Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Subtitle: Beschreibung beider Testverfahren
Scholary Paper (Seminar), 2008, 8 Pages
Author: Stefanie Kowalczyk
Subject: Psychology - Diagnostics
Details
Institution/College: Technical University of Braunschweig
Tags: Allgemeine, Depressionsskala, Beck, Depression, Inventar, Seminar, Testtheorie
Year: 2008
Pages: 8
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-10422-2
File size: 237 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Allgemeine Depressionsskala ( ADS) 1. Allgemeine Informationen: Die Allgemeine Depressionsskala stellt die deutsche Form der von Radloff (1977) entwickelten CES-D Skala dar. Bei der CES-D handelt es sich um einen Fragebogen, der in erster Linie als Auswahl – oder Screeninginstrument entwickelt wurde und folgende Bereiche depressiver Symptome erfragt:Emotionale Symptome, Motivationale Symptome, Kognitive Symptome, Somatische Symptome, Motorische Symptome. Bei der ersten deutschen Form der CES-D erwies sich diese Skala zwar als sensibel, aber wenig spezifisch. Es wurden übermäßig viele Personen als depressive beurteilt. Somit wurde die deutschsprachige CES-D revidiert und liegt nun als Allgemeine Depressionsskala (ADS) in Lang – und in Kurzform (ADS-L / ADS-K) vor. Beck Depression Inventar ( BDI ) 1. Allgemeine Informationen : Basis bei der Entwicklung des BDI waren klinische Beschwerden sowie Klagen von depressiven Patienten. Dabei wurden häufige Symptome von depressiven Patienten und seltene Symptome von nichtdepressiven Patienten zu 21 Items zusammengefasst, die keiner ätiologischen Depressionstheorie verpflichtet waren. Die erste, aus dem angloamerikanischen Bereich stammende, Variante des BDI, verfasst von Beck et. Al. im Jahr 1961, war ursprünglich als eine Mischung aus Fremd- und Selbstbeurteilungsinstrument vorgesehen. 1978 wurde die erste Version modifiziert und durch ein bis heute gültige Version durch Beck & Steer ersetzt. Sie orientiert sich am DSM-III, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und existiert weltweit. Die Revision diente dazu, Antworttendenzen so wie auch ungünstige Abstufungen der Itemantworten zu eliminieren.
Fulltext (computer-generated)
Allgemeine Depressionsskala ( ADS)
1. Allgemeine Informationen:
Die Allgemeine Depressionsskala stellt die deutsche Form der von Radloff (1977) entwickelten CESD Skala dar.
Bei der CESD handelt es sich um einen Fragebogen, der in erster Linie als Auswahl oder Screeninginstrument
entwickelt wurde und folgende Bereiche depressiver Symptome erfragt:
Emotionale Symptome, Motivationale
Symptome, Kognitive Symptome, Somatische Symptome, Motorische Symptome
Bei der ersten deutschen Form der CESD erwies sich diese Skala zwar als sensibel, aber wenig spezifisch. Es
wurden übermäßig viele Personen als depressive beurteilt. Somit wurde die deutschsprachige CESD revidiert
und liegt nun als
Allgemeine Depressionsskala (ADS) in Lang und in Kurzform (ADSL / ADSK)
vor.
2.Testart und Anwendungsbereich der ADS :
Die ADS ist ein Selbstbeurteilungsinstrument, was in Form der ADSL speziell für den Einsatz bei
Untersuchungen an nicht klinischen Stichproben entwickelt wurde.
Weiterhin findet die ADS auch Einsatz als Messinstrument bei Bevölkerungsstichproben (Screening), bei
epidemiologischen Untersuchungen, bei der Eingangsdiagnostik, der Verlaufsdiagnostik, der
Veränderungsmessung und der Therapieevaluation.
2.1 Bezug zur Psychotherapie:
Bei jeder Art von antidepressiv wirkender Interventionen kann das ADS als Erfolgs und Verlaufsmaß dienen.
Insbesondere liegen hier die Erfahrungen in Psychotherapiestudien von u. a. Depression, Schmerzstörungen,
somatoformen Störungen und bei Angststörungen. Da sich die ADS auf einen wöchentlichen Bezugsrahmen
bezieht, ist sie ein einfaches Instrument bei Verlaufsmessungen und zur Dokumentation bei ambulanten
Psychotherapien.
3. Aufbau und Auswertung der ADS:
Die 20 Items (Kurzform 15: speziell entwickelt für große Bevölkerungsstichproben durch weglassen der wenig
trennscharfen Items 2,4,8,15 und 17) erfragen folgende depressive Symptome:
Verunsicherung, Erschöpfung, Hoffnungslosigkeit, Selbstabwertung, Niedergeschlagenheit, Einsamkeit,
Traurigkeit, Antriebslosigkeit, Gefühl der Ablehnung, Weinen, Genussunfähigkeit, Rückzug, Angst, fehlende
affektive Reagibilität , Schlafstörungen, Appetitstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Pessimismus.
Die 20 (bzw. 15) Aussagen beziehen sich auf das Befinden während der vergangenen Woche.
4 Antwortmöglichkeiten :
0 = selten und überhaupt nicht (weniger als einen Tag lang)
1 = manchmal ( ein bis zwei Tage lang)
2 = öfters ( drei bis vier Tage lang)
3 = meistens, die ganze Zeit ( fünf oder mehrere Tage lang)
16 der 20 Items sind
positiv gepolt
, d.h. das die Beantwortung mit 3=meistens auf deutliche depressive
Beeinträchtigung hinweist. Im Gegensatz dazu sind die Items 4,8,12 und 16
negativ gepolt
, so dass hier eine
Antwort mit O= selten depressive Symptome ausdrückt.
Die Punktewerte 03 der jeweiligen Antworten werden nach der Umpolung zu einem Summenwert von
minimal 0 bis zu maximal 60 Punkten zusammenaddiert und können mit vorliegenden Normwerten verglichen
werden:
Die Normwerte:
· Gesunde/unauffällige Patienten : < 17 Punkte( Frauen : 16, Männer : 14)
· Andere Patientengruppen(Angstpatienten etc) : 1822 Punkte
· Kritischer Wert für eine klinisch relevante Depression : 23 Punkte(ADSK.: 18 Punkte)
Lediglich der Summenwert der Antworten wird als Kennwert aktueller depressiver Symptomatik interpretiert.
Zur Entdeckung von stereotypen Antwortmustern(wenn Personen z. B. immer mit
selten und überhaupt nicht
antworten) wurde das Lügenkriterium eingeführt, in dem die 4 Antworten der umgepolten Items benutzt
werden, um die Aussagen dieser Person zu überprüfen.
Formel: Summe der pos. gepolten Items 4 x Summe der neg. gepolten Items
>Wird hier ein kritischer Wert von < 28 erreicht, so sollten die Antworten dieser Person als nicht glaubwürdig
angesehen werden.
Aufbau und Lügenkriterium bei der ADS Kurzform:
Bei dieser Form bestehend aus 15 Items sind die Aussagen von Item 9 und 12 umgepolt.
Der kritische Wert zur Erkennung stereotyper Antwortmuster liegt hier bei > 24
Formel: Summe der pos. gepolter Items 6,5 x Summe der neg. gepolter Items
Auch hier werden die Punktewerte 03 der jeweiligen Antworten nach der Umpolung zu einem Summenwert
von minimal 0 und maximal 45 Punkten aufaddiert.
3.1 Altersbereich , Bearbeitungszeit und Materialien:
Die ADS ist in einem Altersbereich von 14 80 Jahre einsetzbar.
Dien Bearbeitungszeit dauert ca. 10 Minuten.
Benötigte Materialien sind: Manual, Testbogen, Schablonen zur Auswertung, gegebenenfalls Taschenrechner/
ADS liegt auch als PCVersion vor.
4. Anleitung :
Die ADS kann einzeln oder in Gruppen schriftlich oder auch verbal durchgeführt werden. Wenn eine
Gruppenuntersuchung durchgeführt wird, ist dafür zu sorgen, dass jeder Teilnehmer die Fragen
unabhängig und frei von äußeren Störungen beantwortet.
Die einfache und kurze Testinstruktion befindet sich auf dem Fragebogen. Weiterhin werden die vier
Antwortmöglichkeiten vorgestellt.
5. Gütekriterien
5.1 Objektivität:
Durchführungs, Auswertungs und Interpretationsobjektivität sind gegeben.
5.2 Reliabilität:
·
Interne Konsistenz der ADS Langform:
Cronbach´s Alpha der internen Konsistenz bei depressiven Patienten(N=150) : . 93
Cronbach´s Alpha der internen Konsistenz bei Bevölkerungsstichprobe(N=1.205) : . 89
·
Interne Konsistenz der ADS Kurzform:
Cronbach´s Alpha der internen Konsistenz bei depressiven Patienten(N=150) : . 93
Cronbach´s Alpha der internen Konsistenz bei Bevölkerungsstichprobe(N=1.205) : . 90
·
Testhalbierungs Reliabilität:
Cronbach´s Alpha für Testhalbierungs Reliabilität : .81 (Männer: . 76 / Frauen: . 84)
5.3 Validität:
·
Inhaltsvalidität
: Die inhaltliche Validität ist durch die Anlehnung an die akzeptierten
Diagnosesysteme und kriterien (DSM III / ICD 10)gegeben
·
innere Validität:
Die Korrelationen der ADS mit anderen Selbstbeurteilungsinstrumenten
Depressiver Symptome(z.B. BDI) liegt zwischen. 72 und . 94.
Korrelation der ADS mit Fremdbeurteilungsinstrumenten(z.B. HAMD) liegt zwischen .49
und .86
Die ADS ist veränderungssensitiv; eine statistische signifikante Veränderung liegt vor,
wenn der Summenwert sich um mindestens 5 Punkte(bei ADSKurzform: 4 Punkte)
verändert.
·
Konstruktvalidität:
Durch Faktorenanalyse werden zwar die vier von Radloff (1977) interpretierten Faktoren
repliziert, aber es laden alle Items auf dem ersten Faktor. Die drei anderen Faktoren werden nur
von wenigen Items markiert. Das spricht dafür, dass nur der Summenwert als einzige Messgröße
zuzulassen ist.
5.4 Trennschärfe
:
Trennschärfekoeffizient bei Gesamtpopulation: .52( Männer: .46/ Frauen: . 56)
Trennschärfekoeffizient bei Patientengruppen(Schmerzpatienten): zwischen . 16 und . 70
(im Mittel: . 59)
Trennschärfekoeffizient bei depressiven Patienten: Männer im Mittel: . 57 /
Frauen im Mittel: .63
5.5 Normierung :
Auf der Basis großer epidemiologischer Stichproben und zahlreichen klinischen Studien
liegen differenzierte Vergleichs und Normwerte für verschiedene Altersgruppen
(von 1685 Jahre) und für beide Geschlechter vor.
5.6 Übereinstimmungen zwischen Lang und Kurzform:
HitRate bezüglich des kritischen Wertes(Lang: >23/ Kurz:<17 Punkte) liegt bei 97%
( N=1166 von N= 1203). Nur 3%( 37 Personen) wurden durch beide Version
unterschiedlich eingeordnet. Somit erweist sich die Kurzform als reliabel, valide
und nahezu identisch mit der Langform
Kritik
Positiv:
· Einfach verständliche Formulierung der Items
· Schnelle Bearbeitung / schnelle Auswertung durch Schablone( bei der Langform)
· Weites Spektrum der Einsetzbarkeit : Bevölkerungsstichproben, epidemiologischen
Untersuchungen, bei der Eingangsdiagnostik, der Verlaufsdiagnostik, der Veränderungsmessung
und der Therapieevaluation.
· Kurzform ist reliabel , valide und nahezu identisch mit der Langform und ökonomisch beim
Einsatz an Bevölkerungsstichproben
· Lügenkriterium , um stereotype Antwortmuster zu erkennen
· Sensibel für Veränderungsmessungen
· Einsetzbar zur Dokumentation bei ambulanten Therapien und zur Evaluation
Negativ:
· Nur der Summenwert der Antworten wird als Kennwert aktueller depressiver Symptomatik
vorgeschlagen
Literatur:
Hautzinger, M. & Bailer, M. (1993),
Allgemeine Depressions Skala. Manual.
Weinheim: Beltz Test GmbH
Originalversion:
Radloff, L.S. (1977). The CESD scale: A selfreport depression scale for research in the
general population.
Applied Psychological Measurement, 3
, S. 385401
Auszug aus dem Hogrefe Testsystem zur Allgemeinen Depressions Skala
Beck Depression Inventar ( BDI )
1. Allgemeine Informationen :
Basis bei der Entwicklung des BDI waren klinische Beschwerden sowie Klagen von depressiven Patienten. Dabei
wurden häufige Symptome von depressiven Patienten und seltene Symptome von nichtdepressiven Patienten
zu 21 Items zusammengefasst, die keiner ätiologischen Depressionstheorie verpflichtet waren.
Die erste, aus dem angloamerikanischen Bereich stammende, Variante des BDI, verfasst von Beck et. Al. im
Jahr 1961, war ursprünglich als eine Mischung aus Fremd und Selbstbeurteilungsinstrument vorgesehen.
1978 wurde die erste Version modifiziert und durch ein bis heute gültige Version durch Beck & Steer
ersetzt. Sie orientiert sich am DSMIII, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und existiert weltweit. Die
Revision diente dazu, Antworttendenzen so wie auch ungünstige Abstufungen der Itemantworten zu
eliminieren.
2.Testart und Anwendungsbereich des BDI:
Das BDI ist ein Selbstbeurteilungsinstrument zur Erfassung der Schwere depressiver Symptomatik bei Patienten
mit depressiven Störungen. Es ist einzeln oder in Gruppen bei Patienten zwischen 18 und 80 einsetzbar.
Zusätzlich hat sich das BDI auch als ein geeignetes Instrument für Verlaufsuntersuchungen,
Veränderungsmessungen und zur Therapieevaluation erwiesen.
Weiterhin besteht eine Notwendigkeit der genaueren Untersuchung bei jüngeren bzw. älteren Altersgruppen.
Daher existiert z.B. für Kinder und Jugendliche ein auf dem BDI aufbauender Fragebogen, das
Depressionsinventar für Kinder und Jugendliche DIKJ von Stiensmeier,Pelster,Schürmann und Duda aus dem
Jahr 1989.
Die Anwendung des BDI außerhalb des klinischen Rahmens ist fraglich, da bei einer Reihe von Untersuchungen,
bei dem das BDI als Screeningsinstrument zur Auswahl depressiv auffälliger Personen eingesetzt wurde, die
Rate an fälschlicherweise depressiv bestimmten Personen sehr hoch war ( 27 %).
2.1 Bezug zur Psychotherapie:
Das BDI stellt ein weit verbreitetes Maß innerhalb von Erfolgs und Verlaufsuntersuchungen bei jeglicher
Interventionsforschung und im Besonderen bei der Psychotherapie depressiver Störungen dar .Eine zusätzlich
weite Verbreitung findet das Beck Depression Inventar bei anderen psychischen sowie somatischen Störungen.
Dabei dient es der Erfassung depressiver Symptome und deren Veränderung durch bestimmte Interventionen.
3. Aufbau und Auswertung des BDI :
Das BDI besteht aus 21 Gruppen von Aussagen, die alphabetisch von A bis U geordnet sind.
Diese Aussagen decken folgende Symptombereiche ab:
Dysphorie, Pessimismus, Versagen, Unzufriedenheit, Schuldgefühle, Strafbedürfnis, Selbsthass,
Selbstanklagen, Selbstmordimpulse, Weinen, Reizbarkeit, Rückzug und Isolation, Entschlussunfähigkeit,
negatives Körperbild, Arbeitsunfähigkeit, Schlafstörungen, Ermüdbarkeit, Appetitverlust,
Gewichtsverlust, Hypochondrie, Libidoverlust.
Diese21 Items dienen überwiegend der Beschreibung der affektiven, der kognitiven und der somatischen
Symptomebene. Agitiertheit, Gewichtszunahme und gesteigertes Schlafbedürfnis werden nicht berücksichtigt.
Bezüglich jeder dieser 21 Symptombereiche soll sich die Testperson für eine von vier Aussagen entscheiden, die
bezogen auf die letzten sieben Tage , am zutreffensten die aktuelle Verfassung widerspiegelt. Dabei zählt
nicht
vorhanden
als
0
,
leichte Ausprägung
als
1
,
mäßige Ausprägung
als
2
und
starke Ausprägung
als
3.
Falls mehrere Aussagen innerhalb einer der Gruppen zutreffen, sind auch Mehrfachnennungen möglich.
Durch Addition werden dann die angekreuzten Antworten zusammengefasst. Zu beachten ist, dass je
Aussagengruppe nur die am höchsten zählende Aussage zum Summenwert dazuaddiert wird. Wenn z.B. ein
Proband bei dem Item K die Aussage mit dem Wert 1Ich bin jetzt leichter verärgert oder gereizt als früher
und gleichzeitig die Aussage mit dem Wert 2 Ich fühle mich dauernd gereizt ankreuzt , so addiert man allein
die Aussage mit dem Wert 2 zum Summenwert dazu.
Zusätzlich besondere Beachtung gilt dem Item 19 mit dem Buchstaben S, was den Symptombereich der
Gewichtsabnahme abdeckt. Grund dafür ist, dass die Gewichtsabnahme auch bewusst herbeigeführt werden
kann, etwa durch Diät oder Verhaltensänderungen. Wenn die Testperson bei der in Aussage S enthaltenen
Zusatzfrage JA ankreuzt, so ist dieses Item mit Null zu bewerten.
Der Summenwert des BDI kann zwischen 0 und 63 liegen und drückt die Schwere der gegenwärtigen
depressiven Symptomatik aus:
· Keine Depression 011 Punkte
· Milde Depression 1219 Punkte
· Mäßige Depression 2025 Punkte
· Starke Depression ab 26 Punkte
4. Anleitung :
In der Mehrzahl der Fälle wird die Instruktion des BDIs von den Testpersonen selbst gelesen .Sie kann aber
auch vom Testleiter vorgelesen werden.Neben den Testinstruktion befindet sich auf dem BDI zusätzlich Platz
für den Namen, das Geschlecht, das Geburtsdatum und das Ausfülldatum.
Am Ende des Fragebogens wird dann der durch Addition ermittelte Summenwert eingetragen.
4.1 Bearbeitungsdauer:
510 Minuten.
Jedoch kann es bei depressiven Patienten aufgrund von Entscheidungsschwierigkeiten, einem gewissen Grad
der Antriebshemmung und in Abhängigkeit vom Alter zu einer Verlängerung der Bearbeitungszeit kommen.
4.2 Testmaterial
: Manual, Testbogen, zusätzlich Schreibmaterial und gegebenenfalls Taschenrechner/ BDI liegt
auch als PCVersion vor
5. Gütekriterien
5,1 Objektivität:
Durchführungs, Auswertungs und Interpretationsobjektivität sind gegeben.
5.2 Reliabilität:
·
Interne Konsistenz:
Cronbach´s Alpha der inneren Konsistenz bei klinischen Stichproben:.88
Cronbach´s Alpha bei gesunden Kontrollgruppen : .74
·
RetestReliabilität:
Stabilität der BDIWerte ist gering und korreliert abnehmend über 1 Woche mit .75,
über 2 Wochen mit .68 und über 3 Wochen mit . 62.
5.3 Validität:
·
Inhaltsvalidität
: Die inhaltliche Validität ist durch die Anlehnung an die akzeptierten
Diagnosesysteme und kriterien (DSM III / ICD 10)gegeben. Im BDI nicht berücksichtigt werden
nur 3 beschriebene Symptome des DSM III: vermehrter Appetit, vermehrtes Schlafbedürfnis und
psychomotorische Aktiviertheit.
·
innere Validität:
Korrelation( Spearman Brown Koeffizient) mit anderen Selbstbeurteilungsmaßen
depressiver Symptome liegt zwischen .71 und .89.
Korrelation zwischen dem BDI und anderen Fremdbeurteilungssystemen liegt
niedriger : zwischen .34 und .61.
·
äußere Validität
:
Durch Messung an 313 depressiver Patienten im wöchentlichen Abstand von Klinikaufnahme
bis Klinikentlassung (4Wochen) konnte bestätigt werden:
BDI ist sensitiv genug, um therapiebedingte Veränderungen zu erfassen und gut abzubilden.
·
diskriminante Validität:
BDI verfügt über gute diskriminante Validität: klare Trennung der gesunden
und psychosomatischen Stichprobe (obwohl er nicht dafür konstruiert wurde).
Aber: fehlende Trennung zwischen den verschiedenen depressiven Gruppen, daher sollte
aufgrund des BDI Summenwertes keine diagnostischen Entscheidungen getroffen werden.
5.4 Trennschärfe
:
ItemGesamtKorrelation bei depressiven Patienten: .40.
Aber: alle Items, die sich auf vegetative Symptome beziehen(Item 16; 18; 19; 20; 21) befinden sich an der
unteren Grenze der zu akzeptierenden Trennschärfe und weichen von Angaben in der Literatur ab.
5.5 Diskriminanzanalyse:
Allgemein:
Frauen und Männer unterscheiden sich im Gesamtwert des BDI nicht
Aber: bei Differenzierung einzelner Items zwischen den Geschlechtern differenzieren:
nur wenige signifikante Diskriminanzfunktionskoeffizienten.
Unterschiede zwischen Männern und Frauen:
· Depressive Männer haben vermehrt Suizidimpulse, eher die Tendenz zu sozialem Rückzug und
Isolierung sowie mehr Versagensgefühle und neigen zu Pessimismus.
· Depressive Frauen weinen entweder mehr oder sind unfähig zu weinen, haben eher ein
negatives Körperbild und leiden unter Appetitverlust.
Unterschieden bezogen auf das Alter:
Bei 70% der Fälle ist es mit Verwendung der BDI Items möglich, die Patienten zu 2 Alterstufen korrekt
zuzuordnen:
· Personen unter 45 Jahre: In der Altersgruppe lassen sich mehrfach Angaben über Selbsthass,
Selbstanklagen, Suizidimpulse, Schuldgefühle, Strafbedürfnis, Versagensgefühle und Reizbarkeit
finden.
· Personen über 45 Jahre: Diese Patienten unterscheiden sich im Vergleich zu jüngeren Patienten in den
Angaben zu Schlafstörungen, Ermüdbarkeit, Appetitverlust und besonders bei Libidoverlust.
5.6 Normierungen :
Normwerte aufgrund einer Eichstichprobe und differenziert nach Altersgruppen und Geschlecht existieren
nicht. Aber es gibt Vergleichswerte, Prozentränge, Grenzwerte und Erwartungswerte für unterschiedliche
klinische Gruppen, bei unterschiedlichen Behandlungen, getrennt nach Geschlecht und differenziert nach Alter:
z.B. Deutsche Normwerte in Form von Prozenträngen einer klinischen Stichprobe depressiver Patienten (N =
477)
Kritik:
Positiv:
· Geringe Bearbeitungszeit ,keine zusätzlichen Materialen nötig ,einfache Auswertung, kann in Gruppen
oder auch allein durchgeführt werden , auch für Personen, die nicht lesen können oder die Sprache
nicht gut genug beherrschen geeignet
· BDI vielseitig einsetzbar:
Erfolgs und Verlaufsuntersuchungen bei jeglicher Interventionsforschung und im Besonderen
bei der Psychotherapie depressiver Störungen
· zusätzlich weite Verbreitung findet das Beck Depression Inventar bei anderen psychischen sowie
somatischen Störungen.
· Deckt breite Altersspanne ab , zusätzlich für Kinder und Jugendliche ein auf dem BDI aufbauender
Fragebogen , das Depressionsinventar für Kinder und Jugendliche DIKJ
· geeignetes Instrument für Verlaufsuntersuchungen und zur Therapieevaluation
· Der BDI orientiert sich am DSMIII, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und existiert weltweit= ist
somit kulturunabhängig.
· Es gibt viele Untersuchungen, die die Nützlichkeit, die Akzeptanz und die Reliabilität des BDI in
folgenden Gruppen belegen: Bevölkerungsstichproben, studentische Stichproben und Jugendliche
einer Gemeindestichprobe (zu diesem Punkt siehe aber neg. Kritik)
· Obwohl der BDI nicht dafür konstruiert wurde, verschiedene diagnostische Gruppen voneinander zu
trenne, ermöglicht es aber die klare Trennung von gesunden und psychosomatischen Stichproben.
Negativ:
· Es sind nur Aussagen über den aktuellen Schwergrad der Depression möglich , dient nicht zur Stellung
von Prognose
· Die 21 Items des BDI dienen überwiegend der Beschreibung der affektiven, der kognitiven und der
somatischen Symptomebene. Agitiertheit, Gewichtszunahme und gesteigertes Schlafbedürfnis
werden nicht berücksichtigt.
· Revision von 1978 wurde von vielen Klinikern und Forschern nicht wahrgenommen, daher ist zum Teil
unklar, welche Form des BDI bei Untersuchungen eingesetzt wurde.
· Da es sich beim BDI um ein Instrument zur Messung der Schwere von depressiven Störungen von
Patienten handelt, ist der Einsatz des Testes bei nichtklinischen Population fraglich.
· Einsatz des BDI als Screeninginstrument zur Auswahl depressiv auffälliger Personen :
Mit Hilfe der gemachten Selbstauskünften kann keine Diagnose einer Depression gestellt werden,
da die Rate an fälschlich positiven = depressiven Personen recht hoch ist.
Literatur:
Beck, A.T., Ward, C.H., Mendelson, M., Mock, J. & Erbaugh, J, (1961).
An inventory for measuring depression.
Archives of General Psychiatry, 4.
Beck, A. T. & Steer, R. A. (1987).
Beck Depression Inventory Manual.
San Antonio: The Psychological Corporation
Hautzinger, M., Bailer, M., Worall, H. & Keller, F. (2000)
BeckDepressionsInventar (BDI).Testhandbuch.
3. überarb. Auflage. Bern: Huber.
Auszug aus dem Hogrefe Testsystem zum Beck Depressions Inventar
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Author: Marco FeindlerPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Author: Zoran ZivkovicPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Author: Claudia NickelPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Author: Maik PhilippPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Author: Mark RichterPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008
This text can be quoted and accessed from this url: