erschien1991 im Heft 185 von >Das Argument< (Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften).

Läßt man sich trotz begründeter Warnungen (vgl.  u.a. Feuser 1989; Schumann 1989) dennoch auf die Argumentationslinie von Johann S.  Ach und Andreas Gaith (1990) ein,  so sprechen in der  Tat insbesondere mögliche gesellschaftliche Folgen und das angedeutete Faschismus-Argument eher für als gegen  die Diskussion der Thesen Singers. Zumal  die faktisch stattfindende Praxis der passiven "Euthanasie", die wachsende Akzeptanz  und  die real bereits stattfindende  Diskussion  durch einen Diskussions-Boykott nicht mehr eingedämmt werden  können.

Charakteristisch  für die bisherige  Auseinandersetzung ist dabei  die  Aufdeckung  von  argumentativen  Parallelen  und historischen  Denkstrukturen zwischen den  "Euthanasie"-Diskursen  der zwanziger und dreißiger Jahre mit der  "Singer"-Debatte (vgl.  Grode 1988).  Damit darf es allerdings  nicht sein  Bewenden haben,  denn dann wäre die  Diskussion  abgeschnitten  von Fragestellungen,  die über das  faschistische "Euthanasie"-Programm hinausweisen: insbesondere abgeschnitten  von der Frage nach dem Verhältnis von  Normalität  und Destruktion, von "Alltag und Barbarei" (Peukert 1987).

Deshalb ist es m.E. notwendig die Diskussion zu verallgemeinern und nach dem generellen Vermächtnis von Innen und Außen zu fragen,  nach Mechanismen, die offenbar gesellschaftliche Ausgrenzung  geradezu vorprogrammieren und Solidarität  verhindern.  Für eine solche Perspektive ist es förderlich  das Faschismus-Argument nicht als Begründung gegen,  sondern für eine  Diskussion  um die  "Euthanasie"  heranzuziehen.  Denn insbesondere am Beispiel der sozialen Verfolgung von Minderheiten  auf  der einen und der Befindlichkeit  der  Bevölke-rungsmehrheit im Nazismus auf der anderen Seite, lassen sich einige grundsätzliche Tendenzen herausarbeiten.

Der  Blick auf die Geschichte der NS-Ausgrenzungs- und Vernichtungspolitik zeigt,  daß sich die Maßnahmen des  NS-Staates gegen soziale Randgruppen zwar unmittelbar gegen die definierten Zielgruppen - seien es nun Opfer der  Zwangssterilisation,  Homosexuelle  oder "Arbeitsscheue  und  Gemeinschaftsfremde" - richteten,  als perspektivisches Ziel  aber durchweg die Bevölkerungsmehrheit ausersehen war. Dies hatte nicht  nur Konzequenzen für die Minderheiten,  sondern  auch für  die  Befindlichkeit  und die  Reaktionen  der  Bevölkerungsmehrheit.

Diese  These  soll  im  folgenden  an  zwei  Beispielen  der Verfolgung  von Randgruppen verdeutlicht werden,  die  -  im Unterschied  zu den Opfern der "Euthanasie" - noch in  einen relativ  unmittelbaren  Kontakt  zur Bevölkerungsmehrheitstanden:  den  Opfern der Zwangssterilisationen und den  der Aktionen gegen "Asoziale und Gemeinschaftsfremde".

Primär war die Zwangssterilisationspolitik im NS ohne  Zweifel  eine  Gewaltmaßnahme,  die sich vor  allem  gegen  alle Frauen  richtete,  die unter das Verdikt des  "Gesetzes  zur Verhütung  erbkranken  Nachwuchses"  fielen.  So  waren  die Zwangssterilisationen  zwar einerseits ein Teil eines  gleichermaßen  gegen Frauen und Männer gerichteten  vielfältigen  Instrumentariums zur "Ausmerzung" von ethnisch und eugenisch "Minderwertigen" zum Zweck der  "Aufartung".  Unterschiedliches  bedeutete  dagegen die Sterilisation  für  Frauen  und Männer  vor allem unter zwei Aspekten,  die sie als  soziale Maßnahme  charakterisieren:  Die  sterilisationspolitische Tren-nung  von Geschlechtsverkehr und Fortpflanzung  hieß  in erster  Linie  "Freigabe männlicher  Sexualgewalt  gegenüber ′minderwertigen′  und  zwangssterilisierten  Frauen"  (Bock 1986, 394). Hinzu kam die Gewalt des körperlichen Eingriffs, die  sich  in  der Gesamtzahl von  5.000,  darunter  zu  90% Frauen,  unmittelbar oder mittelbar durch die  Sterilisation Getöteten spiegelt. In diesem Sinne kennzeichnet Gisela Bock die  Sterilisationspolitik für Frauen "nicht  als  Vorstufe, sondern  als Beginn und erste Etappe der Massenmorde"  (Bock 1986, 380.)

Doch  ging die Zielrichtung dieser Maßnahmen  perspektivisch weit  über  den Personenkreis  der  unmittelbar  betroffenen Frauen hinaus.  Wenn beispielsweise die Unfähigkeit zu  Kinder-erziehung  zum  Diagnosebegriff wurde  (vgl.  Bock  1986, 413), so tangierte dies nicht allein "einwilligungsunfähige"  Personen  im  Zugriffsfeld des Vormundschafts-  und  Pflegerechts,  sondern  berührte zentral allgemeine  gesellschaftliche "Normalisierungspraktiken im Alltag" (Haug 1986, 105):  Dieses Grundmotiv der NS-Sterilisationspolitik führte  dazu, daß  "Rabenmüt-ter"  und "Schlampen"  physische Gewalt und Gebärverbot riskierten.  Diese Drohung hatte im Sinne eines "Do it yourself der Ideologie im Alltag" (Haug 1986,  S.  8) auf  das rollenspezifische Verhalten der  "normalen"  Frauen vielleicht einen größeren Einfluß auf die Domestizierung der Frauen  im NS,  als alle Bräute- und Mütterschulungen  (vgl. Bock 1986, 416).

Eine  nicht  unähnliche Problematik  des  Verhältnisses  von Normalität und Ausgrenzung,  von Innen und Außen ergibt sich aus der Untersuchung der faschistischen Maßnahmen gegen sog. "A-soziale". So  war in den Jahren 1937 und 1938 von SS und Polizei  eine Serie von Maßnahmen zur "Vorbeugenden Verbrechensbekämpfung" inszeniert worden, deren hauptsächliches Ziel es gewesen war eine möglichst große Zahl von sog.  "asozialen Elementen" in die  Konzentrations-lager  einzuweisen  (vgl.  Broszat  1965 81ff.; Buchheim 1966, 189ff.; Kühnrich 1983, 57). 

Erfaßt  wurden  im  wesentlichen  Personen,  die  als "Gewohnheitsverbrecher" und/oder "Asoziale" eingestuft  worden waren.  Unter diesen "Gewohnheitsverbrechern" nahmen die "Spitzbuben und Betrüger" mit fast 80% den ersten Rang  ein. Ihre  Eigentumsdelikte bestanden hauptsächlich in  Mundraub, mehrmaligen Fahraddiebstählen,  nicht zurückgezahlten Schulden  von  wenigen Mark,  Mietschulden und  ähnlichem  (vgl. Siemen 1982,  95).  Zum Kreis der Personen,  die wegen ihrer "Asozialität" in "Schutzhaft" genommen wurden gehörten Bettler,  Landstreicher,  Zigeuner,  Landfahrer,  Arbeitsscheue, Müßiggänger, Prosttuierte, Querulanten, Raufbolde, Verkehrssünder,  Psychopathen und Geisteskranke (vgl.  Broszat 1965, 81).

Die  Gründe für die Einweisungsaktionen von  "Asozialen"  in die KZ lagen in erster Linie in der Absicht den im Zuge  der Kriegsvorbereitung eingetreten  Arbeitskräftemangel,  insbesondere im landwirtschaftlichn Sektor zu beheben und darüber hinaus  die  allgemeine Arbeitsdisziplin  zu  stärken  (vgl. Grode 1987,  47/48).  Hinzu kam,  daß die "Asozialen"  genau jenem Menschentypus zu entsprechen schienen,  mit dem die SS der  Öffentlichkeit und dem Ausland gegenüber  immer  wieder das Bestehen des KZ-Systems zu rechtfertigen versuchte (vgl. Grode1990,  32). Schließlich scheint überdies die Vermutung begründet, als hätten die Einweisungen dieser Personengruppe den Nebenzweck gehabt,  die auf den "Mobilmachungsfall"  hin in den Vorkriegsjahren errichteten KZ, insbesondere Sachsenhausen,  Ravensbrück, Buchenwald und Mauthausen, die für die bisherige  Hauptkategorie der politischen Häftlinge zu  groß waren, vorübergehend aufzufüllen (vgl.  Pingel 1979, 71).

Unter die Rubrik "Maßnahmen gegen Gemeinschaftsfremde"  fiel auch die "Aktion Arbeitsscheu Reich" im Jahre 1938. In einer Studie über diese  Aktion verweist Wolfgang Ayaß noch einmal aus-drücklich  auf  den schon oben  erwähnten  Arbeitskräftegesichtspunkt.  Wichtiger als die Arbeitsleistung der gefangenen  "Arbeitsscheuen"  ist dabei für ihn  allerdings  der abschreckende  Effekt auf die Gesamtbevölkerung,  den er  im Zusammenhang  mit dem Inkrafttreten der allgemeinen  Dienstpflicht, "unmittelbar nach der Juniaktion  der Kriminalpolizei" (Ayaß 1988,  70) erblickt.  Das Ziel war also vor allem die "Stärkung der nationalen Arbeitsdisziplin" der  Bevölke-rungsmehrheit.

Gleichermaßen  erkennbar  ist  in  diesen  Aktionen  gegen "Asoziale" und "Arbeitsscheue" eine kontinuierliche  Ausdehnung der Erfassungskategorien des "Abnormen",  die  schließlich  auf  dem  Höhepunkt  des  Krieges noch  weiter ins "Normale" vorgetrieben wurden:

>Erhoben werden sollen ...  unter anderem Arbeitsplatzwechsel,  Arbeitslosigkeit,  Krankheiten,  eheliche  Treue, gesteigerte Sinnlichkeit,  Schulden, Unterstützung durch die Fürsorge  und  häufige  Belästigung  von  Parteistellen  und Behörden.< (zit. n. Haug 1986, 102)

Im  Zuge  dieser  bereits 1938  beginnenden  Ausdehnung  und Verschmelzung  der Erfassungs-kategorien wurde  die  "Asozialität" zur "Gemeinschaftsunfähigkeit" im Rahmen der  faschisti-schen "Volksgemeinschaft" umgearbeitet.  Die Konstituierung der "Volksgemeinschaft", der die überwiegende  Bevölkerungsmehrheit freiwillig  und nicht  etwa  gezwungenermaßen angehören wollte, verlief ihrerseits wiederum insbesondere über ideologische Praxen (vgl.  Projekt Ideologie-Theorie  1980).  Diese  Praxen waren sowohl  "von  oben" inszeniert  (vgl.  Behrens  1980,  81ff.),  als  auch  durch Selbsttätigkeit  "von  unten", als  eine  Art  "Selbstpsychiatisierung" (Haug,  1986, 106) bestimmt. Moral,  Gesundheit  und Schönheit waren hier die "Hauptstützpunkte", die  wiederum eng verknüpft waren mit der  Sexualität,  als zentralem "Übungsfeld der Selbst/ Beherr-schung" (Haug  1986, 126). 

Die  Individuen unterwarfen sich diesen Praxen jedoch  nicht nur aus freien Stücken.  Die Notwendigkeit des Lebens in der Klassengesellschaft mit ihren Marktgesetzen und ihren  ideologi-schen Ordnungen zwangen sie dazu. Durch den Nachweis des Schönen,  Gesunden,  Adretten,  Empfehlenswerten,  kurz  des "Nicht-Jüdischen"  gaben  sie  das  "Gebrauchwertversprechen ihrer Ware Arbeitskraft" (Haug 1987, 161).

Der  Blick  auf das Verhältnis von  "Asozialen  und  Gemeinschaftsfremden"  zur Bevölkerungs-mehrheit im  Nationalsozialismus  verweist  somit auf den  dialektischen  Zusammenhang von Normalität und Ausgrenzung,  von Zwang und  Selbstzwang. Ein Zusammenhang der umso mehr fortbesteht, als Marktgesetze und  Konsumverhalten die individuellen  Beziehungen  weiter domi-nieren.

Wenn  Johannes  S.  Ach und Andreas Gaidt  am  Schluß  ihres Beitrags  (1990) also vollkommen  zutreffenend  feststellen, daß die Hauptschwierigkeit Strategien gegen Neo-Eugenik  und Bevöl-kerungspolitik  politisch und effizient werden zu  lassen,  darin  liegt,  daß "hier Herrschafts-interesse in  Form einer  realen  individuellen  Optionssteigerung  auftritt" (1990, 775), so verweist dies insbesondere auf die nichtaufhebbare  -  jedoch  produktiv  wendbare  -  Problematik  des Umgangs mit Fremden. Der spezifisch faschistische Umgang lag seinerzeit darin,  diese Spannung nicht aushalten zu wollen, und  stattdessen  [ohne  Diskussion  (!)]  die  Widersprüche zwischen  "gesund" und "krank", zwischen "Volksgemeinschaft" und den "Fremdvölkischen", - allgemein betrachtet - zwischen Innen und Außen, physisch zu vernichten.

Dieser  Problematik  eines nur gewaltsam  aufhebbaren  Spannungsverhältnisses  gilt es  sich bewußt  zu  bleiben,  ganz gleich,  ob  die Diskurse um die  "aktive  Sterbehilfe",  um gentechno-logische  Eingriffe  in  das  Erbgut  oder  um  das Lebensrecht behinderter Menschen geführt werden.


Literaturverzeichnis

Ach,  J.S.  und A. Gaith, 1990: Kein Diskurs über Abtreibung und  >Euthanasie<?  Zur  Rechtferti-  gung  der  Singer-Debatte. In: Das Argument 183, 769-776.

Ayaß, W., 1988: >Ein Gebot der nationalen Arbeitsdisziplin<.  Die Aktion >Arbeitsscheu Reich< 1938.  In: Beiträge zur nationalsozialistischen Gesundheits- und Sozialpolitik,  6,  43-74.

Behrens,  M.,  1980: Ideologische Anordnung und Präsentation der  Volksgemeinschaft am  1.  Mai  1933.  In:  Projekt  Ideologie-Theorie, 1, 81-106.

Bock,  G., 1986: Zwangssterilisation im Nationalsozialismus. Studien zur Rassenpolitik und Frauenpolitik. Opladen.

Broszat,  M., 1965: Nationalsozialistische Konzentrationslager.  In:  H.  Buchheim u. a., Anatomie des SS-Staates, Olten, Freiburg i.Br., Bd. II, 9 - 160.

Buchheim,  H.  1966:  Die Aktion "Arbeitsscheu  Reich".  In:  Gutachten des Instituts für Zeit-geschichte.  Stuttgart,  Bd. II, S. 189-195.

Feuser, G., 1989:: "Der Streit um Leben und Tod" - Stellungnahme  zur Diskussion über das Lebensrecht  behinderter  Menschen. In: Behindertenpädagogik 28, 301-308.

Grode,  W.,  1987:  Die "Sonderbehandlung 14f13" in den Konzentrationslagern des Dritten Reiches.  Ein Beitrag zur Dynamik  faschistischer  Vernichtungspolitik,  Frankfurt/M.  (siehe http://www.wissen24.de/)

ders.,  1988:  Das Selbstbestimmungsrecht der Patienten. Zur  historischen Kontinuität von spezifischen  Denkstrukturen  in der Debatte um die  "aktive  Sterbehilfe".  In: Behinderten-pädagogik 27, 286-295. (siehe http://www.wissen24.de/)

ders.,  1990: Faschistische Vernichtungspolitik und Modernisierung:  Die Produktion der idealen  Volksgemeinschaft durch die "Endlösung der sozialen Frage". In:  Informationen (Studienkreis: Deutscher Widerstand), 31, 31-33.

Haug,  W.F.,  1986:  Die Faschisierung des bürgerlichen Subjekts  - Die Ideologie der gesunden Normalität und  die Ausrottungspolitiken  im deutschen Faschismus  -  Materialanalysen. Berlin. (vgl. www.wissen24.de/vorschau/23093.html)

ders.,  1987: Antisemitismus als Bewährungsprobe der Ideologietheorie. In: ders.: Pluraler Marxismus. Beiträge zur politischen Kultur,  Berlin, Bd. 2, 141-166.

Kühnrich,  H.,  19833:  Der  KZ-Staat.  Die  faschistischen Konzentrationslager 1933 bis 1945, Berlin/ DDR.

Peukert,  Detlev  J.K.  1987:  Alltag  und  Barbarei.  Zur Normalität des Dritten Reiches.  In:  D. Diner (Hrsg.), Ist  der Nationalsozialismus  Geschichte?  Frankfurt/M, 51-61.

Pingel, F., 1979: Häftlinge unter SS-Herrschaft, Widerstand, Selbstbehauptung  und Vernichtung im  Konzentrationslager, Hamburg.

Projekt  Ideologie-Theorie 1980:  Faschismus  und  Ideologie  (Argument-Sonderbände  60 u. 62) Berlin.

Schumann,  M.,  1989:  Vom  Sozialdarwinismus  zur  modernen Reproduktionsmedizin und zur pränatalen  Diagnostik  -  Gibt es eine Kontinuität?  In: Behindertenpädagogik 28, 134-157.

Siemen,  H.L.,  1982:  Das  Grauen  ist  vorprogrammiert.  Psychiatrie zwischen Faschismus und  Atomkrieg,  Gießen 1982.


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