Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Scholary Paper (Seminar), 2008, 27 Pages
Author: Michael Kunz
Subject: Law - Comparative Legal Systems, Comparative Law
Details
Institution/College: Fachhochschule des Bfi Wien (Fachhochschule des BFI Wien)
Tags: Ausgewählte, Unterschiede, Gemeinschaftsmarke, Seminar, Rechtslehre
Year: 2008
Pages: 27
Grade: 1
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-10408-6
ISBN (Book): 978-3-640-21835-6
File size: 200 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Wenn österreichische Firmen Produkte oder Dienstleistungen entwickeln stehen sie vor der Wahl, ob sie ihre Entwicklung ausschließlich durch österreichisches Markenrecht, oder durch das flächendeckende europäische Gemeinschaftsrecht, der Gemeinschaftsmarke, schützen lassen sollen. Das Ziel dieser Seminararbeit ist es ausgewählte rechtliche Unterschiede zwischen diesen zwei Rechtskonstrukten herauszufinden, die für eine Firmenentscheidung relevant sein könnten. Es sollen anhand des Lebenszyklus einer Marke einige mögliche Szenarien, von der Anmeldung bis zur Löschung, durchgespielt werden. Dabei soll auf die sich ergebenden Unterschiede zwischen Österreichischem und Gemeinschaftsrecht eingegangen werden.
Excerpt (computer-generated)
FACHHOCHSCHULE DES BFI WIEN
STUDIENGANG ,,EUROPÄISCHE WIRTSCHAFT UND
UNTERNEHMENSFÜHRUNG"
RECHTSLEHRE
5.Semester
S E M I N A R A R B E I T
,,Ausgewählte rechtliche Unterschiede zwischen Österreichischer- und
Gemeinschaftsmarke"
Name des Studierenden: Michael Kunz
Wien, den 15.Jänner 2008
Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung __________________________________________________________ 1
1.1
Ziel der Arbeit __________________________________________________________ 1
1.2
Wirtschaftliche Bedeutung von Marken _____________________________________ 1
1.3
Geschichtliche Entwicklung _______________________________________________ 2
1.3.1
Das Österreichische Patentamt _________________________________________________ 3
1.3.2
Das Gemeinschaftsmarkenrecht ________________________________________________ 3
2
Was ist eine Marke ___________________________________________________ 5
2.1
Definition und Funktion __________________________________________________ 5
2.1.1
Markenschutzgesetz _________________________________________________________ 5
2.1.2
Gemeinschaftsmarke _________________________________________________________ 5
2.2
Markenarten___________________________________________________________ 6
2.2.1
Wortmarken ________________________________________________________________ 6
2.2.2
Bildmarken _________________________________________________________________ 6
2.2.3
WortBildMarken ___________________________________________________________ 6
2.2.4
Klangmarken________________________________________________________________ 7
2.2.5
Körperliche Marken __________________________________________________________ 7
2.2.6
Geruchsmarken _____________________________________________________________ 7
2.2.7
Geschmacksmarken __________________________________________________________ 7
2.2.8
Farbmarken ________________________________________________________________ 7
3
Die Anmeldung ______________________________________________________ 9
3.1
Das Registerprinzip______________________________________________________ 9
3.2
Patentamt _____________________________________________________________ 9
3.3
HABM ________________________________________________________________ 9
3.4
Eintragungshindernisse _________________________________________________ 10
3.5
Markeninhaber ________________________________________________________ 11
3.6
Schutzdauer __________________________________________________________ 11
3.7
Kosten _______________________________________________________________ 12
Aspekte innerhalb des Lebenszyklus einer Marke______________________________ 14
II
3.8
Markengerichte _______________________________________________________ 14
3.9
Rechte aus der Marke __________________________________________________ 15
3.10
Inkorporation _________________________________________________________ 16
3.11
Domains _____________________________________________________________ 16
3.12
Anspruch auf Schadenersatz _____________________________________________ 18
4
Conclusio __________________________________________________________ 20
5
Literaturverzeichnis _________________________________________________ 22
5.1
Bücher _______________________________________________________________ 22
5.2
Rechtsdatenbank ______________________________________________________ 22
5.3
Internetquellen________________________________________________________ 22
III
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
Wenn österreichische Firmen Produkte oder Dienstleistungen entwickeln stehen sie
vor der Wahl, ob sie ihre Entwicklung ausschließlich durch österreichisches
Markenrecht, oder durch das flächendeckende europäische Gemeinschaftsrecht, der
Gemeinschaftsmarke, schützen lassen sollen.
Das Ziel dieser Seminararbeit ist es ausgewählte rechtliche Unterschiede zwischen
diesen zwei Rechtskonstrukten herauszufinden, die für eine Firmenentscheidung
relevant sein könnten.
Es sollen anhand des Lebenszyklus einer Marke einige mögliche Szenarien, von der
Anmeldung bis zur Löschung, durchgespielt werden. Dabei soll auf die sich
ergebenden Unterschiede zwischen Österreichischem und Gemeinschaftsrecht
eingegangen werden.
1.2 Wirtschaftliche Bedeutung von Marken
Die Bedeutung von Marken kann an heutigen Konsum- und Dienstleistungsgütern
abgelesen werden. Kaum eine Ware ist ohne Marke versehen. Die wirtschaftliche
Bedeutung ist daher immanent und die Marke eines der wichtigen Instrumente des
Marketings. Jedes Unternehmen das Produkte erzeugt und verkauft sollte daher
darauf bedacht sein, sich von den Mitbewerbern zu unterscheiden. Über die Marke
wird ein wichtiges Erkennungsmerkmal jeder Firma geschaffen.
Im Vergleich zu ,,No Name" Produkten werden Markenprodukten ein gesteigertes
Vertrauen entgegengebracht. Der Konsument kann das Produkt einer bestimmten
Marke gleich einer gewissen Qualitätsstufe zuordnen. Marken geben aber nicht nur
Auskunft über Qualität, sondern vermitteln immer häufiger ein gewisses
Lebensgefühl. Für etablierte Marken ist es einfacher Produkte auf den Markt bringen,
da diese automatisch dasselbe Image der Marke beinhalten.1
1 Vgl.
Kucsko
, Die Gemeinschaftsmarke, 11
1
Große Summen werden investiert, um bekannte Marken zu schaffen. Sie sind daher
wertvoll und bedürfen eines besonderen rechtlichen Schutzes.
Vor der Einführung der Gemeinschaftsmarke war der Unternehmer darauf
beschränkt, seine Produkte und Dienstleistungen am nationalen Heimatmarkt zu
schützen. Solange er nur dort tätig war, war das auch ausreichend. In der heutigen
Zeit der ständig zunehmenden Vernetzung und Globalisierung und in Anbetracht
zusammenwachsender Märkte werden Unternehmen aber daran interessiert sein,
die Marke auch in jenen Ländern zu etablieren, in die es seine Produkte exportiert.2
Die Gemeinschaftsmarke trägt diesem Umstand Rechnung, denn mit einer
Markenregistrierung gewinnt die Marke auf dem gesamten EU-Raum Gültigkeit und
genießt dort rechtlichen Schutz.
1.3 Geschichtliche Entwicklung
Die Geschichte des Zeichens ist schlecht dokumentiert. Durch frühgeschichtliche
Funde ist bekannt, dass Zeichen schon damals eine Rolle im sozialen &
wirtschaftlichen Leben spielten. Bei den Römern wurde durch die Autoren Tacitus
und Plutarch ein Zeichenwesen erwähnt. Im 13. Jahrhundert entsteht der Begriff
Marke. Der Oberbegriff für die gewerbliche und nicht gewerbliche Sphäre wird mit
Hausmarke zusammengefasst. Im Mittelalter bekam die Hausmarke die erste
juristische Funktion. Da viele Menschen nicht des Schreibens mächtig waren,
dokumentierte die kaufmännische Marke das Eigentum der Ware.
Um die Qualität und den Absatz der Zunft zu sichern, bestand in der Zeit der Zünfte
ein regelrechter Markenzwang. Aus steuerlichen Gründen hatte auch der Staat ein
Interesse daran. Diese Kennzeichnungspflicht war ein Mittel staatlicher
Warenkontrolle. So schrieben die Statuten von Verona schon 1393 den Bäckern
präzise Kennzeichnungen vor.
Durch den Merkantilismus und der Entstehung berühmter Manufakturen wie durch
die Entdeckung des Porzellans in Meißen 1709, trat eine neue Markenform auf. Sie
unterschied sich zur Hausmarke darin, dass nicht der Name des eigentlichen
Produzenten genannt wurde, sondern des juristischen Eigentümers, also meisten
2 Vgl.
Kucsko,
Die Gemeinschaftsmarke, 12
2
des Landesherrn. Aus dieser Zeit sind die ersten Fälle von Markenpiraterie bekannt.
So bemalte man in Ansbach die so genannten ,,Türkenbecher" mit dem Zeichen der
Meissner Manufaktur, um die Absätze in der Türkei zu erhöhen.
Mit dem Einzug der frühkapitalistischen Massenproduktion Ende des 18.
Jahrhunderts entstanden neue Markenformen, wie das Fabrikzeichen. Solingen
spielt hier eine wichtige Rolle. Schon 1765 und 1766 wurde das Zeichenwesen der
Stahlerzeugung, inklusive detaillierter Bestimmung über das Markenregister durch
Kurfürst Carl Theodor neu geregelt.3
1.3.1 Das Österreichische Patentamt
Am 1. Jänner 1899 wurde das Österreichische Patentamt (ÖPA) geöffnet und
beschäftigte sich in seiner Anfangszeit mit dem Gebrauchsmusterschutz. Nach dem
Zusammenbruch der Monarchie in der Zwischenkriegszeit war das Patentamt ein
sehr frequentiertes Amt. Zwar kamen rechtskundige Beamten schon seit Anfang an
mit dem Markenschutz in Berührung, doch erst 1934 wurde die
Gesetzmäßigkeitsprüfung organisatorisch ins ÖPA eingegliedert. Zuvor waren dafür
die jeweiligen Handelskammern zuständig. In der Zeit von 1938-1945 wurde das
Patentamt sukzessive geschlossen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das
Österreichische Patentamt bereits am 13. August 1945 wieder eröffnet. Dabei wurde
ihm die Verwaltung der Marken anvertraut, welches dem heutigen Umfang sehr
ähnlich ist. Anstelle der Kammern der gewerblichen Wirtschaft wurde jetzt beim ÖPA
die Marke angemeldet, die Gesetzmäßigkeit geprüft und eine Ähnlichkeitsprüfung
angestellt. Das ÖPA war damit insgesamt für das Eintragungsverfahren
verantwortlich.4
1.3.2 Das Gemeinschaftsmarkenrecht
1958 unterzeichneten Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die
Niederlande den EWG-Vertrag. Die so genannten Römischen Verträge legten fest,
einen gemeinsamen Markt zu errichten. Das war der Grundstein zum
Gemeinschaftsmarkenrecht. Ab 1962 arbeitete die Arbeitsgruppe
,,Gemeinschaftsmarke" an einer Verordnung zum Markenrecht. 1977 wurde der erste
3 Vgl.
Meister,
Marke und Recht
3
, 62 ff
4 Vgl.
Gräser
, 90 Jahre Österreichisches Patentamt
3
Entwurf vorgestellt. Nach den Stellungnahmen von Wirtschafts- und Sozialausschuss
und des Europäischen Parlaments wurde 1988 eine konsolidierte Fassung publiziert.
Diese wurde 1992 leicht verändert. Am 20. Dezember 1993 wurde die heutige
Fassung der Gemeinschaftsmarkenverordnung vom Europäischen Rat erlassen. Die
Verzögerung war darin begründet, dass es keine Einigung bei der
Verfahrenssprache und beim Sitz des Harmonisierungsamtes (HABM) gab. Der Sitz
wurde dann schlussendlich nach Alicante verlegt und bei der Sprachenregelung gibt
es viele Sondervorschriften. Am 1. Jänner 1996 wurde das HABM eröffnet.5
5 Vgl.
N.N
., http://www.marken-recht.de/gmr/uebergmr1.html am 24.8.2007
4
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Author: Marco FeindlerPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Author: Zoran ZivkovicPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Author: Claudia NickelPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Author: Maik PhilippPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Author: Mark RichterPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008
This text can be quoted and accessed from this url: