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DRG-Dokumentationsinstrumente zur Leistungserfassung pflegerelevanter Nebendiagnosen

Diploma Thesis, 2002, 113 Pages
Author: Antje Jager
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2002
Pages: 113
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V11143
ISBN (E-book): 978-3-638-17383-4

File size: 337 KB


Excerpt (computer-generated)

Fachhochschule Neubrandenburg
Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit
Studiengang Pflege und Gesundheit

DRG - Dokumentationsinstrumente
zur Leistungserfassung pflegerelevanter Nebendiagnosen

Diplomarbeit
zur
Erlangung des akademischen Grades
Diplompflegewirtin (FH)

vorgelegt von

Jager, Antje

12. Dezember 2002

Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG ... 1

1 DRG - AUSGANGSPUNKT UND ZIELSETZUNG ... 3
1.1 Entwicklung der DRG`s ... 7
1.2 German DRG (G - DRG) ... 12

2 DRG - PATIENTENKLASSIFIKATIONSSYSTEME ... 14
2.1 Ablauf der DRG - Zuweisung ... 16
2.1.1 Beispiel für den Aufbau/ Bezeichnung einer DRG ... 19
2.1.2 Schweregrad - Indikatoren: CCL und PCCL ... 19
2.1.3 Hauptdiagnose ... 20
2.1.4 Nebendiagnosen ... 22
2.1.5 Prozeduren ... 24
2.2 Komponenten der DRG - Systematik ... 25
2.3 Anreize von DRG - Systemen ... 26
2.4 Anforderungen an das Krankenhaus - Management ... 28

3 DOKUMENTATION ... 30
3.1 Ärztliche Dokumentation ... 32
3.2 Pflegerische Dokumentation ... 35
3.3 Leistungserfassung in der Pflege ... 38
3.3.1 PPR - Pflegepersonalregelung ... 40
3.3.2 LEP - Leistungserfassung in der Pflege ... 42
3.3.3 DTA - Diagnosebezogene Tätigkeitsanalyse ... 44

4 PFLEGERELEVANTE NEBENDIAGNOSEN ... 46
4.1 Dokumentationsinstrumente ... 50
4.2 Papiergestützte Dokumentation ... 51
4.2.1 Beschreibung der papiergestützten Dokumentation ... 51
4.2.2 Stärken und Schwächen der papiergestützten Dokumentation ... 52
4.3 Computergestützte Dokumentation ... 54
4.3.1 Beschreibung der computergestützten Dokumentation ... 55
4.3.2 Stärken und Schwächen der computergestützten Dokumentation ... 56
4.4 Personelle Voraussetzungen im DRG-System ... 58

5 SCHULUNGSBEDARF ... 60
5.1 Aufbau der Schulung ... 60
5.2 Leiter und Teilnehmer der Schulung ... 60
5.3 Inhalte der Schulung ... 61

SCHLUSSBETRACHTUNG ... 62

LITERATURVERZEICHNIS ... 64

DANKSAGUNG ... 70

ANHANG ... 71


Abkürzungsverzeichnis

[...]

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: DRG-Familie 7
Abb. 2: DRG`s und Patientenklassifikationssysteme 8
Abb. 3: Bildung einer DRG 15
Abb. 4: MDC`s 17
Abb. 5: später hinzugefügte MDC`s 17
Abb. 6: Schema der AR-DRG-Gruppierung 18
Abb. 7: Aufbau der AR-DRG-Bezeichnungen 19
Abb. 8: Vor- und Nachteile einer dezentralen und zentralen Dokumentation 35
Abb. 9: Patientengruppen 41

Einleitung

Seit 1996 sind in deutschen Krankenhäusern strukturierte Aktivitäten und Organisationsprozesse unter dem Stichwort Diagnosis Related Groups (DRG`s) bekannt geworden. Hierbei handelt es sich um diagnosebezogene Fallgruppen. Ein gemeinsames Ziel von den DRG-Projekten war und ist es, sich als Krankenhaus auf den Tag vorzubereiten, an dem es heißt: Der Leistung folgt das Geld.
Ab 2003 wird das Patientenklassifikationssystem der DRG`s zur Budgetbemessung und Abrechnung in Krankenhäusern in Deutschland eingeführt, die sogenannten German-Diagnosis Related Groups (G-DRG`s). Dabei hat und wird dieses System künftig zu maßgeblichen Veränderungen in den Krankenhäusern führen. Mit den DRG`s wird die Verweildauer in den Kliniken sinken. Dennoch würden die Patienten nicht "blutiger" entlassen, denn eine Entlassung in schlechterem Zustand werde der Markt nicht respektieren. DRG`s werden die Kostentransparenz in den Kliniken steigern und die Qualität heben.
Neben den medizinischen Grundlagen stellt die Pflege innerhalb des Patienten-klassifikationssystems einen entscheidenden Aspekt dar.
Mit dieser Diplomarbeit wird aufgezeigt, dass pflegerelevante Nebendiagnosen für den Erlös von hoher Intension sind. Durch die vollständige Erfassung ist eine korrekte Abbildung des Falles im Fallpauschalensystem und damit eine adäquate Vergütung des Aufwandes im Krankenhaus zu erreichen.
Gerade in der heutigen Zeit, wo Ärzte sich mit der Dokumentation und Kodierung beschäftigen, darf die Pflege nicht außer Acht gelassen werden und muss mehr denn je integriert werden. Dabei sind die Schulung und die Motivation der Pflegenden bezüglich der Inhalte und Erfassung pflegerelevanter Nebendiagnosen von Bedeutung.
Um diese Thematik näher darzustellen wurde sie Gegenstand dieser Diplomarbeit. Sie kann zur Orientierung für die Erfassung pflegerelevanter Nebendiagnosen genutzt werden.

Im ersten Teil dieser Diplomarbeit wird das Thema DRG allgemein vorgestellt. Es werden unter anderem folgende Fragen beantwortet:

  • Was beinhalten und welche Ziele haben DRG`s?
  • Wo sind sie entstanden?

Den Mittelpunkt der Arbeit stellt die Dokumentation mit den unterschiedlichen Dokumentationsarten, die Leistungserfassung in der Pflege sowie die Erfassung pflegerelevanter Nebendiagnosen dar.
Nicht zu vergessen ist der Aspekt des Schulungsbedarfs, unter Beachtung des vorhandenen Pflegepersonals, der sich mit der DRG-Einführung ergibt.

1 DRG - Ausgangspunkt und Zielsetzung

Das zum 1. Januar 2000 in Kraft getretene GKV - Gesundheitsreformgesetz1 schreibt erstmals die Einführung eines umfassenden pauschalisierenden Vergütungssystems vor. Im § 17 b des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) ist festgelegt, dass für die Vergütung der allgemeinen vollstationären und teilstationären Krankenhausleistungen ein durchgängiges, leistungsorientiertes und pauschalisierendes Vergütungssystem einzuführen ist. Ausgenommen sind Leistungen, die in psychiatrischen Abteilungen, gemäß § 1 Abs. 2 Psychiatrie-Personalverordnung, erbracht werden .2
Der Grund für die Einführung einer neuen Vergütung im Krankenhausbereich liegt darin, dass das heutige Krankenhausfinanzierungssystem Fehlanreize schafft. Zu diesen Fehlanreizen sind nach dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) folgende zu zählen:

  • Die Krankenhausverweildauer in Deutschland ist sehr hoch, denn es wird weitgehend nach Tagen bezahlt.
  • Die geltenden Budgets der Krankenhäuser basieren zum Teil auf historischen Kostenstrukturen (Selbstkostendeckung).
  • Es besteht keine Transparenz über das Leistungsgeschehen, da konkrete Behandlungen für die Abrechnung keine Rolle gespielt haben.

Geisen (2002, S.1) schreibt, dass Krankenhäuser ihre Vergütung nicht mehr für belegte oder vorgehaltene Betten bzw. für den jeweils geleisteten medizinischen und pflegerischen Aufwand erhalten sollen, sondern pauschalisiert nach "Fall"3 und Diagnose. Der Grund hierfür liegt darin, dass mehr als 80 Prozent aller Krankheiten in gleicher bzw. vergleichbarer Weise therapiert werden, unabhängig davon, um welches Krankenhaus es sich handelt.

[...]


1 Gesetz z ur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ab dem Jahr 2000 vom 22.12.1999, BGBl. I, S.2626

2 Hintergrund ist nach BMG, das Vorliegen starker Verweildauerschwankungen bei gleichen Diagnosen.

3 nach Zaiß (2000) ist ein Fall, ein stationärer Aufenthalt eines Patienten im Krankenhaus, in einer Fachabteilung, in einer Tages- und Nachtklinik oder Teilstation, weiterhin bezieht sich der Fall auf die vor- und nachstationäre Behandlung sowie auf Anschlussheilverfahren


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