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Diploma Thesis, 2007, 76 Pages
Author: Christian F. Lamparth
Subject: Company formation, Business Plans
Details
Tags: Analyse, Bewertung, Corporate, Social, Responsibility, Kontext, Unternehmensgründungen
Year: 2007
Pages: 76
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 154 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-11136-7
ISBN (Book): 978-3-640-11270-8
File size: 461 KB
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Abstract
Corporate Social Responsibility (CSR) ist ein integratives Konzept, das sich mit der Wahrnehmung von der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen beschäftigt. Es erfordert eine Balance zwischen ökonomischen Zielen und den Belangen von Mitarbeitern, Gesellschaft und Umwelt. Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen ist heutzutage in den unterschiedlichsten Kontexten von Bedeutung, beispielsweise in der „... globalen Debatte über die Grenzen nationalstaatlichen Handelns und die Verantwortung von Unternehmen …“, als „… kommunikatives und konzeptionell-strategisches Dach aller unternehmerischen Aktivitäten …“, als „… positives Leitbild für die Beziehung zwischen Unternehmen und Gesellschaft …“ und als „…Bestandteil des Corporate Branding, der Imagepflege, des Reputation Management…“. Doch warum sollte sich ein Unternehmensgründer mit einem komplizierten, für große Unternehmen entwickelten Begriff auseinandersetzen? Ich möchte in Anlehnung an das Diktum des US-amerikanischen Ökonom und Nobelpreisträgers Milton Friedman von 1970 zusammen mit Knudsen darauf antworten, um zugleich den Ausganspunkt dieser Arbeit zu verdeutlichen: "the business of business is a different kind of business." In jüngster Zeit hat die Forschung erkannt, welches Potential in CSR auch im Hinblick auf kleine und mittlere Unternehmen steckt. Doch wie können Unternehmensgründer und die gesamte Volkswirtschaft von der aktuellen Entwicklung profitieren? Das lässt die Diskussion über die Eignung des CSR-Konzepts für Unternehmensgründungen und deren Besonderheiten aufkommen. Was ist der Unterschied zu mittleren und großen Unternehmen und welche Auswirkungen hat dies auf die Durchführung von CSR? Wie sieht der neue Gründungsprozess aus, der CSR integriert? Wie kann die Umsetzung von CSR aussehen? Sind die vorhandenen Denkstrukturen, Strategien und Instrumente der CSR-Forschung anwendbar oder ist ein neuer Ansatz erforderlich? Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein theoretisches Modell zu entwickeln. Es soll als Ausgangspunkt für zukünftige Forschungsarbeiten dienen, beratenden Institutionen eine Möglichkeit der Typologisierung von Unternehmensgründungen bieten sowie als Analyseraster die Überprüfung der Umsetzung von CSR möglich machen und Unternehmensgründer auf dem Weg zu ihrem Unternehmen in Bezug auf CSR orientieren.
Excerpt (computer-generated)
A N A L Y S E U N D B E W E R T U N G V O N
C O R P O R A T E S O C I A L R E S P O N S I B I L I T Y
I M K O N T E X T V O N
U N T E R N E H M E N S G R Ü N D U N G E N
D I P L O M A R B E I T
Betriebswirtschaftliches Institut der Universität Stuttgart,
Abteilung IV, Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre,
Betriebswirtschaftliche Planung und Strategisches Management
von:
Christian Friedrich Lamparth
II
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
1
Konzeptionelle Grundlagen 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Vorgehensweise der Arbeit 4
2
Gegenstand und Kennzeichen von CSR 6
2.1 Entwicklung des Bedeutungsinhaltes von CSR 6
2.1.1 Aktueller Stand der CSR-Forschung 6
2.1.1.1 Englischsprachige CSR-Forschung 6
2.1.1.2 Deutschsprachige CSR-Forschung 10
2.1.2 CSR als dynamisches und umfassendes Konzept 11
2.2 Erläuterung und Abgrenzung benachbarter Begriffe 14
2.2.1 Corporate Responsibility 14
2.2.2 Corporate Citizenship 15
2.2.3 Nachhaltigkeit 16
2.2.4 Corporate Social Opportunity 17
3
Unternehmensgründungen als Forschungsfeld 18
3.1 Überblick verschiedener Ansätze in der Gründungsforschung 18
..
3.2 Entscheidungsverhalten im Gründungsprozess 20
..
4
Gestaltungsrahmen von CSR und dessen Implikationen für
Unternehmensgründungen 22
4.1 Dimensionen und Handlungsfelder 22
4.1.1 Markt 22
4.1.2 Arbeitsplatz 25
4.1.3 Gemeinwesen 27
4.1.4 Umwelt 30
4.2 Erweitertes Entscheidungsverhalten im Gründungsprozess 32
4.2.1 Gründungsprozess nach Wickham 33
4.2.2 Entscheidungsverhalten nach Molteni 34
4.3 Instrumente zur Umsetzung von CSR bei Unternehmensgründungen 38
4.3.1 Verhaltenskodizes 38
4.3.2 Gütesiegel 39
II
4.3.3 CSR-Managementsysteme 40
4.3.4 CSR-Berichte 41
4.3.5 Ratgeber 41
4.3.6 Konventionelle Instrumente der Gründungsplanung 43
4.4 Herausforderungen und Handlungsempfehlungen 46
5
Schlussbetrachtung 50
Literaturverzeichnis VI
III
Abkürzungsverzeichnis
a.M. am
Main
AIDS
Acquired Immune Deficiency Syndrome
BDI
Bundesverband der deutschen Industrie
BITC
Business in the Community
BSR
Business for Social Responsibility
CBSR
Canadian Business for Social Responsibility
CED
Community Economic Development
CED
Community Economic Development
CERES
Coalition for Environmentally Responsible Economies
COSORE Corporate
Social Responsibility
CSR
Corporate Social Responsibility
DBW Die
Betriebswirtschaft
DIN
Deutsches Institut für Normung
EBSCO Elton
B.
Stephens Company
ECOSOC
Economic and Social Council
EMAS Environmental
Management Audit System
EU Europäische
Union
EU Europäische
Union
GEM
Global Entrepreneurship Monitor
GRI
Global Reporting Initiative
HIV Humanes
Immundefizienz-Virus
IFM
Institut für Mittelstandsforschung
ILO International
Labour
Organisation
IMUG
Institut für Markt Umwelt Gesellschaft
ISO
International Standardization Organization
KFW Kreditanstalt
für
Wiederaufbau
KMU
Kleine und mittlere Unternehmen
NRO Nichtregierungsorganisation
OECD
Organisation for Economic Co-operation and Development
REAP
Responsible Entrepreneurs Achievement Programme
SAI
Social Accountability International
SIGMA Sustainability
Integrated Guidelines for Management
IV
SNEEP
Studentisches Netzwerk für Wirtschafts- und Unternehmensethik
SRI
Socially Responsible Investments
SWOT Strengths,
Weaknesses, Opportunities, Threats
TBL
Triple Bottom Line
TCC
The Copenhagen Centre
UNECE
United Nations Economic Commission for Europe
UNEP
United Nations Environment Programme
UNO
United Nations Organisation
UPJ
Unternehmen: Partner der Jugend
URL
Uniform Resource Locator
US United
States
USA
United States of America
VC Venture
Capital
WBCSD
World Business Council for Sustainable Development
WCED
World Commission on Environment and Development
WEF
World Economic Forum
WISO
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
WSI
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut
ZFBF
Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung
ZFWU
Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik
V
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Gründungsprozess nach Wickham 33
Abbildung 2: Gesellschaftlich-wettbewerbliche Synthese nach Molteni 35
Abbildung 3: Gestaltungsrahmen von CSR für Unternehmensgründungen 37
Abbildung 4: Diamanten-Modell der nationalen Wettbewerbsfähigkeit 45
VI
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Meilensteine der englischsprachigen CSR-Forschung 8
Tabelle 2: Dimension Markt: Konkretisierung der Handlungsfelder 24
Tabelle 3: Dimension Arbeitsplatz: Konkretisierung der Handlungsfelder 26
Tabelle 4: Dimension Gemeinwesen: Konkretisierung der Handlungsfelder 29
Tabelle 5: Dimension Umwelt: Konkretisierung der Handlungsfelder 31
Tabelle 6: CSR-Instrumente für Unternehmensgründungen 46
Seite 1
1 Konzeptionelle
Grundlagen
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
"Die Leute haben genug zu tun, nur das nackte Leben zu retten. Gute Vorsätze
bringen sie an den Rand des Abgrunds, gute Taten stürzen sie hinab."1
Corporate Social Responsibility (CSR) ist ein integratives Konzept, das sich mit
der Wahrnehmung von der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung2 durch
Unternehmen beschäftigt. Es erfordert eine Balance zwischen ökonomischen Zie-
len und den Belangen von Mitarbeitern, Gesellschaft und Umwelt. Die gesell-
schaftliche Verantwortung von Unternehmen ist heutzutage in den unterschied-
lichsten Kontexten von Bedeutung, beispielsweise in der ,,... globalen Debatte über
die Grenzen nationalstaatlichen Handelns und die Verantwortung von Unterneh-
men ...", als ,,... kommunikatives und konzeptionell-strategisches Dach aller un-
ternehmerischen Aktivitäten ...", als ,,... positives Leitbild für die Beziehung zwi-
schen Unternehmen und Gesellschaft ..." und als ,,...Bestandteil des Corporate
Branding, der Imagepflege, des Reputation Management...".3
Doch warum sollte sich ein Unternehmensgründer mit einem komplizierten4, für
große Unternehmen entwickelten Begriff auseinandersetzen? Ich möchte in An-
lehnung an das Diktum des US-amerikanischen Ökonom und Nobelpreisträgers
Milton Friedman von 1970 zusammen mit Knudsen darauf antworten, um zugleich
den Ausganspunkt dieser Arbeit zu verdeutlichen: "the business of business is a
different kind of business."5
1 Brecht (1964), S. 131, Unternehmerisches Handeln nach moralischem Gesetz, zum Wohl der Gesellschaft und als indivi-
duelles Glücksbedürfnis ist für den dritten Gott in Brechts Parabelstück ,,Der gute Mensch von Sezuan" unmöglich.
2 Die Begriffe ,,Corporate Social Responsibility" und ,,gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen" werden in der
vorliegenden Arbeit synonym verwendet.
3 Wieland (2005), S. 9f.
4 ``an eclectic field with loose boundaries, multiple memberships, and differing perspectives; broadly rather than narrowly
focused, multidisciplinary; wide breadth; brings in a wider range of literature; and interdisciplinary′′ Carroll (1994), S. 14
5 Knudsen (2007), URL siehe Literaturverzeichnis. Die dargestellte Sicht auf die heutige Wirtschaft kann das zu Beginn
erwähnte Dilemma auflösen. Auch Zsolnai bemerkt: "The moral foundation of capitalism should be reconsidered. ... We
should find substantive value-backgrounds to develop alternative views on economic activities." Zsolnai (2003), S. 6 Die
Anlehnung an Friedman ist in diesem Zusammenhang nur an der Wortwahl zu verstehen, da Friedman sich auf Unter-
nehmensentscheidungen von Managern bezog, die Agenten eines Prinzipals, nämlich der Kapitalgeber, sind. Bei Unter-
nehmensgründungen besteht diese Prinzipal-Agenten Beziehung nur, wenn ein Investor beteiligt ist.
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