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Subtitle: Besonderheiten des Formats und Erlösformen im Überblick
Scholary Paper (Seminar), 2008, 17 Pages
Author: Jan Kietzmann
Subject: Communications: Multimedia, Internet, New Technologies
Details
Institution/College: Free University of Berlin (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Tags: Handy-TV, Mobile TV, Medienmärkte, Neue Medien, Medienökonomie, Erlösmodelle, Erlösformen, Zielgruppe
Year: 2008
Pages: 17
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 10 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-10747-6
ISBN (Book): 978-3-640-10943-2
File size: 144 KB
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Abstract
Die Arbeit stellt überblicksartig die Besonderheiten von Handy-TV und seiner Nutzer zusammen und erörtert im Anschluss die verschiedenen möglichen Erlösformen des Formats. Nach der Einleitung wird zunächst auf die verschiedenen Übertragungsmöglichkeiten und aktuelle technische Standards mit ihren Vor- und Nachteilen eingegangen. Danach werden die Nutzer genauer unter die Lupe genommen und im weiteren Verlauf die technischen Besonderheiten erörtert. Im zweiten Teil geht der Autor auf die verschiedenen Erlösformen näher ein, die sich auf dieses Format anwenden lassen.
Excerpt (computer-generated)
Jan Kietzmann
Handy-TV in Deutschland
Besonderheiten des Formats und Erlösformen im Überblick
30.04.2008
Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung 3
2
Handy-TV in Deutschland 4
2.1 Wie kommt das Fernsehen ins Handy? 4
2.1.1 Via Rundfunknetz 4
2.1.2 Via Mobilfunknetz 5
2.1.3 Via Funknetz 6
2.2 Nutzer von Handy-TV 6
2.3 Besonderheiten der Inhalte 8
2.4 Erlösformen 10
2.4.1 Gerätesubventionierung 10
2.4.2 GEZ-Gebühren 10
2.4.3 Pay-Modelle 11
2.4.4 Werbung 12
2.4.5 Sponsoring 13
2.4.6 Dienste 13
2.5 Fazit 14
Literatur- und Quellenverzeichnis 16
ii
1 Einleitung
1931 präsentiert Manfred von Ardenne auf der 8. Funkausstellung in Berlin erst-
mals weltweit das vol elektronische Fernsehen. Innerhalb weniger Jahre entwi-
ckelt sich die Technik soweit, dass ab dem 22. März 1935 der ,,Deutsche Fern-
sehrundfunk" in Berlin mit einem regelmäßigen Programm auf Sendung geht.
Allerdings ist noch nicht daran zu denken, dass die breite Masse der Bevölke-
rung mit einem eigenen Empfangsgerät im heimischen Wohnzimmer das Pro-
gramm empfängt. Vielmehr sind öffentliche Fernsehstuben der Anlaufpunkt für
das interessierte Publikum. Doch ein bezahlbares Gerät für die breite Bevölke-
rung wird bereits 1939 auf der Funkausstellung in Berlin präsentiert. Allerdings
kommt es nie zur Massenproduktion, da mit Kriegsbeginn im selben Jahr alle
Pläne in diese Richtung verworfen werden. Erst Jahre nach Kriegsende sollte
das Fernsehen wieder an Bedeutung gewinnen. Nachdem bereits 1950 der
NDR wieder ein Fernsehprogramm ausstrahlt, beginnt mit Gründung der ARD
im selben Jahr die Ära des ersten gesamtdeutschen Fernsehens in der Nach-
kriegszeit. Am 25.12.1952 wird erstmals der Sendebetrieb aufgenommen. Be-
reits 1956 sind eine halbe Million Fernsehapparate für den Empfang registriert,
1957 ist die Millionengrenze durchbrochen. 1963 geht das Zweite Deutsche
Fernsehen auf Sendung und ab 1967, über zehn Jahre nach den USA, beginnt
auch in Deutschland das Farbfernsehzeitalter. Neben stetiger Weiterentwick-
lung der Fernsehtechnik wächst der Absatz von TV-Geräten Jahr für Jahr und
liegt seit 1976 im Schnitt oberhalb der Zweimillionengrenze. Heutzutage steht in
ungefähr 98 % aller deutschen Haushalte mindestens ein Fernseher (vgl. Ger-
hards/Klingler 2007, S. 295). Das Fernsehen ist Teil unseres Alltags geworden
und aus ihm nicht mehr wegzudenken. (Vgl. Naldini/Stehle 2006).
Nun kann man heutzutage nicht mehr ausschließlich nur im heimischen Wohn-
zimmer fernsehen. Dank leistungsfähiger Akkus und stromsparender, leicht zu
transportierender mobiler TV-Geräte können wir vielmehr fast überal in
Deutschland unter freiem Himmel das digital verbreitete Fernsehprogramm in
konstant guter technischer Qualität empfangen. Mobiles Fernsehen in diesem
Sinne, also mit batteriebetriebenen, transportablen Geräten, gibt es seit den
1960er Jahren, wobei die ersten Geräte mit den modernen in technischer Hin-
sicht nicht viel gemein hatten und das Vergnügen noch mit sperrigem Design,
3
schlechter Bildqualität und hohem Stromverbrauch relativ unkomfortabel gestal-
teten.
Heutzutage ist eine völlig neue Form des mobilen Fernsehens auf dem Vor-
marsch, der Prognosen des Berliner Medienberatungsunternehmens Goldme-
dia zufolge in Deutschland bis 2010 Umsätze von 450 Mio. Euro zugetraut wer-
den (vgl. Breuning 2006b, S. 550). Dabei geht es nicht um den mobilen Emp-
fang der herkömmlichen Fernsehprogramme auf transportablen Varianten her-
kömmlicher TV-Geräte oder Notebooks, der sich weitestgehend auf bekannte
Erlösformen stützt. Vielmehr handelt es sich hier um einen neu entstandenen
bzw. entstehenden Markt, auf dem sich, unter Ausnutzung der neuen techni-
schen Möglichkeiten einer neuen Generation mobiler Endgeräte wie Handys
oder PDA′s, ganz neue Möglichkeiten bieten. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit
wird von Handy-TV gesprochen, was die altbekannte Form des Fernsehens
ausklammert und nur die angesprochene neue Form mobilen Fernsehens
meint. Und auf dem Handy-TV-Markt stehen neben den altbewährten auch
neue Erlösmodelle für etablierte und neue Inhalte-Anbieter und Distributoren
seit neuestem, in der Erprobungsphase bzw. bereits in der markttauglichen Um-
setzung, auf dem Prüfstand der alltäglichen Anwendung.
Diese neue Generation mobilen Fernsehens soll Gegenstand dieser Hausarbeit
sein, die einen kleinen Überblick über Handy-TV in Deutschland geben soll.
2 Handy-TV in Deutschland
2.1 Wie kommt das Fernsehen ins Handy?
2.1.1 Via Rundfunknetz
Die älteste allgemein übliche Methode zur Übermittlung audiovisueller Inhalte
an den Endverbraucher ist, in Deutschland wie auch weltweit, das Broadcas-
ting, die Übertragung über die Rundfunknetze auf terrestrischem Weg. So ist es
nachvollziehbar, dass diese Methode auch im Bereich des mobilen Fernsehens
Anwendung findet. Von Vorteil ist dabei, dass ein einheitliches Signal ausge-
strahlt wird, das theoretisch von unendlich vielen Empfangsgeräten in Reichwei-
te ohne Mehraufwand für den Sender empfangen werden kann und somit der
4
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