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Die EG-Öko-Audit Verordnung

Termpaper, 2001, 24 Pages
Author: Patrick Kiesch
Subject: Politics - International Politics - Topic: European Union

Details

Event: Aspekte des europäischen Integrationsprozesses
Institution/College: University of Bremen (FB Politik)
Tags: EG-Öko-Audit, Verordnung, Aspekte, Integrationsprozesses
Category: Termpaper
Year: 2001
Pages: 24
Grade: 1,8
Language: German
Archive No.: V10968
ISBN (E-book): 978-3-638-17256-1
ISBN (Book): 978-3-638-84194-8
File size: 1786 KB

Abstract

Die Arbeit befasst sich nun mit den Inhalten, Zielsetzungen, Vorteilen und Nachteilen des Öko-Audits und versucht des weiteren einen Ausblick zu schaffen bezüglich der Fragestellung, ob sich eine staatliche Regulierungspolitik mit einem freiwilligen betrieblichen Umweltschutz vereinbaren lässt.


Excerpt (computer-generated)

Die EG-Öko-Audit Verordnung

von Patrick Kiesch

 


Inhaltsverzeichnis

Einleitung  1

2. Umweltpolitischer Hintergrund 2

2.1. Sustainable Development 2

2.2. Umsetzung einer nachhaltigen 
Wirtschaftsweise durch die "EG-Öko-Audit-Verordnung" 3

3. Entwicklungsgeschichte der "EG-Öko-Audit-Verordnung" 4

3.1. Eingliederung der Verordnung in die Umweltpolitik der EU 4

3.2. Umsetzung der "EG-Öko-Audit-Verordnung" in Deutschland 5

4. Inhalt der Öko-Audit-Verordnung 7

4.1. Der Ablauf des Gemeinschaftssystems 7

4.1. Die Schritte bis zur erstmaligen Zertifizierung 8

4.2.1. Umweltpolitik 9
4.2.2. Erste Umweltprüfung 10
4.2.3. Umweltmanagementsystem 11
4.2.4. Umweltprogramm 11
4.2.5. Umwelterklärung (im Entwurf) 12
4.2.6. Prüfung und Validierung durch den Umweltgutachter 12
4.2.7. Registrierung und Veröffentlichung der Umwelterklärung 13

5. Entwicklung des Öko-Audits 14

5.1. Gründe für die hohen Teilnehmerzahlen in Deutschland 14

5.2. Kritik am System 16

5.3. ISO 14001 16

5.4. Revision der Öko-Audit-Verordnung 17

6. Fazit 19

7. Literaturliste 20

 



1. Einleitung

In den vergangenen Jahren ist der Umweltschutz in Industrie und Gewerbe verstärkt in den Vordergrund gerückt. Diese Entwicklung beruht jedoch nicht auf ein voraussichtiges Umweltbewusstsein der Vorstände in den Unternehmen, sondern sie vollzog sich durch den harten Wettbewerb auf dem Markt um Käufer und Kunden.
Es ist mittlerweile in der umweltpolitischen Debatte unumstritten, dass das Globalziel, eine nachhaltige, ökologische und sozial verantwortbare Gesellschaft und Wirtschaft zu schaffen ("sustainable development"), eingehalten werden muss, um den zukünftigen Generationen eine Welt zu hinterlassen, die frei von Schadstoffen ist und weiterhin reich an Rohstoffen bleibt. In Anlehnung an diesen Absichten versucht die Umweltpolitik der EU Instrumente zu gestalten, die diesem Globalziel näher kommen. Ein Instrumentarium ist die seit Juli 1993 eingeführte "EG-Öko-Audit-Verodnung", die die Prüfung von Umweltmanagementsystemen nach Vorgaben der Europäischen Union (EU) beinhaltet.

Zweck der Verordnung ist die kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen, produktionsorientierten Umweltschutzes auf freiwilliger Basis. Gewerbliche Unternehmen, die sich dem Öko-Audit anschließen, müssen gewährleisten, dass sie bestimmte Umweltvorschriften beachten, ein Umweltmanagementsystem aufgebaut haben, sich regelmäßig einer Umweltbetriebsprüfung unterziehen und Informationen über den betrieblichen Umweltschutz der Öffentlichkeit bereitstellen. Sind diese Vorgaben gegeben, so kann sich das Unternehmen in ein offizielles Register eintragen lassen und seine Registrierung zu Werbezwecken einsetzen. Die EU setzt bei dieser Regelung auf die Eigenverantwortung der Unternehmen für den Umweltschutz und versucht sich durch diese "neue Generation von indirekten Regelungen" (1) von Ge- und Verboten sowie klassischen Instrumenten wie Steuern, Abgaben und Gebühren abzugrenzen. In diesem Kontext sollen Marktkräfte im Sinne des Umweltschutzes genutzt werden und sich als "Schneeball" weiter entwickeln indem das Zertifikat des Öko-Audits sich als Imagevorteil für die Unternehmung erweist und somit den Konkurrenzdruck innerhalb der Brache erhöht und als Folge weitere Betriebe zum "Ökomanagement" animiert werden.
Jedoch bleibt offen ob die "EG-Öko-Audit-Verordnung" zu einem solchen Effekt fähig ist, denn die Zielsetzung der EU das Öko-Audit zu einem europaweit bekannten und anerkannten Markenzeichen für umweltgerechte Produktion und Dienstleistungen zu machen,
ist eine problematische Aufgabe, da hiermit eine Vereinbarung von ökologischen mit ökonomischen Aspekten getroffen werden muss.

Die folgende Arbeit befasst sich nun mit den Inhalten, Zielsetzungen, Vorteilen und Nachteilen des Öko-Audits und versucht des weiteren einen Ausblick zu schaffen bezüglich der Fragestellung, ob sich eine staatliche Regulierungspolitik mit einem freiwilligen betrieblichen Umweltschutz vereinbaren lässt.

2. Umweltpolitischer Hintergrund

2.1. Sustainable Development

Die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung erstellte erstmals in den 80er Jahren ein Programm, welches eine umweltverträglichere Wirtschaftsweise ("Sustainable Development") (2) beinhaltet. Im wesentlichen lassen sich fünf grundlegende Forderungen ableiten, die auch in der EU-Umweltpolitik zur Anwendung kommen sollen:

[...]


(1) vgl. Fichter 1995 S. 20

(2) "Unsere gemeinsagme Zukunft" V. Hauff (Hg.), 1987


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