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Research Paper (Pre-University), 2006, 41 Pages
Author: Albrecht Nitsche
Subject: Technology
Details
Tags: Roboter, Mensch
Year: 2006
Pages: 41
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-08379-4
File size: 9855 KB
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Albrecht Nitsche
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Fachoberschule für Gestaltung an der ESB mediencollege gGmbH
Facharbeit
In der Fachrichtung Deutsch, Sozialkunde, Informatik und Geschichte
Roboter Der bessere Mensch?
Von Albrecht Nitsche
Klasse FOS 5.1
Ort, Datum: 27. Februar 2006
Inhalt
Seite
1 Einleitung
2
2
Was sind Roboter und wie sind sie entstanden?
2
2.1
Begriffsklärung
2
2.2
Geschichte
und
Entwicklung humanoider Roboter
3
3
Humanoide Roboter Entwicklungsstand und Zukunft
6
3.1
Lohnt sich der Bau humanoider Roboter?
6
3.2
Beispiel für einen humanoiden Roboter: Asimo
7
3.3
Künftige Einsatzgebiete humanoider Roboter
9
3.4
Technische Herausforderungen zur Vermenschlichung der
10
Roboter
4
Prognosen und Bewertungen Fürsprecher und Kritiker der
14
Robotikentwicklung
5 Fazit
17
6 Literaturverzeichnis
20
7 Anlagen
25
8 Selbstständigkeitserklärung
40
- 2 -
1 Einleitung
Ziel dieser Arbeit ist es, unter der Fragestellung ,,Roboter der bessere Mensch?" einen
realistischen Blick auf die Roboterentwicklung, insbesondere die der humanoiden Robotik zu
werfen und über den aktuellen Stand dieser zu unterrichten. Hierfür werde ich viele
Forschungsbeispiele anbringen und Herausforderungen und Ziele der Entwicklung aufzeigen.
Dabei möchte ich unter Bezug auf Kritiker und Fürsprecher eine eigene Stellung zur oben
genannten Frage gewinnen.
Zuerst soll geklärt werden, was ein Roboter ist und wie seine Entwicklung bis zum humanoiden
Roboter von Heute verlief. Dann sollen Stand der Technik, Motive der Entwicklung, zukünftige
Einsatzgebiete und Problematiken in der Entwicklung der Roboter dargelegt werden. Der
folgende Abschnitt ist den Visionen und Prognosen eingängiger Robotikforscher gewidmet und
abschließend werde ich die Themenfrage erörtern und beantworten.
2
Was sind Roboter und wie sind sie entstanden?
2.1 Begriffsklärung
Der Begriff ,,Roboter" ist vom tschechischen Wort für Zwangsdienst ,,robota" abgeleitet und
wurde in seiner heutigen Bedeutung erstmalig 1921 in der Uraufführung von Karel Capeks
Theaterstück ,,Rossum′s Universal Robots" (Abb. 1) in Prag verwendet, in dem der Erfinder
Rossum maschinelle leibeigene Diener für seine Familie bauen möchte. Letztendlich führt er
jedoch seine Familie selbst in die Sklaverei. Weiterhin hat Isaac Asimov (1920-1992) in seinen
einunddreißig von 1939 bis 1977 geschriebenen Robotergeschichten die Definition von
Robotern weiterentwickelt, indem er für den Roboter von menschenähnlicher Erscheinung
Handlungsregeln ,,Die drei Robotergesetze"1 entwarf: ,,1. Ein Robot darf keinen Menschen
verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen. 2. Ein Robot muß den Befehlen
eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum Ersten
Gesetz. 3. Ein Robot muß seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem
Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht."2.
1 Vgl. Kraiss, Karl-Friedrich: Lehrstuhl für technische Informatik an der Rheinisch Westfälischen Technischen
Hochschule: http://www.techinfo.rwth-aachen.de/Expo/content/robotik_geschichte/kapitel1.htm
2 Asimov, Isaac: Alle Roboter-Geschichten. Übersetzt von Wulf H. Bergner u. a. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe
72004, S. 6
- 3 -
Heutzutage sind Roboter frei programmierbare Maschinen, geschaffen zur Erfüllung von
bestimmten Aufgaben. Sie gelten als menschliches Werkzeug, dessen Leistungsmerkmale durch
Autonomie und Bewegungsfähigkeit und ebenso durch die aus dem biologischen Kontext
stammenden Eigenschaften Verhalten, Intelligenz und abhängig vom Zweck, auch durch
Emotionen gekennzeichnet sind.
Innerhalb interdisziplinärer wissenschaftlicher Arbeitskreise wurde folgende Definition
entwickelt:
Roboter sind sensumotorische Maschinen zur Erweiterung der menschlichen Handlungsfähigkeit. Sie bestehen aus
mechatronischen Komponenten, Sensoren und rechnerbasierten Kontroll- und Steuerfunktionen. Die Komplexität
eines Roboters unterscheidet sich deutlich von anderen Maschinen durch die größere Anzahl von Freiheitsgraden
und die Vielfalt und den Umfang seiner Verhaltensformen.1
Roboter mit menschenähnlicher Erscheinung werden als humanoide Roboter (auch Androiden)
bezeichnet.
2.2
Geschichte der Roboter bis zur Entwicklung humanoider Roboter
Die Wurzeln moderner Roboter reichen weit zurück in die Antike bis um 800 v. Chr., bereits im
alten Ägypten gab es bewegliche Statuen und Masken mit versteckten Bewegungsmechanismen,
diese verwendeten z.B. Priester um ihre Macht gegenüber den Herrschern und dem Volk mit
Hilfe von beeindruckenden Täuschungen, als ,,Wunder" deklariert, zu stützen. Beispiele hierfür
sind sich selbstständig öffnende Tempeltore, sich selbst bewegende Statuenarme oder auch
Statuen der Göttin Artemis, aus deren Brüsten Milch lief.2
Etwa um 270 v. Chr. entwickelte der griechische Erfinder Ktesibios aus Alexandria, dessen
Arbeiten auf die mechanische Lehren Alexander des Großen (356-323 v.Chr.) und ganz
ursprünglich auf Archimedes zurückzuführen sind, die erste Uhr, deren Zeitscheibe für eine
360°-Umdrehung genau ein Jahr benötigte. Diese Uhr gilt als das erste Messinstrument, welches
präzise mit einem natürlichen Vorgang übereinstimmt. Wie weit die griechische Technologie
damals schon entwickelt war, zeigt sich auch am etwa 87 v.Chr. von der Schule des Posidonius
1 Christaller, Thomas u. a.: Robotik. Perspektiven für menschliches Handeln in der zukünftigen Gesellschaft. In:
Carl Friedrich Gethmann (Hrsg.): Wissenschaftsethik und Technikfolgenbeurteilung, Bd. 14. Berlin Heidelberg:
Springer-Verlag 2001, S. 19
2 Vgl. Ichbiah, Daniel: Roboter. Geschichte _ Technik _ Entwicklung. Übersetzt von Monika Cyrol u. a. München:
Knesebek 2005, S.12
- 4 -
entwickelten Mechanismus von Antikythera (Abb. 2). Dieser konnte nach Eingabe von
spezifischen Daten, den Stand der Sonne, den des Mondes und die Positionen von Planeten,
mechanisch berechnen und war somit das früheste Exemplar einer Maschine, die Informationen
verarbeiten und daraus ein Ergebnis berechnen kann. Aufbauend auf dem Schaffen von Ktesibios
schrieb Heron von Alexandria, welcher als größter griechischer Ingenieur seiner Zeit galt, um 85
n. Chr. ein Buch über Automaten, Pneumatik und Mechanik, in denen er die antiken ,,Wunder"
(s.o.) aufdeckte. Er baute den ersten Dampfmotor und weitere Automaten.
Die über die Jahrhunderte gesammelten Erkenntnisse und Entwicklungen der Griechen wurden
von den Schreibern des Kalifen Abdullah al-Manun von Bagdad im frühen neunten Jahrhundert
zusammengetragen und im Buch der raffinierten Geräte, dem ,,Kitab a-Hiyal" gesammelt.
Aufgrund der so überlieferten Informationen bauten die Araber viele weitere Automaten, die z.B.
der Hygiene dienten, große Uhren und Glockenspiele mit beweglichen Figuren1, welche
wiederum von den Europäern während der Kreuzzüge zwischen 1096 und 1291 entdeckt wurden
und durch die neues Wissen nach Europa gelangte.2
In der Zeit der Renaissance wurden viele auf Hydraulik basierende Automaten geschaffen, selbst
von Leonardo Da Vinci (1452-1519) glaubt man heute, er habe neben seinen vielen genialen
Erfindungen Konstruktionspläne für einen künstlichen Menschen angefertigt, die er jedoch aus
Angst der Blasphemie bezichtigt zu werden oder dass Konkurrenten seine Pläne kopieren
könnten, vernichtet haben soll.3 Einen ersten Versuch einen künstlichen Menschen nachzubauen
erstrebte der begnadete Automatenkonstrukteur Jacques de Vaucanson (1709-1782), Idol König
Ludwigs XV, dies gelang ihm jedoch nicht.4
Dennoch sollte die Nachbildung des Menschen maßgeblich für die weitere Maschinen- und
Automatenentwicklung und insbesondere die Robotertechnik sein.
Im 18. Jh. konstruierten der schweizer Uhrmacher Pierre Jaquet-Droz und sein Sohn Henri Louis
drei Automaten in menschlicher Gestalt: einen Zeichner, ein Cembalo spielendes Mädchen und
einen Schreiber (Abb. 3). Diese Figuren waren perfekt konstruiert und wirkten so realistisch,
dass man die beiden Konstrukteure in Spanien wegen Hexerei anklagen wollte.
1 Vgl. Kraiss, Karl-Friedrich: Lehrstuhl für technische Informatik an der Rheinisch Westfälischen Technischen
Hochchschule: http://www.techinfo.rwth-aachen.de/Expo/content/robotik_geschichte/kapitel1.htm
2 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 14
3 Vgl. Kraiss, Karl-Friedrich: Lehrstuhl für technische Informatik an der Rheinisch Westfälischen Technischen
Hochchschule: http://www.techinfo.rwth-aachen.de/Expo/content/robotik_geschichte/kapitel1.htm
4 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 16
- 5 -
Die Epoche des 18. Jahrhunderts war stark durch die Wissenschaft geprägt, das Interesse für die
Natur des Menschen, seine Ersetzbarkeit durch künstliche Wesen und die Herstellung
künstlicher Gliedmaßen waren kennzeichnend für diese Zeit.1
Ein erster Grundstein für die späteren Computer und Roboter wurde 1801 von Joseph-Marie
Jacquard gesetzt. Er entwickelte den ersten Webstuhl, welcher Informationen automatisch
gesteuert umsetzte (Abb. 4). Dieser Automat war ein Wendepunkt in der Herstellungstechnik,
welche noch bis heute die Entwicklungsprozesse der industriellen Produktion prägen sollte und
vor allem den Einsatz menschlicher Arbeiter ablöste. Bis ins 20 Jh. entstanden somit viele
weitere Maschinen zur Optimierung der Produktion im Zuge einer Welle der Umstrukturierung. 2
1936 verfasste der Mathematiker Alan M. Turing (dechiffrierte 1943 den Verschlüsselungscode
der Deutschen Wehrmacht) einen Artikel namens ,,On Computable Numbers, with an
Application to the Entscheidungsproblem" in dem er propagierte, dass sich riesige Mengen an
Informationen mit einer Maschine verarbeiten lassen würden, die in ihrer Funktionsweise dem
Boole′schen Zahlensystem (Rechenprinzip: 0 und 1) unterläge. Mit der Überzeugung, solch eine
Maschine könnte dem Menschen in seiner Leistungsfähigkeit ebenbürtig sein, gab Turing somit
Anstoß einen Computer zu bauen.
Dieser wurde dann 1946 an der Universität Pennsylvania fertig gestellt, er hieß ENIAC (Abb. 5),
nahm 140 m² Platz ein, wog 30 Tonnen und bestand aus 18000 Röhren.
Den ersten Roboterarm entwickelte der Wissenschaftler Raymond Goertz in Argonne, verbunden
durch Elektromotoren fungierte er zum Schutz des Menschen. Mit seiner Hilfe war man in der
Lage, mit gefährlichen Stoffen aus sicherer Entfernung zu agieren.3
1956 entwickelte der Informatikprofessor Herbert Simon von der Carnegie Mellon University in
Philadelphia gemeinsam mit dem Informatiker Alan Newell das Programm ,,Logic Theorist".
Dieses war in der Lage selbstständig Beweise für einfache mathematische Theoreme zu
erbringen und belegte erstmalig, dass Computer in der Lage sind, eigenständig logische
Denkoperationen auszuführen. Somit wurde das Prinzip der künstlichen Intelligenz erschaffen.4
Wabot-1 (Abb. 6) ist das Ergebnis einer langen Reihe von Prototypen und der erste lebensgroße
humanoide Roboter der Welt. Der 1973 von Ichiro Kato & Team an der Waseda Universität in
1 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 16
2 Vgl. Kraiss, a. a. O. 18-23
3 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 26
4 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 26
- 6 -
Tokyo hergestellte Roboter bestand aus verschiedenen Teilsystemen, einem zur Kontrolle der
Gliedmaßen, einem Stereo-Kamerasystem und einem zur Konversation mit dem er, dank Augen,
Ohren und Mund, auf japanisch kommunizieren konnte. Er konnte mit Hilfe des als Laufroboter
konstruierten integrierten Modul WL-5 gehen und mit dem Modul WAM-4 mittels taktiler
Sensoren greifen und Gegenstände transportieren. Seine mentalen Fähigkeiten für die
Bewegungskoordination wurden auf die eines 18 Monate alten Kindes geschätzt.
Als weiterer Meilenstein eines ,,Personal Robot" gilt Wabot-2 (Abb. 7), orgelspielender
Laufroboter, 1985 entwickelt, welcher Noten vom Blatt lesen und mit bis zu 15 Anschlägen pro
Sekunde spielen konnte, Er passte sich dem Tempo eines Begleitspielers an.
In der Zeit von 1986-1989 entwickelten David Bennett und sein Team am Pacific Northwest
Laboratory des U.S. Departement of Energy in Richland, Washington, für die U. S. Army in
Dugway, Utah, einen Roboter zum Testen von Schutzkleidung (gegen chem. Kampfmittel,
extreme Temperaturen und andere feindliche Umgebungen) namens Manny (Abb. 8).
Dieser simulierte menschliche Bewegungen, Atmung, Körper- und Hauttemperatur und sogar
Schwitzen, er hatte 15 Gelenke und 42 Freiheitsgrade1 (Umfang von körperlicher
Handlungsfreiheit).
3
Humanoide Roboter Entwicklungsstand und Zukunft
,,Jede große Elektronikfirma und jeder Automobilkonzern dürfte derzeit ein Roboterprojekt am
Laufen haben"2 vermutet Dan Kara, Präsident von der Firma Robotics Trends. Dabei lässt sich
feststellen, dass diese Firmen, neben Universitäten und Hochschulen vor allem eines anstreben:
Den Bau eines humanoiden Roboters.
Ich möchte in den folgenden Kapiteln anhand von Beispielen darlegen, weshalb und wofür diese
humanoiden Roboter entwickelt werden, wie weit die Forschung vorangeschritten ist und was es
für Entwicklungsziele gibt.
3.1
Lohnt sich der Bau humanoider Roboter?
Der Meinung vieler Robotikexperten zufolge könnte sich der Markt humanoider Roboter zum
wichtigsten dieses Jahrhunderts entwickeln. Im 20. Jahrhundert waren die Maschinen das
Zugpferd der Wirtschaft, jedoch sind alle bis dato entwickelten Systeme in ihrem
1 Vgl. Kraiss, a. a. O. /kapitel4.htm
2 Dana Kara in: Ichbiah, a. a. O. S. 495
- 7 -
Einsatzmöglichkeiten beschränkt, insbesondere Robotersysteme wie Industrieroboter, denen die
Arbeitsumgebung angepasst werden muss. ,,Muss [ein Roboter] Aufgaben mit Interaktionen am
Menschen erfüllen, eignen sich humanoide Roboter besser. Ein Roboter, der ähnlich wie ein
Mensch konstruiert ist, kann in einer für den Menschen gedachten Umgebung operieren, die
gleichen Werkzeuge verwenden, ohne dass diese verändert werden müssten, und mit Menschen
zusammenarbeiten"1 meint Fumio Kanehiro, Forscher vom AIST (Advanced Information
System Technology), Softwarezweig des 1998 begonnenen Human Robotics Project (HRP),
wobei die Roboter für unangenehme und undankbare Aufgaben zuständig wären.2
Vor allem in Japan glaubt man an einen zukünftigen Personal-Roboter-Boom, so hat die
japanische Regierung in den ersten 5 Jahren bereits 32,5 Mio. Euro in das HRP investiert. Das
wäre in anderen Länder kaum denkbar, da hier ein Nachweis für die praktische Anwendung
erbracht werden müsste, bevor Gelder fließen.
Japan ist führend in der Entwicklung von Androiden, in keinem anderen Land der Welt wird so
viel an Universitäten und in der Industrie an der Entwicklung von humanoiden Robotern
gearbeitet. 3
3.2
Beispiel für einen humanoiden Roboter: Asimo
Asimo - Advanced Step in Innovative Mobility (Abb. 9) , der wohl repräsentativste humanoide
Roboter heutzutage, ist das aktuelle Ergebnis der Hochtechnologiestudie Hondas, des 1986
begonnenen Humanoid Robot Research and Development Program[s].4
Ziel war es, einen Roboter innerhalb von 20 bis 30 Jahren zu schaffen, der mit dem Menschen
koexistieren kann, wobei die Autonomie in der Fortbewegung innerhalb menschlicher
Lebensräume als wichtigste Qualität galt. Honda prognostizierte 1986 für sein Unternehmen,
dass der Automarkt nicht weiter wachsen wird und sich die Zukunft des Automobils verstärkt
auf elektronische Bauteile stützen würde, somit wäre die Forschung auf diesem Gebiet sinnvoll,
da sie der Kernkompetenz Hondas diene.
1 zit. n. Fumio Kanehiro in: Ichbiah, a. a. O. S. 116
2 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 116
3 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S.129-132
4 Vgl. Kraiss, a. a. O. /kapitel4.htm
- 8 -
Ein Androider war also als Zugpferd der neuen Strategie ideal geeignet. Honda investierte bis
1997 ca. 100 Mio. Dollar in die Forschung und Entwicklung des humanoiden Roboters. Nach 10
Vorläufermodellen (Abb. 10), präsentierte Honda 2001 die erste Version von Asimo.1
Der am 13.12.2005 von Honda präsentierte Roboter ist das momentan modernste Modell von
Asimo (technische Spezifikationen, siehe Abb. 11).2
Asimo kann laufen und rennen, Treppen steigen, Menschen optisch und akustisch erkennen und
differenzieren. Er kann mit Menschen sprechen und auf Kommandos reagieren, weiterhin
erkennt Asimo Körperhaltung und Gesten und ist sowohl in der Lage diese nachzuahmen als
auch fähig Begrüßungsgesten wie Händeschütteln, Verbeugung oder Winken zu simulieren
(Abb. 12 und Videoclip3).
Der Roboter ist in der Lage Gleichgewichtsverschiebungen auszugleichen, er kann sich flüssig
bewegen, Gegenstände tragen oder schieben und tanzen, diese bewegliche Flexibilität verdankt
er 26 Freiheitsgraden. Asimo kann sich auch mit dem Internet verbinden und Informationen wie
z. B. den Wetterbericht abrufen. Aus dem Spektrum seiner Fähigkeiten lässt sich eindeutig
ableiten, dass Asimo als Dienstleister fungieren soll, so wird sein Potenzial besonders im
Servicerobotikbereich gesehen. Derzeit sind seine Nutzungsmöglichkeiten auf die geringfügigen
Tätigkeiten eines ,,Hi-Tech-Image vermittelnden Empfangsmaskottchen" in Konzernen wie IBM
oder als kleine Showeinlage für Disneyland beschränkt, sie werden jedoch zukünftig aufgrund
der enormen Alterung in Japan (vgl. Kapitel 3.3) und dem sich so eröffnenden Markt potenziell
steigen.3
Mittelfristig soll Asimo der Grundlagenforschung der künstlichen Intelligenz unter dem noch
jungen Forschungsansatz ,,Embodiment" (Intelligenz braucht einen Körper vgl. Kapitel 3.5)
dienen.4
In Europa bewirkt der Auftritt Asimos eher gemischte Gefühle, ist das Bild vom Roboter doch
durch zahlreiche Literatur negativ geprägt. Seinen Erfolg und den enormen Zuspruch hat er nicht
1 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 121-126
2 Vgl. ASIMO Humanoid Robot - Honda Robotic Technology Tours N America. http://asimo.honda.com
3 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 129-132
Vgl. Hertlein, Pressestelle der TU Darmstadt: Aktuell Asimo an der TU Darmstadt.
http://www.tudarmstadt.de/aktuell/asimo.tud
Vgl. ASIMO Humanoid Robot - Honda Robotic Technology Tours N America. http://asimo.honda.com
Vgl. Kraiss, a. a. O. /kapitel4.htm
4 Vgl. Hertlein, a. a. O. http://www.tu-darmstadt.de/aktuell/asimo.tud
- 9 -
zuletzt seinem Herkunftsland Japan zu verdanken, in dem ,,Roboter zur Popkultur [...] gehören"
1zu scheinen.2
3.3
Künftige Einsatzgebiete humanoider Roboter
Was den zukünftigen Einsatz humanoider Roboter für bestimmte Zwecke betrifft, sehen
Forscher und Hersteller verschiedene Möglichkeiten der Nutzung. Es gibt Unterhaltungsroboter,
wie Sonys Qrio (Abb. 13 und Videoclip2)
,
Morph 3 von Kitano Symbiotic Systems (Abb. 14)
oder HOAP-1 von Fujitsu (Abb. 15).3
Auch im Militär spielen humanoide Roboter eine große Rolle, so arbeitet die NASA in
Kooperation mit der Forschungsorganisation des amerikanischen Verteidigungsministeriums
DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) an einem Roboterastronauten namens
Robonaut B (Abb. 16 und 17), welcher sich über einen menschlichen Operateur, dessen
Bewegungen sich auf den Roboter übertragen, steuern lässt.4 Der Vorteil liegt klar auf der Hand,
ein humanoider Roboter eignet sich sehr gut im Bereich der Teleoperation in gefährlichen
Gebieten, da er sich bewegen kann wie ein Mensch, und handelt wie der Operateur ihn steuert,
ohne das ein Mensch direkt im Kontakt mit der Gefahr steht.5
Die starke Alterung der Bevölkerung wird zukünftig ein ernsthaftes Problem sein, derzeit gibt es
in Japan über 20000 Hundertjährige und in Deutschland wird jeder Dritte in neun Jahren über 60
Jahre alt sein (vgl. Abb. 18). Es wird mehr alleinstehende alte Menschen geben, gehandicapt
durch den Ausfall sensorischer, mentaler und motorischer Funktionen. Der Bedarf an
Dienstleistung im Pflegebereich wird demzufolge stark steigen, dieser würde sich jedoch zu
personal- und kostenintensiv gestalten.6
,,Roboter, die Menschen helfen [...], sind Zukunft"7 äußert Takanea, Chefingenieur von Hondas
Asimo. Eine intelligente Robotik könnte viele Aufgaben im sozialen Kontakt mit dem Menschen
1 König, Peter: Aufrecht in die Zukunft. Stand und Trends der Robotik in Wissenschaft und Anwendung. In: C′t
Magazin für Computertechnik, Ausgabe2, 2006, S. 128
2 Vgl. ebd. S. 128
3 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 131-139
4 Vgl. CNN.com. http://www.cnn.com/2004/TECH/space/08/23/robot.nasa/index.html
5 Vgl. Kraiss, a. a. O. /kapitel5.htm
6 Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 131-139
Vgl. Kraiss, a. a. O. /kapitel5.htm
7 zit. n. Takanea, in: Séché, A.: Roboter. Bald sind sie fit für ein Leben mit uns. In: P.M. Ausgabe 11, 2003, S. 50
- 10 -
bewältigen und somit ist der Einsatz als Serviceroboter das stärkste Argument für die
Entwicklung menschenähnlicher Roboter.
Er soll ein Freund und Pfleger für kranke, behinderte und alte Menschen in der Heimumgebung
sein. Hier ist es notwendig, dass sich ein Roboter dem Umfeld anpasst und nicht das Umfeld
dem Roboter, da ja der menschliche Lebensbereich wiederum dem Menschen angepasst ist. Im
Gegensatz zu einem einseitig spezialisierten Roboter ist ein Android fähig sich überall hin zu
bewegen, wo auch ein Mensch sich hinbewegen kann, er kann die gleichen Gegenstände
benutzen und soll ihn unterhalten, mit ihm kommunizieren und zusammenarbeiten können.
Ein Roboter könnte lange Zeit mit dem Menschen verbringen ohne müde zu werden, ihn im
Haushalt und anderen täglichen Verrichtungen unterstützen und seine sensorischen, mentalen
und motorischen Handicaps ausgleichen.1
Der Pflegeroboter Care-O-bot (Abb. 19) zum Beispiel., der vom Fraunhofer-Institut für
Produktionstechnik und Automatisierung entwickelt wird, holt und bringt Gegenstände
(Videoclip 3 und Videoclip 4), überwacht die Körperfunktionen eines Menschen, kümmert sich
um Licht und Heizung etc., übernimmt das Terminmanagement, versteht derzeit einfache
Befehle wie ,,Geh in die Küche", dient als Gehhilfe und kann den Arzt per Bildtelefon ans
Krankenbett holen. Er orientiert sich mittels Kamera und bewegt sich auf Rollen.
Doch derzeit ist Care-O-bot einfach noch zu teuer (ca. 10000 Euro) und schlichtweg zu
unausgereift um eingesetzt werden zu können (Wie Care-O-bot eingesetzt werden könnte, kann
man in Videoclip 5 an einem Beispiel sehen).2
Auch Asimo und andere Roboter humanoider Gestalt sind noch längst nicht reif für den
Durchbruch in der Praxis, so resultiert als weiteres Einsatzgebiet die Forschung und Entwicklung
an den Robotern und ihren Teildisziplinen selbst. Im nächsten Kapitel werden Probleme bei der
Entwicklung humanoider Roboter verdeutlicht und aufgezeigt, welchen Herausforderungen sich
die Forscher noch stellen müssen um ihre Vorstellungen umsetzen zu können.
3.4 Technische
Herausforderungen
zur Vermenschlichung der Roboter
In einer offiziellen Erklärung im Rahmen der Robotermesse Robot Fair,
1 Vgl. Kraiss, a. a. O. /kapitel5.htm
2 Vgl. Care-O-bot: Fraunhofer Institut für Produktions- und Automatisierungstechnik. http://www.care-o-bot.de
Vgl. Serviceroboter "Care-O-bot" liebt Hausarbeit, br-online
http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/roboter/careobot.xml
- 11 -
die im Februar 2004 in Japan stattfand, hieß es zur Zukunft der Roboter:
1- Die Roboter der nächsten Generation werden partnerschaftlich mit dem Menschen zusammenleben.
2- Sie werden Menschen auf physischer und psychischer Ebene unterstützen.
3-Sie werden zum Aufbau einer sicheren und friedlichen Gesellschaft beitragen.1
Diese visionären Zielstellungen spiegeln die Vorstellungen der meisten japanischen Forscher
wider, die in den Robotern ein großes Potenzial für die Gesellschaft sehen.
Doch ,,Robotik ist noch Grundlagenforschung"2.
Betrachtet man den aktuellen Entwicklungsstand, ist ein Roboter nicht sozialtauglich, denn er ist
dem Menschen noch in vielerlei Aspekten unterlegen.
So benötigen die Roboter derzeit allein für das aufrechte Gehen, Gleichgewichtskontrolle und
räumliche Navigation die meisten Rechnerkapazitäten, was gerade für die technische Autonomie
des mobilen Roboters ein nachhaltiges Problem darstellt. Denn dem Roboter bleibt aufgrund
seiner mobilen Architektur zu wenig Rechenkraft um komplizierte Algorithmen oder Verfahren
zu verarbeiten, für die er ungeheure Rechenleistung aufbringen und auf große Datenbestände
zurückgreifen muss.3 Dieses Problem gilt es zu lösen, da neben der Fortbewegung und
Orientierung den Forschern noch viele weitere Probleme entgegenstehen. Dazu gehören ein
intelligenter Sehapparat mit geschickter Objekterkennung (z.B. Differenzierung zwischen
belebten und unbelebten Objekten oder verschiedenen Personen), ein dreidimensionales
Hörvermögen, ein geschickter Handeinsatz, die Modellierung menschlicher
Handhabungsfähigkeiten und Reflexe als auch künstliche Haut und Muskeln, um die taktilen
Sinne zu verbessern bzw. die Bewegungen energieeffizienter und die motorischen Fertigkeiten
ausgeklügelter zu gestalten.4
Ebenso bedeutend wie die Intelligenz zur Steuerung des Roboters sind die Werkzeuge geistiger
Intelligenz. Gekennzeichnet wird diese durch Kommunikation und Sprache, Lernen, Wissen und
logisches Denken.
Ist der Roboter bei ausgetüftelter Programmierung doch dem Menschen im logischen Denken
potenziell weit voraus - ein aktueller Desktop-PC benötigt zum fehlerfreien Ausführen von
hunderten Millionen von Rechenoperationen nur wenige Sekunden, wofür ein Mensch mit
Vgl.
Séché, Andreas: Roboter. Bald sind sie fit für ein Leben mit uns. In: P.M. Ausgabe 11, 2003, S. 50
1 Ichbiah, a. a. O. S. 495
2 Séché, a. a. O. S. 52
3 Vgl. König, a. a. O. S. 128
4 Vgl. ebd. S. 128 und 131-139
- 12 -
Rechenfehlern sein ganzes Leben bräuchte so steht er dem Menschen trotzdem in
elementarsten Eigenschaften nach. Er hat weder Bewusstsein, Denken, Kultur, Emotionen oder
Kreativität.1
Diese Eigenschaften sollen neben Kommunikation, Sprache, Lernen, Wissen und logischem
Denken im Forschungsbereich der künstlichen Intelligenz, den Kognitionswissenschaften und
dem noch jungen Feld Mensch-Roboter-Interaktion geschaffen werden.
Es gibt zwei Forschungsansätze, welche die Vermenschlichung von Robotern verfolgen, meint
Rolf Pfeifer, Direktor des Labors für künstliche Intelligenz in Zürich. Der erste lautet
,,Embodiment". Seit geraumer Zeit versuchen Psychologen, Informatiker und Neurophysiologen
zu verstehen, wie Wahrnehmung und Erkennen funktionieren. Der Gedanke dahinter ist, dass
Intelligenz einen Körper braucht: ,,Kognition ist mit Entwicklung verbunden, Entwicklung
erfordert Erfahrung, Erfahrung kann selbstständig nur über Handeln gewonnen werden. Daher
muss ein kognitives System über einen Körper verfügen"2, erklären die Wissenschaftler des
RobotCub (Cub = Cognitive Universal Robot). Rodney Brooks (Abb. 27, Vgl. Kapitel 4.1),
Leiter der Artificial Intelligence Group am Massachusetts Institut of Technology ist ein
bekannter Vertreter dieses Forschungsansatzes. Er arbeitet mit seiner Forschungsgruppe an Cog
(Abb. 20), einem Roboter der menschliche Form besitzt und durch Beobachtung und
Nachahmung lernt. Cog ist nicht gewöhnlich programmiert, er entwickelt sich eigenständig unter
festgelegten Verarbeitungsregeln weiter (Videoclip 6).3
Dem zweiten Forschungsansatz ,,Cheap Design" liegt eine einfache Ausstattung des Roboters
zugrunde. Mit dem Argument, die Rechenkapazität solle effektiver für die Intelligenz verwendet
werden, indem der Roboter beispielsweise einfache Bewegungssensoren anstatt aufwendiger
Kameras verwendet und sich dynamische Bewegungsprozesse (z. B. den Schwung des Beines
beim Laufen) zunutze macht, anstelle den Großteil der Rechenressourcen in Beschlag zu
nehmen, wird dieser begründet.4
Der Mensch neigt dazu eine intelligente Maschine zu personifizieren. Dr. Olaf Kaltenborn,
Leiter der Abteilung Kommunikation an der Privaten Universität in Witten/Herdecke schreibt
1 Vgl. Brooks, Rodney u. a.: Computer. Gehirn: Was kann der Mensch? Was können die Computer?
In: Begleitpublikation zur Sonderausstellung im Heinz Nixdorf MuseumsForum. Paderborn:
Verlag Ferdinand Schöningh 2001, S. 39 und 205-233
Vgl. Séché, a. a. O. S. 52
2 König, a. a. O. S. 129
3 Vgl. Kraiss, a .a. O. /kapitel4.htm
4 König, a. a. O. S. 129
- 13 -
zur Mensch-Computer-Beziehung: ,,Fest steht jedenfalls, dass Zuschreibungen [...] Ausdruck
eines Normalisierungsprozesses sind, aus dem heraus der Nutzer bereit sind, in Computern reale
Sozialpartner zu sehen"1. Wenn sich also ein Roboter wie ein soziales Wesen verhält und mit
ihm auf sprachlicher Ebene und erst recht auf emotionaler Ebene kommuniziert, projiziert der
Mensch Charaktereigenschaften, ja sogar eine eigene Persönlichkeit in diesen.
Um Gefühlsausdrücke in humanoiden Robotern modellieren zu können greifen die Forscher oft
auf Gefühlsschemata aus der Psychologie zurück (Gesichtsrobotik und Emotional Computing).
Dabei beruft man sich auf sechs Basisemotionen Freude, Wut, Überraschung, Ärger, Angst
und Ekel um eine Schnittstelle für die Kommunikation zwischen Mensch und Roboter zu
schaffen.2
Beispiele für ,,emotionale" Gesichtsroboterstudien sind Kismet3 (Abb. 21 und Videoclip 7),
oder
Mark II (Abb. 22). Beide Roboter können selbstständig lernen und reagieren auf bestimmte
kommunikative Reize mit dem entsprechenden Gesichtsausdruck.4
Der Meinung Hiroaki Kitanos (Spezialist für künstliche Intelligenz und Leiter der Sony
Computer Science Laboratories,) zufolge, wird die Produktion von zu menschähnlichen
Robotern wenig wirtschaftlichen Sinn haben.5 Damit widerspricht er den Personal-Robot-Boom-
Gläubigen (vgl. Kapitel 3.1), doch seine These wird durch die Theorie von Mashiro Mori
gestützt. Ihm zufolge tritt häufig der Effekt der Verstörung bis hin zu Abwehr von Maschinen
ein, wenn die Maschine zu menschenähnlich designt ist. Bei zu starker Ähnlichkeit verschwindet
das Gefühl der Vertrautheit und stattdessen treten Fremdheitsgefühle auf (Abb. 23).6.
Kitano untermauert seine These mit folgendem Argument:
Langfristig in 30 bis 50 Jahren könnten Roboter eingesetzt werden, wobei sie sich jedoch vom Menschen
unterscheiden und spezielle Funktionen haben werden. [...] sozial gesehen hat die Entwicklung von Robotern mit
menschlichem Aussehen wenig Sinn. Roboter müssen Spezialisten bleiben. Sie sollten gewisse Aufgaben tausendmal
besser bewältigen als wir, damit wir daraus Nutzen ziehen können.7
1 Kaltenborn, Olaf in: Bolz, Norbert u. a./ Münkel, Andreas (Hrsg.): Was ist der Mensch? München: Wilhelm Fink
Verlag 2003, S. 188
2 Vgl. Christaller, a. a. O. S. 88
3 befindet sich ebenfalls in der Entwicklung von Rodney Brooks und seinem Team
4 Vgl. Weber, Jutta: Der Roboter als Menschenfreund. Wie das neue Forschungsfeld Mensch-Roboter-Interaktion
den Dienstleistungsbereich erobern will. In: C′t Magazin für Computertechnik, Ausgabe2, 2006, S. 144-149
Vgl. Ichbiah, a. a. O. S. 140-155
Vgl. Website der Humanoid Robotics Group am Massachusetts Institute of Technology.
http://groups.csail.mit.edu/lbr/humanoid-robotics-group/cog
5 Hiroaki Kitano in: Ichbiah, a. a. O, S. 155
6 Vgl. Weber a. a. O. S. 148
7 Hiroaki Kitano in: Ichbiah, a. a. O, S. 155
- 14 -
4
Prognosen und Bewertungen Fürsprecher und Kritiker der Robotikentwicklung
Mit der Entwicklung der Robotertechnologie gehen viele Ängste und Verunsicherungen in der
Gesellschaft einher. Wissenschaftler, Autoren, Dichter, Filmemacher und Künstler verbreiten
ihre Visionen, Theorien und Fantasien in ihren Werken Sie befassen sich mit der aufkeimenden
Fragestellung der Rolle des Menschen und der Stellung der modernen Technologien in der
Zukunft. Praktisch alle technologischen, kulturellen, ethischen und sozialen Aspekte sind
bearbeitet worden und werden verarbeitet werden. Schließlich werden jegliche Facetten der
menschlichen Existenz durch die Robotik, als eine der Schlüsseltechnologien des 21.
Jahrhunderts neben Gen- und Nanotechnologie, berührt.
Spätestens bei der Vorstellung von Asimos direktem Vorgänger P3 im September 1997 wurde
eines klar: Der Mensch bekommt womöglich Konkurrenz von einem neuen Wesen, einem
Wesen, in dem der Mensch sich selber zu begegnen scheint.
Doch nur weil der humanoide Roboter dem Menschen scheinbar so ähnlich kommt, eignet sich
sein momentaner Entwicklungsstand nicht besonders gut für den Mensch-Roboter-Vergleich.
Bisher sieht er dem Menschen zwar ähnlich und ist dem Menschen in Bewegung und Verhalten
nachgeahmt, trotzdem ist er nicht mehr als eine teure Hi-Tech-Spielerei, die der
Grundlagenforschung dient und dem Menschen weit in körperlichen und ,,geistigen" Fähigkeiten
unterlegen ist. Der wirklich menschenähnliche Roboter ist noch theoretische Zukunftsmusik. So
erscheint es mir wichtig, Stellungen etablierter Wissenschaftler, welche in ihren Betrachtungen
über die reine Thematik der humanoiden Robotik hinausgehen und die zukünftige
Robotikentwicklung weiterführender abschätzen als Beurteilungskriterien heranzuziehen. Sie
sollen mir als Grundlage einer eher philosophisch theoretischen Auseinandersetzung mit der
Kernfrage dieser Arbeit dienen.
Hans Moravecs1 (Abb. 24) Theorie, die sich auf das Moor′sche Gesetz2 beruft, besagt, dass in
der Zukunft die Menschen durch ihre eigene künstliche Nachkommenschaft verdrängt werden3.
Dabei geht er von folgender ,,postbiologischer" Zukunftsprognose aus:
Schon heute übertreffen Programme in manchen Bereichen die Menschen. Die in 40 Jahren existierenden
Programme, die auf Computern Millionen Mal schneller als auf den heutigen laufen, sollten ziemlich
1 amerikanischer Robotertechniker und Autor, Direktor des Mobile Laboratory der Carnegie Mellon University
2 Laut dem Moor′schen Gesetz verdoppelt sich alle 18 Monate die Geschwindigkeit von Computern
(Vgl. Christaller, a. a. O. S. 8)
3 Moravec, Hans: Mind Children. Der Wettlauf zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz. Übersetzt von
Hainer Kober. Hamburg: Hoffmann und Campe Verlag 1990, S. 9
- 15 -
übermenschlich sein. Die heutigen Denkprogramme arbeiten mit kleinen Mengen nicht mehrdeutiger Information,
die von Menschen zubereitet wurden. [...] Universelle Roboter der dritten Generation werden Computer enthalten,
die leistungsstark genug sind, um die Welt zu simulieren, über die Simulation nachzudenken und die Ergebnisse des
Denkens zu simulieren. [...] Ein Roboter der vierten Generation wird dazu imstande sein, Äußerungen über Ziele
von einem Menschen aufzunehmen und sie in detaillierte Programme zu kompilieren, die die Aufgabe erfüllen. [...]
Die vierte Generation der Roboter wird über die allgemeine Kompetenz von Menschen verfügen und uns in einigen
Hinsichten ähneln, in anderen aber ganz anders sein als alles, was es bislang auf der Erde gegeben hat. Da sie ihre
eigenen Nachkommen entwerfen, wird die Welt immer fremdartiger werden.1
Bill Joy2 (Abb. 25), der Moravecs Theorie im Wesentlichen folgt, bestätigt in seinem Artikel
,,Why the future don′t need us"3, dass der Mensch auf dem besten Wege sei, sich selbst zu
ersetzen. Er schlussfolgert, wenn man neuste Erkenntnisse der Robotik, Gen- und
Nanotechnologie kombiniere, ergäben sich völlig neue Modifikationsmöglichkeiten, deren
mögliche Folgen kaum aufzuhalten seien. Er zieht die Möglichkeit der Auslöschung der
Menschheit durch die modernen Technologien in Betracht und ermahnt zu
verantwortungsvollem Umgang mit diesen.4
Ray Kurzweil5, Experte für künstliche Intelligenz (Abb. 26), warnt ebenfalls vor den Gefahren
selbstreproduktiver Technologien, jedoch hält er einen Komplettausstieg für undenkbar, da den
Gefahren ein ebenso großer Nutzen gegenüberstünde. Und so prophezeit er, voller Optimismus,
nur zeitlich nicht so knapp bemessen wie in Moravecs Theorie, dass mithilfe des wesentlichen
Faktors, dem exponentiellen Wachstum der Rechnerleistung, Roboter 2099 nicht mehr vom
Menschen zu unterscheiden seien.6
Von ähnlichem Optimismus ist auch Rodney Brooks′ (Abb. 27, bereits in Kapitel 3.4 erwähnt)
Einstellung geprägt: ,,Ich möchte, dass wir eines Tages einen Roboter haben werden, der nicht
möchte, dass man ihn ausschaltet"7.
Doch wagt sich Brooks nicht, so weitreichende Prognosen aufzustellen, wie Moravec oder
Kurzweil, eher demontiert er ihre Thesen:
1Moravec, Moravec, Hans: Die Evolutionen postbiologischen Lebens. Artikel auf der Webseite des Heiseverlages,
erschienen am 01.01.1996. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/6/6055/1.html
2 gilt als Vater des Open-Source-Gedankens und Miterfinder der Programmiersprache Java, ChefForscher von Sun
Microsystems
3 http://www.wired.com/wired/archive/8.04/joy.html
4 Vgl. Christaller, a. a. O. S. 7
5 erhielt von Präsident Clinton die National Medal of Technology, Bill Gates spricht von ihm als dem führenden
Experten im Bereich der Künstlichen Intelligenz, Preisträger des Lemelson-MIT Prize
6 Vgl. Christaller, a. a. O, S. 7
Vgl. o.V.: Wir sind die Roboter. In: HotSpot Magazin, Ausgabe 3, 2005, S. 6-13
7 Zit. n. Brooks, in: Ichbiah, a. a. O. S. 117
- 16 -
Keiner von ihnen ist in der Lage, genau zu beschreiben, welche neuen Einsichten jenseits der bloßen
Rechnerleistung erforderlich wären, um eine Gleichwertigkeit mit der menschlichen Intelligenz zu erreichen1
Außerdem stellt er das Moor′sche Gesetz grundsätzlich in Frage, welches ja die Basis für
Moravecs und Kurzweils Theorien bildet.
So prognostiziert Brooks anders als Moravec und Kurzweil für die Zukunft die Vermischung von
Mensch und Maschine zu einer neuen Spezies: ,,Menschmaschinen". Im gleichnamigen Buch
mit dem Untertitel ,,Wie uns die Zukunftstechnologien neu erschaffen" propagiert er, dass die
Einheit von Roboter- und Biotechnologie und menschlichem Körper uns ,,in vieler Hinsicht [zu]
Übermenschen [machen]"2 werde.
Professor Thomas Christaller3 (Abb. 28) wiederum setzt den Betrachtungen von Brooks und
Moravec einen eher nüchternen Blick entgegen:
Die Hauptquelle für die Überlegungen, wie sie Brooks und Moravec aber auch Ray Kurzweil (Kurzweil 2000) und
Bill Joy aufstellen, scheinen darin zu liegen, kognitive Fähigkeiten und Intelligenz ausschließlich als
Informationsverarbeitungsprozesse anzusehen, die gemäß der ,,Physical-Symbol System Hypothesis" auf einer
generischen physikalischen Computer-Hardware ablaufen können. Aber was ist, wenn diese Hypothese für biologische
Systeme nicht zutrifft? Das könnte sehr gut sein, denn eine Reihe von Ergebnissen der Gehirnforschung deuten
daraufhin, dass die Prozesse, die üblicherweise als neuronale Informationsverarbeitung interpretiert werden, ihre
physikalisch-chemischen Basismechanismen dauernd verändern.4
Das bedeutet, während des Denkens treten kontinuierlich physische und chemische
Veränderungen in der Hirnstruktur auf, welche die Denkprozesse permanent verändern und sich
so nicht wiederholen lassen. Eine herkömmliche physikalische Hardware ist im Gegensatz zu
einem ,,biologisch-flexiblen" System jedoch nicht im Stande dies zu ermöglichen.
Nichtsdestotrotz bleibt die Frage offen, ob die Menschen daran interessiert sein sollten, die
Vermenschlichung der Maschinen so weit voranzutreiben, dass eigenständig ,,denkende" und
handelnde Roboter entstehen könnten, die dem Menschen schaden oder gar seine Existenz
bedrohen. Roboter die den Menschen ersetzen weil sie besser sind?
1 Brooks, Rodney: Menschmaschinen. Wie uns die Zukunftstechnologien neu erschaffen.
Übersetzt von Andreas Simon. Frankfurt am Main: Campus Verlag GmbH 2002, S. 224
2 Brooks, a. a. O. S. 250
3 Mathematiker, Prof. für künstliche Intelligenz an der Universität in Bielefeld, Leitung des Forschungsbereichs
,,Künstliche Intelligenz" am Institut für angewandte Informationstechnik, Forschungsgebiete: Kognitive und
Verhaltensorientierte Robotik, Architekturen für KI-systeme
4 Christaller, a. a. O. S. 84
- 17 -
Christaller und seine Kollegen1 sprechen bezüglich dieser Fragestellung vom Wandel von einer
rationalistischen zu einer ganzheitlichen Weltsicht in der Roboterentwicklung:
Früher galt es als höchstes Ziel Roboter zu bauen, die die Arbeit von Menschen ausführen können: Roboter sollten
ähnlich geschickt sein wie der Mensch. Heute dagegen hat man erkannt, dass es sinnvoller ist, Roboter zu bauen für
Arbeiten die der Mensch nicht ausführen kann oder möchte2
Das sind schwere, unangenehme, gefährliche Arbeiten (z. B. Straßenbau, Abfallwirtschaft,
Fabrikarbeit, Land-und Forstwirtschaft). Der Roboter soll der ,,lange Arm" des Menschen sein,
ein intelligentes Werkzeug oder Partner statt eines Arbeitskonkurrenten.
,,Arbeitsorientiert statt technikorientiert" lautet der Grundgedanke, welcher sich zumindest im
Produktionsbereich durchgesetzt hat.3
5 Fazit
Roboter der bessere Mensch?
Dieser Frage wohnt ein Widerspruch inne. Paradoxerweise setzt sie voraus, dass der Roboter ein
Mensch sei und umgekehrt der Mensch ein Roboter.
Doch der Mensch ist definitiv kein Roboter und der Roboter ist kein Mensch, sind der Roboter
und der Mensch doch physisch und ,,psychisch" unterschiedlich konstituiert. So ambivalent diese
Frage erscheint, dient sie als Grundsubstanz für Moravecs oder Kurzweils Betrachtungen von
Intelligenz. Sie ,,[...] nehmen an, Intelligenz sei artunabhängig mess- und vergleichbar nicht
nur zwischen biologischen Arten sondern auch in Bezug auf künstliche Systeme"4 Aber
Intelligenz ist zweckorientiert, sie ist das Werkzeug eines jeden Lebewesens zum Erfüllen von
bestimmten motivationsbedingten Aufgaben und Funktionen.
Diese sehen je nach Tierart, (ich schließe hier den Menschen mit ein) unterschiedlich aus. So
benötigt zum Beispiel ein Fisch allein für seine Fortbewegung unter Wasser eine andere
Intelligenz als der Mensch oder ein Reh zum Laufen.
1 weitere Autoren stammen aus den Wissenschaftsbereichen Technikfolgenbeurteilung, Mikroneurochirurgie,
Mechatronik, Robotik, Sensorik, Mensch-Maschine-Interfaces, Lernen, Telerobotik, Chirurgie-Robotik,
Gesundheitspolitik, Telemedizin, Medizinethik, rechtl und techn. Fragestellungen der Informationstechnik,
Wirtschaftsrecht, Philosophische Anthropologie und Angewandte Ethik (Vgl. Christaller, a. a. O. IX-XI)
2 Christaller, a. a. O. S. 35
3 Christaller, a. a. O. S. 35-36
4 Christaller, a. a. O. S. 84
- 18 -
Ich möchte an dieser Stelle kurz meine (durch Kommunkiationsforscher Paul Watzlawick
beeinflusste) Auffassung von Intelligenz an einem Beispiel erläutern.
Im Buch ,,Wie Wirklich ist die Wirklichkeit?" von Watzlawick steht geschrieben, dass ein Delfin
ein größeres Gehirn (mit mehr Windungen) hat als der Mensch und demnach mehr
Intelligenzpotenzial besitze als der Mensch. Dieses schöpfe er jedoch nicht aus, da er für seine
(auf einer bestimmten Motivation beruhenden) Lebensfunktionen und Lebensfähigkeiten nicht
mehr Intelligenz benötige bzw. einsetze als in seiner Realität notwendig sei.1 Dem Menschen
wiederum rechnet man trotzdem mehr Intelligenz zu als dem Delfin, da er nahezu alles tun kann.
(Er kann fliegen, sprechen, rechnen, etc.). Der Mensch stellt sozusagen die ,,Krone der
Schöpfung" dar. Diese Sicht aber setzt voraus, dass Intelligenz artunabhängig sei.
Der Mensch benötigt jedoch eine andere Intelligenz als der Delfin, da sein Lebensraum, seine
Wahrnehmung und seine natürliche Beschaffenheit, kurzum seine Realität völlig andere
Voraussetzungen verlangt und Anforderungen stellt, als die des Delfines. So verlangt die Welt
des Menschen deutlich differenziertere Intelligenzen als die des Delfines. Der Delfin könnte aber
aufgrund seiner physischen Voraussetzungen durchaus intelligenter sein als der Mensch, jedoch
gebraucht er nicht mehr Fähigkeiten in seiner Realität und demnach entwickelt er auch nicht
mehr Intelligenz, bzw. andere Intelligenz, die seine Lebensumstände ja auch nicht erfordern.
Intelligenz hängt also von den natürlichen Umständen eines Lebewesens ab, sei es die genetische
veranlagte Intelligenz eines Lebewesens oder die Intelligenz mit der sich ein Lebewesen einem
Lebensraum anpasst oder beide, da sie sich ja gegenseitig bedingen. Ich schlussfolgere,
Intelligenz ist ein relativer, dynamischer und selbstorganisierter und Prozess und daher nur
bedingt objektiv vergleichbar.
Ebenso dürfte das für den Vergleich zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz gelten.
Eine Bestätigung dafür, dass ein Vergleich nur beschränkt möglich ist, wäre, dass die in Kapitel
3.4 benannten Werkzeuge der Intelligenz (Kommunikation und Sprache, Lernen, Wissen und
logisches Denken) und grundlegende Bausteine menschlicher Intelligenz, wie die ebenfalls in
Kapitel 3.4 aufgeführten Eigenschaften (Bewusstsein, Denken, Kultur, Emotionen oder
Kreativität) einander bedingen und nur durch Wechselwirkung funktionieren, künstliche
Intelligenz diese lediglich simuliert bzw. simulieren soll.
1 Watzlawick, Paul: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn, Täuschung, Verstehen. München, Piper, Taschenbuch
Sonderausgabe 2005, S. 160-173
- 19 -
Unter dieser Betrachtung ist dem Vergleich von Mensch und Roboter die wahrscheinlich
elementar bedeutendste Grundlage entzogen.
Wie also könnte ein Roboter ein besserer Mensch sein?
Ich denke - überhaupt nicht.
Wie Christaller und seine Kollegen es schon formuliert haben, ist der Roboter ein Werkzeug, ein
intelligentes Werkzeug des Menschen, da der Mensch es einsetzt um seine Intelligenz zu
erweitern. Das folgende Beispiel soll dies veranschaulichen: Die Werkzeuge Stift und Papier.
Beide sind Grundlage für Notizen oder Rechnungen und bilden dadurch eine Basis für abstrakte
Überlegungen, denen das Gehirn ohne Hilfe dieser Werkzeuge nicht gewachsen wäre.
Demnach wird dem menschlichen Streben nach geistigem Wachstum erst unter Einbeziehung
von Werkzeugen stattgegeben. Und Roboter sind Werkzeuge, das bestätigt die allgemein gültige
Definition. Wenn ich an dieser Stelle nochmal die Frage stelle, ob der Roboter der bessere
Mensch sei, würde sich ebenso die Frage eröffnen, ob das Werkzeug der bessere Mensch sei,
doch logisch ergibt sich,
dass nur der ,,Mensch mit dem Werkzeug der bessere Mensch" sein kann.
Statt in Asimo und seinen ,,Freunden" einen zukünftigen Konkurrenten zu sehen, sollte man sich
vor Augen halten, welche Möglichkeiten uns diese Technologien bieten, unser Denken zu
beflügeln. Forschungsprojekte wie Asimo bieten ein breites Spektrum an Möglichkeiten um
nach Lösungen zu suchen, die uns neue Erkenntnisse bescheren und uns herausfordern, uns
selber besser zu verstehen.
Dass der Roboter den Menschen in der Evolution hinter sich lassen könnte, halte ich für nahezu
unmöglich, ist es doch nur menschlich, dass der Mensch besagte ,,Krone der Schöpfung" sein
möchte und auch bleiben will. So hat der Mensch die Entscheidungsgewalt, wie er den Roboter
einsetzt: Er kann sich den Roboter zunutze machen und somit selbst zum besseren Menschen
werden.
- 20 -
6 Literaturverzeichnis
Bücher:
[1]
Asimov, Isaac: Alle Roboter-Geschichten. Übersetzt von Wulf H. Bergner u. a. Bergisch
Gladbach: Bastei Lübbe 72004
[2]
Bolz, Norbert u. a./ Münkel, Andreas (Hrsg.): Was ist der Mensch? München: Wilhelm
Fink Verlag 2003
[3]
Brooks, Rodney: Menschmaschinen. Wie uns die Zukunftstechnologien neu erschaffen.
Übersetzt von Andreas Simon. Frankfurt am Main: Campus Verlag GmbH 2002
[4]
Brooks, Rodney u. a.: Computer. Gehirn: Was kann der Mensch? Was können die
Computer? In: Begleitpublikation zur Sonderausstellung im Heinz Nixdorf
MuseumsForum. Paderborn: Verlag Ferdinand Schöningh 2001
[5]
Christaller, Thomas u. a.: Robotik. Perspektiven für menschliches Handeln in der
zukünftigen Gesellschaft. In: Carl Friedrich Gethmann (Hrsg.): Wissenschaftsethik und
Technikfolgenbeurteilung, Bd. 14. Berlin Heidelberg: Springer-Verlag 2001
[6]
Ichbiah, Daniel: Roboter. Geschichte_Technik_Entwicklung. Übersetzt von Monika
Cyrol u. a. München: Knesebek 2005
[7]
Irrgang, Bernhard: Posthumanes Menschsein? Künstliche Intelligenz, Cyberspace,
Roboter, Cyborgs und Designer-Menschen Anthropologie des künstlichen Menschen
im 21. Jahrhundert. Stuttgart: Franz Steiner Verlag 2005.
[8]
Kämpfer, Siegfried: Roboter. Die elektronische Hand des Menschen. Düsseldorf: VDI-
Verlag, 21985
[9]
Moravec, Hans: Mind Children. Der Wettlauf zwischen menschlicher und künstlicher
Intelligenz. Übersetzt von Hainer Kober. Hamburg: Hoffmann und Campe Verlag 1990
- 21 -
[10] Prassler,
E.,
Helge-Björn (Hrsg.) u. a.: Robotik in Deutschland. Lehre, Forschung und
Entwicklung. Aachen: Shaker Verlag 1998
[11] Sesink, Werner: Menschliche und künstliche Intelligenz. Der kleine Unterschied.
Stuttgart: Klett-Cotta 1993
[12] Turkle, Sherry: Die Wunschmaschine. Der Computer als zweites Ich. Übersetzt von
Nikolaus Hansen. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH 1986
[13] Watzlawick, Paul: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn, Täuschung, Verstehen.
München, Piper, Taschenbuch Sonderausgabe 2005, S. 160-173
[14] Wilke, Manfred: Im Zeichen der Roboter. Berlin: VEB Deutscher Verlag der
Wissenschaften 1984
Zeitschriften und Magazine:
[15] König, Peter: Aufrecht in die Zukunft. Stand und Trends der Robotik in Wissenschaft und
Anwendung. In: C′t Magazin für Computertechnik, Ausgabe2, 2006, S. 124-129
[16] o.V.: Wir sind die Roboter. In: HotSpot Magazin, Ausgabe 3, 2005, S. 6-13
[17] Séché, Andreas: Roboter. Bald sind sie fit für ein Leben mit uns. In: P.M. Ausgabe 11,
2003, S 49-54
[18] Weber, Jutta: Der Roboter als Menschenfreund. Wie das neue Forschungsfeld Mensch-
Roboter-Interaktion den Dienstleistungsbereich erobern will. In: C′t Magazin für
Computertechnik, Ausgabe2, 2006, S. 144-149
- 22 -
Internetquellen:
[19] Aufenanger, Stefan: Artikel über Bill Joy
http://www.aufenanger.de/joy%20warum%20die%20Zukunft%20uns%20nicht%20brauc
ht.pdf
[20] Change X: Rezension zu Menschmaschinen von Rodney Brooks auf amazon.de:
http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/stores/detail/-
/books/359615877X/reviews/ref=cm_rev_more_2/302-4279367-2940069
[21] Clark, Andy: Ausschnitt aus seinem Buch ,,Natural Born Cyborgs"
http://www.edge.org/3rd_culture/clark/clark_index.html
[22] Hertlein, Pressestelle der TU Darmstadt: Aktuell Asimo an der TU Darmstadt
http://www.tu-darmstadt.de/aktuell/asimo.tud
[23] Joy, Bill: "Hope is a Lousy Defense"
http://www.wired.com/wired/archive/11.12/billjoy.html
[24] Joy, Bill "Why the future don′t need us"
http://www.wired.com/wired/archive/8.04/joy.html
[25] Kraiss,
Karl-Friedrich:
Lehrstuhl für technische Informatik an der Rheinisch
Westfälischen Technischen Hochschule:
http://www.techinfo.rwth-aachen.de/Expo/content/robotik_geschichte
[26] K urzweil, Ray im Inteview mit Daniel Weber (NZZ Folio)
http://www-x.nzz.ch/folio/archiv/2001/12/articles/kurzweil.html
[27] Lippold, Dr. Björn: Die Geschichte der Roboter. Artikel Chemie.DE Information Service:
http://www.chemie.de/articles/d/info/45201
[28] Moravec, Hans: Die Evolutionen postbiologischen Lebens. Artikel auf der Webseite des
Heiseverlages, erschienen am 01.01.1996
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/6/6055/1.html
- 23 -
[29] o. V.: Literatur: Menschliche Roboter. Artikel Geo.de:
http://www.geo.de/GEO/kultur_gesellschaft/2004_03_GEO_skop_literatur/index.html?li
nkref=geode_teaser_toc_text&SDSID=80849700000021129471440
[30] o. V.: Website der Humanoid Robotics Group am Massachusetts Institute of Technology
http://groups.csail.mit.edu/lbr/humanoid-robotics-group/cog/
[31] o. V.: World′s greatest android projects
http://www.androidworld.com/prod01.htm
[32] o. V.: MIT Cog Project - Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/MIT_Cog_project
[33] o. V.: Care-O-bot: Fraunhofer Institut für Produktions- und Automatisierungstechnik
http://www.care-o-bot.de
[34] o. V.: CNN.com
http://www.cnn.com/2004/TECH/space/08/23/robot.nasa/index.html
[35] o. V.: Webseite von Ray Kurzweil
http://www.kurzweilai.net/
[36] o. V.: @t-mix.de Bill Joy Personen Online Lexikon
ttp://www.at-mix.de/bill_joy.htm
[37] o. V.: Über Ray Kurzweil Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Raymond_Kurzweil
[38] o. V.: ASIMO Humanoid Robot - Honda Robotic Technology Tours N America
http://asimo.honda.com
[39] o. V.: Serviceroboter "Care-O-bot" liebt Hausarbeit, br-online
ttp://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/roboter/careobot.xml
- 24 -
[40] o.V.: Roboter. Wikipedia, Version vom 14. Okt 2005, 22:24 Uhr:
http://de.wikipedia.org/wiki/Roboter
[41] o. V.: Über Dr. Prof. Thomas Christaller
http://www.ais.fraunhofer.de/people/Thomas.Christaller/
[42] Sparmann, Anke: Roboter: Das Gesicht der Zukunft. Artikel Geo.de:
http://www.geo.de/GEO/wissenschaft_natur/technik/2001_08_GEO_roboter_index/index
.html?linkref=geode_suche&q=roboter
- 25 -
7 Anlagen
Anlage Nr.
Seite
Anlage 1
Abbildungen
26
Anlage 2
Nachweis der Abbildungsquellen
36
Anlage 3
CD mit Videoclips
38
Anlage 4
Nachweis der Videoclipquellen
39
- 26 -
Anlage 1
Abbildungen
Abb. 1)
Plakat zur Uraufführung von R.U.R. in Prag 1921
Abb. 2)
Relikte des Mechanismus von Antikythera
- 27 -
Abb. 3)
Die drei Automaten von Pierre Jaquet-Droz und seinem Sohn Henri Louis
(links: der Schreiber, mittig: das Cembalo spielende Mädchen, rechts: der Zeichner)
Abb. 4)
Webstuhl von Jacquard
- 28 -
Abb. 5)
Der Eniac
Abb. 6)
Abb. 7)
Wabot-1
Wabot-2
- 29 -
Abb. 8)
Abb. 9)
Manny
Asimo
Abb. 10)
Asimos Vorläufermodelle - oben von links: E0, E1, E2, E3, E4;
unten von links: E5, E6, P1, P2, P3
- 30 -
Abb. 11)
Asimos Spezifikationen (Screenshot von Webseite)
Abb. 12)
Asimo verschiedene Tätigkeiten
- 31 -
Abb. 13)
Qrio
Abb. 14)
Abb. 15)
Morph 3
HOAP-1
- 32 -
Abb. 16 und Abb. 17)
Robonaut B
Abb. 18)
Prozentsatz der über 65 Jahre alten Personen in verschiedenen Ländern bis zum Jahr 2050
- 33 -
Abb. 19)
Care-O-bot II
Abb. 20)
Abb. 21)
Cog
Kismet
- 34 -
Abb. 22)
Mark II verschiedene Gesichtsausdrücke
Abb. 23)
Vertrautheit-Ähnlichkeitskurve nach Mashiro Mori
- 35 -
Abb. 24)
Abb. 25)
Abb. 26)
Hans Moravec
Bill Joy
Ray Kurzweil
Abb. 27)
Abb. 28)
Rodney Brooks
Thomas Christaller
Nachweis der Abbildungsquellen
Abb. Nr. Quelle
Abb. 1
Ichbiah, Daniel: Roboter. Geschichte_Technik_Entwicklung. Übersetzt von
Monika Cyrol u. a. München: Knesebek 2005, S. 524
Abb. 2
http://www.culture.gr/2/21/214/21405m/00/lm05m04c.jpg
Abb. 3
http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Automates-Jaquet-Droz-p1030472.jpg
Abb. 4
http://www.deutsches-museum.de/ausstell/meister/img/webstgr.jpg
Abb. 5
http://ed-thelen.org/comp-hist/Reckoners-114.jpg
Abb. 6
http://www.humanoid.waseda.ac.jp/booklet/photo/WABOT-1-1973.jpg
Abb. 7
http://www.humanoid.waseda.ac.jp/booklet/photo/WABOT-2-1984.jpg
Abb. 8
http://www.legoeducation.com/sharedimages/content/ExtraLarge/XL_manny1.jpg
Abb. 9
http://asimo.honda.com/photo_viewer_news.asp#
Abb. 10
http://asimo.honda.com/photo_viewer_news.asp
Abb. 11
http://world.honda.com/ASIMO/new/
Abb. 12
http://asimo.honda.com/photo_viewer_news.asp#
Abb. 13
http://techdigestuk.typepad.com/tech_digest/QRIO.jpg.jpg
Abb. 14
Ichbiah, Daniel: Roboter. Geschichte _ Technik _ Entwicklung. Übersetzt von
Monika Cyrol u. a. München: Knesebek 2005, S.135
Abb. 15
http://www.kndtech.com/images/2-HOAP.jpg
Abb. 16
http://www.space.com/businesstechnology/robonaut_ugrades_040823.html
Abb. 17
http://www.space.com/businesstechnology/robonaut_ugrades_040823.html
Abb. 18
Christaller, Thomas u. a.: Robotik. Perspektiven für menschliches Handeln in der
zukünftigen Gesellschaft. In: C. F. Gethmann (Hrsg.): Wissenschaftsethik und
Technikfolgenbeurteilung, Bd. 14. Berlin Heidelberg: Springer-Verlag 2001, S. 43
Abb. 19
http://www.care-o-bot.de/Bilder/Care_II1_Big.jpg
Abb. 20
http://membres.lycos.fr/evorob/cog.jpg
Abb. 21
http://www.oughtred.org/mitmuseum/mit-kismet-robot-3471-72lg.jpg
Abb. 22
Brooks, Rodney u. a.: Computer. Gehirn: Was kann der Mensch? Was können die
Computer? In: Begleitpublikation zur Sonderausstellung im Heinz Nixdorf
MuseumsForum. Paderborn: Verlag Ferdinand Schöningh 2001, S. 125
Abb. 23
Weber, Jutta: Der Roboter als Menschenfreund. Wie das neue Forschungsfeld
Mensch-Roboter-Interaktion den Dienstleistungsbereich erobern will. In: . In: C′t
Magazin für Computertechnik, Ausgabe2, 2006, S. 145
Abb. 24
http://www.fantagiornale.it/var/yd/storage/images/media/images/hans01/13742-2-
ita-IT/hans01.jpg
Abb. 25
http://hackersnews.org/hackerhistory/billjoy2.jpg
Abb. 26
http://www.thefutureoflife.com/images/headshot/kurzweil.jpg
Abb. 27
http://www.adelaidefestival.com.au/archives/ideas2001/images/brooks.jpg
Abb. 28
http://www.ais.fraunhofer.de/people/Thomas.Christaller/
Nachweis der Videoclipquellen
Videoclip 1) - Asimo - Fähigkeiten.mpg
Quelle: http://asimo.honda.com/inside_asimo_movies.asp
Videoclip 2) - Qrio - Tanzgruppe.mpg
Quelle: http://www.plyojump.com/qrio.html
Videoclip 3) - Care-O-bot II - Holen & Bringen.mpg
Quelle: http://www.care-o-bot.de/Tasks.php
Videoclip 4) - Care-O-bot II - Wasser bringen.mpg
Quelle: http://www.care-o-bot.de/Tasks.php
Videoclip 5) - Care-O-bot - Zukunftsvision.mpg
Quelle: http://www.care-o-bot.de/Tasks.php
Videoclip 6) - Cog - The Cog Project.mpg
Quelle: http://groups.csail.mit.edu/lbr/humanoid-robotics-group/cog/video.html
Videoclip 7) - Kismet - Hintergründe & Funktionen.mpg
Quelle: http://groups.csail.mit.edu/lbr/sociable/videos.html
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