Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Termpaper, 2001, 17 Pages
Author: Patrick Kiesch
Subject: Politics - Miscellaneous
Details
Institution/College: University of Bremen (FB Politik)
Tags: Treuhand, DDR, Privatisierung, Sanierung
Year: 2001
Pages: 17
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-17276-9
ISBN (Book): 978-3-638-84199-3
File size: 784 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Am 31.12.1994 hat die Treuhandanstalt ihre Arbeit der Privatisierung beendet. Ostdeutschland hat damit die Transformation des Wirtschaftssektors als eines der ersten Länder in Ost- und Mitteleuropa abgeschlossen. Das Ziel lag in einer Dezentralisierung wirtschaftlicher Entscheidungen und die Entstaatlichung weiter Teile von Wirtschaft und Gesellschaft.1 Ein derartigen Prozess, den Großteil des Kapitalstocks einer Volkswirtschaft zu privatisieren, konnte man historisch gesehen noch nirgends wo beobachten. Angesichts des dramatischen Abbaus von Produktionskapazitäten und Arbeitsplätzen in den Treuhand- und Ex-Treuhandunternehmen ist die Privatisierungsstrategie der Treuhandanstalt nach wie vor umstritten: Die Geschwindigkeit der Privatisierung, die Wahl der Privatisierungsverfahren und der weitgehende Verzicht auf Sanierungsinvestitionen werden auch heute noch kontrovers diskutiert. Im ersten Teil dieser Arbeit steht die Treuhand selber im Mittelpunkt. Ihr Auftrag, ihre Organisation und die rechtlichen, finanziellen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden näher untersucht, um das Verständnis für die Organisation zu bekommen, die für die Privatisierung einer ganzen Volkswirtschaft verantwortlich war. Für die Umsetzung dieses schwierigen Prozesses konzipierte die Treuhand verschiedene Modelle der Privatisierung. Als maßgebliches Instrument zählte hierbei das Modell der Management-KG`s, welches die Vergabe von Treuhand-Unternehmen oder Unternehmensteilen an Privatinvestoren beinhaltete. Daher wird im zweiten Teil am ausführlichsten auf dieses Konzept eingegangen. Es werden die verschiedenen Management-Programme umrissen, ihre Strukturen analysiert und die entsprechenden Voraussetzungen sowie Bedingungen für die Einordnung der Unternehmen aufgezeigt. In diesem Zusammenhang entstanden auch unterschiedliche Auffassungen dahingehend, ob die Treuhand die Beteiligungsunternehmen vor der Privatisierung hätte sanieren sollen. Im vierten Kapitel soll diese Debatte kurz angeregt werden, da sie während des gesamten Privatisierungsprozesses immer wieder entflammte. Abschließend wird im fünften Kapitel eine umfassende Bilanz der Treuhand und ihrer Privatisierungsmodelle gezogen. [1 Vgl.Brücker, H. (1995), S. 22 ]
Excerpt (computer-generated)
Die Treuhand und ihre Privatisierungsmodelle
von Patrick Kiesch
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Der Aufbau der Treuhandanstalt 2
2.1. Auftrag und rechtliche
Legitimation der Treuhandanstalt 2
2.2. Die Organisation der Treuhandanstalt
und finanzielle Förderungen 3
2.3. Externe Rahmenbedingungen 4
3. Privatisierungsmodelle der Treuhandanstalt 5
3.1. Privatisierung mit Länderbeteiligung 6
3.2. Privatisierung in Management-KG`s 7
3.3. Management-Buy-In-Programme 8
3.4. Management-Buy-Out-Programme,
Mitarbeiterkapitalbeteiligungen, Privatisierung
von Kleinunternehmen 8
4. Sanierung vs. Privatisierung 10
5. Bilanz der Treuhand 11
Literaturverzeichnis 13
1. Einleitung
Am 31.12.1994 hat die Treuhandanstalt ihre Arbeit der Privatisierung beendet. Ostdeutschland hat damit die Transformation des Wirtschaftssektors als eines der ersten Länder in Ost- und Mitteleuropa abgeschlossen. Das Ziel lag in einer Dezentralisierung wirtschaftlicher Entscheidungen und die Entstaatlichung weiter Teile von Wirtschaft und Gesellschaft. Ein derartigen Prozess, den Großteil des Kapitalstocks einer Volkswirtschaft zu privatisieren, konnte man historisch gesehen noch nirgends wo beobachten. Angesichts des dramatischen Abbaus von Produktionskapazitäten und Arbeitsplätzen in den Treuhand- und Ex-Treuhandunternehmen ist die Privatisierungsstrategie der Treuhandanstalt nach wie vor umstritten: Die Geschwindigkeit der Privatisierung, die Wahl der Privatisierungsverfahren und der weitgehende Verzicht auf Sanierungsinvestitionen werden auch heute noch kontrovers diskutiert.
Im ersten Teil dieser Arbeit steht die Treuhand selber im Mittelpunkt. Ihr Auftrag, ihre Organisation und die rechtlichen, finanziellen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden näher untersucht, um das Verständnis für die Organisation zu bekommen, die für die Privatisierung einer ganzen Volkswirtschaft verantwortlich war. Für die Umsetzung dieses schwierigen Prozesses konzipierte die Treuhand verschiedene Modelle der Privatisierung. Als maßgebliches Instrument zählte hierbei das Modell der Management-KG`s, welches die Vergabe von Treuhand-Unternehmen oder Unternehmensteilen an Privatinvestoren beinhaltete. Daher wird im zweiten Teil am ausführlichsten auf dieses Konzept eingegangen. Es werden die verschiedenen Management-Programme umrissen, ihre Strukturen analysiert und die entsprechenden Voraussetzungen sowie Bedingungen für die Einordnung der Unternehmen aufgezeigt. In diesem Zusammenhang entstanden auch unterschiedliche Auffassungen dahingehend, ob die Treuhand die Beteiligungsunternehmen vor der Privatisierung hätte sanieren sollen. Im vierten Kapitel soll diese Debatte kurz angeregt werden, da sie während des gesamten Privatisierungsprozesses immer wieder entflammte.
Abschließend wird im fünften Kapitel eine umfassende Bilanz der Treuhand und ihrer Privatisierungsmodelle gezogen.
2. Der Aufbau der Treuhandanstalt
Im folgenden soll auf die Gründung, den Auftrag und den finanziellen Förderungen der Treuhand eingegangen werden. Daneben werden die in diesem Zusammenhang eingeführten Gesetze, welche die Arbeit der Treuhand vereinfachen sollte, erläutert und die betriebswirtschaftlichen sowie volkswirtschaftlichen Bedingungen aufgezeigt, die als Grundlage für die Privatisierung der ostdeutschen Wirtschaft galten.
2.1. Auftrag und rechtliche Legitimation der Treuhandanstalt
[...]
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Sind atypische Beschäftigungsformen sozialverträglich oder prekär
Author: Matthias KreutzerPolitics - Political Systems - Germany, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Integration und Exklusion am Arbeitsmarkt- Prekäre Beschäftigung aus der Perspektive Betroffener
Author: Merle RehbergSociology - Work, Profession, Education, Organisation, 2004 Download as PDF-file for 12,99 EUR
Der Köder muß gut schmecken! Zur Kunst der Frage und zur Konstruktion von standardisierten Erhebungsinstrumenten
Author: Tobias WolfSociology - Methodology and Methods, 2006 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Implementierungsmöglichkeiten von Ideenmanagementsystemen zur Steigerung der Mitarbeitermotivation
Author: Sebastian BuddeEconomics / Business: Personnel and Organisation, 2007 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Kreativität im Unternehmen - Schaffung einer kreativitätsfördenden Unternehmenskultur
Author: AnonymEconomics / Business: Business Management, Corporate Governance, 2003 Download as PDF-file for 8,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: