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Die elektronische Patientenkarte in ausgewählten Ländern der Europäischen Union

Subtitle: Frankreich, Deutschland, Slowenien, Österreich und Italien - Eine vergleichende Bestandsanalyse

Scholary Paper (Seminar), 2006, 34 Pages
Author: Reza Fathollah Nejad Asl
Subject: Health Science

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2006
Pages: 34
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 26  Entries
Language: German
Archive No.: V111836
ISBN (E-book): 978-3-640-16680-0
ISBN (Book): 978-3-640-19031-7
File size: 361 KB

Abstract

Derzeit gibt es europaweit Anstrengungen zur Anwendung von E-Health und Gesundheitstelematik als Mittel die Gesundheitssysteme zu modernisieren und international wettbewerbsfähig zu machen. Bei den zahlreichen Modellen kann grob eine Differenzierung vorgenommen werden. Einige Systeme arbeiten mit Netzmodellen (wie Dänemark oder Großbritannien), bei anderen handelt es sich um Kartenmodelle. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit ausgesuchten Kartenmodellen und zeigt den aktuellen Stand der einzelner Projekte zur elektronischen Patientenkarte in fünf Ländern der Europäischen Union: Frankreich, Deutschland, Slowenien, Österreich und Italien (Region Lombardei). Die elektronische Patientenkarte stellt eine gesundheitstelematische Anwendung dar. Deshalb erfolgt zu Beginn der Arbeit eine Definition des Begriffes Gesundheitstelematik, um anschließend die Motive telematischen Handelns aufzuzeigen. Im Haupt- bzw. Ergebnisteil werden die fünf Projekte vorgestellt. Dazu werden jeweils die organisatorischen Merkmale dargestellt mit einem Blick auf die gesetzliche Grundlage. Bei den Modellen in Deutschland und Frankreich werden zusätzlich Aspekte der Weiterentwicklung ihrer bisherigen Kartensysteme aufgezeigt. Ferner wird so nicht nur ein Blick in die bisherigen Entwicklungen geworfen, sondern auch die absehbaren und vorgesehenen Weiterentwicklungen der einzelnen Patientenkarten werden mit besonderem Augenmerk auf die Kartendateninhalte betrachtet. Schließlich erfolgt im letzten Teil die Diskussion der Ergebnisse der Arbeit.


Excerpt (computer-generated)


MEDIZINISCHE FAKULTÄT DER UNIVERSITÄT DUISBURG-ESSEN

INSTITUT FÜR MEDIZINISCHE INFORMATIK,

BIOMETRIE UND EPIDEMIOLOGIE (IMIBE)

Sommersemester 2006

Seminararbeit im Rahmen der Veranstaltung:

GRUNDLAGEN MEDIZINISCHER INFORMATIONSVERARBEITUNG

Thema der Arbeit:

Die elektronische Patientenkarte in

ausgewählten Ländern

der Europäischen Union

Frankreich, Deutschland, Slowenien, Österreich und Italien

­

Eine vergleichende Bestandsanalyse

eingereicht von:

Reza Fathollah Nejad

6. Semester Medizin-Management (B.Sc.)


INHALTSVERZEICHNIS

SEITE

1.

EINLEITUNG

1

1.1. EINFÜHRUNG IN DIE ARBEIT

1

1.2. TELEMATIKANWENDUNG IM GESUNDHEITSWESEN: DIE PATIENTENKARTE 2

2. MATERIAL UND METHODEN

3

3. DIE PATIENTENKARTENMODELLE IN DEN EINZELNEN LÄNDERN (ERGEBNISSE) 4

3.1. FRANKREICH ­ CARTE VITALE 2

4

3.1.1. GESETZLICHE GRUNDLAGEN UND BISHERIGE ENTWICKLUNG

4

3.1.2. VON DER CARTE VITALE 1 ZUR CARTE VITALE 2

5

3.1.3. ERWEITERUNGEN BEI DER ZWEITEN GENERATION

6

3.1.4. DER EINFÜHRUNGSPROZESS

7

3.2. DEUTSCHLAND ­ ELEKTRONISCHE GESUNDHEITSKARTE (EGK) 9

3.2.1. GESETZLICHE GRUNDLAGEN UND ORGANISATION

9

3.2.2. VON DER KRANKENVERSICHERTENKARTE ZUR

ELEKTRONISCHEN GESUNDHEITSKARTE

10

3.2.3. ERWEITERUNGEN DURCH DIE EGK

12

3.2.4. DER ZUGRIFFSMECHANISMUS

13

3.3. ÖSTERREICH ­ E-CARD

14

3.3.1. GRUNDLAGEN DES E-CARD PROJEKTES

14

3.3.2. DATEN AUF DER E-CARD

15

3.3.3. DIE SYSTEMINFRASTRUKTUR

17


3.4. SLOWENIEN ­ HEALTH INSURANCE CARED (HIC) 17

3.4.1. DIE ENTWICKLUNG DER HIC

17

3.4.2. DIE SYSTEMINFRASTRUKTUR

18

3.4.3. DIE GEPLANTEN WEITERENTWICKLUNGEN

19

3.5. ITALIEN ­ CARTA REGIONALE DEI SERVIZI -- SISTEMA INFORMATIVO

SOCIO SANITARIO (CRS-SISS)

20

3.5.1. GRUNDLAGEN UND PROJEKTORGANISATION

20

3.5.2. FUNKTION UND FUNKTIONALITÄT DER CRS-SISS

21

3.5.3. DATEN AUF DER CRS-SISS

22

4.

DISKUSSION UND FAZIT

23

LITERATURVERZEICHNIS

25

9


DARSTELLUNGSVERZEICHNIS

SEITE

Darst. 1:

Kartendateninhalte der französischen Carte Vitale 1

6

Darst. 2:

Verteilung der Carte Vitale 2 in Frankreich in den

Jahren

2007

­

2010

8

Darst. 3:

Kartendateninhalte der deutschen Krankenversichertenkarte

10

Darst. 4:

Stufenweise Einführung der Funktionen der elektronischen

Gesundheitskarte

in

Deutschland 12

Darst. 5:

Zugriffsmechanismus zu den einzelnen Funktionen

der

elektronischen

Gesundheitskarte

13

Darst. 6:

Kartendateninhalte der österreichischen e-card

16

Darst. 7:

Kartendateninhalte der slowenischen HIC

19


Reza Fathollah Nejad Die elektronische Patientenkarte in den Ländern der EU

1. EINLEITUNG

1.1. EINFÜHRUNG IN DIE ARBEIT

Derzeit gibt es europaweit Anstrengungen zur Anwendung von E-Health und

Gesundheitstelematik als Mittel die Gesundheitssysteme zu modernisieren und

international wettbewerbsfähig zu machen.

Bei den zahlreichen Modellen kann grob eine Differenzierung vorgenommen werden.

Einige Systeme arbeiten mit Netzmodellen (wie Dänemark oder Großbritannien), bei

anderen handelt es sich um Kartenmodelle.

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit ausgesuchten Kartenmodellen und zeigt den

aktuellen Stand der einzelner Projekte zur elektronischen Patientenkarte in fünf

Ländern der Europäischen Union: Frankreich, Deutschland, Slowenien, Österreich und

Italien (Region Lombardei).

Die elektronische Patientenkarte stellt eine gesundheitstelematische Anwendung dar.

Deshalb erfolgt zu Beginn der Arbeit eine Definition des Begriffes

Gesundheitstelematik, um anschließend die Motive telematischen Handelns

aufzuzeigen.

Im Haupt- bzw. Ergebnisteil werden die fünf Projekte vorgestellt.

Dazu werden jeweils die organisatorischen Merkmale dargestellt mit einem Blick auf

die gesetzliche Grundlage. Bei den Modellen in Deutschland und Frankreich werden

zusätzlich Aspekte der Weiterentwicklung ihrer bisherigen Kartensysteme aufgezeigt.

Ferner wird so nicht nur ein Blick in die bisherigen Entwicklungen geworfen, sondern

auch die absehbaren und vorgesehenen Weiterentwicklungen der einzelnen

Patientenkarten werden mit besonderem Augenmerk auf die Kartendateninhalte

betrachtet.

Schließlich erfolgt im letzten Teil die Diskussion der Ergebnisse der Arbeit.

1


Reza Fathollah Nejad Die elektronische Patientenkarte in den Ländern der EU

1.2. TELEMATIK IM GESUNDHEITSWESEN: DIE PATIENTENKARTE

Der Begriff Telematik ist aus den Wörtern

Tele

kommunikation und Infor

matik

zusammengesetzt und geht in seiner Erstverwendung auf den 1978 veröffentlichten

Bericht von Simon Nora und Alain Minc an den französischen Staatspräsidenten

zurück. Sie bezeichnen Telematik als

,,Verflechtung zwischen Rechnern

[Datenverarbeitungsanlagen]

und Telekommunikationsmitteln"

1.

Die Gesundheitstelematik bezeichnet für die Weltgesundheitsorganisation (World

Health Organization, WHO) die Anwendung der Telematik im Bereich des

Gesundheitswesens in den Gebieten der

,,globale

[n]

Gesundheitsförderung,

Krankheitskontrolle und Krankenversorgung sowie Ausbildung, Management und Forschung"2

.

Was sind aber die

Motive telematischen Handelns

insbesondere im

Gesundheitswesen?

Eine qualitativ hochwertige Versorgung des Patienten benötigt ein umfassendes

Kommunikationswesen. So können mit Hilfe von Informations- und

Kommunikationstechnologien die relevanten Informationen für Leistungserbringer und

Kostenträger zeitnaher und bedarfsgerechter zur Verfügung stehen.3

Durch den Einsatz von Telematikanwendungen wie der Patientenkarte wird

idealerweise nicht nur eine Optimierung der Versorgungsqualität erreicht, sondern auch

Kosten können eingespart werden.4 Beispielhaft sei hier die Kosteneinsparung als Folge

des Medienwechsels von konventionellen (Rezept in Papierform) hin zu digitalen

Medien (elektronisches Rezept) genannt.

1 Vgl. Krüger / Reschke (2002), S. 15.

2 Lehmann (2005), S. 675.

3 Vgl. Dierks / Nitz et al. (2003), S. 17ff.

4 Vgl. Pfeiffer (2005), S. 24.

2



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