Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Seminararbeit, 2008, 30 Seiten
Autor: Daniel Herter
Fach: Wirtschaft - Bank, Börse, Versicherung
Details
Tags: Activist, Hedge, Funds, Eine, Innovation, Finanzinvestoren
Jahr: 2008
Seiten: 30
Note: 1,2
Literaturverzeichnis: ~ 60 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-10405-5
Dateigröße: 315 KB
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Volltext (computergeneriert)
Seminararbeit
an der
Munich Business School
Activist Hedge Funds
-
Eine Innovation unter den Finanzinvestoren
vorgelegt von:
Daniel Herter
Abgabetermin:
05.05.2008
II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
Glossar III
1 Einleitung 1
2 Hedge Funds als Investitionsalternative 2
2.1
Traditionelle Anlagen und alternative Investments 2
2.2
Hedge Funds 4
2.3
Abgrenzung zu Private Equity 5
2.4
Hedge Fund-Strategien 7
3 Activist Hedge Funds 10
3.1
Definition und Entstehung 10
3.2
Arbeitsweise 14
3.3
Ziele von Activist Hedge Funds 15
3.4
Nutzen von Hedge Fund Aktivismus 16
3.5
Kritik an Activist Hedge Funds 17
4 Fazit 19
Literaturverzeichnis 21
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 - Kapitalanlageformen 2
Abbildung 2 - Renditevergleich 3
Abbildung 3 - Vergleich Private Equity vs. Hedge Funds 6
Abbildung 4 - Hedge Fund Stilrichtungen 7
Abbildung 5 - Anzahl und Vermögen von Activist Hedge Funds 11
Abbildung 6 - Anzahl und Vermögen von Hedge Funds allgemein 12
Abbildung 7 - Entwicklung von Private Equity in Europa 13
III
Glossar
Corporate Governance ,,Inhaltlich geht es bei der Corporate Governance um die
effiziente Leitung und Kontrolle vor allem börsennotierter Unternehmen durch deren
Spitzenorganisation mit dem Ziel der langfristigen Wertsteigerung." Rechkemmer, K.
(2003): Corporate Governance.
Free Cash Flow ,,Der für alle Kapitalgeber relevante Cash Flow wird üblicherweise
als Free Cash Flow bezeichnet, wobei in der Literatur keineswegs eine einheitliche
Definition des Free Cash Flow existiert." Heidorn, T. (2006): Finanzmathematik in der
Bankpraxis. Vom Zins zur Option, 5. Auflage, Wiesbaden.
Leverage-Effekt ,,Unter dem Leverage Effekt versteht man die Erhöhung der
Eigenkapitalrentabilität aufgrund einer über dem Fremdkapitalzins liegenden
durchschnittlichen Gesamtkapitalrendite." O.V. (2008): Glossar Datenbank,
http://www.foerderland.de/1310+M59ad34ea139.0.html, 20.04.2008.
Long-Position ,,Position, die durch den Kauf eines Kontraktes/Basiswertes entstanden
ist." O.V. (2008): FAZ.NET Börsenlexikon, http://boersenlexikon.faz.net/longposi.htm,
12.03.2008.
Principal-Agency-Theorie ,,Die Principal Agency-Theorie geht davon aus, daß
Agenten (z.B. Manager) aufgrund ihres diskretionären Handlungsspielraumes dazu
veranlaßt werden müssen, gemäß dem Auftrag des Prinzipals (z.B. Kapitaleigner) zu
handeln." Sydow, J. (1992): Strategische Netzwerke. Evolution und Organisation, 1.
Auflage, Wiesbaden.
Proxy Fight ,,Kampf um Aktionärsstimmen - eine Übernahmetechnik, bei der versucht
wird, über Stimmrechtsvollmachten oder das Anwerben von Aktionärsstimmen
Kontrolle zu bekommen, ohne Mittel für den Aktienkauf einsetzen zu müssen." O.V.
(2007): Lexikon, Börsen-, Banken und Rechnungswesen,
http://www.onpulson.de/lexikon/proxy-fight.htm, 12.03.2008.
SEC Filing ein Dokument, das normalerweise Daten über die finanzielle Situation
eines Unternehmens enthält. Dieses Dokument wird der Securities and Exchange
Commission (SEC= verantwortlich für die Kontrolle des Handels mit Wertpapieren in
den USA) von den Unternehmen übermittelt und durch der Öffentlichkeit die SEC
IV
zugänglich gemacht wird. O.V. (2008): SEC filings,
http://www.astrazeneca.com/article/11312.aspx, 21.04.2008.
Short-Position ,,Position, die durch einen Leerverkauf (Verkauf eines Kontraktes oder
Basiswerts, der nicht zuvor gekauft wurde) entstanden ist." O.V. (2008): FAZ.NET
Börsenlexikon, http://boersenlexikon.faz.net/shortpos.htm, 12.03.2008.
1 Einleitung
,,Unsere Kritik gilt der international wachsenden Macht des Kapitals und der totalen
Ökonomisierung eines kurzatmigen Profit-Handelns. Denn dadurch geraten einzelne
Menschen und die Zukunftsfähigkeit ganzer Unternehmen und Regionen aus dem
Blick." (Franz Müntefering, Rede vom 13.04.2005)1
Bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts kauften sogenannte ,,Corporate
Raiders" Unternehmen in den USA und zerschlugen diese mit zum Teil sehr rüden
Methoden in ihre Einzelteile, um sie gewinnbringend weiterzuverkaufen. Während
Hedge Funds zu dieser Zeit fast ausschließlich mit allen Arten von Wertpapieren
handelten, werden von ihnen etwa seit dem Jahr 2000 zunehmend auch Anteile an
Unternehmen ge- und verkauft. Diese neue Ausprägung der Hedge Funds ist eine
Weiterentwicklung der ,,Corporate Raiders" und wird als Activist Hedge Funds
bezeichnet.
Um diese relativ junge Art von Finanzinvestoren zu verstehen, grenzt diese Arbeit
zunächst Hedge Funds generell von traditionellen Investments und von anderen
alternativen Investments wie Private Equity ab. Im Anschluss daran werden ihre
Arbeitsweise und ihre Ziele detailliert erörtert, bevor abschließend ihr makro- und
mikroökonomischer Nutzen und die mit ihnen im Zusammenhang stehende Kritik
analysiert wird.
1 Müntefering, F. (2005): Rede auf dem 3. Programmforum der SPD, ,,Demokratie. Teilhabe,
Zukunftschancen, Gerechtigkeit",
http://programmdebatte.spd.de/servlet/PB/show/1668866/130405_rede_muentefering_programmforum.p
df, 13.05.2005.
2 Hedge Funds als Investitionsalternative
Die Anlageklasse der alternativen Investments erfreute sich in den letzten Jahren auch
bei privaten Investoren einer zunehmenden Beliebtheit.2 In Portfolios bewirken
alternative Anlagen wie Hedge Funds eine Verringerung des unsystematischen Risikos
bei gleichbleibender erwarteter Rendite, da sie zur stärkeren Diversifikation des
Portfolios beitragen.3
2.1 Traditionelle Anlagen und alternative Investments
Allgemein kann man Kapitalanlageformen in traditionelle und alternative Investments
einteilen, wobei sich traditionelle Anlagen hauptsächlich auf Investments in Aktien,
Renten, Festgeld oder Investmentfonds beziehen.4 (siehe Abb. 1)
Abbildung 1 - Kapitalanlageformen5
Traditionelle Anlagen blicken auf eine mehr als 100-jährige Tradition zurück und
,,bieten dem Anleger durch ihre Regulierung Transparenz und Sicherheit"6. Um
traditionelle Investments von alternativen weiter abzugrenzen, wird meist das Kriterium
der Liquidität bemüht. So besitzen traditionelle Anlagen eine deutlich höhere Liquidität
als Alternative Investments (AI).7 Des Weiteren unterscheiden sich beide Formen
2 Vgl. Eller, R./Heinrich, M./Perrot, R./Reif, M. (2007): Handbuch Europäische Bondmärkte, 1. Auflage,
Weinheim.
3 Vgl. Achleitner, A.-K. (2002): Handbuch Investment Banking, 3. Auflage, Wiesbaden.
4 Vgl. Ruth, S. (2004): Hedgefonds für Einsteiger: Tipps und Tricks für erfolgreiche Investitionen in die
neuen deutschen Hedgefonds, 1. Auflage, Berlin.
5 Eigene Darstellung in Anlehnung an Weidenfeld, W. (2004): Herausforderung Terrorismus. Die
Zukunft der Sicherheit, 1. Auflage, Wiesbaden und Ruth, S. (2004): Hedgefonds für Einsteiger: Tipps und
Tricks für erfolgreiche Investitionen in die neuen deutschen Hedgefonds, 1. Auflage, Berlin.
6 Kaiser, D. (2004): Hedgefonds - Entmystifizierung einer Anklagekasse. Strukturen Chancen - Risiken,
1. Auflage, Wiesbaden.
7 Vgl. Steiner, M./Bruns, Ch. (2007): Wertpapiermanagement. Professionelle Wertpapieranalyse und
Portfoliostrukturierung, 9. Auflage, Stuttgart.
deutlich in der Renditeorientierung. Traditionelle Anlagen orientieren sich immer an
einem Vergleichsindex;8 beispielsweise wird eine Aktie eines DAX 30 Unternehmens
mit dem DAX selbst verglichen. Alternative Anlagen dagegen streben, gleich in
welchem Marktumfeld sie sich bewegen, positive absolute Renditen an. Abbildung 2
zeigt deutlich, dass Anlagen in AI stärkeren Renditeschwankungen unterliegen als
traditionelle Anlagen wie Aktien oder Renten und daher riskanter sind.
Abbildung 2 - Renditevergleich9
Man kann aber auch erkennen, dass die Chance auf bessere Renditen deutlich erhöht ist.
Ein weiterer Unterschied zwischen traditionellen und alternativen Anlagen sind die
Fungibilität und Marktbreite und tiefe, welche bei traditionellen Investments deutlich
höher sind als bei AI. Dies führt als Konsequenz auch dazu, dass herkömmliche
Anlagen deutlich leichter zu bewerten sind, da bei AI eine permanente Marktbewertung
fehlt.10
8 Vgl. Bollmann, K. (O.J.): Virtual Roundtable: Alternative Investments - Chancen und Risiken in
Kooperation mit dem Bundesverband Alternative Investments, http://www.competence-
site.de/vermoegensmanagement.nsf/news/D8FED8066E723427C12571DB0051FCC4/$file/VR_alternati
ve_investments_Frage2.pdf, 16.04.2008.
9 Kaiser, D. (2004): Hedgefonds - Entmystifizierung einer Anklagekasse. Strukturen Chancen - Risiken,
1. Auflage, Wiesbaden.
10 Vgl. Lähn, M. (2004): Hedge Fonds, Banken und Finanzkrisen, 1. Auflage, Wiesbaden.
Der Begriff Alternative Investments ,,charakterisiert alle neuartigen und progressiven
Investments, die wenig mit den traditionellen Investmentformen gemeinsam haben"11.
Wie Abb. 1 bereits zeigt, können AI weiter in klassische und nicht-klassische
alternative Anlagen unterteilt werden. Nicht-klassische AI sind ,,insbesondere
Kapitalanlagen in Kunstgegenstände, Briefmarken, Rohstoffe aber auch
Wandelanleihen, hochverzinsliche Anleihen und sonstige Raritäten"12. Klassische AI
sind demgegenüber Investments in Immobilien, Private Equity, Venture Capital und
Hedge Funds.13
2.2 Hedge Funds
"Ein Hedge-Fonds ist ein von einer Kapitalanlagegesellschaft aufgelegtes
Kapitalmarktprodukt, an dem Kapitalanleger Anteile erwerben können. Mit dem
eingeworbenen Kapital erwirbt der Fonds Wertgegenstände, insbesondere Wertpapiere
aus unterschiedlichen Anlagebereichen, um das Anlagekapital auf den internationalen
Finanzmärkten zu vermehren."
14
"Investmentfonds, die bezüglich ihrer Anlagepolitik keinerlei gesetzlichen oder
sonstigen Beschränkungen unterliegen."
15
Die oben zitierten Definitionen für Hedge Funds sollen exemplarisch für die Vielzahl
der im Internet und der Literatur grassierenden Begriffserklärungen stehen und zeigen,
dass sich bisher keine einheitliche Definition für Hedge Funds entwickelt hat. Einig ist
sich die Literatur jedoch über bestimmte Eigenschaften, die typisch für einen Hedge
Fund sind:16
- Hedge Funds zielen unabhängig vom Markt auf positive absolute Renditen
11 Kaiser, D. (2004): Hedgefonds - Entmystifizierung einer Anklagekasse. Strukturen Chancen -
Risiken, 1. Auflage, Wiesbaden.
12 Weidenfeld, W. (2004): Herausforderung Terrorismus. Die Zukunft der Sicherheit, 1. Auflage,
Wiesbaden.
13 Vgl. Lähn, M. (2004): Hedge Fonds, Banken und Finanzkrisen, 1. Auflage, Wiesbaden.
14 Steffan, K. (2008): Was ist ein Hedge-Fond? Definition, Vermittlung, Ansprüche,
http://www.kanzleimitte.de/was-ist-ein-hedge-fond-3F-definition-2C-vermittlung-2C-ansprueche-
_236.html, 21.03.2008.
15 O.V. (O.J.): Anleger-Lexikon, http://boerse.ard.de/lexikon.jsp?p=150&key=lexikon_18739&letter=H,
21.04.2008.
16 Vgl. Punzet, M. (2002): Alternative Investments, in: Women and Finance extra, 25/2002, S. 2-7.
Deutsche Bundesbank (1999): Hedge-Fonds und ihre Rolle auf den Finanzmärkten, Frankfurt.
Weber, T. (2004): Das Einmaleins der Hedge Funds, 2. Auflage, Frankfurt.
- Hedge Funds unterliegen kaum behördlichen Einschränkungen und
Regulierungen
- Eine Mehrheit der Hedge Funds hat ihren Sitz in Offshore-Gebieten
- Hedge Funds verwenden zur Erreichung ihrer Ziele verschiedene, auch nicht-
traditionelle Anlagestrategien wie z.B. Short-selling, Einsatz von Leverage,
Optionen, Derivaten und Arbitrage-Strategien
- Hedge Funds sind oft als ,,Limited Partnerships" organisiert (ähnlich einer
deutsche KG)
Neben den vielen und wenig konsistenten Definitionen von Hedge Funds ist bereits der
Begriff des ,,Hedges" eine Quelle für fälschliche Interpretationen. ,,To hedge" bedeutet
ursprünglich sich gegen den Verlust beispielsweise einer Wette abzusichern.17 Hedge
Funds dagegen haben wenig mit Absicherung zu tun. Durch ihr Ziel einer absoluten
Rendite übernehmen sie gezielt höhere Risiken, um die sich selbst gesteckten Ziele zu
erreichen.18
2.3 Abgrenzung zu Private Equity
Um Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Private Equity (PE) Unternehmen und
Hedge Funds näher erläutern zu können, ist es an dieser Stelle zuerst notwendig, den
Begriff und das Tätigkeitsfeld von PE Unternehmen einzugrenzen. ,,Unter Private
Equity versteht man die Bereitstellung von Eigenkapital für in der Regel nicht
börsennotierte Unternehmen"19. Um das ursprüngliche Geschäft von PE Gesellschaften
zu analysieren, sollte man auch den Ausdruck Private Equity in seine beiden Einzelteile
,,Private" und ,,Equity" zerlegen. Private Equity muss in diesem Zusammenhang im
Gegensatz zu ,,Public Equity" verstanden werden. Während ,,Public Equity" die
Kapitalaufnahme über die Börse bedeutet, sagt Private Equity, dass der Investor sich
außerbörslich an einem Unternehmen beteiligt. Das Wort ,,Equity" (dt. Eigenkapital) als
zweiter Bestandteil des Ausdrucks zeigt, dass es sich um eine Eigenkapitalfinanzierung
handeln muss. Jedoch muss zu dieser groben Eingrenzung gesagt werden, dass der
17 Vgl. Punzet, M. (2002): Alternative Investments, in: Women and Finance extra, 25/2002, S. 2-7.
18 Vgl. Deutsche Bundesbank (1999): Hedge-Fonds und ihre Rolle auf den Finanzmärkten, Frankfurt.
19 Berens, W./Brauner, H./Frodermann, J. (2005): Unternehmensentwicklung mit Finanzinvestoren, 1.
Auflage, Stuttgart.
Begriff Private Equity Mezzanin-Finanzierungen genauso wenig per se ausschließen
will wie die Beteiligung von PE Unternehmen an börsennotierten Unternehmen.20
Bereits die Definitionen der Begriffe Hedge Funds und Private Equity machen deutlich,
dass es sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten von Private Equity und Hedge
Funds geben muss. Die nachfolgende Tabelle stellt die wesentlichen Unterschiede der
Arbeitsweise von Private Equity und Hedge Funds anhand von vier Kriterien dar:
Abbildung 3 - Vergleich Private Equity vs. Hedge Funds21
Neben den Unterschieden zwischen Private Equity und Hedge Funds gibt es jedoch
auch zunehmend Gemeinsamkeiten. Sowohl PE als auch Hedge Funds zählen zu der
Klasse der Alternativen Investments.22 Beide Arten von Funds sammeln Geld bei
Pensions-Kassen, Versicherungen und wohlhabenden Privatpersonen, um dies dann
gebündelt zu investieren. Des Weiteren bedienen sie sich beide dem sogenannten
20 Vgl. Gündel, M. (O.J.): Private Equity, http://www.gk-law.de/de/quick-infos/private-
equity.html?&print=1&t, 12.03.2008.
21 Eigene Darstellung in Anlehnung an De Pamphilis, D. (2008): Mergers, Acquisitions, and Other
Restructuring Activities, 4. Auflage, San Diego und Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung (2006):
Finanzinvestoren in Deutschland.
22 Vgl. Bundesverband Alternative Investments (2003): Alternative Investments. Grundlagen, Produkte,
Chancen und Risiken, Bonn.
Leverage-Effekt, um ihre Gewinne zu hebeln.23 In den letzten Jahren ist weiterhin
verstärkt ein Trend zu beobachten, dass sich Hedge Funds auch bei nicht gelisteten
Unternehmen beteiligen und dadurch verstärkt ins PE Geschäft einsteigen.24
2.4 Hedge Fund-Strategien
Allerdings genügt es nicht, einzig den Unterschied zwischen Hedge Funds und Private
Equity zu erläutern. Auch innerhalb der Hedge Fund-Branche gibt es durchaus
Unterschiede zwischen den Funds. Durch die rasante Entwicklung der Hedge Fund-
Industrie entstanden weltweit unterschiedlichste Arten und Strategien in der Literatur
oft Stilrichtungen genannt von Hedge Funds. Die nachfolgende Darstellung
unternimmt eine Einteilung in fünf Stilrichtungen, die im Anschluss näher erläutert
werden.
Abbildung 4 - Hedge Fund Stilrichtungen25
Die
Long/Short
-Stilrichtung, in der Literatur auch häufig ,,Equity Hedge"26 genannt, gilt
als die traditionellste Ausrichtung eines Hedge Funds und agiert ganz im Sinne von
Alfred Jones, dem Erfinder des ersten Hedge Funds.27 Ihr Anteil von 34,5 % (2007) am
in Hedge Funds verwalteten Investitionsvolumen macht die Strategie zur bis heute
bedeutendsten Stilrichtung unter den Hedge Funds.28 Die Grundlage dieser Strategie ist
es, als unterbewertet empfundene Aktien zu kaufen (Long-Position) und gleichzeitig
Aktien anderer Unternehmen leer zu verkaufen (Short-Position), die dem Hedge Fund
23 Vgl. De Pamphilis, D. (2008): Mergers, Acquisitions, and Other Restructuring Activities, 4. Auflage,
San Diego.
24 Vgl. Hutzschenreuter, T. (2007): Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. Grundlagen mit zahlreichen
Praxisbeispielen, 2. Auflage, Wiesbaden.
25 Eigene Darstellung in Anlehnung an Kaiser, D. (2004): Hedgefonds - Entmystifizierung einer
Anklagekasse. Strukturen Chancen - Risiken, 1. Auflage, Wiesbaden und Weber, T. (2004): Das
Einmaleins der Hedge Funds, 2. Auflage, Frankfurt.
26 Kaiser, D. (2007): Der Lebenszyklus von Hedgefonds: Grundlagen, Modellierung und empirische
Evidenz, 1. Auflage, Wiesbaden.
27 Vgl. Weber, T. (2004): Das Einmaleins der Hedge Funds, 2. Auflage, Frankfurt.
28 Vgl. Kaiser, D. (2007): Der Lebenszyklus von Hedgefonds: Grundlagen, Modellierung und empirische
Evidenz, 1. Auflage, Wiesbaden.
Manager überbewertet erscheinen. Durch die Short-Positionen ist es dem Manager auch
möglich, in fallenden Märkten Gewinn zu erzielen.29
Die
Global-Macro
-Stilrichtung entstand in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Der Name rührt daher, dass Hedge Fund Manager bei dieser Strategie auf globale,
makroökonomische Trends setzen.30 Manager, die diese Stilrichtung verfolgen,
versuchen durch eine detaillierte Analyse der wirtschaftlichen und politischen Situation,
Trends auf den wichtigen Aktien-, Anleihen- und Währungsmärkten frühzeitig zu
erkennen und durch den gezielten Einsatz von speziellen Finanzinstrumenten wie
Optionen, Futures und anderen Derivaten davon zu profitieren.31 Manager dieser
Stilrichtung verfolgen einen Top-Down-Ansatz; sie versuchen globale wirtschaftliche
Trends frühzeitig zu antizipieren und wetten dann auf komplette Anlageklassen und
nicht nur auf einzelne Titel.32
Wie der Name bei der marktneutralen
Relative Value
-Stilrichtung schon impliziert,
spielt hier die Marktsituation eine untergeordnete Rolle. Bei dieser Strategie versucht
der Hedge Fund Manager, Preisineffizienzen am Finanzmarkt auszunutzen.33 Die Basis
dieser Strategie ist also ein klassisches Arbitrage-Geschäft. Ähnlich wie bei der
Long/Short
-Strategie wird auch hierbei versucht, durch das Eingehen von Long- und
Short-Positionen das Marktrisiko zu beseitigen.34 Da Preisineffizienzen meist sehr
gering sind und relativ selten auftreten, nutzt der Fund Manager bei dieser Strategie den
Leverage-Effekt überdurchschnittlich stark, um entsprechende Renditen erwirtschaften
zu können.35 Laut Weber sind die wichtigsten Ausprägungen dieser Stilrichtung: Fixed
Income Arbitrage, Convertible Arbitrage und statistische Arbitrage.36 Während der
Hedge Fund Manager bei Fixed Income Arbitrage-Geschäften versucht durch
29 Vgl. Busack, M./Kaiser, G. (2006): Handbuch Alternative Investments, 1. Auflage, Wiesbaden.
30 Vgl. Ruth, S. (2004): Hedgefonds für Einsteiger: Tipps und Tricks für erfolgreiche Investitionen in die
neuen deutschen Hedgefonds, 1. Auflage, Berlin.
31 Vgl. Weber, T. (2004): Das Einmaleins der Hedge Funds, 2. Auflage, Frankfurt.
32 Vgl. Eling, M. (2006): Hedgefonds-Strategien. Systematisierung und Überblick, in: Bank Archiv
(ÖBA), 8/2006, S. 543-555.
33 Vgl. Sievers, M. (2007): Anlegen in Hedge-Fonds. Basiswissen für Privatanleger, 1. Auflage,
München.
34 Vgl. Kaiser, D. (2004): Hedgefonds - Entmystifizierung einer Anklagekasse. Strukturen Chancen -
Risiken, 1. Auflage, Wiesbaden.
35 Vgl. Weber, T. (2004): Das Einmaleins der Hedge Funds, 2. Auflage, Frankfurt.
36 Vgl. Fano-Leszczynski, U./Holzer, W./Aster, R. (2004): Hedge Fonds für Einsteiger, 1. Auflage,
Berlin.
Arbitrage-Geschäfte mit Zinsderivaten und -wertpapieren seine Renditen zu erzielen37,
kauft der Fund Manager bei der Convertible Arbitrage-Strategie eine Wandelanleihe
(Convertible Bond) und verkauft in einem bestimmten Verhältnis die der
Wandelanleihe zu Grunde liegende Aktie.38 Bei der statistischen Arbitrage versucht der
Fund, kurzfristig zu Tage tretende Kursineffizienzen auszunutzen. Bei der
Zusammenstellung des Portfolios für diese Strategie bedienen sich die Funds
hochentwickelter Computermodelle.39
Hedge Fund Manager, die nach der
Event-Driven
-Stilrichtung handeln, versuchen von
außergewöhnlichen Ereignissen im Umfeld von Unternehmen zu profitieren. ,,Event-
Driven Strategien konzentrieren sich vordergründig auf Unternehmen, die in spezielle
Situationen oder signifikante Restrukturierungen involviert sind."40 Diese Stilrichtung
lässt sich in die Unterkategorien Merger Arbitrage und Distressed Securities einteilen.
Fund Manager, die im Bereich Merger Arbitrage investieren, zeichnen Wertpapiere von
Unternehmen, die im Begriff sind, übernommen zu werden oder sich in einer
Restrukturierungs- oder Buyout-Phase befinden. Oftmals verkauft der Fund Manager
gleichzeitig Aktien des übernehmenden Unternehmens leer.41 Diese Strategie basiert auf
den empirischen Beobachtungen, dass bei einer Übernahme der Kurs des bietenden
Unternehmens fällt, während der Kurs des Zielunternehmens steigt.42 Das größte Risiko
dieser Strategie liegt darin, dass die Unternehmenstransaktion nicht wie geplant
stattfindet und der Hedge Fund bereits Aktien ge- oder verkauft hat.43 Manager, die sich
auf die Distressed Securities-Stilrichtung spezialisiert haben, investieren in
Unternehmen, die in finanziellen und/oder operationellen Notlagen sind oder sich
bereits im Insolvenzverfahren befinden.44 Bei dieser Strategie geht der Fund ein sehr
hohes Risiko ein, da das Zielunternehmen möglicherweise nicht saniert werden kann
und so das investierte Kapital verloren ist.45 Gerade Hedge Funds, die diese Strategie
37 Vgl. Kaiser, D. (2004): Hedgefonds - Entmystifizierung einer Anklagekasse. Strukturen Chancen -
Risiken, 1. Auflage, Wiesbaden.
38 Vgl. Weber, T. (2004): Das Einmaleins der Hedge Funds, 2. Auflage, Frankfurt.
39 Vgl. Kaiser, D. (2004): Hedgefonds - Entmystifizierung einer Anklagekasse. Strukturen Chancen -
Risiken, 1. Auflage, Wiesbaden.
40 Fano-Leszczynski, U./Holzer, W./Aster, R. (2004): Hedge Fonds für Einsteiger, 1. Auflage, Berlin.
41 Vgl. Weber, T. (2004): Das Einmaleins der Hedge Funds, 2. Auflage, Frankfurt.
42 Vgl. Eling, M. (2006): Hedgefonds-Strategien. Systematisierung und Überblick, in: Bank Archiv
(ÖBA), 8/2006, S. 543-555.
43 Vgl. Seegert, S. (2007): Hedge-Fonds. Ein kurzer Überblick, 1. Auflage, München.
44 Vgl. Weber, T. (2004): Das Einmaleins der Hedge Funds, 2. Auflage, Frankfurt.
45 Vgl. Seegert, S. (2007): Hedge-Fonds. Ein kurzer Überblick, 1. Auflage, München.
verfolgen, besitzen eine wichtige gesamtwirtschaftliche Bedeutung, da sie einerseits
oftmals die einzige Finanzierungsmöglichkeit für notleidende Unternehmen sind und
andererseits zumindest eine gewisse Liquidität der Wertpapiere des Unternehmens
erhalten und dadurch dafür sorgen, dass der Handel nicht komplett zum Erliegen
kommt.46
Der Begriff
,,Managed Futures"
bezeichnet eine globale, professionelle
Vermögensverwaltung. Häufig werden Hedge Funds dieser Stilrichtung in der Literatur
auch als ,,Commodity Trading Advisers" bezeichnet. Bei dieser Strategie verwendet der
Manager Futures, Optionen und Optionsscheine zur Erreichung der Renditeziele.47
Kennzeichnend für ,,Commodity Trading Advisers" sind Transaktionen mit allen Arten
von Termingeschäften, wobei die größeren ,,Advisers" ein sehr stark diversifiziertes
Portfolio mit bis zu 100 verschiedenen Kontrakten besitzen.48 Allerdings nimmt die
Kategorie der ,,Managed Futures" unter den Hedge Fund Strategien eine Sonderrolle
ein, da sich in der Literatur weder eine ,,eindeutige Abgrenzung oder Zuordnung (...) zu
den Hedge Funds etabliert hat."49
3
Activist Hedge Funds
3.1 Definition und Entstehung
Bis zum Jahr 2000 haben sich nahezu alle Hedge Funds oben erklärten Strategien (vgl.
2.4) oder einer Mischform daraus bedient.50 In den letzten Jahren rückten jedoch immer
mehr Hedge Funds in den Fokus der Öffentlichkeit, die versuchen, aktiv auf die
Geschäfte ihrer Portfolio-Unternehmen einzugehen und somit direkt auf ihr Investment
einzuwirken.51 Diese neue Ausprägung wird als ,,Activist Hedge Funds" bezeichnet.
Klein (2006) definiert in seiner Studie an der New York University einen aktiven
Investor als Investor, der einen relativ großen Minderheits-Anteil an einem
börsennotierten Unternehmen mit dem Ziel erwirbt, durch Änderungsmaßnahmen einen
46 Vgl. Eling, M. (2006): Hedgefonds-Strategien. Systematisierung und Überblick, in: Bank Archiv
(ÖBA), 8/2006, S. 543-555.
47 Vgl. Bleser, S. (2007): Die absolute Return-Strategie unter dem Einsatz von Hedge Funds als
Alternative zur Benchmarkorientierung im Portfolio-Management, 1. Auflage, München.
48 Vgl. Weber, T. (2004): Das Einmaleins der Hedge Funds, 2. Auflage, Frankfurt.
49 Bleser, S. (2007): Die absolute Return-Strategie unter dem Einsatz von Hedge Funds als Alternative zur
Benchmarkorientierung im Portfolio-Management, 1. Auflage, München.
50 Vgl. Goetzmann, W./Ross, S. (2000): Hedge Funds: Theory and performance, Yale University &
Massachusetts Institute of Technology.
51 Vgl. Bratton, W. (2006): Hedge Funds and Governance Targets, European Corporate Governance
Institute.
Gewinn zu realisieren.52 In einer anderen Studie der New York University wird ein
Activist Hedge Fund wie folgt definiert:
,,We define hedge fund activism as a strategy in which a hedge fund purchases a 5
percent or greater stake in a publicly-traded firm with the stated intent of influencing
the firm′s policies."
53
Laut Hedge Fund Research Inc. (Abb. 5) gab es im September 2006 bereits 150 Activist
Hedge Funds, die sich zu 100%
dieser Strategie widmeten und über
ungefähr 117 Milliarden US$ an
verwaltetem Vermögen verfügten.
Die in dieser Veröffentlichung
angesprochenen Activist Hedge
Funds erzielten 2006 eine
durchschnittliche Rendite von
16,72%.54 Ähnliche Zahlen werden
auch in einer Studie der OECD
genannt, die von ungefähr 100-120
Activist Hedge Funds weltweit
ausgeht. Die Autoren der OECD
Studie ordnen diese neuartige
Stilrichtung als Weiterentwicklung
der
Event-Driven
Strategie
herkömmlicher Hedge Funds ein.55
Abbildung 5 - Anzahl und Vermögen
von Activist Hedge Funds56
52 Vgl. Klein, A./Zur, E. (2006): Entrepreneurial Shareholder Activism: Hedge Funds and Other Private
Investors, New York University.
53 Klein, A./Zur, E. (2006): Hedge Fund Activism, New York University.
54 Vgl. Orol, R. (2008): Extreme Value Hedging, 1. Auflage, Hoboken, New Jersey.
55 Vgl. Organization for Economic Co-operation and Development (OECD) Steering Group (2007): The
implications of alternative investment vehicles for corporate governance, Paris.
56 Vgl. Orol, R. (2008): Extreme Value Hedging, 1. Auflage, Hoboken, New Jersey.
Als Grund für das zunehmende Wachstum und die zunehmende Beachtung dieser Funds
wird zuallererst immer das der Hedge Fund Industrie zur Verfügung stehende Kapital
(siehe Abb. 6) genannt, das es den Hedge Fund Managern zunehmend ermöglicht,
größere Anteile auch an börsennotierten Unternehmen zu erwerben.
Abbildung 6 - Anzahl und Vermögen von Hedge Funds allgemein57
Begünstigt wurde die Möglichkeit, sich an immer größeren Unternehmen zu beteiligen
darüber hinaus durch das in den letzten Jahren großzügig und relativ günstig
vorhandene Fremdkapital, das den Investoren zur Verfügung stand.58 Abb. 6 zeigt sehr
deutlich, wie stark die Hedge Fund Branche in den letzten Jahren gewachsen ist und
dass dabei nicht nur das verwaltete Kapital sondern auch die Anzahl herkömmlicher
Funds zugenommen hat. Dieses Wachstum traditioneller Hedge Funds führte
zwangsläufig auch zu einer verstärkten Konkurrenz und somit niedrigeren Renditen und
einem höheren Anlagedruck für die Hedge Fund Manager.59 Diese Entwicklung macht
es den Fund Managern zunehmend schwerer, Investitionsmöglichkeiten innerhalb der
herkömmlichen Strategien zu erkennen und auszunutzen. Dies wiederum führte dazu,
57 Vgl. Hennessee Group LLC (2008): Hedge Fund Assets vs. Number of Hedge Funds,
http://www.hennesseegroup.com/information/info/Hedge%20Fund%20Assets%20vs.%20Number%20of
%20Hedge%20Funds%20graph.pdf, 21.04.2008.
58 Vgl. Mittendorfer, R. (2007): Praxishandbuch Akquisitionsfinanzierung. Erfolgsfaktoren
fremdfinanzierter Unternehmensübernahmen, 1. Auflage, Wiesbaden.
59 Vgl. Armstrong, B. (O.J.): The new crisis: Shareholder activism, Chicago.
dass sie sich verstärkt zu Activist Hedge Funds weiterentwickelt haben.60 Die
Entstehung von Activist Hedge Funds wurde auch durch den Private Equity Boom in
den letzten Jahren (siehe Abbildung 7)
unterstützt.
Abbildung 7 - Entwicklung von Private Equity in Europa61
Die New Yorker Investment Bank Morgan Joseph bestätigte in einer 2006
veröffentlichten Studie, dass das Wachstum der Private Equity Branche viele
potenzielle Käufer für Unternehmen oder für Teile von Unternehmen aus dem Portfolio
eines Activist Hedge Funds schafft.62 Alle diese Gründe müssen bei der Erklärung der
Evolution dieser neuen Stilrichtung in Betracht gezogen werden. Letztendlich konnte
sie sich jedoch nur entwickeln, weil die weltweiten Kapitalmärkte nicht vollkommen
sind. Ganz im Sinne der Principal-Agency-Theorie gibt es bis heute keine vollkommene
Informationssymmetrie zwischen Eigentümer und Management und die
Informationsbeschaffung der Eigentümer ist immer noch mit erheblichen Kosten
verbunden. Dies kann dazu führen, dass das Management nicht komplett im Sinne der
Eigentümer handelt und/oder ein Unternehmen nicht zu seinem fairen Wert an der
60 Vgl. Klein, A./Zur, E. (2006): Hedge Fund Activism, New York University.
61 Bottazzi, L. (2007): Private Equity Regulation: a lesson from Italy, http://www.rgemonitor.com/euro-
monitor/author_name/lbottazzi/, 22.04.2008.
62 Vgl. Morgan Joseph & Co. Inc. (2008): Newsroom,
http://www.morganjoseph.com/firm_newsroom_detail.php?newsid=67, 12.04.2008.
Börse gehandelt wird.63 In diesen Situationen ist es den Activist Hedge Funds möglich,
durch aktive Einflussnahme den Börsenwert eines Unternehmens zu steigern und
dadurch Geld zu verdienen.
3.2 Arbeitsweise
,,Wir attackieren die Leute hart, die mit dem Geld der Aktionäre schlecht umgehen",
Colin Klingsnorth, Gründer des Activist Hedge Funds ,,Laxey Partners".64
Obiges Zitat bringt auf einfache Weise auf den Punkt, wie Activist Hedge Funds
arbeiten. In der Theorie wird die Arbeit von Activist Hedge Funds jedoch generell als
besondere Form des Shareholder Aktivismus bezeichnet.65 Allgemein bezieht sich
Shareholder Aktivismus auf die aktive Einflussnahme seitens der Eigentümer auf das
Management eines Unternehmens und wird nicht nur von Activist Hedge Funds
durchgeführt.66 In den USA ist Shareholder Aktivismus bereits seit Mitte der 80er Jahre
ein Mittel institutioneller Investoren wie Pensionskassen, um Einfluss auf das
Management zu nehmen.67 Während institutionelle Investoren allerdings ex post aktiv
werden, erwerben Activist Hedge Funds Anteile an Unternehmen genau aus dem
Grund, durch ihre Arbeit einen Mehrwert zu generieren. Ihre Arbeitsweise ist daher
strategisch ausgerichtet und findet bereits ex ante statt.68
Laut einer Untersuchung von Klein (2006) erwerben Activist Hedge Funds meist Teile
an Unternehmen, die über viele liquide Mittel verfügen, finanziell relativ gut dastehen
und eine vergleichsweise hohe Eigenkapitalquote ausweisen.69 Eine Studie von
Greenwood (2007) kam jedoch zu dem Ergebnis, dass die Zielunternehmen im
Branchenvergleich schlechter als die Konkurrenz abschnitten und Activist Hedge Funds
besonders gut darin sind, Unternehmen zu identifizieren, die an der Börse zu niedrig
63 Vgl. Organization for Economic Co-operation and Development (OECD) Steering Group (2007): The
implications of alternative investment vehicles for corporate governance, Paris.
64 Øyvind, B./Knak, T. (2008): Aktivisten beleben das M&A-Geschäft,
http://www.handelszeitung.ch//artikel/Unternehmen-Aktivisten-beleben-das-M-A-
Geschaeft__262352.html, 28.02.2008.
65 Vgl. Surz, R. (2003): Hedge Funds. Definitive Strategies and Techniques, Hoboken, New Jersey.
66 Vgl. Gillan, S./Starks, L. (1998): A survey of shareholder activism: motivation and empirical evidence,
Texas.
67 Vgl. Romano, R. (2000): Less is more: Making shareholder activism a valuable mechanism of
corporate governance, Yale Law School and National Bureau of Economic Research.
68 Vgl. Kahan, M./Rock, E. (2006): Hedge Funds in Corporate Governance and Corporate Control, New
York University and University of Pennsylvania.
69 Vgl. Klein, A./Zur, E. (2006): Hedge Fund Activism, New York University.
bewertet sind.70 Des Weiteren sind besonders häufig diejenigen Unternehmen das Ziel
von Activist Hedge Funds, die keine glaubwürdige, langfristige Strategie kommuniziert
oder nachgewiesen haben.71
Obwohl Activist Hedge Funds meist nur absolute Minderheitseigner sind, gelingt es
ihnen häufig, sich Gehör beim Management zu verschaffen. Beispielsweise versuchen
Activist Hedge Funds durch Androhung öffentlicher Kampagnen das Management zur
Kooperation zu bewegen. Ein speziell in den USA beliebtes Mittel ist auch die
Androhung sogenannter Proxy Fights.72 In anderen Fällen nutzen die Fund Manager
auch derivative Finanzinstrumente, um relativ billig weitere Stimmrechte zu erwerben
und dadurch ihre Machtposition z.B. vor der Hauptversammlung zu vergrößern.73
,,Nicht selten solidarisieren sich auch die Hedgefonds"74 oder sie versuchen
institutionelle Investoren zu mobilisieren, um dadurch ihre Stimmanteile zu vereinen
und um für das gemeinsame Ziel die Steigerung des Unternehmenswerts zu
kämpfen.75
3.3 Ziele von Activist Hedge Funds
Anders als in Deutschland müssen Activist Hedge Funds in einem sogenannten SEC
Filing ihre Ziele offenlegen, wenn sie 5% oder mehr an einem in den USA gelisteten
Unternehmen erwerben.76 Daher konnten Greenwood und Schor (2007) in ihrer Studie
die Ziele von Hedge Fund Aktivismus von 1993 bis 2006 untersuchen. Sie fanden
heraus, dass eine friedliche Diskussion mit dem Management das am häufigsten
genannte Ziel seitens der Fund Manager war. An zweiter Stelle der Studie wird aktive
Corporate Governance genannt. Dies bedeutet, dass Fund Manager versuchen, das
Management oder den Aufsichtsrat des Portfolio-Unternehmens auszutauschen, die
Management-Bezahlung zu verändern und/oder für mehr Transparenz bei der
70 Vgl. Greenwood, R./Schor, M. (2007): Investor activism and takeovers, Harvard Business School.
71 Vgl. Organization for Economic Co-operation and Development (OECD) Steering Group (2007): The
implications of alternative investment vehicles for corporate governance, Paris.
72 Vgl. Organization for Economic Co-operation and Development (OECD) Steering Group (2007): The
implications of alternative investment vehicles for corporate governance, Paris.
73 Vgl. Hu, H./Black, B. (2007): Hedge Funds, Insiders, and the Decoupling of Economic and Voting
Ownership: Empty Voting and Hidden (Morphable) Ownership, in: Journal of Corporate Finance,
13/2007, S.343-367.
74 Prodinger, I./Schwarz, P. (2006): Hedgefonds: Turbulenzen garantiert, in: VDI Nachrichten, Technik &
Finanzen, 46/2006, S.17.
75 Vgl. Organization for Economic Co-operation and Development (OECD) Steering Group (2007): The
implications of alternative investment vehicles for corporate governance, Paris.
76 Vgl. Feldman, D. (2006): Reverse Mergers: Taking a Company Public Without an IPO
,
1. Auflage,
London.
Unternehmensführung zu sorgen. Als dritten wichtigen Punkt der Einflussnahme
identifizierte die Studie die Forderung seitens des Activist Hedge Funds, das
Unternehmen oder Teile des Unternehmens zu veräußern.77 Analog hierzu fand Prof.
Dr. Klaus Spremann der Universität St. Gallen heraus, dass 50% der in seiner Studie
befragten Experten im Shareholder Aktivismus den bedeutendsten Katalysator für
M&A Aktivitäten sahen.78 Auch ein Working Paper von Brav et al. (2006) kam zu
insgesamt ähnlichen Ergebnissen. Die Autoren fanden heraus, dass 50,7% der von ihnen
untersuchten Activist Hedge Funds primär das Ziel hatten, sich regelmäßig mit dem
Management und dem Aufsichtsrat zu treffen, um eine Strategie zur Steigerung des
Shareholder Value zu entwickeln.79 Laut dieser Studie gelingt es den Activist Hedge
Funds in zwei Dritteln aller Fälle ganz oder teilweise mit dem Unternehmen
zusammenzuarbeiten und seine Ziele gegenüber dem Management durchzusetzen.80
3.4 Nutzen von Hedge Fund Aktivismus
Der in den jüngsten Untersuchungen am häufigsten zitierte Vorteil von Hedge Fund
Aktivismus ist die damit verbundene Verbesserung der Corporate Governance. So fand
beispielsweise ein Working Paper der Harvard Business School (2006) heraus, dass
Manager börsennotierter Unternehmen hin und wieder daran erinnert werden müssen,
dass sie für die Anteilseigner und nicht für sich selbst arbeiten. Dieselbe
Veröffentlichung geht davon aus, dass ohne eine angemessene Überwachung der
Geschäftsleitung deren Bezahlung oftmals zu hoch ist und/oder sie falsch mit dem
vorhandenen Free Cash Flow umgeht.81 Kahan und Rock (2006) gehen sogar noch
einen Schritt weiter und nennen Activist Hedge Funds einen wichtigen Gegenpol zum
Management. Ihrer Meinung nach sind Activist Hedge Funds ein wichtiger Bestandteil
des Kapitalmarktes, der dazu beiträgt das klassische Principal-Agency-Problem
börsennotierter Unternehmen zu lösen, da sie ineffiziente Strategien kritisieren,
schlechte Manager anprangern und M&A Transaktionen überwachen.82 Während Prof.
Dr. Spremann Activist Hedge Funds als ,,Erben des Shareholder-Value-Ansatzes"83
77 Vgl. Greenwood, R./Schor, M. (2007): Investor activism and takeovers, Harvard Business School.
78 Vgl. Spremann, K. (2007): Aktionärsaktivismus, Universität St. Gallen.
79 Vgl. Brav, A./Jiang, W./Partnoy, F./Thomas, R. (2007): Hedge Fund Activism, Corporate Governance,
and Firm Performance, European Corporate Governance Institute.
80 Vgl. Brav, A./Jiang, W./Partnoy, F./Thomas, R. (2007): Hedge Fund Activism, Corporate Governance,
and Firm Performance, European Corporate Governance Institute.
81 Vgl. Greenwood, R. (2007): The hedge fund as activist, Harvard Business School Working Knowledge.
82 Vgl. Kahan, M./Rock, E. (2006): Hedge Funds in Corporate Governance and Corporate Control, New
York University and University of Pennsylvania.
83 Spremann, K. (2007): Aktionärsaktivismus, Universität St. Gallen.
bezeichnet, fanden Brav et al. (2006) in ihrer Studie weitere Beweise für diese These.
Sie fanden heraus, dass der Aktienkurs eines Zielunternehmens in dem Moment, wenn
ein Activist Hedge Fund seinen Einstieg öffentlich erklärt, durchschnittlich um 5-7%
steigt.84 Zu ähnlichen Ergebnissen gelangte auch Greenwood (2007), der in seiner
Untersuchung eine direkte positive abnormale Rendite von 3-4% bei Bekanntgabe des
Einstiegs entdecken konnte.85 Dies zeigt zum Einen, dass auch andere Aktionäre von
Activist Hedge Funds profitieren und zum Anderen führt der Hedge Fund Aktivismus in
diesen Fällen zu effizienteren und transparenteren Kapitalmärkten und einer
angemesseneren Bewertung der Zielunternehmen.86
Als weiteren Vorteil der Arbeit von Activist Hedge Funds fand Holderness (2003)
heraus, dass Activist Hedge Funds der Geschäftsleitung wertvolle strategische und
operative Tipps geben können, wenn beide Parteien bereit sind, kooperativ miteinander
umzugehen.87 Anders formuliert kann man Activist Hedge Funds somit als ,,anregende
Sparringpartner"88 für das Management bezeichnen.
3.5 Kritik an Activist Hedge Funds
Obwohl Activist Hedge Funds sowohl makroökonomisch als auch mikroökonomisch
einige Vorteile mit sich bringen, werden sie oft auch für ihr Verhalten kritisiert. Der
heftigste Kritikpunkt ist der generell mit allen Arten von Hedge Funds verbundene
kurze Investment-Horizont. Dieser könnte dazu führen, dass die Planung einer
Unternehmung ,,auf die inhaltliche und zeitliche Ausrichtung der Investoren
eingestellt"89 wird. Der Shareholder Aktivismus zwingt Manager somit eventuell,
wichtige langfristige Investitionen wie die zu Beginn oft verlustbringende Erschließung
neuer Geschäftsfelder oder Personal- und Produktentwicklung nicht oder weniger
ausgeprägt zu tätigen.90 Als Beweis für den kurzen Anlagehorizont fanden Brav et al.
84 Vgl. Brav, A./Jiang, W./Partnoy, F./Thomas, R. (2007): Hedge Fund Activism, Corporate Governance,
and Firm Performance, European Corporate Governance Institute.
85 Vgl. Greenwood, R./Schor, M. (2007): Investor activism and takeovers, Harvard Business School.
86 Vgl. Eidgenössische Bankenkommission (2007): Hedge-Fonds. Marktentwicklung, Risiken und
Regulierung, Bern.
87 Vgl. Holderness, C. (2003): A Survey of Blockholders and Corporate Control, in: Economic
Policy Review,
9/2003, S. 1-14.
88 Prodinger, I./Schwarz, P. (2006): Hedgefonds: Turbulenzen garantiert, in: VDI Nachrichten, Technik &
Finanzen, 46/2006, S.17.
89 Prodinger, I./Schwarz, P. (2006): Hedgefonds: Turbulenzen garantiert, in: VDI Nachrichten, Technik &
Finanzen, 46/2006, S.17.
90 Vgl. Kahan, M./Rock, E. (2006): Hedge Funds in Corporate Governance and Corporate Control, New
York University and University of Pennsylvania.
(2006) heraus, dass Activist Hedge Funds 328 Tage (im Median) am Zielunternehmen
beteiligt bleiben.91 Befürworter von Activist Hedge Funds halten diesem Argument
jedoch entgegen, dass dieses Verhalten auf einer Kurzsichtigkeit der Kapitalmärkte
beruht und nicht den Fund Managern anzulasten ist.92 Wenn die Kapitalmärkte selbst
keine Präferenz für kurzfristige Entwicklungen hätten, müssten sich Activist Funds auch
stärker an langfristigen Entwicklungen orientieren, um ihre Renditen zu sichern.93 ,,Ist
die langfristige Strategie tatsächlich die profitablere, so hat jeder Finanzinvestor,
unabhängig von seinem eigenen Anlagehorizont, ein Interesse daran, diese zu
unterstützen, denn sie ist in diesem Fall auch kurzfristig die profitablere Strategie"94,
sagt beispielsweise auch das Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aus dem Jahr 2005/2006.
Ein weiterer bedeutender Kritikpunkt an Activist Hedge Funds ist, dass ihre Interessen
in manchen Fällen nicht mit den Interessen anderer Aktionäre übereinstimmen und
Shareholder Aktivismus seitens der Fund Manager andere Eigentümer schlechter
stellt.95 So kann beispielsweise ein Activist Hedge Funds vor einer M&A-Transaktion
sowohl eine Short-Position am Käufer als auch Long-Position am Zielunternehmen
haben. Nun kann es sein, dass der Fund Manager öffentlich versucht, Druck auf das
Management des potenziellen Käufers auszuüben und für eine Übernahme zu werben,
obwohl er weiß, dass das Zielunternehmen zu teuer bewertet ist. Der Activist Hedge
Fund würde kurzfristig vom höheren Kaufpreis des Zielunternehmens profitieren und
könnte langfristig auf einen Kursverfall beim Käufer hoffen. Somit hätte der Fund
Manager die anderen Aktionäre benutzt, nur um seine eigenen und die Interessen der
Investoren in seinen Fund durchzusetzen.96
Letztendlich befürchten auch viele Experten, dass durch das vermehrte Auftreten von
Activist Hedge Funds die Eigentümer, die Einfluss auf die Strategie eines
91 Vgl. Brav, A./Jiang, W./Partnoy, F./Thomas, R. (2007): Hedge Fund Activism, Corporate Governance,
and Firm Performance, European Corporate Governance Institute.
92 Vgl. Kahan, M./Rock, E. (2006): Hedge Funds in Corporate Governance and Corporate Control, New
York University and University of Pennsylvania.
93 Vgl. Organization for Economic Co-operation and Development (OECD) Steering Group (2007): The
implications of alternative investment vehicles for corporate governance, Paris.
94 Sachverständigenrat (2005): Die Chance nutzen Reformen mutig voranbringen,
http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/gutacht/ga-content.php?gaid=45&node=f, 18.02.2008.
95 Vgl. Rudolph, B. (2006): Unternehmensfinanzierung und Kapitalmarkt, 1. Auflage, Tübingen.
96 Vgl. Organization for Economic Co-operation and Development (OECD) Steering Group (2007): The
implications of alternative investment vehicles for corporate governance, Paris.
Unternehmens nehmen wollen, immer schneller wechseln. Dies führt dann auch dazu,
dass die Ausrichtung eines Unternehmens immer öfter und schneller geändert wird und
somit nicht nur die Geschäftsführung sondern auch die Mitarbeiter, Kunden und
Lieferanten die Orientierung verlieren, verunsichert werden und die Identität eines
Unternehmens verloren geht.97
4 Fazit
Clifford (2007) zeigt, dass Activist Hedge Funds bessere Renditen aufweisen als
passive Hedge Funds und er zieht den Schluss, dass sich die höheren Management- und
Überwachungskosten dieser Strategie durchaus lohnen.98 Die Tatsache, dass sich bisher
nur eine kleine Minderheit aller Hedge Funds dieser Strategie widmen, die oben
angesprochene hohe Rendite und die Fähigkeit von Hedge Funds relativ schnell und
ohne großen Aufwand ihre Investment-Politik ändern zu können, sind Indizien dafür,
dass es noch sehr viel Kapital bei traditionellen Hedge Funds gibt, das relativ schnell für
Shareholder Aktivismus mobilisiert werden kann.99 Viele Activist Hedge Funds haben
sich bei ihren Investments jedoch meist einer großen Menge des in den letzten Jahren
relativ günstigen Fremdkapitals bedient und auf Grund der aktuellen Subprime-Krise
und der damit verbundenen vorsichtigeren und teureren Kreditvergabe seitens der
Banken und anderer Kapitalgeber bleibt abzuwarten, inwiefern sich die rasante
Entwicklung fortsetzt. Des Weiteren wird seit einiger Zeit weltweit diskutiert, ob und
wie man Hedge Funds regulieren soll, da einige Politiker, wie Herr Münteferings Zitat
in der Einleitung bereits zeigt, gerne den Einfluss dieser Investoren einschränken
würden. Während sich die USA und Großbritannien bisher kategorisch gegen eine
Regulierung aussprechen,100 fordert die deutsche Bundesregierung eine international
einheitliche Überwachung von Hedge Funds.101
Auch beim Einfluss auf die Zielunternehmen ist es schwierig, ein allgemein gültiges
Fazit zu ziehen. Auf Grund der unterschiedlichen Arbeitsweisen der Fund Manager ist
97 Vgl. Prodinger, I./Schwarz, P. (2006): Hedgefonds: Turbulenzen garantiert, in: VDI Nachrichten,
Technik & Finanzen, 46/2006, S.17.
98 Vgl. Greenwood, R./Schor, M. (2007): Investor activism and takeovers, Harvard Business School.
99 Vgl. Kahan, M./Rock, E. (2006): Hedge Funds in Corporate Governance and Corporate Control, New
York University and University of Pennsylvania.
100 Vgl. Weber, M. (2006): Müssen Hedge-Fonds stärker reguliert werden?, in: Das Wirtschaftsstudium,
12/2006.
101 Vgl. Scheerer, M./Afhüppe, S. (2007): Berlin dringt auf härtere Hedge-Fonds-Kontrolle,
http://www.handelsblatt.com/news/Politik/Deutschland/_pv/_p/200050/_t/ft/_b/1246831/default.aspx/berl
in-dringt-auf-haertere-hedge-fonds-kontrolle.html, 18.04.2008.
es eher ratsam, die Branche nicht generell zu beurteilen. Vielmehr macht es hier Sinn,
einen Activist Hedge Fund anhand seiner bisherigen Arbeit zu beurteilen, da die obigen
Kritikpunkte genauso wenig auf alle Fund Manager anwendbar sind wie der durch sie
erzielte Nutzen. Auch wenn es wie in jeder Branche schwarze Schafe gibt und immer
geben wird, lässt sich dennoch sagen, dass diese Art Finanzinvestoren zu einer größeren
Transparenz am Kapitalmarkt beitragen werden und zu einer faireren Bewertung der
Zielunternehmen am Markt führen.
Literaturverzeichnis
- Achleitner, A.-K. (2002): Handbuch Investment Banking, 3. Auflage,
Wiesbaden
- Armstrong, B. (o.J.): The new crisis: Shareholder activism, Chicago
- Berens, W./Brauner, H./Frodermann, J. (2005): Unternehmensentwicklung mit
Finanzinvestoren, 1. Auflage, Stuttgart
- Bleser, S. (2007): Die absolute Return-Strategie unter dem Einsatz von Hedge
Funds als Alternative zur Benchmarkorientierung im Portfolio-Management, 1.
Auflage, München
- Bollmann, K. (O.J.): Virtual Roundtable: Alternative Investments - Chancen
und Risiken in Kooperation mit dem Bundesverband Alternative Investments,
http://www.competence-
site.de/vermoegensmanagement.nsf/news/D8FED8066E723427C12571DB0051
FCC4/$file/VR_alternative_investments_Frage2.pdf, 16.04.2008
- Bottazzi, L. (2007): Private Equity Regulation: a lesson from Italy,
http://www.rgemonitor.com/euro-monitor/author_name/lbottazzi/,
22.04.2008Bratton, W. (2006): Hedge Funds and Governance Targets, European
Corporate Governance Institute
- Brav, A./Jiang, W./Partnoy, F./Thomas, R. (2007): Hedge Fund Activism,
Corporate Governance, and Firm Performance, European Corporate Governance
Institute
- Bundesverband Alternative Investments (2003): Alternative Investments.
Grundlagen, Produkte, Chancen und Risiken, Bonn
- Busack, M./Kaiser, G. (2006): Handbuch Alternative Investments, 1. Auflage,
Wiesbaden
- De Pamphilis, D. (2008): Mergers, Acquisitions, and Other Restructuring
Activities, 4. Auflage, San Diego
- Eidgenössische Bankenkommission (2007): Hedge-Fonds. Marktentwicklung,
Risiken und Regulierung, Bern
- Eller, R./Heinrich, M./Perrot, R./Reif, M. (2007): Handbuch Europäische
Bondmärkte, 1. Auflage, Weinheim
- Eling, M. (2006): Hedgefonds-Strategien. Systematisierung und Überblick, in:
Bank Archiv (ÖBA), 8/2006, S. 543-555
- Fano-Leszczynski, U./Holzer, W./Aster, R. (2004): Hedge Fonds für Einsteiger,
1. Auflage, Berlin
- Feldman, D. (2006): Reverse Mergers: Taking a Company Public Without an
IPO
,
1. Auflage, London
- Gillan, S./Starks, L. (1998): A survey of shareholder activism: motivation and
empirical evidence, Texas
- Goetzmann, W./Ross, S. (2000): Hedge Funds: Theory and performance, Yale
University & Massachusetts Institute of Technology
- Greenwood, R. (2007): The hedge fund as activist, Harvard Business School
Working Knowledge
- Greenwood, R./Schor, M. (2007): Investor activism and takeovers, Harvard
Business School
- Gündel, M. (O.J.): Private Equity, http://www.gk-law.de/de/quick-infos/private-
equity.html?&print=1&t, 12.03.2008
- Hennessee Group LLC (2008): Hedge Fund Assets vs. Number of Hedge Funds,
http://www.hennesseegroup.com/information/info/Hedge%20Fund%20Assets%
20vs.%20Number%20of%20Hedge%20Funds%20graph.pdf, 21.04.2008
- Holderness, C. (2003): A Survey of Blockholders and Corporate Control, in:
Economic Policy Review,
9/2003, S. 1-14
- Hu, H./Black, B. (2007): Hedge Funds, Insiders, and the Decoupling of
Economic and Voting Ownership: Empty Voting and Hidden (Morphable)
Ownership, in: Journal of Corporate Finance, 13/2007, S.343-367
- Hutzschenreuter, T. (2007): Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. Grundlagen
mit zahlreichen Praxisbeispielen, 2. Auflage, Wiesbaden
- Kahan, M./Rock, E. (2006): Hedge Funds in Corporate Governance and
Corporate Control, New York University and University of Pennsylvania
- Kaiser, D. (2004): Hedgefonds - Entmystifizierung einer Anklagekasse.
Strukturen Chancen - Risiken, 1. Auflage, Wiesbaden
- Kaiser, D. (2007): Der Lebenszyklus von Hedgefonds: Grundlagen,
Modellierung und empirische Evidenz, 1. Auflage, Wiesbaden
- Klein, A./Zur, E. (2006): Hedge Fund Activism, New York University
- Klein, A./Zur, E. (2006): Entrepreneurial Shareholder Activism: Hedge Funds
and Other Private Investors, New York University
- Lähn, M. (2004): Hedge Fonds, Banken und Finanzkrisen, 1. Auflage,
Wiesbaden
- Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung (2006): Finanzinvestoren in
Deutschland
- Mittendorfer, R. (2007): Praxishandbuch Akquisitionsfinanzierung.
Erfolgsfaktoren fremdfinanzierter Unternehmensübernahmen,
1. Auflage,
Wiesbaden
- Morgan Joseph & Co. Inc. (2008): Newsroom,
http://www.morganjoseph.com/firm_newsroom_detail.php?newsid=67,
12.04.2008
- Müntefering, F. (2005): Rede auf dem 3. Programmforum der SPD,
,,Demokratie. Teilhabe, Zukunftschancen, Gerechtigkeit",
http://programmdebatte.spd.de/servlet/PB/show/1668866/130405_rede_muentef
ering_programmforum.pdf, 13.05.2005
- O.V. (o.J.): Anleger-Lexikon,
http://boerse.ard.de/lexikon.jsp?p=150&key=lexikon_18739&letter=H,
21.04.2008
- O.V. (2008): FAZ.NET Börsenlexikon,
http://boersenlexikon.faz.net/longposi.htm, 12.03.2008
- O.V. (2008): FAZ.NET Börsenlexikon,
http://boersenlexikon.faz.net/shortpos.htm, 12.03.2008
- O.V. (2008): Glossar Datenbank,
http://www.foerderland.de/1310+M59ad34ea139.0.html, 20.04.2008
- O.V. (2007): Lexikon, Börsen-, Banken und Rechnungswesen,
http://www.onpulson.de/lexikon/proxy-fight.htm, 12.03.2008
- O.V. (2008): SEC filings, http://www.astrazeneca.com/article/11312.aspx,
21.04.2008
- Organization for Economic Co-operation and Development (OECD) Steering
Group (2007): The implications of alternative investment vehicles for corporate
governance, Paris
- Orol, R. (2008): Extreme Value Hedging, 1. Auflage, Hoboken, New Jersey
- Øyvind, B./Knak, T. (2008): Aktivisten beleben das M&A-Geschäft,
http://www.handelszeitung.ch//artikel/Unternehmen-Aktivisten-beleben-das-M-
A-Geschaeft__262352.html, 28.02.2008
- Prodinger, I./Schwarz, P. (2006): Hedgefonds: Turbulenzen garantiert, in: VDI
Nachrichten, Technik & Finanzen, 46/2006, S.17
- Punzet, M. (2002): Alternative Investments, in: Women and Finance extra,
25/2002, S. 2-7. Deutsche Bundesbank (1999): Hedge-Fonds und ihre Rolle auf
den Finanzmärkten, Frankfurt
- Romano, R. (2000): Less is more: Making shareholder activism a valuable
mechanism of corporate governance, Yale Law School and National Bureau of
Economic Research
- Rudolph, B. (2006): Unternehmensfinanzierung und Kapitalmarkt, 1. Auflage,
Tübingen
- Ruth, S. (2004): Hedgefonds für Einsteiger: Tipps und Tricks für erfolgreiche
Investitionen in die neuen deutschen Hedgefonds, 1. Auflage, Berlin
- Sachverständigenrat (2005): Die Chance nutzen Reformen mutig
voranbringen, http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/gutacht/ga-
content.php?gaid=45&node=f, 18.02.2008
- Scheerer, M./Afhüppe, S. (2007): Berlin dringt auf härtere Hedge-Fonds-
Kontrolle,
http://www.handelsblatt.com/news/Politik/Deutschland/_pv/_p/200050/_t/ft/_b/
1246831/default.aspx/berlin-dringt-auf-haertere-hedge-fonds-kontrolle.html,
18.04.2008
- Seegert, S. (2007): Hedge-Fonds. Ein kurzer Überblick, 1. Auflage, München
- Sievers, M. (2007): Anlegen in Hedge-Fonds. Basiswissen für Privatanleger, 1.
Auflage, München
- Spremann, K. (2007): Aktionärsaktivismus, Universität St. Gallen
- Steffan, K. (2008): Was ist ein Hedge-Fond? Definition, Vermittlung,
Ansprüche, http://www.kanzleimitte.de/was-ist-ein-hedge-fond-3F-definition-
2C-vermittlung-2C-ansprueche-_236.html, 21.03.2008
- Steiner, M./Bruns, Ch. (2007): Wertpapiermanagement. Professionelle
Wertpapieranalyse und Portfoliostrukturierung, 9. Auflage, Stuttgart
- Surz, R. (2003): Hedge Funds. Definitive Strategies and Techniques, Hoboken,
New Jersey
- Sydow, J. (1992): Strategische Netzwerke. Evolution und Organisation, 1.
Auflage, Wiesbaden
- Weber, M. (2006): Müssen Hedge-Fonds stärker reguliert werden?, in: Das
Wirtschaftsstudium, 12/2006
- Weber, T. (2004): Das Einmaleins der Hedge Funds, 2. Auflage, Frankfurt
- Weidenfeld, W. (2004): Herausforderung Terrorismus. Die Zukunft der
Sicherheit, 1. Auflage, Wiesbaden
Kommentare
Bisher keine Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Autor: Marco FeindlerVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Autor: Zoran ZivkovicVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Autor: Claudia NickelVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Autor: Maik PhilippVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Autor: Mark RichterVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: