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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 24 Pages
Author: Sven Matis
Subject: History - Newer History, European Unification
Details
Institution/College: University Karlsruhe (TH)
Tags: Humanitäre, Intervention, Krieg, Menschenrechte, Kosovo-Krieg, Echo, Deutschen, Presse, Geschichte, Menschenrechte
Year: 2002
Pages: 24
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-08555-2
File size: 270 KB
Für Anmerkungen und Kommentare bin ich jederzeit offen (sven.matis@gmx.de)
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Fulltext (computer-generated)
Universität Karlsruhe
Institut für Geschichte:
Hauptseminar „Die Geschichte der Menschenrechte“
WS 2003/04
‚Humanitäre Intervention’:
Krieg für Menschenrechte?
Der Kosovo-Krieg im Echo der Deutschen Presse
(März 1999)
Sven Matis
Neuere und Neueste Geschichte (HF)/
Germanistik(NF);
BA Semester
Inhaltsverzeichnis
I. Einführung
II. Die ausgewählten Zeitungen
III. Analyse
IV. Schlussbemerkung und Ausblick
V. Quellenverzeichnis
V.1. Primärliteratur
V.2. Sekundärliteratur
Einführung
Die vorliegende Arbeit soll einen Einblick in die Berichterstattung der deutschen politischen Tagespresse über die Eskalation der Kosovo-Krise im März 1999 geben. Dazu wurden vier als einflussreich geltende Zeitungen ausgewertet: Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die „Süddeutsche Zeitung“, „DIE WELT“ und die „Frankfurter Rundschau“. Bei der Analyse der Berichterstattung liegt mein Hauptaugenmerk bei der Kommentierung der Ereignisse. Hierfür wurden insgesamt 28 Leitartikel, 52 weitere Kommentare sowie 30 Artikel untersucht.
Der Kosovo-Konflikt inklusive der im März 1999 eingeleiteten NATO-Luftschläge gegen serbische Militärstellungen bietet sich in mehrerer Hinsicht für eine solche Analyse an. Bundeskanzler Gerhard Schröder rechtfertigte die Intervention: „Damit will das Bündnis [die NATO] weitere schwere und systematische Verletzungen der Menschenrechte unterbinden und eine humanitäre Katastrophe im Kosovo verhindern.“[1]
In dieser Begründung stecken zwei eng miteinander verbundene Topoi, die für die Politik der Internationalen Beziehungen der 1990er charakterisierend waren. Diskutiert wurde darüber, ob ein ‚Krieg für Menschenrechte’ gerechtfertigt sei und ob dies mit Hilfe eines militärisches Eingreifen in die Souveränität eines Nationalstaates völkerrechtlich erlaubt sei.[2] Axel Hermann fasst dies unter der Frage: „Ist die Gewährleistung der Menschenrechte im Völkerrecht der Gegenwart noch eine innere Angelegenheit souveräner Staaten?“ zusammen.[3] Nach den militärischen Interven-tionen in Irak 1990/91, auf dem Balkan 1992, in Somalia 1993, in Haiti 1994 und Ost-Timor 1998,[4] bei denen alle auch „Verletzungen der Menschenrechte“ eine tragende Rolle spielten, ist über den Alleingang der NATO 1999 als ‚humanitäre Intervention’ besonders heftig gestritten worden. Hinzu kommt, wie Richard Meng feststellt: „Wenn Krieg ist, wird die Medien-Gesellschaft vor neue Fragen gestellt“.[5] Unter anderem darauf soll dies Arbeit Antworten suchen.
Aber auch aus einem anderen Blickwinkel ist eine Analyse der Tagespresse für einen Historiker spannend und hilfreich zugleich.
Eric Hobsbawm hat darauf hingewiesen, dass für einen Zeithistoriker das Studium von Zeitung zwingend zum Handwerkszeug gehöre.[6]
Zentral ist im Rahmen dieser Arbeit deshalb nicht eine historisch-wissenschaftliche Analyse des Kosovo-Krieges an sich[7] sondern eine Aufarbeitung der journalistische Kommentierung in der deutschen Tagespresse. Detlef Junker schreibt dazu: „In Fragen der Politik und Weltgeschichte [haben] die Politiker das erste Wort, die Journalisten das zweite, die Politikwissenschaftler das dritte, aber die Historiker das letzte Wort“.[8]
Die Erforschung des Handeln von Politikern ist seit dem Altertum die wichtigste Disziplin der historischen Wissenschaft. Die Beschäftigung mit der ‚Geschichte der Geschichtswissenschaft’[9] ist hochaktuell. Das zweite Glied der Junker’schen Kette, der Journalismus, rückt zusehends in das Blickfeld von Historikern – insbesondere von Zeithistorikern. Denn, wer beansprucht, tatsächlich ‚das letzte Wort’ zu haben, sollte sich stets bewusst sein, wie dieses zustande kommt.[10] Dazu will diese Arbeit einen Beitrag leisten.
Die ausgewählten Zeitungen
II.1. Süddeutsche Zeitung
Die Süddeutsche Zeitung – kurz: SZ[11] – hat ihre Redaktion in München. Sie wurde im 4. Quartal 1998 414.000[12] mal verkauft. Sie wird als links-liberal eingestuft.[13] Die Kommentare finden sich Seite vier („Meinungsseite“). Der zweispaltige Leitartikel umfasst in der Regel 138 Zeilen, darunter befinden sich drei Kurzkommentare mit je 44 Zeilen. Zwei weitere Kommentare mit je 80 Zeilen, eine Karikatur, die Vorstellung einer Person des aktuellen Zeitgeschehens („Im Profil“) sowie Kommentare anderer Zeitungen („Blick in die Presse“) decken die restlichen vier Spalten ab. In der Zeit zwischen dem 8. März und dem 31. März 1999 wurden sechs Leitartikel und zehn Kommentare zu den Geschehnissen auf dem Balkan veröffentlicht.
II.2. Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung – kurz FAZ[14] – wurde im 4. Quartal 1998 400.000[15] mal verkauft. Sie wird als rechts-liberal eingestuft.[16] Die Kommentare befinden sich auf der ersten und der letzten Seite des Politik-Teils. Sie sind gekennzeichnet durch die gravurartige Überschrift. Der zweispaltige Leitartikel auf Seite eins umfasst in der Regel 160 Zeilen. In Ausnahmefällen finden sich zwei oder auch drei Leitartikel auf dem Titelblatt. Der zweite Kommentar auf dieser Seite umfasst 64 Zeilen, die drei Kurzkommentare auf der Rückseite 30. In der Zeit zwischen dem 24. Februar und dem 31. März 1999 wurde sechs relevante Leitartikel und zwölf Kommentare veröffentlicht. Des weiteren wurden elf weitere Artikel auf Meinungsäußerungen untersucht.
II.3. DIE WELT
„DIE WELT“[17] erscheint im Axel-Springer Verlag in Hamburg. Sie wurde im 4. Quartal 1998 218.000[18] mal verkauft. Sie wird als recht-orientiert eingestuft.[19] Die Kommentare (Leitartikel, drei weitere Kommentare und ein Gastkommentar) finden sich neben „Die internationale Presse“ auf Seite zehn. Der dreispaltige Leitartikel umfasst 111 Zeilen. Die Seiten zehn und elf sind beide unter „FORUM“ rubriziert. Auf Seite elf sind u.a. ein Porträt und ein Essay abgedruckt. In der Zeit zwischen dem 19. März und dem 31. März 1999 wurden sieben relevante Leitartikel, acht Kommentare und 13 Essays, Gastkommentare bzw. Porträts abgedruckt.
II.4. Frankfurter Rundschau
Die Frankfurter Rundschau – kurz: FR[20] – wurde im. 4. Quartal 1998 189.000[21] mal verkauft. Sie wird als linksorientiert eingestuft.[22] Die Kommentare finden sich unter der Überschrift „Kommentar“ auf Seite drei („Die Seite Drei“). Der zweispaltige Leitartikel umfasst in der Regel 132 Zeilen, darunter befinden sich drei Kurzkommentare mit je 40 Zeilen. In Ausnahmefällen wird der Leitartikel auf Kosten der Kurzkommentare verlängert. In der Zeit zwischen dem 27. Februar und dem 31. März 1999 wurden neun Leitartikel und neun Kurzkommentare zu den Geschehnissen auf dem Balkan veröffentlicht. Für diese Arbeit wurden zudem 19 Artikel auf Meinungsäußerungen dazu analysiert.
Die Reihenfolge der Zeitungen in den folgenden Rubriken ist willkürlich, es herrscht keine Gewichtung bei der Auswahl der Artikel vor. Sie wurden repräsentativ für die jeweiligen Zeitungen ausgewählt und so aufgearbeitet, dass sie einen Fließtext ergeben. Zur besseren Orientierung wurden Autor und Zeitung hervorgehoben.
III. Analyse
III.1. Gerechter Krieg für Menschenrechte?
Zunächst sollen die Kommentare, die nach den Gründen für die Kosovo-Krise suchen, erläutert werden. Wichtigste Frage hierbei ist, ob es sich bei dieser ‚humanitären Intervention’, um einen Krieg für Menschenrechte handelt oder ob sie – als Eingriff in ‚innere Angelegenheiten’ Jugoslawiens – als Bruch des Völkerrechts anzusehen ist.
Für Herbert Kremp können „Luftschläge allein nicht zum Ziel führen“. Er schreibt in der WELT: „Im Kosovo verstieß die ‚Reichsexekution’ [wie in Tschetschenien] gegen die Menschenrechte. Im Fall des Kosovo ist der Westen nicht gewillt, dies hinzunehmen. Das unterschiedliche Verhalten hat gute Gründe: eine bewaffnete humanitäre Intervention ist nur gegen kleinere Staaten möglich. Politische Opportunität besitzt Vorrang vor dem Prinzip. Zwar rücken die Menschenrechte im Kanon des Völkerrechts auf, haben aber die Souveränität und das aus ihr abgeleitete Recht zur Verteidigung nicht enthauptet. […] In die Drohung, Belgrad militärisch zum Einlenken zu zwingen, sind handfeste Interessen gemischt, die sans phrase überwiegen.
In der Balkan-Politik seit 1991/92 ging es um drei klare Ziele:
1. Das Hegemonialstreben Serbiens zu brechen;
2. Die Ausweitung des Krieges zu verhindern;
3. Die chaotische Migration nach Mitteleuropa zu stoppen.“[23]
Auch Torsten Krauel glaubt nicht an ein „goldenes Zeitalter der Menschenrechte“, denn: „die Europäer […] wissen, daß das Kosovo kein Modell für die globale Durchsetzung von Menschenrechten ist. In Europa soll weder ein neues Vertriebenenproblem entstehen noch ein Präzedenzfall für andere Staaten, Minderheiten einfach umzubringen.“[24] Jörg Friedrich zeichnet ein sehr düsteres Bild der Verhältnisse in Serbien, das „ein restlos isolierter Pariastaat geworden [ist], wirtschaftlich ausgelaugt und gegen seine Chefs ermittelt das Haager Tribunal.“[25]
In der SZ begrüßt Michael Frank die Intervention, denn „in dem Bündel von Motiven zum Eingreifen das Schicksal der Menschen das primäre. Schon deshalb muß man der NATO Erfolg wünschen.“[26]. Auch für Kurt Kister sind die militärischen Maßnahmen „berechtigt“. Seine Argumente sind konservativer Natur, er schreibt: „Es ist ehrenhaft. als Pazifist militärische Gewalt grundsätzlich abzulehnen. Allerdings ist dies keine moralisch höherwertige Position als die Überzeugung, daß es Werte gibt, für deren Durchsetzung auch der höchste Einsatz, der des Lebens gerechtfertigt sein kann“[27] Peter Münch weist darauf hin, dass durch diese Intervention, die NATO die Macht des Weltsicherheitsrates „unterminieren“ würde, dennoch geht es „im Fall der humanitären Intervention darum, die Blockademacht zu brechen, die im [UN-Sicherheitsrat] von den Veto-Mächten Rußland und China aus sachfremden Gründen […] mißbraucht wird. Bedauern können das nur Zyniker, denen der Buchstabe eines solchermaßen mißbrauchten Völkerrechts heiliger ist als die Menschenrechte und wichtiger als die Verhinderung eines Völkermordes“[28] Münch hatte knapp zwei Wochen zuvor schon befunden, dass sich die serbische Armee auf einen Krieg einstelle: „Die Streitkräfte bereiten sich auf die ‚Verteidigung des Vaterlandes’ vor, albanischen ‚Terroristen’ wird ebenso wie „Verrätern“ in den eigenen Reihen mit Abrechnung gedroht.“[29]
DIE WELT aber vor allem die SZ tendieren dazu, die Linie der Bundesregierung zu unterstützen. Josef Joffe kritisiert aber in der SZ, dass „Europa mehr will als kann“.[30] Die FR lehnt den Einsatz zwar nicht kategorisch ab, steht ihm aber von allen vier ausgewerteten Zeitungen am kritischsten gegenüber.[31] Beispielhaft dafür ist, dass Rolf Paasch von Kämpfen zwischen den „Rebellen der kosovo-albanischen UCK und der jugoslawischen Volksarmee“[32] spricht, womit er quasi auf einen innerstaatlichen Bürgerkrieg hindeutet, während alle anderen Zeitungen sich mehr auf die Vertreibungen von Kosovo-Albaner beziehen. An anderer Stelle geht Paasch gar noch einen Schritt weiter: „Auf dem Amselfeld werden die UCK-Rebellen für die nötigen Provokationen sorgen, um weitere Angriffe der jugoslawischen Volksarmee auf kosovo-albanische Dörfer und die Vertreibung von Zivilisten zu provozieren.“[33] Und kurz vor Kriegsausbruch bemerkt Paasch nahezu larmoyant: „Gegen einen militärischen Eingriff spricht das Völkerrecht. Dagegen spricht die unbeantwortete Frage, was wenn Milosević nicht nachgibt. Dagegen spricht, daß eine solche Operation Menschenleben kosten wird. […] Die Situation im Kosovo ist dergestalt, daß sie Recht und Moral verletzt, so oder so. Es gibt nicht Richtiges im Falschen, über dessen Entstehung im Fall Kosovo wohl die Historiker werden urteilen müssen.“[34]
Die FAZ hingegen befürwortet die Intervention, denn so Matthias Rüb, „es gibt keinen vernünftigen Gegenvorschlag zu friedenserzwingenden Maßnahmen.“ Die Begründung für seine These lautet: „Die Staatenin Mittel- und Osteuropa sind miteinander anfällig, für den ‚Import’ von Stabilität, die […] von einem Land auf ein benachbartes überspringen kann. […] Der Westen muß unter Führung der Vereinigten Staaten […] Stabilität auf den Balkan ‚exportieren’“.[35] Bereits vier Tage vor den ersten NATO-Luftschlägen kommentierte Rüb: „Gegen Milosević s Macht-instinkt hilft nur der Einsatz von Gewalt.“[36] Berthold Kohlers Leitartikel „Festbleiben“ ist charak-teristisch für die Kommentierung der FAZ, er schreibt: „Mit dem Feuerbefehl für die Cruise Missiles gestand der Westen ein, was er vom serbischen Brandstifter Milosević belehrt längst hätte wissen […] müssen: daß es auch mehr als ein halbes Jahrhundert nach Hitler […] noch Regimes gibt, die Vertreibung und Völkermord als rationale Politik ansehen, die den Krieg nicht als das Undenkbare betrachten und deswegen auch mit Appellen an die ‚Vernunft’ […] zu stoppen sind.
Dieser Krieg wurde der zaudernden NATO von Milosević geradezu aufgezwängt.“[37]. Die FAZ und DIE WELT veranschaulichten die Geschehnisse auf dem Balkan immer wieder an Hand von historischen Vergleichen und Parallelen.
III.2. Die historische Dimension des Einsatz
Das ein Kriegseinsatz auf dem Balkan zu historischen Vergleichen reizt, ist wenig verwunderlich.[38] Michael Frank schreibt dazu allegorisch in der SZ: „Der Balkan ist das Erd-bebengebiet, wo die tektonischen Platten nicht aufhören, sich zu reiben. Und immer haben sich die Großmächte von dieser mörderischen Gemengelage anlocken lassen.“[39]
Einzig die FR hält sich mit einer historischen Kontextualisierung und Deutung der Geschehnisse weitesgehend zurück – im Vergleich zur WELT oder FAZ scheint sie an einer historisch-orientierten Kommentierung gänzlich uninteressiert. In den untersuchten Artikel der FR traten kaum nennenswerte Kommentare für diese Rubrik auf.[40]
In der WELT fühlt sich Manfred Rowold fühlt sich beim Thema Kosovo „an den eigenen Geschichtsunterricht erinnert an die kritischen Bemerkungen des Lehrers über das […] die unseligen Folgen der Appeasement-Politik gegenüber Hitler […]“ Daraus schlussfolgert er: „Die Souveränität von Staaten kann nicht länger ein Schutzwall sein, hinter dem Völkermord und Vertreibung zur inneren Angelegenheit erklärt werden. Die deutsche Vergangenheit sollte diese Lektion erteilt haben […] Garantiert aber wären eines: weiteres Blutvergießen und Vertreibung, wenn der Kosovo-Konflikt innere Angelegenheit bliebe.“[41] Lord David Owen appelliert: „Vergessen wir doch bitte nicht, daß Belgrad nach Ablauf eines Ultimatums schon einmal bombardiert worden ist, 1941! Die Serben von heute haben mit großer Sympathie verfolgt, wie es dem irakischen Volk gelang, alle Luftangriffe zu überstehen.[42] Gerhard Gnauck sieht sowohl die NATO-Osterweiterung als auch den Kosovo-Krieg als historische Chance: „Alle diese Völker [Polen, Tschechen und Ungarn] haben in unguter Erinnerung, was es heißt, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden und demokratische Staaten ohnmächtig zusehen. Die Tschechen bekamen 1938 vom britischen Premierminister Chamberlain " Peace for our time" zugerufen, nachdem er vor Hitler eingeknickt war. Die Polen mußten sich von ihren französischen Verbündeten ein Jahr später die Frage ‚mourir pour Danzig?’ anhören, welche von Paris alsbald negativ beschieden wurde. Heute sind wir weiter. Junge Männer aus Paris, Berlin oder Danzig könnten bald für Pristina sterben - damit in Pristina und andernorts nicht noch mehr Menschen ihr Leben verlieren […] Da „in Serbien […] 1914 die blutige Erziehung Europas zur Zivilgesellschaft begann, findet sie nun 1999 ihren Abschluß.“ Sein Fazit lautet deshalb: „Europa wird kein reines Zivilprojekt bleiben können, wenn es zivil bleiben möchte“.[43] Jörg Friedrich schließt seinen bereits erwähnten Kommentar über den „Pariastaat“ Serbien (siehe Seite 5) mit einem Despoten-vergleich: „Die Lenins und Hitlers kamen aus Verelendung, Demütigung und Zusammenbruch gekrochen, nicht aus der Mitte von Erfolgsmenschen. Am Balkan ist wieder eine Lunte gezündet für das Dynamit der Verzweiflung, das woanders hochgehen soll.“[44]
In der FAZ hatte Günther Nonnenmacher vier Wochen zuvor bereits auf den zweiten Irak-Krieg hingewiesen. Für ihn sind Milosević und Saddam Hussein: „Herren, eines Chaos, das sie selbst hervorgebracht haben und jeden Tag neu anrichten. […] Ordnung würde – nach zivilisierten Kriterien – das Ende der Herrschaft bedeuten.“[45]
Der Kampf eines schier übermächtigen Militärbündnisses gegen ein kleines Land weckt bei den Kommentatoren weitere Konnotationen. Sowohl Torsten Krauel als auch Josef Joffe erwähnen den Vietnam-Krieg. Krauel schreibt in der WELT: „Der Balkankrieg ist für manche ein neues Vietnam: Ein kleines Volk, die Serben, kämpft gegen eine Übermacht.“[46] Joffe, der dem Militäreinsatz eher skeptisch gegenübersteht, bemerkte in der SZ: „Die NATO […] weiß, daß Bomben nur zerstören, nicht aber erziehen können. Sechs Millionen Tonnen Bomben haben die USA über Vietnam abgeworfen. Der Sieger hieß trotzdem Ho Chi Minh“[47] Fünf Tage später bemüht Joffe abermals die Geschichte: „Auch gewinnt Hardware allein keinen Krieg. Das haben schon die Philister gelernt, die mit ihren Eisenschwertern den bronzebewehrten Israeliten weit voraus waren. Gefällt wurde ihr bester Mann Goliath mit der schlichtesten Waffe überhaupt: der Steinschleuder […] Was folgt daraus? […] Es gibt keinen schnellen und sauberen Sieg. High-Tech-Gerät kann alles Mögliche aus der Luft zerstören, aber nicht […] den Willen jener, die wie schon Saddam und Hitler dem Bombenhagel nicht selbst ausgesetzt sind.“[48]
III. 3. Der Gegner: Slobodan Milosević
In der Beurteilung des jugoslawischen Präsidenten – wohl besser in der Verurteilung seiner Autokratie – scheinen sich die Kommentatoren weitgehend einig.
Matthias Rüb befindet in der FAZ: „In der Gedankenwelt von Milosević gibt es keinen Platz für Kompromisse…[Seine Politik] ist ausschließlich ein Kampf um die Macht, bei dem Zwangsmittel und jede Form der Gewalt jederzeit eingesetzt werden. Die NATO und der Westen werden deshalb […] nicht darum herumkommen, ihrerseits Zwangsmittel einzusetzen.“[49] Oliver Hoischen sieht Milosević in einer Doppelfunktion als „Brandstifter und Feuerwehrmann“, er schreibt: „Nur wenn er Brandstifter ist, kann er sich später als Feuerwehrmann feiern lassen. Das Schicksal seines eigenen Volkes ist Milosević gleichgültig“[50] Berthold Kohler bezeichnet dies als „perfides Kalkül“[51]. Für Richard Swartz ist Milosević gar „Gefangener des serbischen Nationalismus, den er eigentlich als Mittel zum Zweck der Machterhaltung nutzen wollte.“[52]
Auch Rolf Paasch unterstellt in der FR Milosević Machiavellismus, er schreibt: „Eine Strategie hat er bei seiner Zerstörung […] Serbiens nie gehabt. Sein Spiel galt nur der Erhaltung seiner Macht. Nun ist er den Illusionen seiner eigenen Inszenierung erlegen [und ist] der Gefangene des von ihm entfachten Nationalismus, an der er selbst nie geglaubt hat.“[53] An anderer Stelle urteilt Paasch, dass Milosević eine „Politik der verbrannten Erde, gefolgt von einem opferbereitem Heldentum“ verfolge.[54]
In der WELT glaubt Katja Ridderbusch gar eine „Sehnsucht nach Bomben“ bei Milosević zu erkennen, denn „fast scheint es, als sehnte Milosević die Bomben der NATO herbei: Denn […] ein Militärschlag würde die Serben - verstört und autistisch nach Jahren der Ächtung, der Isolation, der Sanktionen, aufgepeitscht durch die Regierungspropaganda - noch einmal, vielleicht ein letztes Mal, hinter ihren Führer scharen.“[55] Darüber hinaus sei der Serbenführer politisch „atavistisch“, denn: „Slobodan Milosević - und darin mag man später vielleicht einmal seine historische Rolle sehen - hat einem hochentwickelten und hochzivilisierten Westen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert dessen Verletzlichkeit vorgeführt. Internationale Gesprächs-diplomatie, wirtschaftliche Sanktionen, abgestufte Drohszenarien - all diese ausgeklügelten Mechanismen demokratischer Konfliktkontrolle und Kommunikation haben nicht funktioniert. […] Serbien, das kleine Balkanland, […] machte mit einer vormodern anmutenden Strategie der schlichten Verweigerung den Westen hilflos und zwang ihm schließlich seine Sprache auf: die der Waffen. Slobodan Milosević - die Wunde Europas.“[56]
Peter Münch beurteilt in der SZ Milosević s Politik ähnlich, er nennt sie ein „zynisches Spiel“, denn Milosević „nimmt Luftschläge […] auf seine Militärstellungen in Kauf und rechnet damit, daß sich die Serben dann um so enger um ihn scharen […] Den Preis für die Niederlage zahlen immer die anderen. Wenn es sein muß, das eigene Volk.“[57] Josef Joffe drückt es so aus: „Milosević biss wie weiland Saddam so lange in jede ausgestreckte Hand […], bis der Westen entnervt und alternativlos zurückschlug.“[58] und damit sei „Slobo der Schlaue […] in Wahrheit Milosević der Dumme, denn man kann das Bündnis der mächtigsten Staaten der Welt eben nicht endlos und ungestraft foppen.“[59]
Milosević s Umgang mit der westlichen Diplomatie karikiert Oliver Hoischen in der FAZ: „Es ist wie die Geschichte vom Hase und vom Igel: Milosević war immer schon da. Der Westen reagierte nur, drohte wie ein alter Hausmeister mit unschlüssig erhobenem Zeigefinger [und] suchte nach politischen Lösungen […] Wie in Bosnien, wo erst das Eingreifen der NATO zum Ende der Kämpfe führte, muß auch der Friede im Kosovo Wurzeln schlagen können. Wenn es mit dem Sterben nicht bald ein Ende nimmt, verlieren der Westen und mit ihm die NATO die Glaubwürdigkeit.“[60]
III.4. Der Westen in der Glaubwürdigkeitskrise?
Die beiden Begriffe ‚NATO’ und ‚Glaubwürdigkeit’ schienen in der Diskussion um einen Kampfeinsatz wie siamesische Zwillinge. Kaum ein Kommentator kam umhin festzustellen, dass das Militärbündnis in seinem Jubiläumsjahr[61] in einer schweren (Glaubwürdigkeits-)Krise stecke. Auch der erste Kampfeinsatz deutscher Soldaten seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde kritisch unter die Lupe genommen.
Rolf Paasch bemerkt in der FR: „Auf dem Amselfeld mit völkerrechtskonformen Nichtstun zuzulassen, wie ein europäischer Staat seine Bürger massakriert, wäre die Aufgabe aller Verantwortung. […] Weil der Westen hier lange aus politischen Gründen davor zurückschreckte, anachronistische Grenzen zum Thema zu machen, sieht er sich nun aus humanitären Gründen zum Bruch des Völkerrechts gezwungen […] Das absurde Resultat ist ein Krieg zur Verhinderung des Krieges.“[62] Zwei Wochen zuvor sah Paasch die NATO bereits in einer „midlife-crisis“, denn so schreibt er: „Wenn kriegerische Konflikte ausbrechen, flüchtet sich die Staatengemeinschaft nach verpatzter Prävention rasch in kurzsichtige Realpolitik. Beispiel Balkan und die unendliche Hofierung Milosević s. Dieser Mangel an innovativem Elan ist die Folge einer transatlantischen Melange aus dem arrogant-pragmatischen Unilateralismus der ‚unverzichtbaren Weltmacht’ USA und den kleinmütig-anachronistischen Rivalitäten unter den europäischen Nationen.“[63] Jochen Siemens nimmt sich des zweiten heiklen Themas an, er sieht „die Bundeswehr im Spannungs-bogen historischer Belastungen und aktueller NATO-Solidarität“. Auch wenn sich die NATO aus „guten und überzeugenden Gründen das Mandat zu diesem Einsatz selbst und damit völkerrechtswidrig“ erteilt hat, befürchtet Siemens, dass „nicht nur Milosević verlieren könnte, auch der NATO und mit ihr der Bundeswehr droht der Absturz.“[64]
Karl Feldmeyer kommentiert in der FAZ den Alleingang der NATO: „Die Entscheidung, ohne ein Mandat der UN zu handeln, dokumentiert ein Selbstverständnis, das die NATO zu dem maßgeblichen Ordnungsfaktor in Europa macht – vorausgesetzt sie ist erfolgreich.“[65] Matthias Rüb bemühte sich im Vorfeld des Krieges ein Eingreifen der NATO förmlich herbeizuschreiben, denn „die tatsächliche Anwendung von Zwangsmitteln bedeutet im ersten Schritt zwar einen Verlust von Macht, kann aber an einem bestimmten Punkt der Entwicklung eines Konfliktes unumgänglich werden, um in einem zweiten Schritt die Macht in ihre alte Position zu setzen.“[66] Auch Günther Nonnenmacher unterstützt diese Position: „Am schnellsten und wirksamsten ist […] so schwer diese Einsicht der zivilisierten Welt fällt, der Einsatz von Gewalt. Damit haben beide ihre Herrschaft errungen und erhalten; letztlich kann sie auch nur damit beendet werden.“[67] Noch einmal sei der für die FAZ grundlegende Leitartikel von Berthold Kohler zitiert, in dem er eine „langfristige militärische Präsenz“ des Westens aber vor allem ein „politisches Konzept für eine instabile und ethnischen Spannungen durchzogene Region“ fordert.[68]
Herbert Kremp, der am Tag nach der ersten Luftschlägen in der WELT mit Nachdruck fragt, ob der „Angriff wohl überlegt“[69] sei, gibt fünf Tage zuvor zu bedenken: „Bomb now, think later? Lufteinsätze sind laut, telegen, sensationell - doch wer ist schon zum Frieden gebombt worden? […] Die Diplomatie der Gewaltandrohung erweist sich als Blindgänger. Man schob eine Kartusche mit Backpulver ins Rohr, entgegen allen Warnungen des Sachverstands, der stets auf das Verhältnis zwischen politischem Ziel und militärischem Mitteleinsatz hingewiesen hat. Endete die westliche Balkan-Politik wirklich im Nichtstun, verlöre die Politikeridee der bewaffneten humanitären Intervention jede Glaubwürdigkeit. Das Prinzip der Souveränität würde in dunklem Glanz erscheinen, die westlichen Interessen hätten eine schwere Niederlage erlitten.“[70] Gerhard Gnauck sieht auch positive Momente dieser „Krise“, er ist der Auffassung: „Fast alle Staaten Ost- und Südosteuropas teilen die Einigkeit der Westeuropäer und Amerikaner in der Kosovo-Frage. Allen voran die neuen NATO-Mitglieder Polen, Ungarn und die Tschechische Republik. […] Diese drei Länder sind in die ‚alte’ NATO eingetreten und in der ‚neuen’ NATO aufgewacht.“[71] Auch Janusz Tycner setzt sich mit den Konsequenzen für die neuen NATO-Mitglieder Polen, Ungarn Tschechien auseinander, wenn er schreibt: „Der Krieg hat ihnen drastisch vor Augen geführt, daß es plötzlich Schluß ist mit ihrer traditionellen außenpolitischen Passivität, zu der sie die Geschichte in den letzten Jahrhunderten immer wieder verurteilt hat. […] Sie können nicht nur, sie müssen nun mitreden und mitentscheiden, zwar nicht nur in eigener Sache, sondern auch in anderer, fremder, und manchmal wird es dabei um Krieg und Tod gehen. […] Jetzt merken sie plötzlich, daß sie durch den NATO-Beitritt selbst Großmacht geworden sind“[72]
Peter Münch sieht die Politiker durch die „Bilder von Tod und Vertreibung einem Handlungs-druck“ von Seiten der Öffentlichkeit ausgesetzt, auf den sie „reagieren mussten“. Er interpretiert die Rolle der NATO in der SZ: „Nichts ist absurder, als der Vorwurf, die Allianz wolle […] ihre globale Militärdominanz manifestieren, nichts falscher als das Bild eines interventionsgeilen Weltpolizisten. Die neue NATO steht auf der Weltbühne, sie handelt qua eigenen Anspruchs […] und dies wird sie nun auch in anderen Krisen […] tun können.“[73] Eine Woche zuvor deutete er bereits die missliche Lage des Westens an: „Demokraten tun sich mit Militäreinsätzen schwerer als Despoten Es ihre […] Pflicht, auch die letzte Chance für den Frieden auszuloten. Doch bei zu vielen ‚letzten Chancen’ wird leicht die Grenze zur Lächerlichkeit überschritten – wenn es nicht so ernst wäre.“[74]
Abschließend sei noch kurz auf die Rolle von Bündnis 90/Die Grünen eingegangen. Diese Partei – ursprünglich aus der Friedensbewegung der frühen 1980er Jahre hervorgegangen – musste 1999 als Regierungspartei den ersten Kampfeinsatz deutscher Soldaten mitverantworten.
Eckhart Lohse schreibt dazu pointiert in der FAZ: „Die Grünen haben bis zu einem gewissen Grade ihren Frieden mit dem Krieg gemacht.“[75] Für Matthias Zschaler hat sich die gesamte Friedensbewegung zum positiven gewandelt, er kommentiert in der WELT: „Seit auch Grüne erkannt haben, daß Kriegsdienst Friedensdienst sein kann, scheint sich der moralische Konsens aus den Höhen der unverbindlichen Gesinnungsethik in die Wirklichkeit der Verantwortungsethik verlagert zu haben. Für Milosević wird wohl keiner weiße Bettlaken mehr aus dem Fenster hängen.“[76]
Matthias Rüb schließlich fasst die Ereignisse auf dem Balkan in der FAZ lakonisch zusammen: „Die NATO und Serbien durchleben, in gefährlicher Verbindung, historische Augenblicke.“[77]
IV. SCHLUSSBEMERKUNG UND AUSBLICK
Drei Jahre nach der Kosovo-Intervention urteilt Herfried Münkler über die Rolle der Medien in kriegerischen Konflikten, dass es sich häufig nicht mehr um Kriegsberichterstattung sondern um „Berichterstattungskriege“[78] handele. US-Präsident Bill Clinton brachte es bereits während seiner Amtszeit auf den Punkt:„We have a war by CNN.“[79]
Wenn Rolf Paasch in der FR schreibt, dass „wohl die Historiker [über die Entstehung des Kosovo-Krieges] werden urteilen müssen“[80], dann dürfen sie natürlich nicht Akten der handelnden Akteure studieren sondern müssen die Berichterstattung der Massenmedien mit in Betracht ziehen, Denn hier herrscht – wie eingangs gezeigt – eine Wechselwirkung (‚Rückkopplungs-effekt’) vor.
Ziel dieser Arbeit war es, die Kommentare der wichtigsten deutschen Tageszeitungen stich-probenartig für den März 1999 aufzuzeigen und zu analysieren. Um ein umfassendes Bild von der medialen Aufarbeitungen des Kosovo-Krieges zu bekommen, müsste eine Analyse um die Boulevard-Presse (BILD, BZ, Münchner Abendblatt, etc.), die linksalternative „Die Tageszeitung“ – kurz: ‚taz’ – und die Wochenzeitungen bzw. -zeitschriften (FOCUS, Rheinischer Merkur, SPIEGEL, stern, DIE ZEIT) ausgeweitet werden. Interessant wäre zudem ein vergleichender Blick in die internationale Presse. Ausgangspunkt könnte hierbei das Online-Dossier der NZZ zum Thema sein.[81] Weitere wichtige Blätter wären bspw. die liberale New York Times oder die britische Times, der konservative Weekly Standard oder auch boulevardeske Blätter wie New York Post, The Sun.
Eine solche Arbeit würde es, um das Zitat von Junker noch einmal aufzugreifen, Historikern ermöglichen, ihr „letztes Wort“ kritisch zu hinterfragen und ihnen vor Augen führen, wie wichtig ein sowohl umfangreiches als auch kritisches Quellenstudium der Print-Medien ist.
V. Quellenverzeichnis
V.1. Primärliteratur
Süddeutsche Zeitung
Tomas Avenarius: Mit Platzpatronen gegen die Nato. Zu merh als verbalen Attacken gegen den Kosovo-Einsatz fehlt es Rußland an Masse. SZ 26.3.1999. S.4.
Michael Frank: Kreuzpunkt aller Konflikte. Auch dieser Balkan-Krieg setzt nur fort, was schon zu römischen Zeiten die Region zerfleischte. SZ 27.3.1999. S.4.
Josef Joffe: „Wir haben keine andere Wahl“. Holbrookes gescheiterte Belgrad-Mission zwingt die Nato zur Gewalt – und in ein Abenteuer. SZ 24.3.1999. S.4.
Josef Joffe: Im Profil. Javier Solana Madariaga. Nato-Generalsekretär. SZ 26.3.1999. S.4.
Josef Joffe: Europa will mehr als es kann. SZ 27.3.1999. S.4. (Leitartikel)
Josef Joffe: Kurzer Krieg, schneller Sieg? SZ 29.3.1999. S.4. (Leitartikel)
Kurt Kister: Der höchste Einsatz. SZ 26.3.1999. S.4. (Leitartikel)
Kurt Kister: Unglückliche Kombi-Debatte. SZ 27.3.1999. S.4.
Stefan Kornelius: Im Profil. Wesley K. Clark. Nato-Oberbefehlshaber. SZ 25.3.1999. S.4.
Bernhard Küppers: Bosnien wird wieder zum Problemfall. Der Serben Führer Milosevic will sich die neuen Konflikte im Nachbarstaat zunutze machen. SZ 8.3.1999. S.4.
Bernhard Küppers: Weg frei in den Abgrund. Jugoslawiens Präsident Milosevic führt sein apathisches Volk in die Katastrophe. SZ 26.3.1999. S.4.
Peter Münch: Das zynische Spiel des Despoten. SZ 12.3.1999. S.4.
Peter Münch: Der Krieg im Kosovo rückt näher. Die Friedensgespräche von Rambouillet werden fortgesetzt – und sind schon jetzt gescheitert. SZ 15.3.1999. S.4.
Peter Münch: Zu verhandeln gibt es nichts mehr. SZ 17.3.1999. S.4.
Peter Münch: Diplomatie ohne Logik. SZ 19.3.1999. S.4.
Peter Münch: Zum Handeln gezwungen. SZ 22.3.1999. S.4. (Leitartikel)
Peter Münch: Im Profil. Slobodan Milosevic. Jugoslawischer Präsident. SZ 24.3.1999. S.4.
Peter Münch: Die Würfel sind gefallen. SZ 25.3.1999. S.4. (Leitartikel)
Christoph Schwennicke: Deutsche kämpfen wieder. SZ 16.3.1999. S.4. (Leitartikel)
FAZ
Karl Feldmeyer: Der Einsatz von Bodentruppen kommt nicht in Betracht. Allein in Italien stehen 360 Nato-Kampfflugzeuge bereit, Scharping weist auf Meinungsverschiedenheiten zwischen Milosevic und Armeeführung hin. FAZ 25.3.1999. S. 3
Karl Feldmeyer: Unter Druck. FAZ 26.3.1999. S. 12.
Karl Feldmeyer: Ein hoher Preis. Das Vorgehen der Nato lässt viele Fragen offen. FAZ 26.3.1999. S. 12.
Karl Feldmeyer: Bedrückend. FAZ 29.3.1999. S. 1.
Karl Feldmeyer: Die Nato in Verlegenheit. FAZ 30.3.1999. S. 1. (Leitartikel)
Georg Paul Hefty: Eine Provokation. FAZ 22.3.1999. S. 1.
Georg Paul Hefty: Steht Milosevic allein? FAZ 25.3.1999. S.1.
Oliver Hoischen: Verlust der Glaubwürdigkeit. Im Streben um den Machterhalt spielt Milosevic mit der Nato „Hase und Igel“. FAZ 20.3.1999. S. 12.
Oliver Hoischen: Brandstifter und Feuerwehrmann. Slobodan Milosevic braucht die Nato-Angriffe zum Erhalt der eigenen Macht. FAZ 25.3.1999. S. 6
Michael Jeismann: Drei Reden. Clinton, Jelzin und Schröder erklären den Krieg. FAZ 26.3.1999. S. 44.
Berthold Kohler: Am Pranger. FAZ 17.3.1999. S. 16.
Berthold Kohler: Hilflos in Paris. FAZ 20.3.1999. S. 12.
Berthold Kohler: Was dem Westen übrig bleibt. FAZ 23.3.1999. S.1. (Leitartikel)
Berthold Kohler: Festbleiben. FAZ 26.3.1999. S.1. (Leitartikel)
Berthold Kohler: Kein Zurück. FAZ 27.3.1999. S. 1.
Eckart Lohse: Der Außenminister muß sich nicht mehr um die verstaubte Programmatik scheren. Ein langer Weg der Grünen vom Radikalpazifismus zur praktischen Politik. FAZ 26.3.1999. S. 3.
Reinhard Müller: Das letzte Mittel. Die humanitäre Intervention. FAZ 25.3.1999. S. 6.
Günther Nonnenmacher: Wie sich Saddam und Milosevic ähneln. FAZ, 24.2.1999. S. 1. (Leitartikel)
Günther Nonnenmacher: Schlangenlinie. FAZ 25.2.1999. S. 16.
Günther Nonnenmacher: Wirbel. FAZ 3.3.1999. S. 1.
Günther Nonnenmacher: Der Ernstfall. FAZ 26.3.1999. S.1. (Leitartikel)
Horst Rademacher: Mit Kroatien. FAZ 1.3.1999. S. 16.
Matthias Rüb: Gegen Milosevics Machtinstinkt hilft nur der Einsatz von Gewalt. Jugoslawiens Ex-Präsident reagiert auf Schwäche mit dem Reflex des Nachstoßens. FAZ 20.3.1999. S. 3
Matthias Rüb, Prüfungsfeld Balkan. FAZ 25.3.1999. S. 1. (Leitartikel)
Matthias Rüb: Diesmal kündigt sich der Krieg in Belgrad selbst an. Vorbereitungen für den Ernstfall, Ausnahmezustand verhängt, Sender geschlossen. FAZ 25.3.1999. S. 3
Matthias Rüb: Flächenbombardements gibt es nur im Fernsehen. Belgrad erlebt die ersten Angriffe. Propaganda läuft auf Hochtouren. FAZ 26.3.1999. S. 3.
Matthias Rüb: Den Dritten Weltkrieg herbeireden. Die Folgen der Nato-Luftangriffe gegen Jugoslawien für die regionale Stabilität. FAZ 29.3.1999. S. 20.
Richard Swartz: Acker der Macht. Aufstieg und Untergang des Slobodan Milosevic. FAZ 26.3.1999. S. 44.
Volker Zastrow: Hofnarrenstatus. FAZ 31.3.1999. S. 1. (Leitartikel)
Die Welt
Nikolaus Blome: Milosevic hat sich gewappnet. DIE WELT 19.3.1999. S. 10. (Leitartikel)
Jörg Friedrich: Ewiger Mythos vom " Stirb und werde!" Wie 1914 will Serbien sich durch Krieg und mit Hilfe Rußlands aus der Paria-Rolle befreien. DIE WELT 27.3.1999. S. 11.
Gerhard Gnauck: Sterben für Pristina. Der Kontinent billigt die Angriffe auf Jugoslawien – Rußland ausgenommen. DIE WELT 26.3.1999. S. 11.
Karl-Ludwig Günsch: Zwischen Poesie und Kosovo. Nadeschda Nichailowa. DIE WELT 22.3.1999. S. 11.
Herbert Kremp: Auf Belgrad mir Backpulver schießen. Luftschläge allein führen nicht zum politischen Ziel – die Politik will aber nicht hören. DIE WELT 20.3.1999. S. 11.
Herbert Kremp: Ist der Angriff wohl überlegt. DIE WELT 25.3.1999. S. 10. (Leitartikel)
Herbert Kremp: Der Trümmerhaufen wächst. DIE WELT 27.3.1999. S. 10. (Leitartikel)
Torsten Krauel: Bauern und Bomben. DIE WELT 24.3.1999. S. 10.
Torsten Krauel: Belgrad hilft der Nato. DIE WELT 29.3.1999. S. 10.
Torsten Krauel: Kosovo ist nah und Tibet weit. DIE WELT 30.3.1999. S. 10.
Martin S. Lambeck: Schröders Härtetest. DIE WELT 31.3.1999. S. 10.
Sonja Margolina: Bomben auf Rußlands Demokratie. DIE WELT 30.3.1999. S. 10.
Lord David Owen: Das Kosovo wird unabhängig werden. DIE WELT 29.3.1999. S. 10.
Katja Ridderbusch: Sehnsucht nach Bomben. DIE WELT 22.3.1999 S. 10.
Katja Ridderbusch: Slobodan Milosevic. Der Mann der Europa verhöhnt. DIE WELT 26.3.1999. S. 11.
Katja Ridderbusch: Vuk Draskovic: Hungriger Wolf in Milosevics Fängen. DIE WELT 30.3.1999. S. 11.
Katja Ridderbusch: Milo Djukanovic, das andere Gesicht des Balkan. DIE WELT 31.3.1999. S. 11.
Manfred Rowold: Wofür die USA kämpfen. DIE WELT 24.3.1999. S. 10. (Leitartikel)
Thomas E. Schmidt: Peter Handke - der Dichter, der Serbien liebt und die Moderne haßt. DIE WELT 29.3.1999. S. 11.
Thomas Schmid: Lehrmeister Krieg. DIE WELT 30.3.1999. S. 10. (Leitartikel)
Jacques Schuster: Die Deutschen und der Krieg. DIE WELT 23.3.1999. S. 10. (Leitartikel)
Michael Stürmer: Kosovo, Kredite und Kreml - für Michel Camdessus eine Strecke. DIE WELT 27.3.1999. S. 11.
Janusz Tycner: Neue Akteure der Weltpolitik. S. 10. DIE WELT 26.3.1999.
Karsten D. Voigt: Die Achtundsechziger als neue Atlantiker. Europa muß an der Seite der USA bleiben und zugleich eigene Interessen vertreten. DIE WELT 30.3.1999. S. 11.
Mathias Zschaler: Der Krieg im globalen Dorf. Die Allgegenwart der Medien ist kein Garant für klare Informationen. DIE WELT 26.3.1999. S. 11.
Frankfurter Rundschau
Roman Arens: Römische Interessen. FR 29.3.1999. S. 3.
Vera Gaerow, Peter Henkel: Hoffen auf den Westen. Die Kosovaren in Deutschland wünschen, daß die Nato Serbien endlich bezwingt. FR 25.3.1999. S. 6.
Michael Flämig: Das Euro-Orakel. FR 31.3.1999. S. 3 (Leitartikel)
Karl Grobe: Langer Kampf ums Amselfeld. das Ringen um Kosovo begann vor Jahrhunderten. FR 24.3.1999. S.2.
Karl Grobe: Rußland sagt nein. FR 29.3.1999. S. 3 (Leitartikel)
Karl Grobe: Desinformation. FR 31.3.1999. S. 3.
IALANA (Juristinnen und Juristen gegen atomare, biologische und chemische Waffen): Eine Botschaft, die von oben und unten kommen muß. FR 31.3.1999. S. 10. (Dokumentation)
Stephan Israel: Die Männer mit den Mützen rücken vor. Kaum waren die Beobachter abgezogen, da begann die jugoslawische Armee ihre offensive im Herzen Kosovos. FR 22.3.1999. S.3.
Stephan Israel: „Die letzten Zeugen sollen verstummen“. Serbiens Behörden verurteilen kosovo-albanische Zeitung. FR 23.3.1999. S. 6.
Stephan Israel: Ein Überbringer letzter Warnungen. Die Versuche des US-Diplomaten Richard Holbrooke, in Belgrad doch noch eine Brücke zum Frieden zu finden. FR 24.3.1999. S. 3.
Stephan Israel: Bis gestern war Krieg ein fernes Geschehen. Belgrad im Ausnahmezustand: Alle paar Stunden heulen die Sirenen, und Freiwillige melden sich zum Kampf. FR 26.3.1999. S. 3
Monika Kappus: „Friedenskräfte im Stich gelassen“. Pazifisten geißeln Kosovo-Politik von Bonn und Nato. FR 24.3.1999. S.2.
Monika Kappus: Nur ein Häuflein Friedensbewegte schart sich ums Tucholsky-Plakat. Einige wenige Demonstranten in Bonn trotzen der „Gewöhnung an die Militarisierung“. Passanten reagieren gleichgültig. FR 26.3.1999. S. 6.
Peter Körte: Was nun? FR 26.3.1999. S. 12.
Richard Meng: Generation Normalo. FR 27.2.1999. S. 3. (Leitartikel)
Richard Meng: Luftschläge der Nato – aber was dann? SPD befürchtet, daß der Einsatz von Bodentruppen doch nötig werden könnte. „Weiterer Bundestagsbeschluss erforderlich“. FR 23.3.1999. S. 6.
Richard Meng: Direkt daneben. FR 23.3.1999. S. 3.
Richard Meng: Schweren Herzens auf Nato-Kurs. In Bonn lehnen nur wenige Grüne Luftangriffe auf Serbien ab. FR 24.3.1999. S.2.
Richard Meng: Angst vor dem falschen Signal. Bonn am Tag vor den Nato-Angriffen – zwischen leisem Erschrecken und antrainierter Routine. FR 25.3.1999. S. 3.
Richard Meng: Wer noch Hoffen will, bleibt doch hilflos. Nach der Eskalation in Kosovo herrscht in Bonn neben offizieller Standfestigkeit zunehmend Verunsicherung. FR 31.3.1999. S. 3.
Rolf Paasch: Balkanisches Dilemma. FR 8.3.1999. S. 3.
Rolf Paasch: Es gibt keinen Platz mehr zwischen den Fronten. Am Fuß der Cicaviza-Berge fliehen die Serben vor den Kosovaren und die Kosovaren vor den Serben. FR 10.3.1999. S.3.
Rolf Paasch: Die zwei Gesichter Europas. FR 12.3.1999. S. 3. (Leitartikel)
Rolf Paasch: Zwischen Rambouillet und Ratlosigkeit. FR 13.3.1999. S.3.
Rolf Paasch: Der letzte Druck. FR 16.3.1999. S. 3.
Rolf Paasch: Manipuliertes Massaker. FR 18.3.1999. S. 3.
Rolf Paasch: Europas Waterloo. FR 19.3.1999. S. 3.
Rolf Paasch: Alle Zuckerbrote im Korb verschmäht. Die Eine-Million-Dollar-Frage zur Lösung in Kosovo lautet jetzt für die Diplomatie: Was will Milosevic noch? FR 20.3.1999. S.3.
Rolf Paasch: Nichts Richtiges im Falschen. FR 22.3.1999. S.3.
Rolf Paasch: Nötigung zum Krieg. FR 24.3.1999. S. 3. (Leitartikel)
Rolf Paasch: Präzedenzfall Kosovo. FR 25.3.1999. S. 3. (Leitartikel)
Rolf Paasch: Alarmstufe ‚Bravo’ und ein Land in der Zerreißprobe. Krieg gegen Zivilisten, Krieg gegen Journalisten, Gewaltausbrüche vor den Botschaften von Nato-Staaten. FR 27.3.1999. S. 3.
Jochen Siemens: Der Kampfeinsatz eine Zäsur. FR 26.3.1999. S. 3. (Leitartikel)
Jochen Siemens: Was folgt den Luftangriffen? FR 27.3.1999. S. 3. (Leitartikel)
Karl Vack: „Gefangene ihrer eigenen Drohung“. Offener Brief an G. Schröder FR 29.3.1999. S. 9.
Martin Winter: Nein, das ist kein Videospiel. Clinton bringt den Amerikanern die Kriegswahrheit nahe und spricht einen bestimmten Verzicht nicht mehr an. FR 29.3.1999. S. 3.
VI. 2. Sekundärliteratur
http://www.dfait-maeci.gc.ca/iciss-ciise/pdf/Commission-Report.pdf) („The responsibility to act.“ Dossier der „International commission on intervention and state sovereignty“) 26.12.2003 (18.00h).
http://www.bundeskanzler.de/Reden-.7715.8165/Erklaerung-
von-Bundeskanzler-Gerhard-Schroeder-z...htm 22.2.2004 (17.00h).
http://www.nzz.ch/dossiers/kosovo/index.html
Hauke Brunkhorst (Hg.): Einmischung erwünscht? Menschenrechte und bewaffnete Intervention, Frankfurt/Main 1998
BpB (Hg.): Menschenrechte. In „Informationen zur politischen Bildung“ 210/2000. S. 32 – 39.
Noam Chomsky: War against people. Menschenrechte und Schurkenstaaten. Hamburg, Wien 2001.
Jörg Friedrich: Völkerrecht in Zeiten des Völkermords, FAZ 2.8.2003, S. 6.
Peter Handke: Eine winterliche Wanderung zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien. Frankfurt/Main 1996. (zuerst: Süddeutsche Zeitung 5./6. Januar und 13./14. Januar 1996)
Eric Hobsbawm: Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts. München 62003. S. 7– 13.
Detlef Junker: Power and Mission. Was Amerika antreibt. Freiburg 2003. S.
Robert Kagan: Macht und Ohnmacht. Amerika und Europa in der neuen Weltordnung. S. 55 – 63.
Herfried Münkler: Die neuen Kriege. Reinbek 2002.
Harald Müller: Zwischen Information, Inszenierung und Zensur. Zum Verhältnis von Demokratie, Krieg und Medien. (http://www.hsfk.de/downloads/sp0402.pdf) 16.2.2004 (15.00h)
Peter J. Opitz: Menschenrechte und Internationaler Menschenrechtsschutz im 20. Jahrhundert. München 2002. S. 145 – 174.
Henning Ritter: Das Schisma. FAZ, 09.01.2004, S. 31
Peter Rudolf: Menschenrechte und Souveränität: Zur normativen Problematik ‚humanitärer Intervention’. Berlin 2001.
(http://www.swp-berlin.org/produkte/swp_studie.php?
id=1758& PHPSE%20SSID=ae37a0baefca246e21902cf7f0101d9f) 26.12.2003 (15.00h).
Gregor Schöllgen: Der Auftritt. Deutschlands Rückkehr auf die Weltbühne. München 2003. S. 70 - 79.
Wichard Woyke (Hrsg.): Handwörterbuch Internationale Politik. Opladen 82000. S.221 – 227.
[1] http://www.bundeskanzler.de/Reden-.7715.8165/Erklaerung-
von-Bundeskanzler-Gerhard-Schroeder-z...htm 22.2.2004 (17.00h).
[2] z.B.: Brunkhorst, Hauke (Hg.): Einmischung erwünscht? Menschenrechte und bewaffnete Intervention, Frankfurt/Main 1998; Peter Rudolf: Menschenrechte und Souveränität: Zur normativen Problematik ‚humanitärer Intervention’. Berlin (Stiftung Wissenschaft und Politik) 2001.
[3] BpB (Hg.): Menschenrechte. In „Informationen zur politischen Bildung“ 210/2000. S. 37.
[4] Aber auch der nicht erfolgten Intervention 1994 in Somalia.
[5] Richard Meng: Angst vor dem falschen Signal. Bonn am Tag vor den NATO-Angriffen – zwischen leisem Erschrecken und antrainierter Routine. Frankfurter Rundschau 25.3.1999. S. 3.
[6] Eric Hobsbawm: Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts. München 62003. S. 7– 13.
[7] Die es bis heute noch gar nicht umfassend gibt. Ansätze u.a. bei: Gregor Schöllgen: Der Auftritt. Deutschlands Rückkehr auf die Weltbühne. München 2003. S. 70ff. Robert Kagan: Macht und Ohnmacht. Amerika und Europa in der neuen Weltordnung. S. 55 – 63. oder Herfried Münkler: Die neuen Kriege. Reinbek 2002. S. 222ff.
[8] Detlef Junker: Power and Mission. Was Amerika antreibt. Freiburg 2003. S. 155f.
[9] z.B..: Lutz Raphael: Geschichtswissenschaft im Zeitalter der Extreme. Theorien, Methoden, Tendenzen von 1900 bis zur Gegenwart. München 2003. Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Göttingen 2003. Oder auch ‚Feuilleton-Diskussion’ über die Biografie wichtiger Historiker wie Martin Broszat oder Fritz Fischer.
[10] Insbesondere da Journalisten nicht nur die ersten Interpreten der Politik sind (‚veröffentlichte Meinung’), sondern auch unmittelbaren Einfluss auf die Meinung der Bevölkerung (‚öffentliche Meinung’) haben.
[11] http://www.sueddeutsche.de/
[12] Wolfgang Rudzio: Das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Opladen 52000. (Rudzio: 2000) S. 494
[13] ebd. S. 491
[14] http://www.faz.net/
[15] Rudzio: 2000. S. 494.
[16] ebd. S. 491.
[17] http://www.sueddeutsche.de/
[18] Rudzio: 2000. S. 494.
[19] ebd. S. 491.
[20] http://www.fr-aktuell.de/
[21] Rudzio: 2000. S. 494.
[22] ebd. S. 491
[23] Herbert Kremp: Auf Belgrad mit Backpulver schießen. Luftschläge allein führen nicht zum politischen Ziel – die Politik will aber nicht hören. DIE WELT 20.3.1999. S. 11.
[24] Torsten Krauel: Kosovo ist nah und Tibet weit. DIE WELT 30.3.1999. S. 10.
[25] Jörg Friedrich: Ewiger Mythos vom " Stirb und werde!" Wie 1914 will Serbien sich durch Krieg und mit Hilfe Rußlands aus der Paria-Rolle befreien. DIE WELT 27.3.1999. S. 11.
[26] Michael Frank: Kreuzpunkt aller Konflikte. Auch dieser Balkan-Krieg setzt nur fort, was schon zu römischen Zeiten die Region zerfleischte. SZ 27.3.1999. S.4.
[27] Kurt Kister: Der höchste Einsatz. SZ 26.3.1999. S.4. (Leitartikel)
[28] Peter Münch: Die Würfel sind gefallen. SZ 25.3.1999. S.4. (Leitartikel)
[29] Peter Münch: Das zynische Spiel des Despoten. SZ 12.3.1999. S.4.
[30] Josef Joffe: Europa will mehr als es kann. SZ 27.3.1999. S.4. (Leitartikel)
[31] weiterhin: „Offener Brief“ des Komitees für Grundrechte und Demokratie, eine ‚Dokumentation’ der IALANA sowie eine Reporterin (M. Kappus), die nur vorrangig über Gegner des Einsatzes schreibt.
[32] Rolf Paasch: Zwischen Rambouillet und Ratlosigkeit. FR 13.3.1999. S. 3. Vgl. auch Stephan Israel: Die Männer mit den Mützen rücken vor. Kaum waren die Beobachter abgezogen, da begann die jugoslawische Armee ihre offensive im Herzen Kosovos. FR 22.3.1999. S.3.
[33] Rolf Paasch: Der letzte Druck. FR 16.3.1999. S. 3.
[34] Rolf Paasch: Nichts Richtiges im Falschen. FR 22.3.1999. S.3. (Paasch kam 1999 die Chefkommentator-Rolle zu, da er als Reporter vor Ort tätig war, wie die FR auf Anfrage mitteilte)
[35] Matthias Rüb, Prüfungsfeld Balkan. FAZ 25.3.1999. S. 1. (Leitartikel)
[36] Matthias Rüb: Gegen Milosevics Machtinstinkt hilft nur der Einsatz von Gewalt. Jugoslawiens Ex-Präsident reagiert auf Schwäche mit dem Reflex des Nachstoßens. FAZ 20.3.1999. S. 3
[37] Berthold Kohler: Festbleiben. FAZ 26.3.1999. S.1. (Leitartikel)
[38] Christian Ströbeles (Bündnis 90/Die Grünen) verunglückte Anmerkung, er „schäme sich für sein Land, dass wieder Bomben auf Belgrad wirft“, brachte ihm herbe Kritik ein, ist aber symptomatisch für die Argumentation linker Kriegsgegner.
[39] Michael Frank: Kreuzpunkt aller Konflikte. Auch dieser Balkan-Krieg setzt nur fort, was schon zu römischen Zeiten die Region zerfleischte. SZ 27.3.1999. S.4.
[40] einzig, Karl Grobe: Langer Kampf ums Amselfeld. das Ringen um Kosovo begann vor Jahrhunderten. FR 24.3.1999. S.2. bietet einen kurzen historischen Abriss.
[41] Manfred Rowold: Wofür die USA kämpfen. DIE WELT 24.3.1999. S. 10. (Leitartikel)
[42] Lord David Owen: Das Kosovo wird unabhängig werden. DIE WELT 29.3.1999. S. 10.
[43] Gerhard Gnauck: Sterben für Pristina. Der Kontinent billigt die Angriffe auf Jugoslawien – Rußland ausgenommen. DIE WELT 26.3.1999 S. 11.
[44] Jörg Friedrich: Ewiger Mythos vom " Stirb und werde!" Wie 1914 will Serbien sich durch Krieg und mit Hilfe Rußlands aus der Paria-Rolle befreien. DIE WELT 27.3.1999. S. 11.
[45] Günther Nonnenmacher, Wie sich Saddam und Milosevic ähneln. FAZ, 24.2.1999. S. 1.
[46] Torsten Krauel: Balgrad hilft der NATO. DIE WELT 29.3.1999. S. 10.
[47] Josef Joffe: „Wir haben keine andere Wahl“. Holbrookes gescheiterte Belgrad-Mission zwingt die NATO zur Gewalt – und in ein Abenteuer. SZ 24.3.1999. S.4.
[48] Josef Joffe: Kurzer Krieg, schneller Sieg? SZ 29.3.1999. S.4. (Leitartikel)
[49] Matthias Rüb, Gegen Milosevics Machtinstinkt hilft nur der Einsatz von Gewalt. Jugoslawiens Ex-Präsident reagiert auf Schwäche mit dem Reflex des Nachstoßens. FAZ 20.3.1999. S. 3
[50] Oliver Hoischen: Brandstifter und Feuerwehrmann. Slobodan Milosevic braucht die NATO-Angriffe zum Erhalt der eigenen Macht. FAZ 25.3.1999. S. 6
[51] Berthold Kohler, Am Pranger. FAZ 17.3.1999. S. 16.
[52] Richard Swartz: Acker der Macht. Aufstieg und Untergang des Slobodan Milosevic. FAZ 26.3.1999. S. 44.
[53] Rolf Paasch: Präzedenzfall Kosovo. FR 25.3.1999. S. 3.
[54] Rolf Paasch: Alle Zuckerbrote im Korb verschmäht. Die Eine-Million-Dollar-Frage zur Lösung in Kosovo lautet jetzt für die Diplomatie: Was will Milosevic noch? FR 20.3.1999. S.3.
[55] Katja Ridderbusch: Sehnsucht nach Bomben. DIE WELT 22.3.1999. S. 10.
[56] Katja Ridderbusch: Slobodan Milosevic. Der Mann der Europa verhöhnt. DIE WELT 26.3.1999. S. 11.
[57] Peter Münch: Das zynische Spiel des Despoten. SZ 12.3.1999. S.4
[58] Josef Joffe: Im Profil. Javier Solana Madariaga. NATO-Generalsekretär. SZ 26.3.1999. S.4.
[59] Josef Joffe: „Wir haben keine andere Wahl“. Holbrookes gescheiterte Belgrad-Mission zwingt die NATO zur Gewalt – und in ein Abenteuer. SZ 24.3.1999. S.4.
[60] Oliver Hoischen, Verlust der Glaubwürdigkeit. Im Streben um den Machterhalt spielt Milosevic mit der NATO „Hase und Igel“. FAZ 20.3.1999. S. 12.
[61] 1999 wurde der 50. Gründungstag der NATO gefeiert.
[62] Rolf Paasch: Präzedenzfall Kosovo. FR 25.3.1999. S. 3. (Leitartikel)
[63] Rolf Paasch: Die zwei Gesichter Europas. FR 12.3.1999. S. 3. (Leitartikel)
[64] Jochen Siemens: Der Kampfeinsatz eine Zäsur. FR 26.3.1999. S. 3. (Leitartikel)
[65] Karl Feldmeyer. Ein hoher Preis. Das Vorgehen der NATO lässt viele Fragen offen. FAZ 26.3.1999. S. 12.
[66] Matthias Rüb, Gegen Milosevics Machtinstinkt hilft nur der Einsatz von Gewalt. Jugoslawiens Ex-Präsident reagiert auf Schwäche mit dem Reflex des Nachstoßens. FAZ 20.3.1999. S. 3
[67] Günther Nonnenmacher, Wie sich Saddam und Milosevic ähneln. FAZ, 24.2.1999. S. 1. (Leitartikel)
[68] Berthold Kohler: Festbleiben. FAZ 26.3.1999. S.1. (Leitartikel)
[69] Herbert Kremp: Ist der Angriff wohl überlegt. DIE WELT 25.3.1999. S. 10. (Leitartikel)
[70] Herbert Kremp: Auf Belgrad mir Backpulver schießen. Luftschläge allein führen nicht zum politischen Ziel – die Politik will aber nicht hören. DIE WELT 20.3.1999. S. 11.
[71] Gerhard Gnauck: Sterben für Pristina. Der Kontinent billigt die Angriffe auf Jugoslawien – Rußland ausgenommen. DIE WELT 26.3.1999. S.11.
[72] Janusz Tycner: Neue Akteure der Weltpolitik. DIE WELT 26.3.1999. S. 10.
[73] Peter Münch: Die Würfel sind gefallen. SZ 25.3.1999. S.4. (Leitartikel)
[74] Peter Münch: Diplomatie ohne Logik. SZ 19.3.1999. S.4.
[75] Eckart Lohse: Der Außenminister muß sich nicht mehr um die verstaubte Programmatik scheren. Ein langer Weg der Grünen vom Radikalpazifismus zur praktischen Politik. FAZ 26.3.1999. S. 3.
[76] Mathias Zschaler: Der Krieg im globalen Dorf. Die Allgegenwart der Medien ist kein Garant für klare Informationen. DIE WELT 26.3.1999. S. 11.
[77] Matthias Rüb: Flächenbombardements gibt es nur im Fernsehen. Belgrad erlebt die ersten Angriffe. Propaganda läuft auf Hochtouren. FAZ 26.3.1999. S. 3..
[78] Herfried Münkler: Die neuen Kriege Reinbek 2002. S. 52.
[79] Jörg Friedrich: Völkerrecht in Zeiten des Völkermords, FAZ 2.8.2003, S. 6.
[80] Rolf Paasch: Nichts Richtiges im Falschen. FR 22.3.1999
[81] http://www.nzz.ch/dossiers/kosovo/index.html
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