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Presentation (Pre-University), 2006, 4 Pages
Author: Dominik Oyen
Subject: German - Miscellaneous
Details
Tags: Analyse, Gedichts, Schluß, Jahres, Andreas, Gryphius, Kerl, Gabriele, Wohmann, Salvador, Peter, Bichsel
Year: 2006
Pages: 4
Grade: 1- / 2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-08236-0
File size: 186 KB
Wir hatten diese Aufgabe als Klausur in der Klasse 11.
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Fulltext (computer-generated)
"Schluss des 1648sten Jahres"
von
Andreas Gryphius
Referat / Schulaufsatz
von
Dominik Oyen
Das Gedicht „Schluss des 1648sten Jahres“ von Andreas Gryphius, einem der bekanntesten Lyriker der Epoche des Barock lebte von 1616-1664, handelt von dem Ende des 30jährigen Krieges und der Hoffnung auf ein neues, friedliches Leben durch Gottes Hilfe.
Inhaltlich wird die Situation am Ende des 1648 Jahres beschrieben: Kurz nach dem offiziellen Ende des dreißigjährigen Krieges, wünscht sich das lyrische Ich ein neues friedliches Leben und appelliert dabei an Gott. Zu Beginn wird durch eine Anapher im Imperativ sehr eindringlich klargestellt welches Leid das lyrische Ich gelitten hat und das damit nun endlich Schluss sein muss.
Im weiteren Verlauf versucht das lyrische Ich klarzustellen, dass das Leben noch einen weiteren Sinn haben muss, als nur für den Krieg gelebt zu haben. Der Schluss beinhaltet die Bitte vom lyrischen Ich an Gott, noch weitere friedvolle Jahre zu gewähren, um noch vor dem Tod dem Leben etwas Unvergängliches zu geben.
Das Gedicht ist in der, im Barock sehr beliebten und häufig verwendeten, Sonettform verfasst. Es besteht aus einem Oktett, das in zwei Quartette aufgeteilt ist und aus einem Sextett, das sich in zwei Terzette aufgliedert. Das Reimschema der Quartette lautet: abba, abba. Es handelt sich also um einen umschließenden Reim. Das Reimschema der Terzette lautet: ccd, eed, somit ein Schweifreim.
Zu Beginn des Sonetts befindet sich eine Anapher und eine Akkumulation von sinnverwandten Nomen, welche die Kriegsfolgen eindringlich beschreiben.
Am Ende der ersten Strophe spricht das lyrische Ich eine Person an, welche zunächst nicht genannt wird, aber sich schon hier vermuten lässt, dass es sich dabei um Gott handelt, mit der Bitte das lyrische Ich von den seelischen Folgen des Krieges zu befreien: „Und führe mit dir weg die Last von diesem Herzen!“ (V.4).
In der zweiten Strophe wird die Bitte an Gott deutlicher und so stellt das lyrische Ich Gott die rhetorische Frage, ob diese Zeit so vergänglich sei „ wie ein verschmelzter Schnee?“ (V.6). Hier möchte somit zum Ausdruck gebracht werden, dass das bisher Erlebte im Krieg ohne jeglichen Sinn war und das Leben so nicht zu Ende gehen darf. Bekräftigt wird diese Aussage mit einem Vergleich wie „ausgebrannten Kerzen“ (V.8).
In der dritten Strophe wird das lyrische Ich noch ein wenig eindringlicher, in der Wortwahl. So bittet es: „Gib doch nun etwas Frist, dass ich mich recht bedenke!“ Hier wird also darum gebeten ihm noch etwas Zeit zu geben, damit er sich noch um etwas anderes im Leben kümmern kann als zur Zeit des Krieges.
Worum er sich kümmern möchte, wird in der letzten Strophe deutlich: „Froh wird eins vor meiner Bahre“ (V.13). Das lyrische Ich möchte vor dem Tod noch das Leid überwinden und so noch etwas Freud während des restlichen Lebens erfahren.
Das Gedicht schließt mit einem Litotes ab, in dem das lyrische Ich davon spricht: „Mißgönne mir doch nicht dein liebliches Geschenk“ (V.14).
Er appelliert also ein letztes Mal eindringlich an Gott, durch die Doppelverneinung bestärkt, wie wichtig ihm es ist, sein Leben nun glücklich fortzuführen und seine schlimme Vergangenheit zu verarbeiten. Das Gedicht weist die typischen Barockmuster auf. „in memento mori“ spiegelt sich in der Kriegsbeschreibung in der 1. Strophe wieder, in dem das lyrische Ich den dreißigjährigen Krieg beschreibt und an die „Leichen“ (V.3) denkt. Aber auch „vanitas“ ein weiteres Barockstilmittel lässt sich in dem Gedicht wieder finden. Das lyrische Ich hat Angst davor den Tod zu finden, ohne vorher noch einmal glücklich geworden zu sein. Denn es will nicht „untergehn gleich ausgebrannten Kerzen“ (V.8)
Analyse
"Ein netter Kerl"
von
Gabriele Wohmann
Dominik Oyen
In der Kurzprosa „Ein netter Kerl“, geschrieben im Jahr 1978, von Gabriele Wohmann geht es um ein Pärchen welches sich bei der Frau vorstellt und worüber es kontroverse Meinungen gibt.
Zunächst beschreiben alle Familienmitglieder ihr erstes Empfinden gegenüber dem „netten Kerl“. Nanni ist eher forsch und zieht stark über den Kerl her und macht sich lustig über ihn.
Die Mutter ist eher etwas zurückhaltend stellt aber trotzdem klar, dass sie ein Problem mit dem Gewicht des Freundes der Tochter hat. Milene sitzt auch gemeinsam mit den anderen Personen am Tisch und hält sich weitestgehend zurück mit Äußerungen bezüglich des Mannes, der bereits auf dem Weg nach Hause ist und vom Vater begleitet wird.
Direkt zu Anfang werden wir in das Geschen herein „geworfen“ und Nanni fängt „wahnsinnig“ ( Z. 1) an zu lachen. Sie findet ihn „entsetzlich“ (Z.3) und hat auch kein Problem damit dieses laut auszusprechen. Auch die Mutter wirft direkt mit solchen Begriffen um wie: „Furchtbar fett für sein Alter“ ( Z.4)
Das Gespräch fängt immer von einer Person an und wird dann „übergeben“ und die nächste Person fügt noch etwas hinzu. Das diese einstimmige Meinung natürlich von der Liebhaberin des Mannes auf Granit stößt ist klar, dieses macht sie nicht nur mit der Bemerkung deutlich in dem sie sagt: „Ach ich glaube schon das er gesund ist“ (Z. 8 f.), sondern auch mit Gestiken das sie sich „mit den Händen an den Sitz“ krallt. ( Z. 7) .
Dieser Anfang möchte erstmal klarstellen inwieweit die einzelnen Personen den Menschen charakterlich einschätzen, dabei geht Nanni mit dem Schwert voraus. Dieses Thema ist am Esstisch das Einzige und wird bis zum Ende diskutiert außer für einen kurzen Moment wo die Mutter versucht vom Thema abzulenken: „ Wir können ja endlich mal von was anderem reden.“ ( Z. 54 f.)
Doch Nanni sieht das gar nicht ein und spricht munter weiter über den „Kerl“ Danach nimmt das Geschehen der bis dahin recht monoton aufgebaut ist eine abrupte Wende, als die Frau des Mannes um den gesprochen wird, klarstellt das sie mit ihm „verlobt“ (Z. 63 ) sei. Von nun an „bewegte sich keiner“ (Z. 64 ).
Verständlicherweise weil damit feststeht, dass er in naher Zukunft zur Familie gehört. In dem Moment ist zu spüren, wie sich die Äußerungen bei fast allen Mitgliedern der Familie sich fast um 180 Grad gedreht haben. Nur Nanni die vorher so impulsant sich geäußert hat, tut dies nach wie vor weil. Hingegen die Mutter sagt nichts mehr von seinem Gewicht sondern spricht davon das er „menschlich angenehm“ ( Z. 77) sei was im krassen Gegensatz zu den bisherigen Meinungen steht auch der Vater versucht seine vorherigen Eskapaden wieder ins rechte Licht zurücken in dem er sagt : „ Er ist ja ein netter Kerl“ ( Z. 74).
Auch das Gesprächsvolumen wird auf ein Minimales reduziert. Zum Schluss möchte der Sprecher zum Ausdruck bringen wie das innere Empfinden (unwohl sein) auf das Äußere wirkt in dem er sagt : „ Rita sah alle behutsam, dasitzen sie sah gezähmte Lippen. Die roten Flecken in den Gesichtern blieben noch eine Weile.“ ( Z. 82 ff.) Auffällig bleibt bis zum Schluss, dass sich keiner bei Nanni ,der Frau des Mannes, für das Benehmen entschuldigt, sondern nur versucht wird, das Gesicht nicht zu verlieren.
Das alles lässt mich zu dem Entschluss kommen, dass der Autor mit dieser Geschichte aussagen möchte, wie man mit zunächst flachsen Bemerkungen jemanden zutiefst verärgern kann und gleichzeitig zeigen will wie schnell jemand der einem nicht nahe steht in ein Verhältnis kommt womit man nicht so schnell rechnet. Deshalb sollte man sich vorher gut überlegen wie weit man sich mit seinen Äußerungen aus dem Fenster „lehnt“. Deshalb finde ich die Geschichte sehr gut, da dieser Vorfall jedem von uns passieren kann .
„San Salvador“
von
Peter Bichsel
Interpretation
von
Dominik Oyen
In der Kurzgeschichte „San Salvador“, geschrieben 1964, von Peter Bichsel geht es um einen Mann der zu Hause auf seine Lebensgefährtin wartet und auf Grund von Erfahrungen im voraus sagen kann was seine Frau macht, wenn sie wieder kommt.
Die Geschichte fängt an indem Paul, der Mann zu Hause einen Brief an seine Eltern schreibt. Als er diesen zu Ende geschrieben hat fängt er an von seiner Frau zu erzählen und beschreibt wo sie zurzeit ist, wann sie wieder kommt und was sie voraussichtlich tun wird wenn sie wieder zu Hause ist. Zum Schluss kommt sie nach Hause.
Die Kurzgeschichte ist in personaler Erzählform verfasst, was für den im gesamten Text durchhaltenden monotonen Aufbau spricht. Paul und Hildegard sind die beiden einzigen Charaktere die in der Geschichte vorkommen. Sie beide stehen in einem engen Verhältnis, denn „er wartete auf Hildegard“ ( Z. 24.).
Es wird jedoch nicht deutlich gemacht ob sie verheiratet sind , jedoch lässt sich dies vermuten. Nicht zuletzt, weil Paul praktisch genau vorhersagen kann was Hildegard tun wird wenn sie wieder da ist. Er geht sogar noch einen Schritt weiter und beschreibt exakt ihre Handlungsweise in dem er in einem inneren Monolog sagt, sie „läse seine Mitteilung , erschräke dabei, glaubte das mit Südamerika nicht,…“ (Z. 31 ff.)
Durch den gesamten Geschichtsablauf wird eine trockene monotone Atmosphäre geschaffen, welche aber kein mal durch ein typisches Wort aus der Wortgruppe beschrieben wird, viel mehr durch Worte bzw. Formulierungen die einen fürchterlich langweiligen Eindruck auf den Leser hinterlassen .
Der Autor nimmt normale Abläufe eines Briefschreibens und gibt sie so wieder wie es aber keinen interessiert wie z.B. in „ …dann hielt er inne, schraubte die Kappe auf den Feder, betrachtete den Bogen und sah wie die Tinte trocknete…“ (Z. 88ff.)
Damit schafft er diese unwohle Atmosphäre die durch die wörtliche Rede von Paul „Mir ist es hier zu kalt“ und „ich gehe nach Südamerika“ ( Z. 7.f) bekräftigt wird. Der Begriff „kalt“ steht natürlich für unwohl sein und Eintönigkeit ganz im Gegensatz zu Südamerika mit dem man assoziiert Sommer, Sonne und Wärme wonach er sich sehnt.
Diese Atmosphäre mit der Vorrausdeutung lässt nur den Zusammenhang zu, dass Paul vermutlich die Beziehung als sehr „schlecht“ ansieht und sich gerne verändern möchte. Wie wird jedoch offen gelassen.
Der Text lässt sich klar und einfach in 3 Teile gliedern. Der erste Abschnitt beschreibt die Atmosphäre die im Raum herrscht und das Schreiben des Briefes an seine Eltern. Im Gegensatz zum 2. Abschnitt der im Konjunktiv verfasst ist und über die Vorhersage von Paul handelt.
Der 3. Teil ist ganz kurz und beschreibt nur das Eintreffen von Hildegard. Somit ist der letzte Teil nur die kurze „Bestätigung“ von der in Teil 2 getroffenen Vorhersage, was man klar erkennen kann in dem er sagt : „ Sie würde sich mehrmals die Haare streicheln“ und ganz am Ende wird ,als sie nach hause kommt, gesagt : „ Sie strich sich die Haare aus dem Gesicht.“
Der Anfang und das Ende sind unvermittelt, welches ein Indiz dafür ist, dass sich der Leser nur auf das inhaltliche konzentrieren soll und nicht auf den geschichtlichen Ablauf.
Beim ersten Lesen hatte ich zunächst eine wirklich schlechte Meinung von dem Text , mir wurde jedoch recht schnell klar das auch ein so monoton und langweilig aufgebauter Text eine aufregende Bedeutung haben kann.
Ich denke das der Autor mit dem Text aussagen will , dass es wichtig ist immer seine Beziehungen zu pflegen und nicht in einen Alltagstrott zu verfallen sonst kann dies böse Folgen nach sich ziehen.
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