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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 18 Pages
Author: Toralf Lindner
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Details
Institution/College: University of Leipzig (Versicherungsbetriebslehre)
Tags: Unternehmenskultur ; Mergers & Acquisitions ; Fusion ;
Year: 2002
Pages: 18
Grade: 2,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-17244-8
File size: 229 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Leipzig
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Versicherungsbetriebslehre
im Wintersemester 2002/2003
Der Erfolgsfaktor Unternehmenskultur bei Mergers & Acquisitions
Toralf Lindner
Leipzig, den 23.10.2002
Inhalt I
Abkürzungsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
1 Einleitung und Abgrenzung des Themas 1
2 Mergers & Acquisitions 2
2.1 Begriffsbestimmung 2
2.2 Ansätze zur Erfolgsbeurteilung 2
3 Unternehmenskultur 3
3.1 Forschungsansatz und wissenschaftliche Kulturverständnisse 3
3.2 Wesen und Elemente der Unternehmenskultur 4
3.2.1 Begriffliche Grundlagen 4
3.2.2 Darstellung an einem Unternehmenskulturmodell 5
4 Wirkungen von Unternehmenskultur bei Fusionen 5
4.1 Systematisierung der Funktionen 5
4.2 Ausgewählte direkte Funktionen der Unternehmenskultur 6
4.2.1 Orientierungsfunktion 6
4.2.2 Koordinationsfunktion 7
4.3 Ausgewählte indirekte Funktionen der Unternehmenskultur 8
4.3.1 Einflüsse auf den Managementprozess 8
4.3.2 Einflüsse auf das Personalführungssystem 8
5 Konflikte und Gestaltungsansätze kultureller Integration 9
5.1 Ursachen für Kulturkonflikte 9
5.2 Gestaltbarkeit von Unternehmenskultur bei Fusionen 10
5.3 Unternehmenskulturanalyse - Notwendigkeit und Darstellung 10
5.4 Kommunikation von Unternehmenskultur bei Fusionen 11
6 Unternehmenskultur - Wegbereiter einer erfolgreichen Fusion 12
Literaturverzeichnis IV
[Abkürzungsverzeichnis und Abbildungsverzeichnis in Downloaddatei enthalten.]
1 Einleitung und Abgrenzung des Themas
Eine angemessene Reaktion auf die schnelle Weiterentwicklung technologischer, rechtlicher und marktmäßiger Rahmenbedingungen lässt sich für Versicherungsunternehmen kaum noch durch inneres Wachstum darstellen.1 Durch Mergers & Acquisitions2 bieten sich erweiterte Möglichkeiten, angestrebte
und zum Teil überlebensnotwendige strategische Ziele dennoch zu erreichen. Der in Deutschland aktuell wiederbelebte Allfinanzgedanke intensiviert dahingehende Bemühungen von Versicherungsunternehmen.3 Deutlich werden die Bestrebungen durch verstärkte Zusammenarbeit öffentlichrechtlicher Banken und Versicherer, Nutzung des gemeinsamen Kundenpotenzials der genossenschaftlichen Banken und R+V-Versicherer, die Kooperation von ERGO und der HypoVereinsbank im Vertrieb sowie der Fusion der Allianz mit der Dresdner Bank zu einem Allfinanzkonzern.4
Zur Frage der Zielerreichung bzw. dem Erfolg aller Mergers & Acquisitions der Versicherungsbranche lässt sich keine empirisch unterlegte Antwort finden. Viele neuere Transaktionen können erst in einigen Jahren beurteilt werden. Der Literatur kann entnommen werden, dass unter Einbeziehung aller Branchen die Mehrzahl der Mergers & Acquisitions als Misserfolge bewertet werden. „Selbst wenn die Schätzungen schwanken, heißt es, bis zu 70 Prozent aller Unternehmenszusammenschlüsse seien Misserfolge.“5 Als Grund werden u.a. meist ungelöste unternehmenskulturelle Differenzen genannt. Wenn die Integration verschiedener Unternehmenskulturen nicht gelingt, liegt es oft daran, dass im Vorfeld von Mergers & Acquisitions dem Aspekt „Unternehmenskultur“ zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, denn „... im Normalfall werden Fusionen von den Finanzfachleuten gemacht und nicht von Kennern der Unternehmenskultur.“.6
Dass Unternehmenskultur bedeutenden Einfluss auf den Transaktionserfolg hat, kann in dieser Arbeit lediglich ansatzweise dargestellt werden. Wird die Begriffsgruppe Mergers & Acquisitions betrachtet, erschließt sich ein sehr weitreichendes Untersuchungsgebiet. Um eine Eingrenzung zu treffen, soll deshalb stellvertretend auf unternehmenskulturelle Auswirkungen bei Fusionen eingegangen werden. Die Arbeitsbasis bilden neben den Begriffsbestimmungen von Mergers & Acquisitions und Unternehmenskultur ausgewählte Wirkungen von Funktionen der Unternehmenskultur. Auf die Funktionszusammenhänge aufbauende Betrachtungen von Analyse, Gestaltung und Kommunikation der Unternehmenskulturen werden die Bedeutung für den Erfolg bei Mergers & Acquisitions darstellen.
2 Mergers & Acquisitions
2.1 Begriffsbestimmung
Die durch die englische Wortkombination Mergers & Acquisitions bezeichneten wirtschaftlichen Transaktionen bewirken immer eine Veränderung der Verfügungs- und Herrschaftsstruktur in zwei oder mehreren Unternehmen.7 Der Bereich Mergers umfasst dabei die Verschmelzung, Vereinigung oder den Zusammenschluss von Unternehmen. Dieser auch mit Fusion beschriebene Prozess bewirkt bei zumindest einem Unternehmen den Verlust der rechtlichen Eigenständigkeit.8 Diese Eigenschaft grenzt auch alle anderen Erscheinungsformen ab, wie Allianzen, Kooperationen oder Joint Ventures.9 Dem Bereich Acquisitions werden alle Möglichkeiten der Beteiligung zugeordnet, unabhängig vom prozentualen Anteil der Beteiligung. Es besteht keine zwingende Notwendigkeit, dass ein oder alle Unternehmen nach der Transaktion die rechtliche Selbständigkeit verlieren.10
2.2 Ansätze zur Erfolgsbeurteilung
[...]
1 Müller, Reinhold: Sach-, Interessen- und Wertekonflikte bei Fusionen, in: VW, 2001, H.22, S. 1885-1889, S. 1888.
2 Bestimmung der Begriffe erfolgt in Kapitel 2.1 .
3 Farny, Dieter: Zur Sinuskurve einer wirtschaftlichen Idee, in: Versicherungsbetriebe, 2002, H. 3, S. 6-8, S. 6.
4 Vgl. ebenda, S. 6.
5 Kets de Vries, Manfred: Von der Bank auf die Couch? in: dresdner banker, 2002, H. Oktober, S. 10-12, S. 11.
6 Kets de Vries, Manfred: Von der Bank auf die Couch?, a.a.O, S. 11.
7 Macharzina, Klaus: Unternehmensführung: Das internationale Managementwissen: Konzepte-Methoden-Praxis, 3. aktualisierte und erw. Aufl., Wiesbaden 1999, S. 530.
8 Vgl. ebenda S. 530.
9 Picot, Gerhard: Handbuch Mergers & Acquisitions: Planung, Durchführung, Integration, Stuttgart 2002, S. 19.
10 Macharzina, Klaus: Unternehmensführung, a.a.O., S. 530.
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